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Kollagen · 16 Quellen ausgewertet

Kollagen für Haare und Haut: Was bringt es wirklich?

Straffere Haut, dichteres Haar, festere Nägel: Kollagenpulver verspricht Schönheit von innen. Die Studienlage dazu ist groß, aber sie erzählt eine überraschende Geschichte über Geld und Ergebnisse.

Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 202616 QuellenLesezeit 8 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

Für die Haare gibt es erste Hinweise: Zwei Studien fanden nach einem halben Jahr etwas dickere Haare, beide mit Beteiligung von Herstellern. Bei der Haut zeigen viele Studien eine bessere Elastizität und weniger Falten, doch nur die von Herstellern bezahlten. Unabhängige Studien fanden keinen Unterschied zum Scheinpräparat. Der Nutzen ist deshalb unklar, und ob Kollagen brüchige Nägel kräftigt, ist nicht untersucht.

Auf dieser Seite 6 Abschnitte
  1. Was bringt Kollagen für die Haare?
  2. Was macht Kollagen mit der Haut?
  3. Wie viel Kollagen pro Tag gegen Falten?
  4. Kollagen für die Haut vorher und nachher: Was ist realistisch?
  5. Welches Kollagen ist das beste für die Haut?
  6. Hilft Kollagen gegen Cellulite?

Die Werbung arbeitet gern mit zwei Fotos: links fahle Haut und stumpfes Haar, rechts ein frischer Teint, dazwischen eine Dose mit weißem Pulver. Kollagen, so das Versprechen, soll von innen leisten, was Cremes von außen nicht schaffen. Tatsächlich gibt es zu kaum einem Schönheitsmittel so viele Studien, und auf den ersten Blick fallen sie erstaunlich freundlich aus. Wer genauer hinsieht, stößt allerdings auf ein Muster, das die ganze Frage in ein anderes Licht rückt. Es kommt sehr darauf an, wer eine Studie bezahlt hat. Das gilt für Kollagen und seine Wirkung insgesamt, besonders aber für die Haut.

Was bringt Kollagen für die Haare?

Für die Haare gibt es erste Hinweise, aber keinen Beleg, denn erst zwei Studien haben überhaupt gemessen, ob die einzelnen Haare dicker werden. Beide stammen aus Südkorea und prüften besonders fein aufgespaltene Kollagenstücke aus Fisch. In der größeren nahmen gut hundert Frauen, deren Haar dünner wurde, ein halbes Jahr lang täglich ein Gramm davon oder ein Scheinpräparat (Placebo). Danach war das Haar in der Kollagengruppe etwas dicker.1 Auch die zweite Studie, die zusätzlich Glanz und Reißfestigkeit erfasste, kam zu einem ähnlichen Ergebnis.2

Aufschlussreich ist, wer hinter beiden Arbeiten steht. In beiden Fällen arbeiteten Mitautoren für Firmen, die solche Kollagenstücke herstellen oder erforschen, und eine unabhängige Wiederholung gibt es bisher nicht. Deshalb bleibt der Nutzen für die Haare unklar. Zum Haarausfall fehlt sogar eine aussagekräftige Studie mit Kollagen allein. Ein Versuch mit einem Getränk aus Kollagen und Vitamin C fand nach drei Monaten nicht sicher mehr Haare, obwohl Fachleute das Haarbild auf Fotos besser bewerteten.3 Bei plötzlichem oder fleckigem Haarausfall lohnt sich daher eher der Weg in die Hautarztpraxis als ein Selbstversuch.

So wurde gemessen
  • Größere Haarstudie: 114 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren mit Cellulite und selbst bemerktem Dünnerwerden der Haare, 1 g niedermolekulare Fischkollagenpeptide täglich gegen Placebo, 24 Wochen; Haardurchmesser nach 24 Wochen signifikant größer.1
  • Zweite Haarstudie: Erwachsene zwischen 19 und 60 Jahren mit leicht bis mäßig geschädigtem Haar, 3 g täglich, 24 Wochen; Durchmesser, Glanz und Zugfestigkeit besser als unter Placebo. Teilnehmerzahl im Abstract nicht angegeben.2
  • Haarausfall: Kombination aus Kollagenhydrolysat und Vitamin C, 12 Wochen; Haarzahl +27,6 % gegenüber Placebo, nicht signifikant; Expertenbewertung der Fotos +31,9 %.3

Hilft Kollagen bei brüchigen Nägeln?

Ob Kollagen brüchige Nägel kräftigt, ist bisher nicht untersucht, auch wenn Werbetexte das anders klingen lassen. Die oft zitierte Studie begleitete 25 Frauen ein halbes Jahr lang, und danach wuchsen ihre Nägel schneller und brachen seltener, doch eine Vergleichsgruppe ohne Kollagen gab es nicht, und das Präparat kam aus dem Umfeld eines Herstellers.4 Damit lässt sich eine Besserung nicht vom natürlichen Verlauf trennen oder davon, dass Teilnehmende ihre Nägel während einer Studie einfach sorgfältiger pflegen. Auch die einzige Studie mit Scheinpräparat hilft nicht weiter, denn sie untersuchte gesunde Frauen ohne brüchige Nägel und beurteilte nur die Nagelfarbe.5

So wurde gemessen
  • Offene Nagelstudie: 25 Teilnehmerinnen, 2,5 g Kollagenpeptide täglich, 24 Wochen, ohne Kontrollgruppe; Nagelwachstum +12 %, abgebrochene Nägel −42 %.4
  • Placebo-Studie: 85 gesunde Frauen zwischen 43 und 65 Jahren, 5 g täglich, 84 Tage; Nagelfarbe früher verbessert, Brüchigkeit nicht erfasst.5

Was macht Kollagen mit der Haut?

Ob Kollagen die Haut sichtbar verbessert, ist unklar, weil die Studien sich widersprechen. Auf den ersten Blick sieht die Lage sogar ausgesprochen gut aus. Mehrere Auswertungen, die viele Einzelstudien zusammenrechnen, kamen zu einem freundlichen Schluss. Fachleute nennen solche Arbeiten Meta-Analysen. Danach ist die Haut nach rund drei Monaten mit Kollagen etwas elastischer, feuchter und weniger faltig als mit einem Scheinpräparat.78 Gemessen wurde das meist mit Geräten, die etwa an der Wange prüfen, wie schnell die Haut nach leichtem Ansaugen zurückfedert und wie viel Wasser die oberste Schicht hält.

Dieses freundliche Bild beruht allerdings auf einer Annahme, die selten jemand prüft: dass alle Studien gleich viel wert sind. Wäre es so, müsste der Effekt in jeder Art von Studie auftauchen, in großen wie kleinen, in sorgfältigen wie in nachlässigen. Genau das hat eine Forschergruppe untersucht. Ihr Ergebnis überrascht.

Warum widersprechen sich die Studien?

Der Widerspruch hängt an der Frage, wer bezahlt hat. Zwei Forschende aus Korea und Australien nahmen sich 2025 die bis dahin größte Sammlung vor und sortierten 23 Studien mit knapp 1.500 Teilnehmenden danach, wer sie bezahlt hatte und wie sorgfältig sie gemacht waren.6 Rechneten sie alle zusammen, schien Kollagen bei Elastizität, Feuchtigkeit und Falten zu helfen. Doch dieser Vorteil steckte allein in den Studien, die Kollagenhersteller finanziert hatten. In den unabhängigen Studien war die Haut mit Kollagen nicht anders als mit dem Scheinpräparat, und dasselbe galt für die methodisch besten Arbeiten.

Der Vorteil für die Haut steckte allein in den Studien, die Kollagenhersteller bezahlt hatten.

Entsprechend nüchtern fällt das Fazit der beiden aus: Einen klinischen Beleg dafür, dass Kollagen die Hautalterung bremst, gebe es nicht. Allein stehen sie damit nicht. Auch eine Auswertung von 2026 fand bei der Elastizität keinen sicheren Unterschied, und ihre Autoren gaben keine geschäftlichen Interessen an.9 Eine Übersicht über 25 Studien bescheinigte zudem der Mehrheit ein hohes Risiko für verzerrte Ergebnisse.10 Hinzu kommt, dass die Hautfeuchtigkeit mit Wetter und Raumklima schwankt, was viele Studien nicht berücksichtigten.8

Gefälscht sind die Herstellerstudien deshalb nicht, doch wenn ein Effekt genau dort verschwindet, wo niemand ein Interesse am Ergebnis hat, ist Vorsicht angebracht. Eine mögliche Erklärung liefert eine weitere Auswertung aus Singapur, die bei den Falten deutliche Anzeichen dafür fand, dass vor allem Studien mit erfreulichem Ausgang veröffentlicht wurden.16 Enttäuschende blieben offenbar in der Schublade. Solange keine großen unabhängigen Studien vorliegen, bleibt der Nutzen für die Haut unklar. Auch ob Kollagen die Haut vor Sonnenbrand schützt, ist nicht untersucht, eine Sonnencreme ersetzt es also nicht.15

So wurde gemessen
  • Auswertung nach Geldgeber: 23 randomisierte Studien, 1.474 Personen, Suche bis Juni 2024. Alle zusammen: Feuchtigkeit, Elastizität und Falten signifikant verbessert. Teilgruppe ohne Finanzierung durch Unternehmen: kein Effekt in allen drei Bereichen; hochwertige Studien ebenfalls ohne Effekt. Zahl der unabhängigen Studien im Abstract nicht genannt.6
  • Positive Auswertungen ohne Trennung nach Geldgeber: 19 Studien mit 1.125 Personen zwischen 20 und 70 Jahren, zu 95 % Frauen, Einnahme meist rund 90 Tage7; 10 Studien mit 646 Personen, Elastizität SMD 0,61, Feuchtigkeit SMD 1,25, Wetter meist nicht kontrolliert.8
  • Gegenbefund: 19 Studien mit 1.341 Personen (Einnehmen und Auftragen), Elastizität nicht signifikant.9
  • Studienqualität: 25 Studien ohne Zusammenrechnung, Mehrheit mit hohem Verzerrungsrisiko.10
  • Veröffentlichungsverzerrung: 61 Studien zu Ernährung und Hautalterung; Kollagen und Falten pSMD −0,94, anders als bei Fetten und Polyphenolen mit Hinweis auf Publikationsbias (Egger-Test, Trichterdiagramm).16
  • UV-Schutz: Für Kollagen liegt keine Placebo-Studie zur Sonnenbrand-Schwelle vor; eine Sammelauswertung rechnete sie nur für Kakao-Flavanole zusammen.15

Wie viel Kollagen pro Tag gegen Falten?

Eine belegte Menge gegen Falten gibt es nicht, weil schon die Wirkung auf Falten unklar ist. In den Studien zu Haut, Haaren und Nägeln nahmen die Teilnehmenden meist zwischen einem und fünf Gramm am Tag, und zwar über Monate.145 Die Faltentiefe bestimmten die Forschenden mit Kameras und Profilmessungen. Selbst mit dieser Technik war der Effekt in einer Auswertung von 14 Studien nur knapp zu erkennen.12 Hinzu kommt: Wie bei der Elastizität fand die Trennung nach Geldgebern bei den unabhängigen Studien keinen Unterschied.6

Viel hilft dabei nicht automatisch viel. Ob eine höhere Tagesmenge stärker gegen Falten wirkt, hat keine Studie gezielt geprüft. Für die Haut lässt sich die Frage, wie viel Kollagen pro Tag sinnvoll ist, deshalb nur mit den Mengen aus den Studien beantworten. Immerhin vertrugen die Teilnehmenden die Präparate gut.9 Die möglichen Nebenwirkungen von Kollagen, etwa bei einer Fischallergie, sind trotzdem gesondert zu prüfen.

So wurde gemessen
  • Mengen in den Studien: 1 g täglich (Haare und Cellulite)1, 2,5 g (Nägel)4, 5 g (Nagelfarbe).5
  • Falten: 14 Studien mit 967 Personen, darunter Kombinationspräparate; Falten in der Bildanalyse SMD −0,21 (−0,40 bis −0,01), knapp signifikant.12
  • Unabhängige Studien: kein Effekt auf Falten.6

Kollagen für die Haut vorher und nachher: Was ist realistisch?

Realistisch sind nach den Studien allenfalls kleine, nur mit Geräten messbare Veränderungen, keine Verwandlung wie auf Werbefotos. Die Messgeräte erfassen Unterschiede, die mit bloßem Auge kaum auffallen, und sie reagieren empfindlich auf Raumklima, Jahreszeit und frisch aufgetragene Pflege.8 Vorher-nachher-Bilder in der Werbung stammen dagegen nicht aus Studien mit Vergleichsgruppe. Licht, Kamerawinkel und eine neue Pflegeroutine können dort mehr bewirken als das Pulver.

Genau deshalb zählt in der Forschung nur der Vergleich mit einer Gruppe, die alles genauso macht, aber ein Scheinpräparat bekommt. Wer ein neues Pulver nimmt, achtet oft auch sonst mehr auf sich, trinkt mehr oder cremt sich häufiger ein, und all das kann die Haut verändern. Ziehen die Forschenden diesen Teil ab, bleibt in den unabhängigen Studien kein Unterschied übrig.6 Für die Selbstbeobachtung heißt das: Fotos unter gleichem Licht sagen mehr als der Eindruck im Badezimmerspiegel. Doch selbst dann bleibt der Grund ungewiss.

Welches Kollagen ist das beste für die Haut?

Ein bestes Kollagen für die Haut lässt sich aus den Studien nicht ableiten, denn direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Sorten fehlen. Eine Auswertung von 26 Studien fand Hinweise, dass die Wirkung auf die Feuchtigkeit von der Herkunft des Kollagens abhing, während die Quelle bei der Elastizität keine erkennbare Rolle spielte.11 Rind, Schwein oder Fisch? Die Daten entscheiden das nicht. Unterschiede zwischen Kollagenpulver, Kapseln und Kollagentypen betreffen vor allem Herstellung und Menge. Das ganz anders wirkende Typ-II-Kollagen kam in den Hautstudien nicht vor, es wird bei Kollagen für die Gelenke untersucht.

Auffällig ist noch etwas anderes. Viele Präparate für die Haut enthalten neben Kollagen weitere Zusätze wie Vitamine oder Hyaluronsäure, doch in einer Auswertung schnitt Kollagen allein bei der Hautfeuchtigkeit besser ab als solche Mischungen, die keinen sicheren Effekt zeigten.13 Mehr Zutaten bedeuten also nicht mehr Wirkung, sie erschweren nur die Frage, was überhaupt gewirkt hat.

So wurde gemessen
  • Kollagenquelle: 26 Studien mit 1.721 Personen; Feuchtigkeit je nach Quelle und Dauer unterschiedlich, Elastizität ohne Unterschied nach Quelle (p = 0,21).11
  • Kollagen allein gegen Mischungen: Kollagen allein in 10 Studien mit 609 Personen, Feuchtigkeit SMD 0,77; Kombinationspräparate nicht signifikant.13

Hilft Kollagen gegen Cellulite?

Gegen Cellulite gibt es erste Hinweise, aber keine Gewissheit. Zwei Studien begleiteten Frauen mit Dellen an den Oberschenkeln ein halbes Jahr lang. In beiden war die Cellulite mit Kollagen am Ende etwas weniger ausgeprägt als mit dem Scheinpräparat.141 Bei übergewichtigen Frauen fiel der Effekt allerdings kleiner aus.14 Hinzu kommt, dass beide Studien ein bestimmtes Produkt prüften und in beiden Hersteller beteiligt waren, sei es über das gelieferte Präparat oder über Mitautoren. Solange niemand das Ergebnis unabhängig wiederholt hat, ist der Nutzen gegen Cellulite unklar.

So wurde gemessen
  • Erste Studie: 105 Frauen zwischen 24 und 50 Jahren mit mäßiger Cellulite, 2,5 g Kollagenpeptide täglich, 6 Monate; Cellulite-Grad und Hautwelligkeit signifikant verringert, bei Übergewicht schwächer.14
  • Zweite Studie: 114 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren, 1 g Fischkollagenpeptide täglich, 24 Wochen; Cellulite-Schwere, Rauigkeit und Elastizität nach 12 und 24 Wochen besser als unter Placebo.1

Unsere Einordnung

Für Haare und Cellulite gibt es erste Hinweise aus wenigen, herstellernahen Studien, für brüchige Nägel keine Placebo-Studie. Bei der Haut ist der Befund lehrreich: Viele Studien sehen einen Vorteil, unabhängige nicht. Kollagen gegen Falten ist nach heutigem Stand eine Hoffnung, kein belegter Effekt.

Häufige Fragen

Ist Kollagen gut für die Haut?

Das lässt sich nach heutigem Stand nicht sagen. Studien, die Hersteller bezahlt haben, finden eine etwas elastischere und feuchtere Haut, unabhängige Studien finden keinen Unterschied zum Scheinpräparat.6 Die Präparate wurden in den Studien gut vertragen.9

Wann sieht man erste Ergebnisse von Kollagen an der Haut?

Die meisten Hautstudien liefen etwa drei Monate, die Studien zu Haaren und Cellulite ein halbes Jahr.71 Ob sich in dieser Zeit tatsächlich etwas verändert, ist unklar, weil unabhängige Studien keinen Effekt fanden.

Kollagen vom Rind oder vom Fisch: Was ist besser für die Haut?

Direkte Vergleiche zwischen Rinder- und Fischkollagen gibt es nicht. Eine Auswertung fand Hinweise, dass die Wirkung auf die Hautfeuchtigkeit je nach Herkunft des Kollagens unterschiedlich ausfiel, eine klare Rangfolge ergibt sich daraus nicht.11

Kann Kollagen über die Haut aufgenommen werden?

Die Studien auf dieser Seite prüften Kollagen zum Einnehmen. Eine Auswertung, die Eiweißbausteine zum Einnehmen und zum Auftragen gemeinsam betrachtete, fand die deutlicheren Effekte bei den geschluckten Präparaten.9

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Alle 16 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1Hwang et al. 2026, J Med Food114 Frauen zwischen 20 und 50 mit Cellulite und dünner werdendem Haar, täglich 1 g Fischkollagenpeptide, 24 Wochennach 24 Wochen dickere Haare und weniger ausgeprägte Cellulite als mit Placebo; Mitautoren bei einem PeptidherstellerRCT
2Kim et al. 2026, Int J Stem CellsErwachsene zwischen 19 und 60 mit leicht bis mäßig geschädigtem Haar, täglich 3 g, 24 WochenHaardicke, Glanz und Reißfestigkeit besser als mit Placebo; Mitautoren aus der IndustrieRCT
3Reilly et al. 2024, Dermatol Res PractGetränk aus Kollagenhydrolysat und Vitamin C gegen Placebo, 12 WochenZahl der Haare nicht sicher erhöht, Haarbild auf Fotos von Fachleuten besser bewertet; KombinationspräparatRCT (Kombinationspräparat)
4Hexsel et al. 2017, J Cosmet Dermatol25 Frauen, täglich 2,5 g Kollagenpeptide, 24 Wochen, ohne VergleichsgruppeNägel wuchsen schneller und brachen seltener; ohne Kontrollgruppe nicht beweiskräftig; Mitautoren herstellernahOffene Studie ohne Kontrollgruppe
5Vleminckx et al. 2024, J Cosmet Dermatol85 gesunde Frauen zwischen 43 und 65 ohne brüchige Nägel, täglich 5 g, 84 Tagenur die Nagelfarbe beurteilt, Brüchigkeit nicht gemessenRCT (nur Nagelfarbe)
6Myung & Park 2025, Am J Med23 RCTs, 1.474 Personen, getrennt nach Geldgeber und Studienqualitätalle Studien zusammen positiv; ohne Herstellerfinanzierung und in hochwertigen Studien kein Effekt; Autoren sehen keinen klinischen BelegMeta-Analyse (maßgeblich)
7de Miranda et al. 2021, Int J Dermatol19 RCTs, 1.125 Personen zwischen 20 und 70, fast nur FrauenElastizität, Feuchtigkeit und Falten besser als mit Placebo, Studien meist rund 90 TageMeta-Analyse
8Danessa et al. 2025, Indian J Dermatol Venereol Leprol10 RCTs, 646 PersonenElastizität und Feuchtigkeit besser; Wettereinflüsse meist nicht kontrolliert, Verzerrungsrisiko meist unklarMeta-Analyse
9Nukaly et al. 2026, Front Med (Lausanne)19 RCTs, 1.341 Personen, Peptide zum Einnehmen und zum AuftragenElastizität ohne sicheren Effekt, Falten knapp verbessert vor allem durch Präparate zum Einnehmen; keine geschäftlichen Interessen angegebenMeta-Analyse (Gegenbefund Elastizität)
10Bassila et al. 2026, Eur J Clin Nutr25 RCTs, Übersicht ohne Zusammenrechnungdie meisten Studien positiv, aber mehrheitlich mit hohem VerzerrungsrisikoSystematische Übersicht
11Pu et al. 2023, Nutrients26 RCTs, 1.721 Personen, auch KombinationspräparateFeuchtigkeit und Elastizität besser; Wirkung auf die Feuchtigkeit hing von Kollagenquelle und Dauer ab; mehrere Verzerrungen in den EinzelstudienMeta-Analyse
12Dewi et al. 2023, Cureus14 Studien, 967 Personen, auch KombinationspräparateFalten in der Bildanalyse nur knapp verringertMeta-Analyse
13Sun et al. 2022, Front NutrKollagen allein in 10 Studien mit 609 Personen, daneben KombinationspräparateHautfeuchtigkeit mit Kollagen allein besser, mit Kombinationen nicht sicherMeta-Analyse (Teilgruppe)
14Schunck et al. 2015, J Med Food105 Frauen zwischen 24 und 50, täglich 2,5 g Kollagenpeptide, 6 MonateCellulite weniger ausgeprägt, bei Übergewicht schwächer; Präparat und Mitautoren herstellernahRCT
15Yang et al. 2025, Front Med (Lausanne)40 RCTs zu verschiedenen Nahrungsergänzungenfür Kollagen keine Auswertung der Sonnenbrand-SchwelleMeta-Analyse (ohne Kollagenwert zum UV-Schutz)
16Ng et al. 2025, J Physiol Anthropol61 Studien zu Ernährungsmaßnahmen gegen Hautalterung, darunter KollagenFalten mit Kollagen verringert, aber anders als bei anderen Mitteln mit Hinweisen auf bevorzugte Veröffentlichung positiver StudienMeta-Analyse (Veröffentlichungsverzerrung)

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