Stoff, Wirkung oder Frage
Mineralstoff · 201 Studien und Übersichten ausgewertet

Magnesium: Wirkung und Studienlage

Gegen Krämpfe, für den Schlaf, gegen Stress: Kaum ein Supplement trägt so viele Versprechen. Hier muss jedes davon gegen die Studienlage antreten.

Magnesiumreiche Lebensmittel auf salbeigrünem Grund
Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 2026201 QuellenLesezeit 14 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

Am besten belegt ist ein leicht sinkender Blutdruck, vor allem bei wenig Magnesium im Blut. Bei Migräne und bei einer ärztlich festgestellten Depression hilft Magnesium wahrscheinlich. Unklar sind der Blutzucker bei Typ-2-Diabetes, Schlaf und Stress, beim Muskelkater gibt es erste Hinweise aus zu kleinen Studien. Gegen nächtliche Wadenkrämpfe hilft es eher nicht, beim Abnehmen gar nicht. Aus Präparaten gelten bis 250 mg am Tag als unbedenklich.

Kurz vor Mitternacht krampft die Wade, und am nächsten Morgen wandern Brausetabletten in den Einkaufskorb. So beginnt es bei vielen, mit Granulat aus der Apotheke oder mit Pulver für die Sporttasche, und fast immer stehen dieselben drei Hoffnungen dahinter: weniger Krämpfe, ruhigere Nächte, weniger Stress. Doch ausgerechnet bei diesen dreien tragen die Studien erstaunlich wenig. Am besten belegt ist dagegen etwas, das beim Griff zur Packung kaum jemand im Sinn hat, nämlich ein leicht sinkender Blutdruck.

Was macht und bewirkt Magnesium im Körper?

Magnesium hält Muskeln, Nerven und Herz in Gang, doch herstellen kann der Körper es nicht, alles muss über Essen und Trinken hereinkommen. Gebraucht wird es an Hunderten Stellen, vor allem dort, wo Zellen Energie gewinnen oder Eiweiß aufbauen.1 Wie viel davon im Blut kreist, überwachen Darm und Nieren streng.2 Dabei steckt im Blut nur ein winziger Teil des Vorrats, und wird es knapp, springen vor allem die Knochen als Speicher ein.3

Gerade weil Magnesium an so vielen Stellen mitarbeitet, wird ihm so viel nachgesagt. Doch unverzichtbar für den Körper und nützlich als Tablette sind zwei verschiedene Dinge. Ob eine Extraportion etwas bringt, wenn gar kein Mangel besteht, lässt sich nur in Studien klären, in denen eine Vergleichsgruppe nur ein Scheinpräparat bekommt. An diesem Maßstab wird hier jede Wirkung gemessen. Das heißt auch: Dass der Körper Magnesium braucht, ist noch kein Grund für ein Präparat.

So wurde gemessen
  • Aufgaben: Magnesium ist an über 600 Enzymreaktionen beteiligt, vor allem im Energiestoffwechsel und bei der Eiweißsynthese.1
  • Blutwert: Normal sind 0,7 bis 1,1 mmol/l; Darm und Nieren halten den Wert stabil.2
  • Speicher: Nur rund 1 % des gesamten Körpermagnesiums steckt im Blut; gerät der Wert ins Wanken, springen vor allem die Knochen ein.3

Amtlich zugelassen (EU)

Magnesium trägt unter anderem zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zum Elektrolytgleichgewicht, zu einer normalen Muskelfunktion und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Gemeint sind damit Grundfunktionen des Körpers, nicht die Linderung von Beschwerden. Für Blutdruck oder Herz hat die EU keine Aussage zugelassen.

Wofür ist Magnesium gut? Die Studienlage

Am besten belegt ist ein leicht sinkender Blutdruck, während die Studien bei vielem anderen dünn bleiben. Dafür haben wir 58 Wirkungen zusammengetragen, die am Menschen gegen eine Vergleichsgruppe geprüft wurden, und die Tabelle ordnet jede einzelne davon ein. Wer wissen will, wie eine Einstufung zustande kam, öffnet mit einem Klick auf die Zeile die Begründung.

Blutdruck senkengut belegt38 Studien, 2.709 Pers. (größte von 7 übereinstimmenden Meta-Analysen)oberer Wert −2,8 mmHg, unterer Wert −2,1 mmHg gegenüber Placebo

Erwachsene mit oder ohne Bluthochdruck; am deutlichsten bei behandeltem Bluthochdruck und niedrigem Magnesiumwert

Ergebnisse: oberer Wert −2,8 mmHg, unterer Wert −2,1 mmHg gegenüber Placebo; mit Blutdruckmitteln −7,7/−3,0 mmHg, bei niedrigem Magnesiumwert −6,0/−4,8 mmHg (Argeros 2025)

Mehrere unabhängige Meta-Analysen finden übereinstimmend einen kleinen blutdrucksenkenden Effekt, die größte mit 38 Studien rund 3 mmHg beim oberen Wert. Er ist bei Menschen mit bereits behandeltem Bluthochdruck oder niedrigem Magnesiumwert größer, bei normalem Blutdruck statistisch nicht gesichert. Die Studien unterscheiden sich stark in Form, Dosis und Dauer, eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung fand sich nicht, und eine Einzelstudie mit 164 Übergewichtigen sah keinen Effekt. 4, 17, 88, 56

Warum diese Stufe? Mindestens zwei Meta-Analysen kommen zum selben Ergebnis, keine große widerspricht. (7 Meta-Analysen einig, größte mit 38 Studien, keine große widerspricht)Unsere Regeln
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Migräneanfällen vorbeugenwahrscheinlich10 Studien, 789 Pers. (Chiu 2016)seltenere Anfälle

Erwachsene und Kinder; tägliche Einnahme, meist 600 mg über 8–12 Wochen

Ergebnisse: seltenere Anfälle (OR 0,20; Chiu 2016); Anfälle −2,51, Migränetage −1,66 pro Monat (Karami Talandashti 2024); neueste Netzwerk-Meta-Analyse: Schmerzstärke −3,6 Punkte (0–10), Anfallshäufigkeit nicht sicher

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 10 Studien zur Einnahme findet mit Magnesium seltenere und schwächere Migräneanfälle, eine weitere Auswertung bestätigt das. Die neueste Netzwerk-Meta-Analyse sieht aber nur bei der Schmerzstärke einen sicheren Vorteil, nicht bei der Häufigkeit, und eine gute Einzelstudie fand keinen Unterschied. Die Zufallszuteilung war in einem Teil der Studien nicht angemessen. 82, 5, 26, 25

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Chiu et al. 2016, 10 Studien) positiv)Unsere Regeln
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Depressive Symptome lindern bei diagnostizierter Depressionmeist zusätzlich zu Antidepressiva; ersetzt keine Behandlungwahrscheinlich7 Studien, 325 Pers. (Moabedi 2023)Depressionswerte deutlich stärker gesunken als mit Placebo

Ergebnisse: Depressionswerte deutlich stärker gesunken als mit Placebo (SMD −0,92; 95 % KI −1,44 bis −0,40)

Die maßgebliche Meta-Analyse placebokontrollierter Studien bei Menschen mit Depression findet einen deutlichen Rückgang der Beschwerden. Die Studien sind klein (zusammen 325 Personen), einzelne fanden keinen Unterschied, und eine ältere Meta-Analyse sah im Placebovergleich keinen sicheren Effekt. Die internationale Leitlinie WFSBP/CANMAT empfahl Magnesium 2022 nicht; eine Depression gehört in ärztliche Behandlung. 9, 10, 130, 131

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Moabedi et al. 2023, 7 Studien) positiv)Unsere Regeln
Schlafqualität und Schlafprobleme verbessernErwachsene mit schlechtem Schlafunklarwidersprüchlichkeine Meta-Analyse; 5 Placebo-RCTs, 46 bis 290 Pers.Größte doppelblinde Studie: Schlaflosigkeits-Index −3,9 vs

Ergebnisse: Größte doppelblinde Studie: Schlaflosigkeits-Index −3,9 vs. −2,3 Punkte mit Placebo nach 4 Wochen (Cohen's d = 0,2; Schuster 2025); in anderen Studien gleich starke Besserung mit Placebo

Die größte doppelblinde Placebo-Studie mit 155 Erwachsenen fand einen knapp signifikanten, kleinen Vorteil bei Schlafproblemen, etwas deutlicher bei geringer Magnesiumzufuhr über das Essen. Andere Studien sahen keinen Unterschied zu Placebo, und eine Meta-Analyse zu Fragebogenwerten fehlt. Die neueste Übersicht stuft die Belege als uneinheitlich und wenig vertrauenswürdig ein. 28, 128, 7

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Blutzucker und HbA1c bei Typ-2-Diabetes senkenErwachsene mit Typ-2-Diabetes, zusätzlich zur üblichen Behandlungunklarwidersprüchlich16 Studien zum HbA1c (Al Maqrashi 2025; insgesamt 23 Studien, 1.345 Pers.)HbA1c −0,16 Prozentpunkte, Grenzfall nicht signifikant, Nüchternzucker gesenkt

Ergebnisse: HbA1c −0,16 Prozentpunkte, Grenzfall nicht signifikant (95 % KI −0,32 bis 0,00), Nüchternzucker gesenkt (Al Maqrashi 2025); ältere Meta-Analyse: HbA1c −0,22 Prozentpunkte, Nüchternzucker −0,20 mmol/L (Xu 2023)

Beim maßgeblichen Langzeitwert HbA1c widersprechen sich die Meta-Analysen: Die neueste mit 16 Studien fand nur eine minimale, statistisch nicht gesicherte Senkung, eine etwas ältere mit ähnlich vielen Studien eine kleine signifikante. Der Nüchternblutzucker sinkt in mehreren Auswertungen etwas, ist aber nur ein Kurzzeitwert. Die bislang längste Einzelstudie (12 Monate, 247 Pers.) verfehlte beim HbA1c die Signifikanz; ob vor allem Menschen mit Magnesiummangel profitieren, ist nicht gesichert. 76, 75, 111, 112

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Muskelkater lindern, Erholung nach dem TrainingEinnahme einige Tage vor ungewohnter Belastungunklarerste Hinweise2 kleine Placebo-RCTs, 31 Pers.Muskelkater 1 bis 2 Punkte geringer

Ergebnisse: Muskelkater 1 bis 2 Punkte geringer (Skala 0 bis 6); Kreatinkinase und Kraft unverändert

Zwei kleine Placebo-Studien mit zusammen 31 Personen fanden mit Magnesium weniger Muskelkater und eine bessere empfundene Erholung, eine davon nur bei magnesiumarmer Kost. Der Muskelschadens-Marker Kreatinkinase und die Kraft änderten sich nicht. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es fehlen größere Placebo-Studien und eine Meta-Analyse. 11, 12, 32

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Nächtlichen Wadenkrämpfen vorbeugenErwachsene, meist älter, ohne erkennbare Ursache; nicht schwangerspricht dagegen4 Studien, rund 396 Pers. (Patil 2026)−0,42 Krämpfe pro Woche, nicht signifikant

Ergebnisse: −0,42 Krämpfe pro Woche, nicht signifikant (95 % KI −1,15 bis 0,31; Patil 2026); Cochrane: −0,18 pro Woche, nicht signifikant (Garrison 2020)

Die maßgebliche Meta-Analyse und die Cochrane-Übersicht finden bei nächtlichen Wadenkrämpfen von Erwachsenen ohne erkennbare Ursache keinen Unterschied zu Placebo; einen nennenswerten Nutzen halten die Cochrane-Autoren für unwahrscheinlich. Neuere kontrollierte Studien mit Magnesiumoxid und Magnesiumchlorid bestätigen das, die Krämpfe gingen in beiden Gruppen ähnlich stark zurück. Eine vom Hersteller finanzierte Studie fand einen kleinen Vorteil. 149, 15, 34, 150

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Patil et al. 2026, 4 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
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Körpergewicht senkenErwachsene, normal- oder übergewichtigspricht dagegen32 Studien (Askari 2021)Körpergewicht und Taillenumfang insgesamt unverändert, BMI −0,21 kg/m² knapp signifikant

Ergebnisse: Körpergewicht und Taillenumfang insgesamt unverändert, BMI −0,21 kg/m² knapp signifikant (Askari 2021); 28 Studien, 2.013 Pers.: keine Veränderung (Rafiee 2021); breite Sammelauswertung: Gewicht −0,70 kg (Mohammadi 2026)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 32 Studien fand keine Gewichtsabnahme gegenüber Placebo, eine zweite mit 28 Studien ebenfalls nicht. Nur eine breite Sammelauswertung über viele Personengruppen errechnete gut ein halbes Kilo weniger; kleine Veränderungen zeigten sich sonst nur in Untergruppen mit Übergewicht, Insulinresistenz oder Magnesiummangel. Als Mittel zum Abnehmen ist Magnesium nicht belegt. 77, 121, 90

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Askari et al. 2021, 32 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
gut belegtwahrscheinlichunklarspricht dagegennicht untersuchtSo bewerten wir
Alle 58 untersuchten Wirkungen ansehennach Bereichen geordnet, mit Studien und Begründung der Stufe

Hier steht jede Wirkung, die bei Magnesium in kontrollierten Studien am Menschen untersucht wurde. Jede Stufe entsteht nach festen Regeln aus zwei unabhängigen Recherchen derselben Studien; weichen sie voneinander ab, gilt die vorsichtigere Stufe. Studien mit Infusionen im Krankenhaus sind gekennzeichnet, denn sie sagen nichts darüber, was eine Tablette bewirkt.

58 untersuchte Wirkungen in 6 Bereichen · Bereich öffnen zum Anzeigen

Herz & Kreislauf 8

1 gut belegt · 2 wahrscheinlich · 5 unklar
Blutdruck senkengut belegt38 Studien, 2.709 Pers. (größte von 7 übereinstimmenden Meta-Analysen)oberer Wert −2,8 mmHg, unterer Wert −2,1 mmHg gegenüber Placebo

Erwachsene mit oder ohne Bluthochdruck; am deutlichsten bei behandeltem Bluthochdruck und niedrigem Magnesiumwert

Ergebnisse: oberer Wert −2,8 mmHg, unterer Wert −2,1 mmHg gegenüber Placebo; mit Blutdruckmitteln −7,7/−3,0 mmHg, bei niedrigem Magnesiumwert −6,0/−4,8 mmHg (Argeros 2025)

Mehrere unabhängige Meta-Analysen finden übereinstimmend einen kleinen blutdrucksenkenden Effekt, die größte mit 38 Studien rund 3 mmHg beim oberen Wert. Er ist bei Menschen mit bereits behandeltem Bluthochdruck oder niedrigem Magnesiumwert größer, bei normalem Blutdruck statistisch nicht gesichert. Die Studien unterscheiden sich stark in Form, Dosis und Dauer, eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung fand sich nicht, und eine Einzelstudie mit 164 Übergewichtigen sah keinen Effekt. 4, 17, 88, 56

Warum diese Stufe? Mindestens zwei Meta-Analysen kommen zum selben Ergebnis, keine große widerspricht. (7 Meta-Analysen einig, größte mit 38 Studien, keine große widerspricht)Unsere Regeln
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Gefäßfunktion verbessern (Gefäßerweiterung, FMD)Erwachsene, gesund oder mit Herz-Kreislauf-Risikowahrscheinlich7 Studien, 306 Pers. (Darooghegi Mofrad 2018)FMD +2,97 Prozentpunkte

Ergebnisse: FMD +2,97 Prozentpunkte (Darooghegi Mofrad 2018); zweite Meta-Analyse: FMD +2,13 und Pulswellengeschwindigkeit −0,54 m/s, beides nicht signifikant (Marques 2020)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 7 Studien fand eine bessere Gefäßerweiterung (FMD), allerdings bei nur 306 Teilnehmenden und stark schwankenden Ergebnissen. Eine zweite Meta-Analyse sah insgesamt keinen gesicherten Effekt, nur in Teilgruppen mit älteren, übergewichtigen oder kranken Menschen und bei Einnahme über mindestens sechs Monate. Bei der Gefäßsteifigkeit widersprechen sich auch die Einzelstudien: 350 mg über 24 Wochen halfen bei Übergewicht, 450 mg über 24 Wochen in einer größeren Studie nicht. 105, 106, 107, 56

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Darooghegi Mofrad et al. 2018, 7 Studien) positiv)Unsere Regeln
Vorhofflimmern nach Herzoperation vorbeugenInfusionwahrscheinlich35 Studien (Fairley 2017)Vorhofflimmern RR 0,69, nach der Operation gegeben RR 0,51

Infusion im Krankenhaus rund um die Operation; sagt nichts über Tabletten aus

Ergebnisse: Vorhofflimmern RR 0,69, nach der Operation gegeben RR 0,51 (Fairley 2017); 24 Studien: RR 0,55, methodisch bessere Studien 0,70 (Ghazizadeh 2025); nur Bypass, 20 Studien: RR 0,90, nicht signifikant (Chaudhary 2019)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 35 Studien findet mit Magnesium-Infusionen rund um eine Herzoperation seltener neues Vorhofflimmern, ohne Einfluss auf die Sterblichkeit; eine neuere Auswertung bestätigt das. Der Effekt schrumpft jedoch, je strenger die Auswahl ist: Eine Meta-Analyse nur der doppelblinden Studien mit Vorhofflimmern als Hauptziel und eine weitere mit 20 Bypass-Studien fanden keinen gesicherten Nutzen. Es handelt sich um eine ärztliche Infusion; über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 101, 102, 103, 104

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Fairley et al. 2017, 35 Studien) positiv)Unsere Regeln
Blutfette verbessern (bewertet am LDL-Cholesterin)Erwachsene, gesund oder mit Stoffwechselerkrankungunklarwidersprüchlich20 Studien zum LDL (Hariri 2025)LDL, Triglyceride und Gesamtcholesterin nicht signifikant verändert, HDL +1,21 mg/dl

Ergebnisse: LDL, Triglyceride und Gesamtcholesterin nicht signifikant verändert, HDL +1,21 mg/dl (Hariri 2025). Sammelauswertung über 78 Studien: LDL −3,21 mg/dl, Triglyceride −9,24 mg/dl, HDL +1,45 mg/dl (Mohammadi 2026)

Beim maßgeblichen Wert LDL-Cholesterin fand die Meta-Analyse mit 20 Studien keinen Unterschied zu Placebo, eine breitere Sammelauswertung über viele Personengruppen dagegen eine kleine Senkung bei sehr niedriger Vertrauenswürdigkeit. Am konsistentesten ist ein sehr kleiner Anstieg des HDL. Die Studien unterscheiden sich extrem stark (Heterogenität bis 99 %), deutlichere Effekte stammen vor allem aus Studien bei Typ-2-Diabetes; selbst die positiven Ergebnisse liegen weit unter dem, was cholesterinsenkende Medikamente erreichen. 89, 90, 91, 92

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Entzündungswerte (CRP) senkenErwachsene; wenn überhaupt, dann bei bereits erhöhtem CRP über 3 mg/lunklarwidersprüchlich18 Studien, 927 Pers. (Talebi 2022)CRP −0,49 mg/l, nicht signifikant

Ergebnisse: CRP −0,49 mg/l, nicht signifikant (Talebi 2022, 18 Studien); kleinere Meta-Analyse: CRP −1,33 mg/l (Mazidi 2018, 8 Studien); bei CRP über 3 mg/l −1,12 mg/l, insgesamt kein Effekt (Simental-Mendía 2017)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 18 Studien fand keinen gesicherten Unterschied zu Placebo, ebenso eine große Sammelauswertung. Zwei andere Meta-Analysen mit 8 und 15 Studien finden dagegen ein niedrigeres CRP, eine weitere nur bei Menschen, deren CRP bereits erhöht war. Insgesamt bleibt offen, ob Magnesium Entzündungswerte messbar beeinflusst; ein Laborwert allein sagt zudem wenig über Krankheiten aus. 93, 94, 95, 96

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Herzstolpern (Extrasystolen) verringernErwachsene mit Extraschlägen im Alltag; Tablettenunklarwidersprüchlichkeine Meta-Analyse; 3 kleine Placebo-RCTs mit 21 bis 60 Pers.260 mg Magnesium als Pidolat über 30 Tage: Extraschläge bei 76,6 % um mehr als 70 % …

Ergebnisse: 260 mg Magnesium als Pidolat über 30 Tage: Extraschläge bei 76,6 % um mehr als 70 % gesunken, unter Placebo höchstens geringe Besserung (Falco 2012); Herzschwäche: Extraschläge der Herzkammer −23 % (Bashir 1993); Extraschläge im Vorhof in einer Pilotstudie unverändert (Lutsey 2018)

Eine Meta-Analyse zu Tabletten gegen Extraschläge gibt es nicht. Zwei kleine Placebo-Studien fanden weniger Extraschläge, eine mit 60 Menschen mit Beschwerden, eine mit 21 Menschen mit Herzschwäche; eine Pilotstudie mit Magnesiumoxid sah keinen Effekt. Die oft zitierte größere Studie testete Magnesium nur zusammen mit Kalium und zählt deshalb nicht; insgesamt ist die Datenlage zu dünn für ein klares Urteil. 97, 98, 66, 99

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Rückfall in Vorhofflimmern vorbeugen (Tabletten)nach Kardioversion; nicht zu verwechseln mit Infusionen bei Herz-OPunklar1 Placebo-RCT mit 2 Teilstudien, 301 Pers.nach 6 bis 42 Monaten noch im Sinusrhythmus: 19 vs

Ergebnisse: nach 6 bis 42 Monaten noch im Sinusrhythmus: 19 vs. 15 % (Magnesium allein) und 30 vs. 37 % (zusätzlich zu Sotalol), jeweils kein Unterschied zu Placebo (Frick 2000)

Die einzige placebokontrollierte Studie mit 301 Menschen mit anhaltendem Vorhofflimmern fand nach einer Kardioversion keine selteneren Rückfälle, weder mit Magnesium allein noch zusätzlich zu einem Rhythmusmedikament. Eine einzelne Studie reicht nicht für ein endgültiges Urteil, ein Nutzen ist aber nicht gezeigt. Beobachtungsstudien verbinden einen niedrigen Magnesiumwert mit mehr Vorhofflimmern, genetische Daten sprechen jedoch gegen einen ursächlichen Zusammenhang. 100, 21, 22

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Tod vorbeugenErwachsene, auch nach Herzinfarktunklar1 Placebo-RCT, 468 Pers. nach Herzinfarkt; sonst nur Beobachtungsdatennach Herzinfarkt, 15 mmol Magnesiumhydroxid/Tag über 1 Jahr: einzelne Herzereignisse …

Ergebnisse: nach Herzinfarkt, 15 mmol Magnesiumhydroxid/Tag über 1 Jahr: einzelne Herzereignisse nicht verschieden, zusammengenommen häufiger als mit Placebo (RR 1,55; 95 % KI 1,07 bis 2,25; Galløe 1993). Ernährung: je 100 mg mehr Herzschwäche −22 %, Schlaganfall −7 % (Fang 2016)

Die einzige placebokontrollierte Studie mit Magnesium-Tabletten, bei 468 Menschen nach einem Herzinfarkt, fand keinen Schutz; zusammengenommen traten Herzereignisse unter Magnesium sogar häufiger auf, die Autoren raten davon ab. Langzeitbeobachtungen verbinden eine magnesiumreiche Ernährung mit weniger Herzschwäche und Schlaganfällen, Magnesium aus Präparaten aber nicht mit geringerer Sterblichkeit; solche Daten belegen keine Ursache. Für Menschen ohne Herzerkrankung gibt es keine kontrollierte Studie. 108, 20, 109, 110

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Stoffwechsel 7

4 unklar · 2 spricht dagegen · 1 nicht untersucht
Blutzucker und HbA1c bei Typ-2-Diabetes senkenErwachsene mit Typ-2-Diabetes, zusätzlich zur üblichen Behandlungunklarwidersprüchlich16 Studien zum HbA1c (Al Maqrashi 2025; insgesamt 23 Studien, 1.345 Pers.)HbA1c −0,16 Prozentpunkte, Grenzfall nicht signifikant, Nüchternzucker gesenkt

Ergebnisse: HbA1c −0,16 Prozentpunkte, Grenzfall nicht signifikant (95 % KI −0,32 bis 0,00), Nüchternzucker gesenkt (Al Maqrashi 2025); ältere Meta-Analyse: HbA1c −0,22 Prozentpunkte, Nüchternzucker −0,20 mmol/L (Xu 2023)

Beim maßgeblichen Langzeitwert HbA1c widersprechen sich die Meta-Analysen: Die neueste mit 16 Studien fand nur eine minimale, statistisch nicht gesicherte Senkung, eine etwas ältere mit ähnlich vielen Studien eine kleine signifikante. Der Nüchternblutzucker sinkt in mehreren Auswertungen etwas, ist aber nur ein Kurzzeitwert. Die bislang längste Einzelstudie (12 Monate, 247 Pers.) verfehlte beim HbA1c die Signifikanz; ob vor allem Menschen mit Magnesiummangel profitieren, ist nicht gesichert. 76, 75, 111, 112

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Blutzucker bei Prädiabetes verbessernohne Diabetes, mit Prädiabetes oder hohem Diabetesrisikounklarwidersprüchlich12 Studien, 967 Pers. (Veronese 2021, Risikogruppen); Langzeitwert HbA1c in 2 Placebo-Studien uneinheitlichhohes Diabetesrisiko: Nüchternzucker und Zucker 2 h nach Zuckertest signifikant …

Ergebnisse: hohes Diabetesrisiko: Nüchternzucker und Zucker 2 h nach Zuckertest signifikant gesenkt, Insulinempfindlichkeit besser (Veronese 2021, Größe im Abstract nicht beziffert); nur Prädiabetes, 5 Studien: Nüchternzucker −4,13 mg/dl, nicht signifikant, HOMA-IR −1,10 (Basit 2026); Langzeitwert HbA1c: kein Unterschied trotz gesenktem Nüchternzucker (Yang 2026, 71 Pers.), gesenkt bei Nierenkranken mit Übergewicht (Toprak 2017, 118 Pers.)

Die maßgebliche Meta-Analyse doppelblinder Studien bei Menschen mit hohem Diabetesrisiko fand mit Magnesium einen niedrigeren Nüchternzucker und eine bessere Insulinempfindlichkeit. Die genauere Messung widerspricht aber: Beim Langzeitwert HbA1c, der den Blutzucker über Wochen abbildet, fand eine Placebo-Studie mit 71 älteren Menschen mit Prädiabetes keinen Unterschied, obwohl ihr Nüchternzucker sank; eine andere mit 118 Nierenkranken mit Übergewicht fand eine Senkung. Die Risikogruppe der Meta-Analyse war zudem weit gefasst, zwei kleinere Auswertungen nur bei Prädiabetes fanden beim Nüchternzucker keinen gesicherten Unterschied. Die deutlich positiven Einzelstudien stammen überwiegend von Menschen mit niedrigem Magnesiumwert. Ob Magnesium den Blutzucker bei Prädiabetes wirklich verbessert, ist deshalb unklar. 78, 113, 114, 115, 85, 86

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Veronese et al. 2021, 12 Studien) positiv)
  • genauerer Messwert widerspricht (Yang et al. 2026)
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Metabolisches Syndrom bessernunklarerste Hinweise1 Placebo-RCT, 198 Pers. (nur Magnesiummangel)bei Magnesiummangel nach 16 Wochen metabolisches Syndrom noch bei 48 % vs

Erwachsene mit metabolischem Syndrom; positive Studie nur bei Magnesiummangel

Ergebnisse: bei Magnesiummangel nach 16 Wochen metabolisches Syndrom noch bei 48 % vs. 77,5 % (Placebo); bei Frauen ohne ausgeprägten Mangel keine Veränderung von HOMA-IR und Stoffwechselwerten

Die einzige Placebo-Studie, die das metabolische Syndrom als Ganzes bewertet, schloss nur Menschen mit niedrigem Magnesiumwert ein und fand bei ihnen deutlich häufiger eine Rückbildung. Eine Studie mit Frauen, bei denen 400 mg Magnesium den Magnesiumwert nicht anhoben, fand keine Veränderung der Stoffwechselwerte. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es fehlen weitere Placebo-Studien, auch bei Menschen ohne Mangel, und eine Meta-Analyse. Beobachtungsstudien zeigen ein geringeres Risiko bei höherer Zufuhr, was keine Wirkung von Präparaten belegt. 118, 119, 120

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)
  • Effekt nur bei Mangel gezeigt
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Fettleber (NAFLD) bessernErwachsene mit nicht-alkoholischer Fettleberunklar1 Placebo-RCT, 68 Pers.Leberwerte gegenüber Placebo nicht verändert

Ergebnisse: Leberwerte (ALT, AST) gegenüber Placebo nicht verändert; beide Gruppen besserten sich durch Gewichtsabnahme

Zur Fettleber gibt es nur eine kleine kontrollierte Studie mit Magnesium allein: Sie fand keinen Vorteil gegenüber Placebo, die Leberwerte besserten sich in beiden Gruppen durch Abnehmen. Meta-Analysen über Erwachsene ohne Fettleber-Diagnose fanden einmal leicht gesenkte Leberenzyme, einmal nicht. Studien, die das Leberfett selbst messen, fehlen. 126, 67, 90

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Körpergewicht senkenErwachsene, normal- oder übergewichtigspricht dagegen32 Studien (Askari 2021)Körpergewicht und Taillenumfang insgesamt unverändert, BMI −0,21 kg/m² knapp signifikant

Ergebnisse: Körpergewicht und Taillenumfang insgesamt unverändert, BMI −0,21 kg/m² knapp signifikant (Askari 2021); 28 Studien, 2.013 Pers.: keine Veränderung (Rafiee 2021); breite Sammelauswertung: Gewicht −0,70 kg (Mohammadi 2026)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 32 Studien fand keine Gewichtsabnahme gegenüber Placebo, eine zweite mit 28 Studien ebenfalls nicht. Nur eine breite Sammelauswertung über viele Personengruppen errechnete gut ein halbes Kilo weniger; kleine Veränderungen zeigten sich sonst nur in Untergruppen mit Übergewicht, Insulinresistenz oder Magnesiummangel. Als Mittel zum Abnehmen ist Magnesium nicht belegt. 77, 121, 90

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Askari et al. 2021, 32 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
PCOS: Hormone und Insulinwerte verbessernspricht dagegen6 Studien (Abu-Zaid 2025)keine signifikanten Effekte auf Insulinresistenz, Insulin und Hormonwerte

Frauen mit PCOS; Magnesium allein, Kombinationspräparate nicht bewertet

Ergebnisse: keine signifikanten Effekte auf Insulinresistenz (HOMA-IR), Insulin und Hormonwerte (Testosteron, LH, SHBG)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 6 Studien und eine zweite Auswertung finden bei Frauen mit PCOS keinen gesicherten Effekt von Magnesium allein auf Insulinresistenz, Hormone oder Körpergewicht. Einzelne kleine Studien berichten bessere Insulinwerte, andere nicht. Positive Ergebnisse stammen häufig aus Kombinationen mit Vitamin E, Zink oder Melatonin; welcher Bestandteil wirkt, lässt sich daraus nicht ablesen. 122, 123, 124, 125

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Abu-Zaid et al. 2025, 6 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
Geringeres Diabetes-Risiko bei höherer MagnesiumzufuhrErwachsene ohne Diabetes; nur Beobachtungsdaten zur Ernährungnicht untersuchtkeine kontrollierte Studie; 41 Kohortenstudien (Beobachtung)höchste vs

Ergebnisse: höchste vs. niedrigste Zufuhr: Risiko für Typ-2-Diabetes −22 % (RR 0,78); je 100 mg/Tag mehr: RR 0,81

Ob Magnesium-Präparate eine Diabetes-Erkrankung verhindern, wurde in keiner kontrollierten Studie untersucht. Menschen, die viel Magnesium über die Ernährung aufnehmen, erkranken in großen Langzeitbeobachtungen seltener an Typ-2-Diabetes. Das ist ein Zusammenhang, kein Wirkungsnachweis: Magnesiumreiche Kost (Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte) geht mit vielen anderen günstigen Faktoren einher. 116, 20, 117

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln

Gehirn & Psyche 15

3 wahrscheinlich · 8 unklar · 2 spricht dagegen · 2 nicht untersucht
Depressive Symptome lindern bei diagnostizierter Depressionmeist zusätzlich zu Antidepressiva; ersetzt keine Behandlungwahrscheinlich7 Studien, 325 Pers. (Moabedi 2023)Depressionswerte deutlich stärker gesunken als mit Placebo

Ergebnisse: Depressionswerte deutlich stärker gesunken als mit Placebo (SMD −0,92; 95 % KI −1,44 bis −0,40)

Die maßgebliche Meta-Analyse placebokontrollierter Studien bei Menschen mit Depression findet einen deutlichen Rückgang der Beschwerden. Die Studien sind klein (zusammen 325 Personen), einzelne fanden keinen Unterschied, und eine ältere Meta-Analyse sah im Placebovergleich keinen sicheren Effekt. Die internationale Leitlinie WFSBP/CANMAT empfahl Magnesium 2022 nicht; eine Depression gehört in ärztliche Behandlung. 9, 10, 130, 131

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Moabedi et al. 2023, 7 Studien) positiv)Unsere Regeln
Migräneanfällen vorbeugenwahrscheinlich10 Studien, 789 Pers. (Chiu 2016)seltenere Anfälle

Erwachsene und Kinder; tägliche Einnahme, meist 600 mg über 8–12 Wochen

Ergebnisse: seltenere Anfälle (OR 0,20; Chiu 2016); Anfälle −2,51, Migränetage −1,66 pro Monat (Karami Talandashti 2024); neueste Netzwerk-Meta-Analyse: Schmerzstärke −3,6 Punkte (0–10), Anfallshäufigkeit nicht sicher

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 10 Studien zur Einnahme findet mit Magnesium seltenere und schwächere Migräneanfälle, eine weitere Auswertung bestätigt das. Die neueste Netzwerk-Meta-Analyse sieht aber nur bei der Schmerzstärke einen sicheren Vorteil, nicht bei der Häufigkeit, und eine gute Einzelstudie fand keinen Unterschied. Die Zufallszuteilung war in einem Teil der Studien nicht angemessen. 82, 5, 26, 25

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Chiu et al. 2016, 10 Studien) positiv)Unsere Regeln
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Akuten Migräneanfall lindern (Infusion)InfusionInfusion in Klinik oder Notaufnahme – sagt nichts über Tabletten auswahrscheinlich11 Studien, 948 Pers. (Chiu 2016)Linderung nach 15–45 min OR 0,23, nach 120 min OR 0,20

Ergebnisse: Linderung nach 15–45 min OR 0,23, nach 120 min OR 0,20 (Chiu 2016); nur doppelblinde Studien: kein Vorteil, mehr Nebenwirkungen (Choi & Parmar 2013)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 11 Studien fand nach einer Magnesium-Infusion häufiger eine rasche Schmerzlinderung. Eine Auswertung nur der doppelblinden Studien bei Erwachsenen sah keinen Vorteil, dafür mehr Nebenwirkungen, und die kanadische Kopfschmerzgesellschaft rät schwach davon ab; in der größten Studie mit akuten Kopfschmerzen lag der Vorteil unter der Schwelle für einen spürbaren Unterschied. Es geht um eine Infusion in der Notaufnahme, über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 82, 134, 135, 136

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Chiu et al. 2016, 11 Studien) positiv)Unsere Regeln
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Schneller einschlafenErwachsene mit Schlafproblemen; bisher nur bei Älteren zusammengefasstunklarerste Hinweise2 Studien, 55 Pers. (Mah & Pitre 2021)Einschlafzeit im Schnitt 17 Minuten kürzer als mit Placebo

Ergebnisse: Einschlafzeit im Schnitt 17 Minuten kürzer als mit Placebo (95 % KI −27 bis −7 min); Evidenzqualität niedrig bis sehr niedrig (Mah & Pitre 2021)

Die einzige Meta-Analyse fasst für die Einschlafzeit nur zwei kleine Studien mit 55 älteren Menschen zusammen; sie schliefen im Schnitt 17 Minuten schneller ein, bei mittlerem bis hohem Verzerrungsrisiko. Eine neuere Placebo-Studie mit 100 jüngeren Erwachsenen und Schlafring-Messung fand keinen Unterschied, sie war allerdings vom Hersteller finanziert, die neueste Übersicht beschreibt die Ergebnisse als uneinheitlich. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es fehlen größere, unabhängige Placebo-Studien mit gemessenem Schlaf. 6, 127, 7

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Länger schlafenErwachsene mit Schlafproblemenunklar2 Studien, 55 Pers. (Mah & Pitre 2021)Gesamtschlafzeit +16 Minuten gegenüber Placebo, statistisch nicht gesichert

Ergebnisse: Gesamtschlafzeit +16 Minuten gegenüber Placebo, statistisch nicht gesichert (Mah & Pitre 2021)

In der einzigen Meta-Analyse, zwei kleinen Studien mit älteren Menschen, schliefen die Teilnehmenden mit Magnesium etwas länger, der Unterschied war aber nicht sicher von Zufall zu trennen. Neuere Placebo-Studien mit Schlafring zeigten bei der Schlafdauer ebenfalls keinen klaren Unterschied. Die Datenlage ist zu dünn, um eine Wirkung zu bestätigen oder auszuschließen. 6, 127

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Schlafqualität und Schlafprobleme verbessernErwachsene mit schlechtem Schlafunklarwidersprüchlichkeine Meta-Analyse; 5 Placebo-RCTs, 46 bis 290 Pers.Größte doppelblinde Studie: Schlaflosigkeits-Index −3,9 vs

Ergebnisse: Größte doppelblinde Studie: Schlaflosigkeits-Index −3,9 vs. −2,3 Punkte mit Placebo nach 4 Wochen (Cohen's d = 0,2; Schuster 2025); in anderen Studien gleich starke Besserung mit Placebo

Die größte doppelblinde Placebo-Studie mit 155 Erwachsenen fand einen knapp signifikanten, kleinen Vorteil bei Schlafproblemen, etwas deutlicher bei geringer Magnesiumzufuhr über das Essen. Andere Studien sahen keinen Unterschied zu Placebo, und eine Meta-Analyse zu Fragebogenwerten fehlt. Die neueste Übersicht stuft die Belege als uneinheitlich und wenig vertrauenswürdig ein. 28, 128, 7

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Stress reduzierenErwachsene mit erhöhtem Stressunklar1 Placebo-RCT, 75 Pers. (Fibromyalgie)Placebokontrolliert: Stresswert nach 1 Monat 21,8 vs

Ergebnisse: Placebokontrolliert (Fibromyalgie, 100 mg): Stresswert nach 1 Monat 21,8 vs. 21,6 – kein Unterschied; Vorteil nur in einer Untergruppe

In der einzigen placebokontrollierten Studie bei gestressten Menschen, Betroffenen mit Fibromyalgie, gab es keinen Gesamtunterschied beim Stresswert, nur eine nachträglich betrachtete Untergruppe profitierte. Die größte Studie verglich Magnesium nur mit Magnesium plus Vitamin B6; beide Gruppen verbesserten sich, ein Placebo fehlte. Ein systematischer Review fand bis 2016 keine Studie, die Stress mit einem geprüften Fragebogen gemessen hat. 129, 30, 8

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Gedächtnis und Denkleistung verbessernErwachsene ohne Demenz; inkl. Magnesium-L-Threonatunklarwidersprüchlichkeine Meta-Analyse; 4 Placebo-RCTs, 44 bis 250 Pers.L-Threonat: Gesamtwert Kognition besser

Ergebnisse: L-Threonat: Gesamtwert Kognition besser (p = 0,043; Lopresti & Smith 2026; p = 0,003 bei kognitiver Einschränkung, Liu 2016); nach Brustkrebs-OP kein Unterschied (Ni 2023)

Eine Meta-Analyse von 2024 fand nur drei kontrollierte Studien und hielt die Daten für nicht ausreichend. Zwei kleine Placebo-Studien zu L-Threonat zeigen bessere Testwerte, beide wurden von Herstellern finanziert oder durchgeführt; eine unabhängige Placebo-Studie mit 109 Frauen nach Brustkrebs-OP fand keinen Unterschied. Unabhängige Bestätigungen eines Nutzens fehlen. 140, 127, 81, 31

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Restless Legs lindernErwachsene mit Restless-Legs-Syndromunklar1 einfach verblindete Placebo-RCT, 75 Pers. (3 Gruppen)250 mg Magnesiumoxid: nach 2 Monaten Schwere und Schlafqualität besser als Placebo

Ergebnisse: 250 mg Magnesiumoxid: nach 2 Monaten Schwere und Schlafqualität besser als Placebo (p = 0,001, Vergleich über drei Gruppen); frühere RCT ohne Unterschied

Ein Review von 2019 fand nur eine placebokontrollierte Studie, die keinen Unterschied zeigte, möglicherweise weil sie zu klein war. Eine spätere, nur einfach verblindete Studie mit 75 Personen in drei Gruppen sah nach zwei Monaten weniger Beschwerden, einen direkten Vergleich nur von Magnesium mit Placebo berichtet sie nicht. Die übrigen Daten stammen aus Fallserien ohne Vergleichsgruppe. 141, 142, 143

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Erholung nach Hörsturz unterstützenzusätzlich zur Standardbehandlung mit Kortisonunklarerste Hinweise1 Placebo-RCT, 28 Pers.Mit Magnesium mehr Patienten mit Hörverbesserung über 10 dB und größere mittlere …

Ergebnisse: Mit Magnesium mehr Patienten mit Hörverbesserung über 10 dB und größere mittlere Verbesserung als mit Placebo

Eine einzige kleine, doppelblinde Studie mit 28 Personen fand mit Magnesium-Tabletten zusätzlich zu Kortison eine bessere Hörerholung. Eine größere Studie gab Magnesium als Infusion und war nicht verblindet, sie zählt für Tabletten nicht. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es fehlt eine zweite, größere Placebo-Studie mit Tabletten. 144, 145, 146

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Gehör bei Lärmbelastung schützengesunde Erwachsene mit Lärmbelastungunklarerste Hinweise1 Placebo-RCT, 300 Pers.Bleibende lärmbedingte Hörschwellenverschiebung mit Placebo häufiger und stärker als …

Ergebnisse: Bleibende lärmbedingte Hörschwellenverschiebung mit Placebo häufiger und stärker als mit 167 mg Magnesium täglich

Bei 300 Rekruten mit wiederholtem Schusslärm trotz Gehörschutz traten bleibende Hörschäden mit Magnesium seltener auf als mit Placebo. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es gibt nur diese einzelne, ältere Studie, eine unabhängige Wiederholung fehlt. Gehörschutz bleibt die eigentliche Vorbeugung. 147

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Ängstlichkeit lindernErwachsene mit oder ohne erhöhte Ängstlichkeit; PMS siehe eigene Zeilespricht dagegen4 Placebo-Studien, zusammen 407 Pers.in keiner Placebo-Studie weniger Angst als mit Placebo: nach Brustkrebs-OP, bei …

Ergebnisse: in keiner Placebo-Studie weniger Angst als mit Placebo: nach Brustkrebs-OP (Ni 2023), bei schlechtem Schlaf (Schuster 2025), nach der Geburt (Fard 2017), bei leichter kognitiver Einschränkung (Liu 2016)

Vier placebokontrollierte Studien mit zusammen gut 400 Erwachsenen fanden bei der Angst keinen Unterschied zu Placebo. Übersichtsarbeiten, die eher positive Hinweise sehen, stützen sich überwiegend auf Studien ohne Placebogruppe oder auf PMS-Studien und bewerten die Qualität als schlecht. Eine Meta-Analyse speziell zu Magnesium und Angst gibt es nicht. 31, 28, 79, 8

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (3 Placebo-Studien mit zusammen 363 Personen ohne Effekt)Unsere Regeln
Stimmung heben in der AllgemeinbevölkerungErwachsene ohne diagnostizierte Depression, auch nach der Geburtspricht dagegen4 Placebo-Studien, zusammen 471 Pers.kein Unterschied zu Placebo bei übergewichtigen Frauen, Frauen nach der Geburt, nach …

Ergebnisse: kein Unterschied zu Placebo bei übergewichtigen Frauen (Abiri 2021), Frauen nach der Geburt (Fard 2017), nach Brustkrebs-OP (Ni 2023) und bei schlechtem Schlaf (Schuster 2025)

Vier placebokontrollierte Studien mit Erwachsenen ohne diagnostizierte Depression fanden bei der Stimmung keinen Unterschied zu Placebo. Eine Sammelanalyse über viele Nahrungsergänzungen und gemischte Gruppen, auch mit Depression, errechnete für Magnesium einen kleinen Vorteil. Beobachtungsstudien verbinden mehr Magnesium aus dem Essen mit seltener Depression, das belegt aber keine Wirkung von Präparaten. 80, 79, 31, 132, 133

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (4 Placebo-Studien mit zusammen 471 Personen ohne Effekt)Unsere Regeln
ADHS-Symptome bei Kindern verringernKinder und Jugendliche mit ADHSnicht untersuchtkeine placebokontrollierte Studie mit Magnesium alleinnicht untersucht

Ergebnisse: nicht untersucht; placebokontrolliert nur die Kombination mit Vitamin D getestet, Anteil von Magnesium nicht trennbar

Eine placebokontrollierte Studie mit Magnesium allein gibt es nicht. Die einzige Placebo-Studie gab Magnesium zusammen mit hochdosiertem Vitamin D, eine ältere Studie bei Kindern mit Magnesiummangel verglich nur mit unbehandelten Kindern. Eine Übersicht über Mineralstoffe bei ADHS fand keine überzeugenden Belege. 137, 138, 139

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
Tinnitus lindernErwachsene mit chronischem Tinnitusnicht untersuchtkeine placebokontrollierte StudieNur eine Studie ohne Vergleichsgruppe: Tinnitus-Belastung nach 3 Monaten mit 532 mg/Tag …

Ergebnisse: Nur eine Studie ohne Vergleichsgruppe: Tinnitus-Belastung nach 3 Monaten mit 532 mg/Tag gesunken

Zu Tinnitus gibt es keine placebokontrollierte Studie mit Magnesium allein. Eine kleine Studie ohne Vergleichsgruppe berichtete eine geringere Belastung, nur 19 von 26 Teilnehmenden beendeten sie. Ohne Placebogruppe lässt sich eine Wirkung nicht vom natürlichen Verlauf trennen. 148

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
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Muskeln & Sport 9

1 gut belegt · 4 unklar · 2 spricht dagegen · 2 nicht untersucht
Schmerzen und Schmerzmittelbedarf nach Operationen senkenInfusiongut belegt51 Studien, 3.311 Pers. (größte von 14 übereinstimmenden Meta-Analysen)Morphinbedarf in 24 h −5,6 mg

Infusion in der Klinik rund um die Narkose; sagt nichts über Tabletten aus

Ergebnisse: Morphinbedarf in 24 h −5,6 mg (Ng 2020); neueste Meta-Analyse: −6,28 mg Morphin-Äquivalent, Schmerz nach 24 h −0,59 Punkte (0–10) (Tomaszek 2026)

Zahlreiche Meta-Analysen über viele Fachgebiete finden übereinstimmend, dass eine Magnesium-Infusion rund um die Narkose den Opioidbedarf in den ersten 24 Stunden senkt, um wenige Milligramm Morphin. Bei den Schmerzwerten ist der Effekt klein, die Studien sind sehr uneinheitlich, und nach Herz- und Thoraxoperationen fand eine Auswertung keinen geringeren Opioidverbrauch. Es handelt sich um eine ärztliche Infusion; über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 159, 160, 161, 162

Warum diese Stufe? Mindestens zwei Meta-Analysen kommen zum selben Ergebnis, keine große widerspricht. (12 Meta-Analysen einig, größte mit 51 Studien, keine große widerspricht)Unsere Regeln
Muskelkater lindern, Erholung nach dem TrainingEinnahme einige Tage vor ungewohnter Belastungunklarerste Hinweise2 kleine Placebo-RCTs, 31 Pers.Muskelkater 1 bis 2 Punkte geringer

Ergebnisse: Muskelkater 1 bis 2 Punkte geringer (Skala 0 bis 6); Kreatinkinase und Kraft unverändert

Zwei kleine Placebo-Studien mit zusammen 31 Personen fanden mit Magnesium weniger Muskelkater und eine bessere empfundene Erholung, eine davon nur bei magnesiumarmer Kost. Der Muskelschadens-Marker Kreatinkinase und die Kraft änderten sich nicht. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es fehlen größere Placebo-Studien und eine Meta-Analyse. 11, 12, 32

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Ausdauerleistung verbesserngesunde Erwachsene ohne Magnesiummangelunklarkeine Meta-Analyse; 4 kleine Placebo-RCTs, 15 bis 32 Pers.Laufzeit, Leistung und maximale Sauerstoffaufnahme unverändert

Ergebnisse: Laufzeit, Leistung und maximale Sauerstoffaufnahme unverändert; in einer Studie Sauerstoffaufnahme und Sprintleistung schlechter; Triathlon-Zeiten kürzer, ohne Signifikanzangabe (Golf 1998)

Kleine Placebo-Studien mit Marathonläufern, aktiven Frauen und Trainierenden fanden keine bessere Ausdauerleistung, in einer fielen Sauerstoffaufnahme und Sprintleistung sogar etwas schlechter aus. Eine Studie mit Triathleten berichtete kürzere Zeiten, ohne statistische Prüfung, und sah selbst keinen Einfluss auf die Wettkampfleistung. Mit zusammen weniger als 100 Teilnehmenden ist die Datenlage zu dünn, um einen Effekt sicher auszuschließen; ein Nutzen ist nicht gezeigt. 153, 154, 155, 156

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Schmerzen bei Fibromyalgie lindernErwachsene mit Fibromyalgieunklar1 Placebo-RCT, 75 Pers.Schmerzstärke geringer als mit Placebo, beim Hauptziel Stress kein Unterschied

Ergebnisse: Schmerzstärke geringer als mit Placebo (p = 0,029), beim Hauptziel Stress kein Unterschied (Macian 2022); mit Magnesium plus Apfelsäure kaum oder kein Unterschied

Die einzige Placebo-Studie mit Magnesium allein (100 mg am Tag) fand nach einem Monat weniger Schmerzen, beim Hauptziel Stress aber keinen Unterschied; laut Volltext zeigte sich der Schmerzvorteil nur in einer Untergruppe. Für Magnesium mit Apfelsäure kommt eine Auswertung zu dem Schluss, dass es Schmerz kaum oder gar nicht verändert; als Kombination zählt es hier nicht. Eine Meta-Analyse gibt es nicht. 129, 157, 158

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Muskelkater lindern mit Magnesiumgelauf der HautGel auf die Haut, vor und nach dem Trainingunklar1 Placebo-RCT, 35 Pers.kein Unterschied zu Placebo-Gel bei Muskelkater, Kraft, Kreatinkinase und Interleukin-6

Ergebnisse: kein Unterschied zu Placebo-Gel bei Muskelkater, Kraft, Kreatinkinase und Interleukin-6

Die einzige kontrollierte Studie fand mit Magnesiumgel keinen Unterschied zu einem Gel ohne Magnesium. Eine einzelne kleine Studie reicht nicht für ein endgültiges Urteil, ein Nutzen ist aber nicht gezeigt. 13

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Nächtlichen Wadenkrämpfen vorbeugenErwachsene, meist älter, ohne erkennbare Ursache; nicht schwangerspricht dagegen4 Studien, rund 396 Pers. (Patil 2026)−0,42 Krämpfe pro Woche, nicht signifikant

Ergebnisse: −0,42 Krämpfe pro Woche, nicht signifikant (95 % KI −1,15 bis 0,31; Patil 2026); Cochrane: −0,18 pro Woche, nicht signifikant (Garrison 2020)

Die maßgebliche Meta-Analyse und die Cochrane-Übersicht finden bei nächtlichen Wadenkrämpfen von Erwachsenen ohne erkennbare Ursache keinen Unterschied zu Placebo; einen nennenswerten Nutzen halten die Cochrane-Autoren für unwahrscheinlich. Neuere kontrollierte Studien mit Magnesiumoxid und Magnesiumchlorid bestätigen das, die Krämpfe gingen in beiden Gruppen ähnlich stark zurück. Eine vom Hersteller finanzierte Studie fand einen kleinen Vorteil. 149, 15, 34, 150

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Patil et al. 2026, 4 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
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Muskelkraft steigernErwachsene jeden Alters, Sportler und Untrainiertespricht dagegen14 Studien, 542 Pers. (Wang 2017)kein signifikanter Gewinn bei Muskelkraft, Spitzendrehmoment oder Muskelleistung

Ergebnisse: kein signifikanter Gewinn bei Muskelkraft, Spitzendrehmoment oder Muskelleistung

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 14 Studien fand weder bei Sportlern noch bei Untrainierten oder Älteren einen gesicherten Kraftgewinn durch Magnesium. Die Autoren vermuten einen Nutzen am ehesten bei Älteren und Menschen mit Alkoholproblemen, die oft schlecht versorgt sind; eigens belegt ist das nicht. Einzelne kleine Studien berichten etwa eine höhere Sprunghöhe, ändern das Gesamtbild aber nicht. 16, 151

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Wang et al. 2017, 14 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
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Krämpfen beim Sport vorbeugensportlich aktive, gesunde Erwachsenenicht untersuchtkeine placebokontrollierte Studienicht untersucht

Ergebnisse: nicht untersucht

Zu Muskelkrämpfen während oder nach dem Sport gibt es laut Cochrane-Übersicht keine kontrollierte Studie mit Magnesium. Als Hauptursache gelten Überlastung und Ermüdung des Muskels, nicht fehlende Mineralstoffe. 15, 35

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
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Körperliche Leistungsfähigkeit im AlterÄltere ab etwa 60; Gehtempo, Aufstehen vom Stuhlnicht untersuchtkeine placebokontrollierte Studie (1 Studie ohne Placebo, 139 Pers.)nur ohne Placebo untersucht: Aufstehtest 1,3 s schneller, Gehtempo +0,14 m/s

Ergebnisse: nur ohne Placebo untersucht: Aufstehtest 1,3 s schneller, Gehtempo +0,14 m/s; Kraft unverändert (Veronese 2014)

Eine placebokontrollierte Studie gibt es nicht. Ältere Frauen in einem Fitnessprogramm schnitten mit Magnesium bei Gehtempo und Aufstehen besser ab als ohne, die Vergleichsgruppe bekam aber kein Placebo, und die Kraft änderte sich nicht. Ob der Unterschied auf Magnesium zurückgeht, ist damit nicht geprüft. 152, 16

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
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Frauen & Schwangerschaft 10

1 gut belegt · 3 wahrscheinlich · 5 unklar · 1 spricht dagegen
Krampfanfälle bei Präeklampsie verhindern (Eklampsie)InfusionSchwangere und Wöchnerinnen mit Präeklampsie; Infusion in der Klinikgut belegt6 Studien, 11.444 Frauen (Duley 2010)Eklampsie-Risiko 0,41

Ergebnisse: Eklampsie-Risiko 0,41 (mehr als halbiert); Nebenwirkungen 24 % vs. 5 %

Bei Frauen mit Präeklampsie halbiert Magnesiumsulfat als Infusion das Risiko für Krampfanfälle und gilt als Standardtherapie; die größte Einzelstudie mit über 10.000 Frauen bestätigt das. Ein Viertel der Frauen hat Nebenwirkungen, vor allem Hitzegefühl. Es handelt sich um eine überwachte Klinikbehandlung in hoher Dosis; über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 71, 165

Warum diese Stufe? Eine sehr große Meta-Analyse (über 5.000 Teilnehmende) in guter Qualität. (Meta-Analyse mit 11.444 Teilnehmenden, Evidenzqualität nr)Unsere Regeln
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Präeklampsie vorbeugenSchwangere; Magnesium als Tablettewahrscheinlich7 Studien, 2.653 Schwangere (Yuan 2022)Risiko 0,76, knapp signifikant

Ergebnisse: Risiko 0,76 (−24 %), knapp signifikant; bei Schwangeren ohne Risiko 0,91, nicht signifikant (Yuan 2022); Cochrane, 3 Studien: RR 0,87, nicht signifikant

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 7 Studien und 2.653 Schwangeren fand mit Magnesiumtabletten etwas seltener eine Präeklampsie. Der Effekt zeigte sich aber nur in Studien mit Risikoschwangeren, nicht bei Schwangeren ohne besonderes Risiko; die kleinere Cochrane-Auswertung und eine große Studie mit 829 Risikoschwangeren fanden keinen Unterschied. Mit der Magnesium-Infusion zur Behandlung einer bestehenden Präeklampsie hat das nichts zu tun. 83, 163, 164

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Yuan et al. 2022, 7 Studien) positiv)Unsere Regeln
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Frühgeburt vorbeugen (Tabletten in der Schwangerschaft)Schwangere ohne drohende Frühgeburtwahrscheinlich6 Studien, 3.068 Schwangere (Zhang 2021)Frühgeburt RR 0,58 mit Magnesium-Ergänzung gegenüber Kontrolle

Ergebnisse: Frühgeburt RR 0,58 (95 % KI 0,35 bis 0,96) mit Magnesium-Ergänzung gegenüber Kontrolle (Zhang 2021); große Studie bei Risikoschwangeren: kindliche Komplikationen inkl. Frühgeburt 18,4 vs. 18,0 % (BRAMAG)

Die maßgebliche Meta-Analyse von sechs kontrollierten Studien mit gut 3.000 Schwangeren fand mit Magnesiumtabletten seltener Frühgeburten. Die Cochrane-Übersicht, die ähnlich viele Studien auswertet, fand dagegen keinen gesicherten Unterschied, ebenso eine große Studie mit 829 Risikoschwangeren und eine ältere mit 374 Erstgebärenden. Der Befund ist damit wahrscheinlich, aber nicht unabhängig bestätigt. 84, 163, 164, 166

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Zhang et al. 2021, 6 Studien) positiv)Unsere Regeln
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Gehirn des Kindes bei drohender Frühgeburt schützenInfusionSchwangere mit drohender Frühgeburt vor der 34. Woche; Infusionwahrscheinlich6 Studien, 6.107 Kinder (Cochrane 2026)Zerebralparese bis 2 Jahre RR 0,71, 60 Behandlungen je verhindertem Fall

Ergebnisse: Zerebralparese bis 2 Jahre RR 0,71 (95 % KI 0,57 bis 0,89), 60 Behandlungen je verhindertem Fall; Sterblichkeit unverändert; im Schulalter kein klarer Unterschied

Bekommen Frauen mit drohender früher Frühgeburt Magnesiumsulfat als Infusion, haben ihre Kinder in den ersten zwei Lebensjahren seltener eine Zerebralparese, mit hoher Vertrauenswürdigkeit. Die Sterblichkeit ändert sich nicht, im Schulalter ist der Unterschied nicht mehr sicher nachweisbar, und Nebenwirkungen, die zum Abbruch führen, sind bei der Mutter häufiger. Es handelt sich um eine Klinikbehandlung; über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 168, 169, 170

Warum diese Stufe? Eine sehr große Meta-Analyse (über 5.000 Teilnehmende) in guter Qualität. (Meta-Analyse mit 6.107 Teilnehmenden, Evidenzqualität high)
  • große Einzelstudie ohne Effekt (Crowther et al. 2023 (MAGENTA), n = 1433)
Unsere Regeln
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Wachstumsverzögerung des Kindes vorbeugen (Tabletten in der Schwangerschaft)Schwangere; Kind zu klein für das Schwangerschaftsalterunklar3 Placebo-Studien, zusammen 2.188 Schwangerezu kleine Kinder: Cochrane RR 0,76, nicht signifikant

Ergebnisse: zu kleine Kinder: Cochrane RR 0,76 (95 % KI 0,54 bis 1,07; 3 Studien, 1.291 Kinder), nicht signifikant; kein Unterschied in den Einzelstudien BRAMAG (829 Risikoschwangere) und Sibai (374 Erstgebärende)

Die Cochrane-Übersicht und zwei große placebokontrollierte Studien fanden keinen gesicherten Schutz vor einer Wachstumsverzögerung des Kindes. Die dritte große Placebo-Studie, mit 985 Schwangeren aus Ungarn, berichtete weniger untergewichtige Neugeborene, nannte dafür aber keine statistische Prüfung. Insgesamt spricht die Datenlage gegen einen Nutzen von Magnesiumtabletten für das Wachstum des Kindes. 163, 164, 166, 167

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft lindernSchwangere mit Wadenkrämpfenunklarwidersprüchlich4 Studien je Meta-Analyse, rund 330 bis 364 Schwangereweniger häufige Krämpfe

Ergebnisse: weniger häufige Krämpfe (RR 1,35; 95 % KI 1,05 bis 1,74; Patil 2026); in einer anderen Meta-Analyse Häufigkeit −0,47 pro Woche, nicht signifikant (Liu 2021)

Die Ergebnisse widersprechen sich: Einzelne Studien, darunter eine mit Magnesiumbisglycinat, fanden deutlich weniger Krämpfe, andere keinen Unterschied zu Placebo. Zwei Meta-Analysen mit je vier Studien kommen je nach Auswahl zu gegensätzlichen Schlüssen. Eine größere Auswertung mit mindestens fünf Studien gibt es nicht. 149, 171, 69, 70

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Prämenstruelle Beschwerden (PMS) lindernFrauen mit prämenstruellem Syndromunklarwidersprüchlichkeine Meta-Analyse; 6 kleine Placebo-RCTs, 32 bis 126 Pers.Gesamtbeschwerden und Stimmung besser als mit Placebo

Ergebnisse: Gesamtbeschwerden und Stimmung besser als mit Placebo (Facchinetti 1991, 32 Frauen); in anderen Studien kein Unterschied (De Souza 2000) oder Sorbitol-Placebo sogar wirksamer (Walker 2002)

Die Placebo-Studien zu Magnesium allein sind klein und widersprechen sich: Eine fand weniger Gesamtbeschwerden und Stimmungsprobleme, andere sahen keinen Unterschied, in einer schnitt das Vergleichsmittel mit Sorbitol sogar besser ab. Eine Meta-Analyse fehlt. Eine systematische Übersicht hält Magnesium bei den seelischen PMS-Beschwerden für nicht ausreichend belegt. 172, 173, 174, 175

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Regelschmerzen lindernFrauen mit primären Regelschmerzenunklarerste Hinweise3 kleine Studien (Cochrane 2001)weniger Schmerzen und weniger zusätzliche Schmerzmittel als mit Placebo

Ergebnisse: weniger Schmerzen und weniger zusätzliche Schmerzmittel als mit Placebo

Eine Cochrane-Übersicht von 2001 fand in drei kleinen Studien mit Magnesium weniger Regelschmerzen als mit Placebo, ohne eine Dosis empfehlen zu können. In der aktualisierten Fassung von 2016 kommt Magnesium nicht mehr vor. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es fehlen neuere, größere Placebo-Studien zu Magnesium allein. Starke Regelschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden. 176, 177

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Hitzewallungen in den Wechseljahren lindernuntersucht bei Frauen nach Brustkrebsunklar1 Placebo-RCT, 289 Pers.Häufigkeit und Stärke der Hitzewallungen wie mit Placebo

Ergebnisse: Häufigkeit und Stärke der Hitzewallungen wie mit Placebo; mehr Durchfall

Die einzige placebokontrollierte Studie mit 289 Frauen nach Brustkrebs fand mit 800 oder 1.200 mg Magnesiumoxid keine Besserung gegenüber Placebo, aber häufiger Durchfall. Vorausgegangen war eine ermutigende Pilotstudie ohne Placebogruppe. Eine einzelne Studie reicht nicht für ein endgültiges Urteil, ein Nutzen ist aber nicht gezeigt; für Frauen ohne Brustkrebs fehlen Daten. 46, 178

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
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Sterblichkeit des Kindes rund um die Geburt senken (Tabletten in der Schwangerschaft)Schwangere; Totgeburt und Tod des Neugeborenenspricht dagegen5 Studien, 5.903 Kinder (Cochrane 2014)Totgeburt und Tod des Neugeborenen vor Entlassung RR 1,10, kein Unterschied

Ergebnisse: Totgeburt und Tod des Neugeborenen vor Entlassung RR 1,10 (95 % KI 0,72 bis 1,67), kein Unterschied; Tod des Neugeborenen allein RR 2,21 (1,02 bis 4,75), laut Autoren durch Fehlbildungen und Zwillinge in einer Studie erklärt

Die Cochrane-Übersicht fand mit Magnesiumtabletten in der Schwangerschaft keinen Unterschied bei der Sterblichkeit des Kindes rund um die Geburt. Ein Nebenbefund mit mehr Todesfällen bei Neugeborenen ging fast ganz auf eine Studie zurück und verschwand, wenn Todesfälle durch schwere Fehlbildungen herausgerechnet wurden. Die Datenlage spricht gegen einen Nutzen; nur zwei der Studien waren von hoher Qualität. 163

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Makrides et al. 2014 (Cochrane), 5 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
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Weitere 9

2 wahrscheinlich · 2 unklar · 2 spricht dagegen · 3 nicht untersucht
Schweren Asthmaanfall behandeln (Infusion, Erwachsene)Infusionwahrscheinlich14 Studien, 2.313 Pers. (Kew 2014; Krankenhausaufnahme: 972 Pers.)Krankenhausaufnahmen OR 0,75, rund 7 Aufnahmen weniger je 100 Behandelte

Erwachsene in der Notaufnahme; einmalige Infusion, sagt nichts über Tabletten aus

Ergebnisse: Krankenhausaufnahmen OR 0,75 (95 % KI 0,60 bis 0,92), rund 7 Aufnahmen weniger je 100 Behandelte; Lungenfunktion etwas besser (Kew 2014); größte Einzelstudie: OR 0,73, knapp nicht signifikant (Goodacre 2013)

Die maßgebliche Cochrane-Auswertung fand bei Erwachsenen mit schwerem Asthmaanfall, die auf die Standardbehandlung nicht ausreichend ansprechen, nach einer einmaligen Magnesium-Infusion etwas seltener Krankenhausaufnahmen. Die größte Einzelstudie mit über 1.000 Erwachsenen verfehlte die Signifikanz knapp, zeigte aber in dieselbe Richtung; eine unabhängige Bestätigung durch eine zweite große Meta-Analyse fehlt. Es handelt sich um eine Notfallbehandlung als Infusion, über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 182, 183

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Kew et al. 2014 (Cochrane), 14 Studien) positiv)Unsere Regeln
Schweren Asthmaanfall behandeln (Infusion, Kinder)Infusionwahrscheinlich9 Studien, 473 Kinder (Hamud 2025; Krankenhausaufnahme: 115 Kinder)Krankenhausaufnahme seltener, seltener nicht-invasive Beatmung

Kinder und Jugendliche in der Notaufnahme; sagt nichts über Tabletten aus

Ergebnisse: Krankenhausaufnahme seltener (0,70; 95 % KI 0,54 bis 0,90; 115 Kinder), seltener nicht-invasive Beatmung; Schweregrad und Intensivaufnahme unverändert (Hamud 2025); Cochrane: Aufnahmen OR 0,32 (3 Studien, 115 Kinder)

Mehrere Meta-Analysen finden bei Kindern mit schwerem Asthmaanfall nach einer Magnesium-Infusion seltener Krankenhausaufnahmen. Sie stützen sich aber auf dieselben wenigen kleinen Studien, für die Aufnahme nur rund 115 Kinder, und die Vertrauenswürdigkeit gilt als niedrig; Schweregrad und Intensivaufnahmen änderten sich nicht. Es handelt sich um eine Notfallbehandlung als Infusion, über Magnesium-Tabletten sagt das nichts. 184, 185, 186

Warum diese Stufe? Die maßgebliche Meta-Analyse ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt. (maßgebliche Meta-Analyse (Hamud et al. 2025, 9 Studien) positiv)Unsere Regeln
Verstopfung lindernunklarerste Hinweise2 Placebo-RCTs, 34 und 90 Pers. (van der Schoot 2023)+3,72 Stuhlgänge pro Woche

Erwachsene mit chronischer Verstopfung; Magnesiumoxid 1,5 g/Tag, weit über Nahrungsergänzungs-Dosis

Ergebnisse: +3,72 Stuhlgänge pro Woche; Ansprechen 68 vs. 19 % (RR 3,32); weichere Stuhlkonsistenz +1,14 Bristol-Punkte (van der Schoot 2023)

Zwei kleine doppelblinde Placebo-Studien aus Japan zeigen übereinstimmend deutlich mehr Stuhlgänge mit Magnesiumoxid, ähnlich stark wie mit Senna. Das sind erste Hinweise, weitere Studien nötig: Es gibt nur diese zwei kleinen Studien, größere Studien außerhalb Japans fehlen, obwohl der Effekt groß ist. Verwendet wurden 1,5 g Magnesiumoxid am Tag, eine Abführmittel-Dosis; bei eingeschränkter Nierenfunktion oder im Alter ist wegen möglicher Anreicherung Vorsicht geboten. 87, 190, 191

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Wiederkehrenden Nierensteinen vorbeugenErwachsene mit Kalziumoxalat-Steinen; Magnesium alleinunklar1 Placebo-RCT (Teilnehmerzahl im Abstract nicht genannt)Magnesiumhydroxid nicht besser als Placebo bei neuen Steinen

Ergebnisse: Magnesiumhydroxid (650 oder 1.300 mg) nicht besser als Placebo bei neuen Steinen (Ettinger 1988); Kalium-Magnesium-Citrat (Kombination): neue Steine 12,9 vs. 63,6 % (Ettinger 1997)

Die einzige doppelblinde Placebo-Studie mit neuen Steinen als Ziel fand mit Magnesiumhydroxid allein keinen Vorteil gegenüber Placebo; eine einzelne Studie reicht aber nicht für ein klares Urteil. Wirksam war in einer kleinen Studie die Kombination mit Kaliumcitrat, bei der vor allem das Citrat als Wirkprinzip gilt. Magnesium senkt in kleinen Studien die Oxalatausscheidung im Urin etwas, ob das Steine verhindert, ist nicht belegt. 197, 198, 199

Warum diese Stufe? Einzelne, kleine oder widersprüchliche Studien. (einzelne oder widersprüchliche Studien)Unsere Regeln
Asthma-Kontrolle verbessern (Tabletten)spricht dagegen5 Studien zur Lungenfunktion (FEV1), insgesamt 8 Studien, 917 Pers. (Abuabat 2019)Lungenfunktion nur in Woche 8 leicht besser, zu anderen Zeitpunkten und am Studienende …

Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren mit leichtem bis mittelschwerem Asthma

Ergebnisse: Lungenfunktion (FEV1) nur in Woche 8 leicht besser (+5,69 l/min), zu anderen Zeitpunkten und am Studienende nicht; keine Änderung bei Beschwerden, Notfallspray-Verbrauch und Atemwegsempfindlichkeit (Abuabat 2019)

Die maßgebliche Meta-Analyse kontrollierter Studien fand außer einem einzelnen, vorübergehend besseren Lungenfunktionswert keinen Nutzen von Magnesium-Tabletten bei Asthma; die Autoren raten von einer Empfehlung ab. Die größte Einzelstudie mit 300 Erwachsenen fand bei keinem Messwert einen Vorteil gegenüber Placebo. Einzelne kleinere Studien berichten günstige Ergebnisse, ändern das Gesamtbild aber nicht. 179, 180, 181

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Abuabat et al. 2019, 5 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
Asthmaanfall behandeln (inhaliert)inhaliertErwachsene und Kinder; vernebeltes Magnesium zusätzlich zu Spraysspricht dagegen16 Studien, 1.386 Pers. (Ling 2016, Erwachsene)Erwachsene: Krankenhausaufnahme RR 0,72, Lungenfunktion nicht signifikant verbessert

Ergebnisse: Erwachsene: Krankenhausaufnahme RR 0,72 (95 % KI 0,52 bis 1,00; Grenzfall, nicht signifikant), Lungenfunktion nicht signifikant verbessert (Ling 2016); Cochrane: RR 0,95 (0,91 bis 1,00); Kinder: kein Unterschied bei Aufnahmen (Kumar 2024)

Die maßgebliche Meta-Analyse mit 16 Studien fand bei Erwachsenen mit inhaliertem Magnesium weder eine sicher bessere Lungenfunktion noch sicher weniger Krankenhausaufnahmen. Die Cochrane-Auswertung und eine Meta-Analyse bei Kindern kommen zum selben Ergebnis, allenfalls bleibt ein sehr kleiner Zusatznutzen; die große 3Mg-Studie fand keinen Effekt. Inhaliertes Magnesium hat nach diesen Daten keine Rolle in der Behandlung des Asthmaanfalls. 187, 188, 189, 183

Warum diese Stufe? Die maßgeblichen Studien finden keinen Unterschied zu Placebo. (maßgebliche Meta-Analyse (Ling et al. 2016 (Erwachsene), 16 Studien) ohne Effekt)Unsere Regeln
Knochendichte erhalten, Osteoporose vorbeugenErwachsene, vor allem Frauen nach den Wechseljahrennicht untersuchtkeine placebokontrollierte Studie an Erwachsenennicht untersucht

Ergebnisse: nicht untersucht; Beobachtung: Hüft-Knochendichte bei höchster Zufuhr 3 % höher, Brüche nicht seltener (Orchard 2014). Nur bei Mädchen eine kleine Placebo-Studie: Hüft-Mineralgehalt etwas stärker gestiegen (p = 0,05; Carpenter 2006)

Eine placebokontrollierte Studie zur Knochendichte bei Erwachsenen gibt es nicht. Beobachtungsstudien verbinden eine höhere Magnesiumzufuhr mit etwas höherer Knochendichte an der Hüfte, aber nicht mit weniger Knochenbrüchen. Die einzige kleine Placebo-Studie betraf Mädchen im Wachstum, bei Frauen mit Osteoporose gibt es nur eine kurze Studie ohne Placebo, die lediglich Laborwerte des Knochenumbaus misst. 192, 193, 194, 195

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
Testosteron erhöhenMänner, auch Sportlernicht untersuchtkeine placebokontrollierte Studienicht placebokontrolliert untersucht

Ergebnisse: nicht placebokontrolliert untersucht; ohne Placebo: freies und Gesamttestosteron nach 4 Wochen mit 10 mg Magnesium je kg Körpergewicht höher als vorher (Cinar 2011)

Eine placebokontrollierte Studie zu Magnesium allein und Testosteron bei Männern gibt es nicht. Die oft zitierte Grundlage ist eine kleine Studie mit Taekwondo-Sportlern und untrainierten Männern ohne Placebo, in der die Testosteronwerte nach vier Wochen Magnesium stiegen. Studien bei Frauen mit PCOS untersuchten Magnesium mit dem Ziel, Testosteron zu senken, und sind auf Männer nicht übertragbar. 196

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
Infekten vorbeugen (Erkältung, grippaler Infekt)gesunde Erwachsene und Kindernicht untersuchtkeine placebokontrollierte Studie zur Vorbeugungnicht untersucht

Ergebnisse: nicht untersucht; nur Studien in Sondersituationen: Covid-19 im Krankenhaus seltener Sauerstoffbedarf (9 vs. 14 Pers.; Rostami 2024), Laborwerte von Immunzellen bei Typ-2-Diabetes (Drenthen 2024)

Ob Magnesium Erkältungen oder anderen gewöhnlichen Infekten vorbeugt, wurde in keiner kontrollierten Studie untersucht. Es gibt nur eine kleine Studie bei Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus, in der mit 300 mg täglich weniger Patienten Sauerstoff brauchten, sowie eine sehr kleine Laborstudie zur Funktion von Immunzellen. Magnesium ist für das Immunsystem nötig, ein Nutzen zusätzlicher Präparate bei normaler Versorgung ist aber nicht gezeigt. 200, 201

Warum diese Stufe? Keine placebokontrollierte Studie am Menschen. (keine placebokontrollierte Studie am Menschen)Unsere Regeln
gut belegtwahrscheinlichunklarspricht dagegennicht untersuchtSo bewerten wir

Blutdruck und Herz

Ja, Magnesium senkt den Blutdruck leicht, und das ist sein bester Beleg. Eine große Auswertung von fast 40 Studien kam beim oberen Wert auf knapp drei Punkte weniger als mit einem Scheinpräparat (Placebo).4 Das deckt sich fast genau mit einer älteren Auswertung.17 Deutlicher fiel der Rückgang bei Menschen aus, die wenig Magnesium im Blut hatten oder schon Blutdrucksenker nahmen, während bei normalem Blutdruck kein sicherer Unterschied zu sehen war.4

Senkung des oberen Blutdruckwerts gegenüber Placebo, in mmHg

alle Teilnehmenden−2,8
mit niedrigem Magnesiumwert−6,0
zusätzlich zu Blutdruckmitteln−7,7

Argeros et al. 2025, Meta-Analyse von 38 Studien mit 2.709 Teilnehmenden, 82–637 mg pro Tag.

Die stärksten Belege hat eine Wirkung, die auf kaum einer Packung steht.

Ganz einheitlich ist das Bild allerdings nicht. So sah eine weitere Auswertung, die nach dem Ausgangswert sortierte, bei gut eingestellten und bei normalen Werten keine Änderung.18 Hinzu kommt, dass die Teilnehmenden meist mehr nahmen, als ohne ärztliche Begleitung empfohlen wird.419 Noch unsicherer wird es beim Herzen selbst. Dazu gibt es fast nur Beobachtungen, also Studien ohne Vergleichsgruppe, die zwar zeigen, was gemeinsam auftritt, aber nicht, was die Ursache ist.

Wer mit dem Essen mehr Magnesium aufnahm, bekam in solchen Langzeitbeobachtungen seltener eine Herzschwäche, Herzleiden insgesamt traten aber nicht seltener auf.20 Ähnlich zwiespältig ist der Befund zum Vorhofflimmern, das bei niedrigem Magnesiumwert häufiger vorkam.21 Doch Studien zu Erbanlagen sprechen dagegen, dass der niedrige Wert die Ursache ist.22 Daraus folgt eine klare Linie. Bei hohem Blutdruck kann Magnesium die Behandlung ergänzen, ersetzen sollte es sie nicht, und Mengen über der Grenze für Präparate gehören in ärztliche Hand.

So wurde gemessen
  • Blutdruck: Meta-Analyse 2025, 38 kontrollierte Studien mit 2.709 Teilnehmenden: −2,8 mmHg oben, −2,1 mmHg unten gegenüber Placebo; bei niedrigem Magnesiumwert −6,0/−4,8 mmHg. Bei normalem Blutdruck kein gesicherter Abstand zu Placebo. Median der Dosis 365 mg täglich, gemessen frühestens nach 4 Wochen.4
  • Ältere Auswertung: 34 doppelblinde Studien, −2,0/−1,8 mmHg.17
  • Nach Blutdruckstatus: 49 Studien; bei gut eingestellten und normalen Werten keine Veränderung.18
  • Obergrenze: 250 mg täglich aus Nahrungsergänzung ohne ärztliche Begleitung.19
  • Herz: 40 Langzeitkohorten; pro 100 mg mehr Magnesium aus dem Essen 22 % weniger Herzschwäche, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt kein klarer Zusammenhang.20 Framingham-Studie: bei niedrigem Magnesiumwert rund 50 % mehr Vorhofflimmern.21 Genetische Daten (Mendelsche Randomisierung) sprechen gegen einen ursächlichen Zusammenhang.22
Magnesium und Blutdruck: Wie viel bringt es wirklich?Ein Wert knapp über 140, und schon fällt das Wort Magnesium. Dutzende Studien liefern dazu eine klare Antwort. Sie fällt nüchterner aus als die meisten Werbeversprechen.
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Blutzucker und Diabetes

Bei Typ-2-Diabetes ist offen, ob Magnesium den Blutzucker spürbar senkt. Einig sind sich mehrere Auswertungen nur beim Wert am Morgen vor dem Essen, der mit Magnesium etwas sinkt.75 Für die Behandlung zählt aber vor allem der Langzeitwert, und hier gehen die Ergebnisse auseinander: Eine Auswertung sah ihn leicht fallen, eine neuere nicht.7576 Damit wäre der Effekt selbst im günstigsten Fall klein.

Bei Menschen, die noch keinen Diabetes haben, aber ein hohes Risiko tragen, etwa wegen Übergewicht oder einer Vorstufe, sank der Blutzucker am Morgen mit Magnesium, doch auch hier ist offen, ob das wirklich hilft.78 Denn der genauere Langzeitwert blieb in einer Studie mit älteren Menschen mit Vorstufe gleich, obwohl der Morgenwert sank.85 Eine andere Studie sah ihn sinken.86 Ob sich damit ein Diabetes verhindern lässt, hat allerdings keine Studie mit Vergleichsgruppe geprüft. Das Medikament gegen Diabetes sollte Magnesium deshalb nie ersetzen.

So wurde gemessen
  • Typ-2-Diabetes: 24 kontrollierte Studien mit 1.325 Betroffenen; Nüchternblutzucker −0,20 mmol/L, HbA1c −0,22 Prozentpunkte gegenüber den Vergleichsgruppen.75 Neuere Analyse von 23 Studien: Nüchternwert bestätigt, beim HbA1c kein signifikanter Unterschied.76
  • Risikogruppe: 12 doppelblinde Studien mit 967 Personen mit Prädiabetes, Übergewicht oder metabolischem Syndrom; Nüchternblutzucker gesunken.78
  • Vorstufe von Diabetes: Placebo-Studie mit 71 älteren Menschen und niedrigem Magnesiumwert: Nüchternblutzucker gesunken, HbA1c ohne gesicherten Unterschied.85 Placebo-Studie mit 118 Nierenkranken mit Übergewicht und niedrigem Magnesiumwert: HbA1c gesenkt.86

Migräne und Kopfschmerzen

Zur Vorbeugung hilft Magnesium bei Migräne wahrscheinlich, wenn es über Wochen täglich genommen wird, als Tablette im akuten Anfall dagegen ist es nicht geprüft. Den Anfang machte ein Versuch aus den Neunzigern, in dem Erwachsene mit Migräne drei Monate lang jeden Tag eine hohe Menge schluckten, und am Ende hatten sie deutlich seltener Anfälle als die Gruppe mit dem Scheinpräparat.23 Dazu passt, dass über viele Studien gerechnet gut anderthalb Migränetage weniger im Monat bleiben.5 Auch die deutsche Leitlinie nennt Magnesium zur Vorbeugung, mit schwächeren Belegen als für andere Mittel, aber ausdrücklich sehr guter Verträglichkeit.24

Sicher ist das trotzdem nicht. So endete ein Versuch mit einer anderen Magnesiumform schon bei der Zwischenauswertung, und bis dahin hatte sie nicht besser gewirkt als das Scheinpräparat.25 Auch eine neue Auswertung fand zwar schwächere Schmerzen, aber nicht sicher seltenere Anfälle.26 Schnelle Hilfe im Anfall zeigte nur die Infusion in der Notaufnahme.82 Doch selbst dort ist das Bild gemischt.27 Zu Spannungskopfschmerz bei Erwachsenen und zu Tinnitus fanden wir keine belastbaren Studien.

Wer Migräne mit Magnesium vorbeugen möchte, sollte das vorher ärztlich besprechen. Denn die Mengen aus den Studien liegen weit über der Grenze, die für Präparate ohne ärztliche Begleitung gilt.19

So wurde gemessen
  • Studie von 1996: 81 Erwachsene, 600 mg täglich als Trimagnesiumdicitrat über 12 Wochen. In den Wochen 9 bis 12 hatten sie 41,6 % weniger Anfälle, mit Placebo 15,8 %.23
  • Meta-Analyse: 22 Studien zu Nahrungsergänzungen bei Migräne; Magnesium 1,66 Migränetage weniger pro Monat.5
  • Leitlinie 2025: Magnesium zur Prophylaxe, geringere Evidenz, ausdrücklich sehr gute Verträglichkeit.24
  • Gegenbefund: Magnesiumaspartat, Abbruch bei der Zwischenauswertung; Besserung bei 28,6 % mit Magnesium, 29,4 % mit Placebo.25 Netzwerk-Meta-Analyse 2026: schwächere Schmerzen, Anfallshäufigkeit nicht sicher gesenkt.26
  • Infusion: Meta-Analyse über 11 Studien mit 948 Teilnehmenden, Linderung nach 15 bis 45 Minuten;82 Übersicht mit 7 Studien und 545 Behandelten beschreibt die Befunde als gemischt.27 Wir werten die Infusion als wahrscheinlich wirksam; für Tabletten folgt daraus nichts.
  • Dosis: 600 mg sind mehr als das Doppelte der Obergrenze von 250 mg für Präparate.19
Magnesium bei Migräne und Tinnitus: Hilft es wirklich?Der Schmerz pocht hinter dem Auge, das Licht sticht, wieder ist ein Tag verloren. Viele Betroffene probieren irgendwann Magnesium. Kaum ein anderes Präparat ist bei Migräne so gründlich untersucht.
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Schlaf

Ob Magnesium beim Schlafen hilft, ist unklar, weil manche Studien einen kleinen Vorteil sehen und andere keinen. In drei kleinen Studien schliefen ältere Menschen gut eine Viertelstunde schneller ein, doch die Grundlage dafür ist schwach.6 Dazu passt ein neuerer Versuch, in dem Magnesium über vier Wochen etwas mehr gegen schlechten Schlaf half als ein Scheinpräparat.28 Umgekehrt schliefen in einer anderen Studie mit Älteren zwar alle besser, mit Magnesium aber nicht mehr als ohne.29

Das Bild bleibt also uneinheitlich, und eine aktuelle Übersicht sieht Magnesium deshalb nicht als Standardmittel gegen Schlaflosigkeit.7 Müde am selben Abend macht es nach diesen Daten auch nicht, denn gemessen wurde immer über Wochen.2829 Eine Einnahme am Abend schadet also nicht. Nötig ist sie aber ebenso wenig. Wer über lange Zeit schlecht schläft, sollte das ärztlich klären lassen, statt nur zur Tablette zu greifen.

So wurde gemessen
  • Einschlafzeit: 3 Studien mit zusammen 151 älteren Menschen, 17 Minuten schneller eingeschlafen, niedrige Evidenzqualität.6
  • Schlafprobleme: 155 Erwachsene, 250 mg Bisglycinat über 4 Wochen, kleiner Effekt gegenüber Placebo.28
  • Gegenbefund: 100 Menschen von 51 bis 85 Jahren, 320 mg Magnesiumcitrat; Besserung, aber nicht stärker als mit Placebo.29
  • Übersicht 2026: 12 kontrollierte Studien, Ergebnis uneinheitlich.7
Magnesium zum Schlafen: Hilft es beim Einschlafen?Die Dose auf dem Nachttisch ist schnell gekauft. Ob sie hilft, ist schwerer zu sagen: Studien zeigen einen kleinen möglichen Vorteil für manche, und auch mit Scheinpräparat schlafen fast alle besser.
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Welche Wirkung hat Magnesium auf Psyche, Stress und Stimmung?

Ob Magnesium gegen Stress hilft, ist unklar, und bei Ängstlichkeit ohne Diagnose spricht eher wenig dafür. Eine Übersicht fand zu Stress und Ängstlichkeit zwar manche positive Studie, hält deren Qualität aber selbst für niedrig,8 und bei Ängstlichkeit ohne Diagnose schnitt Magnesium in vier Studien nicht besser ab als ein Scheinpräparat.28317981 Auch die größte Stress-Studie hilft kaum weiter, denn sie meldete zwar weniger Stress, hatte aber keine Placebogruppe und wurde vom Hersteller bezahlt.30 Wie viel von der Besserung auf Magnesium zurückgeht, bleibt damit offen.

Anders sieht es bei einer ärztlich festgestellten Depression aus. Hier hilft Magnesium wahrscheinlich als Zusatz zur Behandlung. Das legt zumindest die neueste Auswertung nahe, die damit eine etwas bessere Stimmung sah als mit Placebo.9 Die Studien sind allerdings klein. Eine ältere Auswertung fand zudem keinen sicheren Effekt.10 Ohne Diagnose half Magnesium der Stimmung dagegen nicht.28317980

Eine dieser Studien kam ganz ohne Geld vom Hersteller aus, und in ihr schliefen und fühlten sich Frauen nach einer Operation wegen Brustkrebs mit Magnesium nicht besser als ohne.31 Ob Magnesium rasch auf die Psyche wirken könnte, verraten die Daten nicht, weil alle Studien Wochen dauerten.30 Zu Schüßler-Salzen wie Magnesium phosphoricum fanden wir keine einzige Studie.

So wurde gemessen
  • Stress und Ängstlichkeit: systematische Übersicht über 18 Studien, teils positiv, Qualität laut den Autoren niedrig.8
  • Ängstlichkeit ohne Diagnose: 4 placebokontrollierte Studien mit zusammen 407 Personen, kein Unterschied beim Angstwert.28317981
  • Größte Stress-Studie: 8 Wochen, 264 gestresste Erwachsene, deren Magnesiumwert niedrig war, je 300 mg Magnesium, ein Teil zusätzlich mit Vitamin B6; ohne Placebogruppe, vom Hersteller finanziert.30
  • Diagnostizierte Depression: Meta-Analyse über 7 kontrollierte Studien mit 325 Personen, niedrigere Depressionswerte als mit Placebo.9 Ältere Auswertung: kein sicherer Effekt, wenn nur Placebovergleiche zählten.10
  • Stimmung ohne Diagnose: 4 placebokontrollierte Studien mit 471 Personen, kein Unterschied.28317980 Darunter 109 Frauen nach Brustkrebs-Operation mit Magnesium-L-Threonat, ohne Herstellerbezug.31

Unsere Einordnung

Bei Schlaf und Stress kann Magnesium helfen, bewiesen ist es nicht. Bei Angst und gedrückter Stimmung ohne Diagnose zeigten die Studien keinen Vorteil. Ein paar Wochen Versuch sind bei Schlaf und Stress vertretbar, am ehesten bei Kost mit wenig Magnesium. Dauerhafte Angst oder Niedergeschlagenheit sollte ärztlich behandelt werden. Magnesium hilft dagegen nicht.

Sport und Muskelkater

Gegen Muskelkater hilft Magnesium vielleicht ein wenig, mehr Kraft bringt es nicht. Dafür sprechen zwei winzige Versuche mit harter Belastung. Im einen nahmen junge Leute ein paar Tage Magnesium, trainierten auf der Bank und hatten danach etwas weniger Muskelkater.11 Im anderen klang er bei Freizeitläufern nach einem Lauf bergab schneller ab.12 Magnesiumgel auf der Haut half dagegen nicht.13

Bei der Kraft ist die Lage klarer. Nach einer Auswertung vieler Studien bringt Magnesium Sportlern und Aktiven keine zusätzliche Kraft, Vorteile gab es nur bei Älteren und bei Menschen mit Alkoholproblemen, die oft schlecht versorgt sind.16 Für die Ausdauer reichen die wenigen kleinen Studien nicht für ein Urteil, und ob die Einnahme vor oder nach dem Training günstiger ist, hat niemand untersucht.32 Damit taugt Magnesium im Sport nicht als Mittel für mehr Leistung.

So wurde gemessen
  • Muskelkater: 22 junge Erwachsene, 350 mg Magnesiumglycinat über 10 Tage, Bankdrücken; Muskelkater 1 bis 2 Punkte niedriger auf einer Skala von 0 bis 6.11 9 Freizeitläufer, 10 Kilometer bergab.12 Gel an 35 Aktiven ohne Effekt.13
  • Kraft: Meta-Analyse über 14 Studien mit 542 Personen, kein Zuwachs bei Sportlern und Aktiven.16
Hilft Magnesium gegen Muskelkater? Magnesium im SportZwei Tage nach dem ersten Beintraining wird jede Treppe zur Qual, und im Küchenschrank steht plötzlich Magnesium. Was die bisher kleinen Studien zu Muskelkater, Leistung und Zeitpunkt wirklich zeigen.
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Mythen-Check: Hilft Magnesium gegen Krämpfe?

Gegen die üblichen nächtlichen Wadenkrämpfe hilft Magnesium nach den Studien eher nicht. Aus der Luft gegriffen ist der Tipp trotzdem nicht, denn ein echter Mangel kann tatsächlich Krämpfe auslösen.33 Doch die meisten Krämpfe kommen nachts in der Wade und ohne erkennbaren Grund, und genau für sie sieht es schlecht aus. Drei verbreitete Annahmen auf dem Prüfstand:

Spricht dagegen
Magnesium hilft gegen nächtliche Wadenkrämpfe.

Für ältere Menschen mit Krämpfen ohne bekannte Ursache hält Cochrane nach 11 Studien mit 735 Personen einen Nutzen für unwahrscheinlich.15 In einem Versuch mit 94 Erwachsenen nahmen die Krämpfe unter Magnesium genauso stark ab wie unter Placebo.34

Unklar
In der Schwangerschaft hilft Magnesium gegen Wadenkrämpfe.

Manche Studien fallen positiv aus, andere zeigen nichts. Cochrane hat 8 davon mit 576 Schwangeren ausgewertet und nennt das Ergebnis uneinheitlich und wenig belastbar.14

Nicht untersucht
Sportler brauchen Magnesium gegen Krämpfe.

Zu Krämpfen beim Sport existiert keine einzige kontrollierte Magnesiumstudie.15 Ausgelöst werden sie vermutlich vor allem durch einen überlasteten, ermüdeten Muskel, nicht durch fehlende Salze.35

Dass Krämpfe trotz Magnesium wiederkommen, ist nach diesen Daten also der Normalfall. Dahinter stecken eher ein ermüdeter Muskel und eine fehlerhafte Steuerung durch die Nerven.36 Besser untersucht sind Dehnen am Abend und Kompressionsstrümpfe, und ein Versuch aus Finnland zeigt den Unterschied besonders deutlich: Kniehohe Strümpfe halbierten dort die Zahl der Krämpfe, während Magnesium im selben Versuch nicht besser abschnitt als ein Scheinpräparat.37 Wer oft oder neu Krämpfe bekommt, sollte das ärztlich klären lassen, zumal auch manche Arznei sie auslöst.

So wurde gemessen

Finnische Studie mit 121 Menschen: Mit kniehohen Kompressionsstrümpfen gingen die Krämpfe im Median von 4 auf 2 pro Woche zurück; Magnesiumchlorid war nicht besser als Placebo.37

Krämpfe in den Beinen trotz Magnesium: Woran liegt es?Nachts wird die Wade hart, am Morgen liegt die Magnesiumpackung bereit. Die besten Studien halten davon wenig. Zwei andere Mittel schnitten etwas besser ab.
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Hilft Magnesium bei Achillessehne, Kalkschulter, Sodbrennen oder Erkältung?

Für die meisten dieser Leiden gibt es keine guten Studien. Im Netz ist die Liste trotzdem lang: Achillessehne, Kalkschulter, Fersenschmerz, ISG-Blockade, Ischias und Rücken, dazu schwere Beine, Roemheld-Syndrom, Tinnitus, Erkältung, Abwehrkräfte und Histaminintoleranz. Damit ist ein Nutzen weder bestätigt noch ausgeschlossen, und Erfahrungsberichte helfen nicht weiter, weil in ihnen immer der Placebo-Effekt mitspielt. Auch eine eigene Dosis für solche Leiden gibt es nicht, denn die amtlichen Werte gelten für Gesunde.3839 Einige Fragen lassen sich trotzdem klären.

Am klarsten ist der Fall beim Magen. Manche Salze wie Magnesiumhydroxid binden Magensäure und stecken deshalb in Mitteln gegen Sodbrennen und Reflux.40 Ein normales Präparat wie Citrat ist dafür aber nicht gemacht, und bei häufigem Sodbrennen, Bauchweh oder Verdacht auf Gastritis ist ein Arztbesuch ratsam.

Bei Verstopfung und träger Verdauung kommt ein anderer Effekt zum Tragen. Was der Darm nicht aufnimmt, hält dort Wasser fest, weshalb Magnesiumoxid als Abführmittel dient.41 Gute Placebo-Studien sind allerdings rar. Zwei kleine aus Japan liefern erste Hinweise auf mehr Stuhlgang.87 Für ein sicheres Urteil reicht das nicht. Große Mengen gehören ohnehin in ärztliche Hand, denn aus Japan sind Fälle bekannt, in denen vor allem Ältere danach an die Dialyse mussten.42

Gar nicht untersucht ist das Roemheld-Syndrom, also Druck in der Brust durch Blähungen, denn keine einzige Studie hat Magnesium dabei geprüft. Trotzdem sollten Beschwerden in der Brust immer ärztlich abgeklärt werden, auch wenn sie nach dem Essen kommen. Ebenso fehlen Studien mit Vergleichsgruppe zu Fersenschmerz, ISG-Blockade und schweren Beinen. Geprüft ist nur Verwandtes, und das fiel ernüchternd aus: Gegen nächtliche Wadenkrämpfe half Magnesium in der finnischen Studie, von der schon die Rede war, nicht besser als ein Scheinpräparat.37

Für Sehnen, Gelenke und Rücken gibt es ebenfalls keine guten Studien, und ob ein Muskelfaserriss mit Magnesium besser heilt, wurde nur an Mäusen geprüft.43 Wenn Schmerzen anhalten, sind Arztpraxis oder Physiotherapie die richtige Adresse. Auch beim Magnesium-Öl und beim Spray bleibt wenig übrig. Dass über die Haut nennenswert Magnesium in den Körper gelangt, ist nicht belegt,44 und in der einzigen kontrollierten Studie half ein Gel nicht einmal gegen Muskelkater.13

Zu Blutverdünnern gibt es für Magnesium selbst keine Studien, Vorsicht gilt aber bei Mischungen mit Vitamin K2. Denn schon kleine Mengen davon veränderten bei einem Teil der Gesunden die Gerinnungswerte, wenn sie bestimmte Blutverdünner nahmen.45 Offen ist auch die Frage nach den Wechseljahren. Frauen nach Brustkrebs nahmen gegen Hitzewallungen hohe Mengen Magnesiumoxid, doch das Scheinpräparat wirkte genauso gut, und Durchfall kam mit Magnesium öfter vor.46 Weitere Studien dazu gibt es nicht.

Beim Abnehmen hilft Magnesium eher nicht, denn in über 30 Studien blieben Gewicht, Taille und Körperfett gleich.77 Neue Ohrgeräusche oder eine Erkältung, die nicht weggeht, sollten ohnehin ärztlich abgeklärt werden. Viel Magnesium auf Verdacht bringt vor allem eines, nämlich weichen Stuhl.

So wurde gemessen
  • Dialyse-Fälle: 15 Fälle aus Japan, 14 der Betroffenen älter als 65 Jahre.42
  • Vitamin K2: In einer kleinen Studie verschoben schon 10 µg K2 am Tag unter Vitamin-K-Antagonisten bei einem Teil der Gesunden die Gerinnungswerte.45
  • Hitzewallungen: 289 Frauen nach Brustkrebs, 800 oder 1.200 mg Magnesiumoxid gegen Placebo; einzige Placebo-Studie.46
  • Abnehmen: Meta-Analyse über 32 kontrollierte Studien; Gewicht, Taillenumfang und Körperfett unverändert.77

Praxis: Brauche ich ein Präparat und welches?

Meist reicht das Essen, und ein Präparat lohnt sich vor allem bei knapper Ernährung oder einem festgestellten Mangel. Wer sich trotzdem dafür entscheidet, steht gleich vor den nächsten Fragen: Welche Form, welche Menge, welche Uhrzeit? Doch die Antworten fallen kürzer aus, als die vollen Regale in der Drogerie vermuten lassen.

Ernährung: Was enthält viel Magnesium?

Am meisten liefern Kerne, Nüsse, Kakao, Vollkorn, Bohnen, Linsen und dunkles Blattgemüse. Zu den Lebensmitteln mit viel Magnesium zählen etwa Kürbiskerne, die gut zwanzigmal so viel enthalten wie eine Banane.47 Den Bedarf setzt die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit bei Frauen auf rund 300 mg am Tag an, bei Männern auf 350 mg.38 Das erreichen in Deutschland beide Gruppen im Schnitt schon mit dem Essen.48

Dazu kommt, dass der Körper Magnesium aus der Nahrung gut aufnimmt, aus Brot und Mineralwasser genauso wie aus einem Präparat.49 Auch eine Obergrenze wie bei Präparaten gibt es für normale Lebensmittel nicht.19 Bei abwechslungsreichem Essen ist es deshalb sinnvoll, zuerst beim Teller anzusetzen und erst dann bei der Tablette.

So wurde gemessen
  • Gehalte: Kürbiskerne 592 mg pro 100 g, Haferflocken 138 mg, Banane 27 mg.47
  • Bedarf (EFSA): rund 300 mg täglich bei Frauen, 350 mg bei Männern.38
  • Versorgung: Nationale Verzehrsstudie II, Median Männer 432 mg, Frauen 361 mg am Tag.48
  • Aufnahme: 22 Erwachsene erhielten je 100 mg aus Brot, Mineralwasser und Präparat; alle Quellen wurden gleich gut aufgenommen.49
Magnesium in Lebensmitteln: Wo ist viel Magnesium drin?Die Banane hat den Ruf, die Kürbiskerne haben die Zahlen. Wo im Essen wirklich Magnesium steckt, wie viel davon ankommt und wann der Teller allein genügt.
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Magnesiummangel erkennen

Ein Mangel lässt sich an Beschwerden kaum erkennen, Hinweise liefert nur ein Bluttest. Als typisch gelten Krämpfe, Erschöpfung und bei starkem Mangel Herzrhythmusstörungen.33 Doch eindeutig ist keines dieser Zeichen. Ein leichter Mangel fällt oft sogar gar nicht auf.50 Meist steckt ein konkreter Grund dahinter, am häufigsten Alkohol, Diabetes oder bestimmte Medikamente.2

So ist bei Diabetes der Wert etwa bei jedem Dritten zu niedrig.51 Auch Magenschutz-Tabletten über längere Zeit und bestimmte Entwässerungsmittel machen einen niedrigen Wert deutlich häufiger.5253 Im großen Blutbild taucht Magnesium allerdings nicht auf. Der Test muss eigens angefordert werden. Selbst dann gilt eine Einschränkung: Ein niedriger Wert belegt einen Mangel, ein normaler schließt ihn nicht sicher aus.54 Ein Mangel sollte deshalb per Bluttest festgestellt werden und nicht per Selbstversuch.

So wurde gemessen
  • Typ-2-Diabetes: laut einer Meta-Analyse in 32 % der Fälle ein zu niedriger Wert.51
  • Magenschutz-Tabletten: In der Rotterdam-Studie kam ein zu niedriger Wert bei längerer Einnahme doppelt so oft vor.52
  • Thiazid-Entwässerungsmittel: etwa dreimal so oft.53
Magnesiummangel: Symptome, Ursachen und was der Blutwert verrätEin zuckendes Augenlid, Krämpfe in der Wade, bleierne Müdigkeit: Schnell fällt der Verdacht auf Magnesium. Wirklich zu wenig davon haben weniger Menschen als gedacht, und meistens aus einem erkennbaren Grund.
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Welche Arten von Magnesium gibt es, und wie wirken sie?

Es gibt viele Arten, etwa Citrat, Glycinat oder Oxid, doch eine beste Form gibt es nicht. Citrat und Glycinat nimmt der Körper zwar besser auf als Oxid, doch bei Gesunden blieb der Blutwert im Normalbereich, ganz gleich, welche der geprüften Formen sie nahmen.55 Dazu passt die längste Vergleichsstudie, in der er mit drei verschiedenen Formen gleich stark anstieg.56

Dabei gilt eine Faustregel: Je ausgefallener das Versprechen einer Form, desto weniger steckt meist dahinter. Magnesiumtaurat etwa soll Herz und Blutdruck schützen, untersucht ist das aber nur an Tieren.57 Bei der Frage, welches Magnesium das beste ist, zählt deshalb vor allem, ob es gut vertragen und auch wirklich genommen wird.

So wurde gemessen
  • Vergleichsstudien: Übersicht über 14 Studien; Citrat und Glycinat (organisch) gelangen besser ins Blut als das anorganische Oxid, mit jeder Form blieb der Spiegel bei Gesunden im Normalbereich.55
  • Längste Vergleichsstudie: 164 Erwachsene, ein halbes Jahr Citrat, Oxid oder Sulfat; der Blutwert stieg in allen drei Gruppen gleich stark.56
  • Taurat: Schutz für Herz und Blutdruck bislang nur an Tieren untersucht.57
Welches Magnesium ist das beste? Magnesiumcitrat & Co. und ihre WirkungCitrat, Bisglycinat, Threonat, Meeresmagnesium: Auf jeder Packung steht ein anderes Versprechen. Die Studien dazu ernüchtern, sie beruhigen aber auch.
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Wie viel Magnesium pro Tag?

Frauen brauchen etwa 300 mg am Tag, Männer 350 mg, und zwar aus allem zusammen, also aus Essen, Getränken und Präparaten.3839 Daran ändern weder das Alter noch eine Schwangerschaft etwas. Für den Anteil aus Präparaten gilt allerdings eine eigene Grenze. Dafür zieht die europäische Behörde die Linie bei 250 mg am Tag, denn bis zu dieser Menge trat in den Studien kein Durchfall auf, darüber dagegen traf es einen kleinen Teil der Erwachsenen.19

Viel hilft hier nicht viel. Schon mit einer mittleren Extraportion pendelt sich der Blutwert ein.58 Beim Kauf lohnt zudem ein Blick auf die Zeile „Magnesium“ in der Nährwerttabelle. Denn entscheidend ist diese Angabe und nicht das Gewicht der ganzen Verbindung.59

So wurde gemessen
  • Bedarf: 300 mg (Frauen) und 350 mg (Männer) aus allen Quellen, unverändert ab 65 und in der Schwangerschaft.3839
  • Obergrenze: 250 mg täglich aus Nahrungsergänzung; in den ausgewerteten Studien bis dahin kein Durchfall, ab etwa 360 mg bei einem kleinen Teil der Erwachsenen.19
  • Sättigung: Bei rund 300 mg zusätzlich am Tag pendelt sich der Blutwert ein.58
  • Etikett: Der Prozentwert neben der Zeile „Magnesium“ bezieht sich auf den EU-Nährstoffbezugswert von 375 mg.59
Wie viel Magnesium braucht man am Tag?Auf den Dosen stehen Milligrammzahlen von bescheiden bis üppig, daneben Prozentwerte, die kaum jemand einordnen kann. Die amtliche Antwort ist kurz, ihr Fundament wackeliger als gedacht.
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Wann einnehmen, und wie schnell wirkt Magnesium?

Die Tageszeit spielt keine erkennbare Rolle, wichtiger ist die Größe der Portion. Beim Zeitpunkt der Einnahme ist keine bessere Uhrzeit bekannt, und in einer kleinen Studie blieb der Blutwert rund um die Uhr gleich.60 Kleine Portionen nahm der Körper dagegen deutlich besser auf als wenige große, weshalb größere Mengen am besten auf zwei Mahlzeiten verteilt werden, etwa auf Frühstück und Abendessen.61

Ins Blut gelangt Magnesium innerhalb weniger Stunden.62 Bis sich der Blutwert bei täglicher Einnahme auf einem neuen Niveau einpendelt, vergehen allerdings rund fünf Monate.58 Auch die Effekte in den Studien zeigten sich erst nach Wochen, beim Blutdruck ebenso wie bei Migräne.423 Wer schnelle Hilfe binnen Stunden erwartet, wird also enttäuscht.

So wurde gemessen
  • Portionen: 12 Männer tranken 126 mg Magnesium in Mineralwasser, einmal auf sieben kleine, einmal auf zwei große Portionen verteilt; aufgenommen wurden 51 % beziehungsweise 32 %.61
  • Anstieg im Blut: 400 mg hoben den Blutwert nach 4 und nach 8 Stunden an.62
  • Neues Niveau: nach etwa 20 Wochen täglicher Einnahme.58
  • Wirkung in Studien: Blutdruck frühestens nach 4 Wochen gemessen,4 Migräne in den Wochen 9 bis 12.23
Wann sollte man Magnesium einnehmen?Abends wegen der Entspannung, nie nüchtern, bloß nicht mit Kaffee: Um Magnesium ranken sich viele Regeln. Die Uhrzeit spielt in Studien kaum eine Rolle, ganz andere Dinge schon.
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Mit anderen Mitteln kombinieren

Die meisten Kombinationen sind kein Problem, Abstand brauchen vor allem Eisen und manche Arzneimittel. Calcium etwa störte die Aufnahme kaum.63 Auch Vitamin D passt zur selben Mahlzeit, und in einer Studie mit Erwachsenen hob Magnesium sogar einen niedrigen Vitamin-D-Wert an, während es einen schon hohen senkte.64 Bei Eisen und bestimmten Antibiotika sollten dagegen ein paar Stunden zwischen den Einnahmen liegen.65

So wurde gemessen
  • Calcium: änderte die Aufnahme von Magnesium im Dünndarm kaum.63
  • Vitamin D: Studie mit 180 Erwachsenen.64
  • Antibiotika: Bei Tetracyclinen und Chinolonen Mineralstoffe 4 Stunden davor oder 2 Stunden danach.65
Eisen, Zink & Co.: Was darf man mit Magnesium zusammen einnehmen?Morgens Eisen, mittags Vitamin D, abends Magnesium und Zink: Viele Einnahmepläne folgen Regeln, deren Herkunft keiner kennt. Bei Nährstoffen sind die meisten überflüssig, bei Medikamenten nicht.
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Nebenwirkungen und Sicherheit

Die typische Nebenwirkung ist weicher Stuhl, vor allem wenn viel auf einmal genommen wird.19 In einer Studie bemerkte die Hälfte der Teilnehmenden mit Magnesiumoxid eine Veränderung der Verdauung, mit Placebo dagegen kaum jemand.66 Das erklärt auch, warum hinter einer angeblichen Unverträglichkeit meist genau das steckt. Die Leberwerte stiegen nicht.67 Eine Vergiftung mit zu hohen Blutwerten ist selten und kommt fast nur bei kranken Nieren oder nach großen Mengen aus Abführ- und Magenmitteln vor.68

So wurde gemessen
  • Verdauung: 400 mg Magnesiumoxid in einer kontrollierten Studie, veränderte Verdauung bei 50 % gegenüber 7 % mit Placebo.66
  • Leber: über 7 Studien keine steigenden Leberwerte.67

Sicherheitshinweis

Bei kranken Nieren sollte Magnesium nur nach ärztlichem Rat genommen werden. Das gilt auch für Mittel gegen Verstopfung und Sodbrennen. Bei Medikamenten auf Dauer empfiehlt es sich, die Einnahme mit Arzt oder Apotheke abzusprechen.

Magnesium-Nebenwirkungen: Was passiert bei zu viel Magnesium?Meist meldet sich ein Zuviel an Magnesium nur auf eine Weise: mit weichem Stuhl. Ernst wird es selten, und die Umstände, unter denen das passiert, sind gut bekannt.
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Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere brauchen nicht mehr Magnesium als andere Frauen, und die Grenze für Präparate gilt auch für sie.3819 Bei Wadenkrämpfen in der Schwangerschaft widersprechen sich zwei Studien, denn in der einen half Magnesium deutlich öfter als ein Scheinpräparat, in der anderen war es nicht besser als die Attrappe.6970

Ein eigenes Kapitel ist die Klinik. Dort senkte eine Infusion bei schwerer Präeklampsie, einer ernsten Komplikation mit hohem Blutdruck in der Schwangerschaft, das Risiko für Krampfanfälle um mehr als die Hälfte.71 Für Tabletten folgt daraus zunächst nichts, doch sie wurden eigens geprüft, und mit ihnen traten Präeklampsie und Frühgeburten seltener auf.8384 Beides stufen wir als wahrscheinlich ein, nicht als belegt.

Nach der Geburt nützt ein Präparat vor allem der Mutter selbst, weil der Gehalt der Muttermilch kaum von ihrem Essen abhängt.72 Jede Einnahme sollte mit Frauenärztin, Frauenarzt oder Hebamme abgesprochen werden, in der Schwangerschaft ebenso wie in der Stillzeit.

So wurde gemessen
  • Bedarf: 300 mg am Tag laut EFSA, höchstens 250 mg aus Präparaten.3819
  • Wadenkrämpfe: 86 Schwangere, 300 mg Bisglycinat oder Placebo; Krämpfe halbierten sich bei 86 % beziehungsweise 61 %.69 132 Schwangere, Magnesiumcitrat nicht besser als Placebo.70
  • Infusion bei schwerer Präeklampsie: Magnesiumsulfat, 6 Studien mit 11.444 Frauen.71
  • Tabletten: Präeklampsie seltener über 7 Studien mit 2.653 Schwangeren, bei Frauen mit normalem Risiko allein nicht gesichert.83 Frühgeburten seltener in 6 Studien mit 3.068 Schwangeren.84
Magnesium in der Schwangerschaft: Wie viel ist sinnvoll?Drei Uhr nachts, die Wade zieht sich zusammen, und am Morgen liegt die Magnesiumpackung auf dem Küchentisch. Was die Forschung zu diesem Griff sagt, fällt bescheidener aus als sein Ruf.
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Unsere Einordnung

Bei guter Gesundheit und abwechslungsreichem Essen lohnt es sich, beim Teller anzusetzen statt bei der Tablette. Sinnvoll wird ein Präparat bei knapper Ernährung oder einem ärztlich bestätigten Mangel. Dann empfiehlt sich eine gut verträgliche Form mit klarer Angabe, nicht mehr als 250 mg am Tag, auf zwei Portionen verteilt und über Monate.

Häufige Fragen

Macht Magnesium müde oder wach?

Weder noch, soweit die Studien reichen. Sie haben den Schlaf über Wochen gemessen, mit gemischtem Ergebnis, nicht die Wirkung am selben Abend. Abends einnehmen geht also, nötig ist es nicht.

Kann man Magnesium jeden Tag nehmen?

Ja. Für gesunde Erwachsene zieht die europäische Lebensmittelbehörde die Grenze bei 250 mg am Tag aus Präparaten und nennt keine Höchstdauer.19 Bei kranken Nieren sollte vorher ärztlich nachgefragt werden.

Hilft Magnesium beim Abnehmen?

Eher nicht. Eine Auswertung von über 30 Studien fand bei Gewicht, Taille und Körperfett keine Veränderung, nur der BMI sank minimal.77 Dick macht Magnesium aber auch nicht; zu viel davon führt nicht zu mehr Gewicht.73

Kann Magnesium Verstopfung verursachen?

Kaum, eher das Gegenteil. Was im Darm bleibt, zieht Wasser an. Weicher Stuhl ist deshalb die häufigste Nebenwirkung, und Magnesiumoxid wird gezielt als Abführmittel genutzt.41

Was entzieht dem Körper Magnesium?

Am häufigsten Alkohol, Typ-2-Diabetes und Magenschutz-Tabletten oder bestimmte Entwässerungsmittel, wenn sie lange genommen werden.2 Kaffee spielt kaum eine Rolle: Nach Koffein schied der Körper über einen Tag nur eine winzige Menge mehr aus.74

Kann man Magnesium mit Milch einnehmen?

Ja, Calcium störte die Aufnahme von Magnesium kaum.63 Als Magnesiumquelle taugt Milch aber wenig, Vollmilch liefert nur 10 mg pro 100 g.47

Wie lange braucht Magnesium, bis es wirkt?

Im Blut kommt es nach wenigen Stunden an.62 Spürbare Effekte zeigten sich in den Studien aber erst nach Wochen, beim Blutdruck wie bei Migräne.423 Bis sich der Blutwert bei täglicher Einnahme eingependelt hat, vergehen rund fünf Monate.58

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So bewerten wir

Jede Stufe folgt festen Regeln, die für alle Inhaltsstoffe gleich sind. Zwei Recherchen erheben die Studienlage unabhängig voneinander; weichen sie ab, gilt die vorsichtigere Stufe.

StufeWann wir sie vergeben
gut belegtMindestens zwei Meta-Analysen kontrollierter Studien sind sich einig, die größte umfasst 10 oder mehr Studien, und keine vergleichbar große widerspricht. Oder eine sehr große Meta-Analyse mit über 5.000 Teilnehmenden in guter Qualität.
wahrscheinlichDie maßgebliche Meta-Analyse (mindestens 5 Studien) ist positiv, aber nicht mehrfach unabhängig bestätigt.
unklarNur einzelne oder kleine Studien, oder die Ergebnisse widersprechen sich.
spricht dagegenDie maßgebliche Meta-Analyse oder mehrere Placebo-Studien mit zusammen mindestens 300 Personen finden keinen Unterschied zu Placebo.
nicht untersuchtEs gibt keine placebokontrollierte Studie am Menschen, nur Beobachtungs-, Tier- oder Laborstudien.

Begrenzungen: Kleine Studienbasis (unter 500 Teilnehmende), eine abratende Leitlinie oder überwiegend von Herstellern bezahlte Studien begrenzen die Stufe nach oben. Gezählt wird der klinisch wichtigste Messwert, zum Beispiel der Langzeitblutzucker HbA1c vor dem Nüchternzucker. Studien mit Infusionen gelten nie für Tabletten.

Alle 201 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1de Baaij et al. 2015, Physiol RevÜbersichtsarbeitüber 600 Enzymreaktionen, v. a. Energiestoffwechsel und EiweißsyntheseReview
2Kröse & de Baaij 2024, Nephrol Dial TransplantÜbersichtsarbeitBlutwert 0,7 bis 1,1 mmol/l; häufige Ursachen niedriger Werte: Alkohol, Typ-2-Diabetes, Magenschutz-Tabletten, ThiazideReview
3Elin 2010, Magnes ResÜbersichtsarbeitEtwa 1 % des Magnesiums im Blut; Knochen gleichen den Serumwert ausReview
4Argeros et al. 2025, Hypertension38 kontrollierte Studien, 2.709 Teilnehmende, 82 bis 637 mg (Median 365 mg), mind. 4 Wochen−2,8/−2,1 mmHg gegenüber Placebo; mit Blutdruckmitteln −7,7/−3,0; bei niedrigem Magnesiumwert −6,0/−4,8; bei normalem Blutdruck nicht signifikant; keine Dosis-Wirkungs-BeziehungMeta-Analyse
5Karami Talandashti et al. 2024, Neurol Sci22 Studien zu Nahrungsergänzungen bei MigräneMagnesium: Migränetage pro Monat −1,66, weniger Anfälle, geringere SchmerzstärkeMeta-Analyse
6Mah & Pitre 2021, BMC Complement Med Ther3 Studien, 151 ältere Menschen17 Minuten schneller eingeschlafen; Evidenzqualität niedrigMeta-Analyse
7Lopresti et al. 2026, J Diet Suppl12 kontrollierte Studienuneinheitlich, niedrige bis sehr niedrige Aussagekraft; keine Routinelösung bei SchlaflosigkeitSystematischer Review
8Boyle et al. 2017, Nutrients18 Studien zu Stress und Ängstlichkeit4 von 8 positiv, Qualität niedrigSystematischer Review
9Moabedi et al. 2023, Front Psychiatry7 kontrollierte Studien, 325 PersonenDepressionswerte niedrigerMeta-Analyse
10Phelan et al. 2018, BJPsych OpenStudien zur StimmungEffekt nur ohne Placebo-GruppeMeta-Analyse
11Reno et al. 2022, J Strength Cond Res22 junge Erwachsene, 350 mg Magnesiumglycinat/Tag, 10 Tage, BankdrückenMuskelkater 1 bis 2 Punkte (Skala 0 bis 6) geringer, bessere empfundene ErholungKontrollierte Studie
12Steward et al. 2019, Eur J Appl Physiol9 Freizeitläufer mit magnesiumarmer Kost, 500 mg/Tag, 7 Tage, 10 km bergabschnellere Erholung vom Muskelkater, weniger Interleukin-6; keine Änderung bei Leistung und KraftKontrollierte Studie
13Coates et al. 2025, Int J Sport Nutr Exerc Metab35 aktive Erwachsene, Magnesiumgel auf die Oberschenkelkein Unterschied zu Placebo-Gel bei Muskelkater, Kraft, CK, Interleukin-6Kontrollierte Studie
14Luo et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev8 Studien, 576 SchwangereErgebnisse uneinheitlich, Aussagekraft niedrig; Nebenwirkungen wie PlaceboCochrane-Review
15Garrison et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev11 Studien, 735 PersonenÄltere mit Krämpfen ohne bekannte Ursache: Nutzen unwahrscheinlich; Schwangerschaft widersprüchlich; keine Studien zu SportkrämpfenCochrane-Review
16Wang et al. 2017, Magnes Res14 kontrollierte Studien, 542 Personenkein Kraftgewinn bei Sportlern und Aktiven; Vorteile bei Älteren und Menschen mit AlkoholproblemenMeta-Analyse
17Zhang et al. 2016, Hypertension34 doppelblinde Studien, 2.028 Personen, Median 368 mg, 3 Monate−2,0/−1,8 mmHg; 300 mg/Tag oder 1 Monat reichten für messbaren Effekt; eine Mitautorin aus einem Magnesium-ForschungsvereinMeta-Analyse
18Rosanoff et al. 2021, Nutrients49 Studien, nach Blutdruckstatus geordnetSenkung bei trotz Medikamenten zu hohem Blutdruck; unbehandelt erst über 600 mg; gut eingestellt und normal keine Änderung; Autorinnen aus einem Magnesium-ForschungsvereinSystematische Übersicht
19SCF 2001 (EFSA 2006), BehördengutachtenBewertung der EU-LebensmittelsicherheitObergrenze 250 mg/Tag aus Nahrungsergänzung, Wasser und angereicherten Lebensmitteln; Nahrung ausgenommen; Durchfall ab ca. 360 mg bei wenigenBehördengutachten
20Fang et al. 2016, BMC Med40 Kohorten, über 1 Mio. Personenje 100 mg aus dem Essen: Herzschwäche −22 %, Schlaganfall −7 %; Herz-Kreislauf gesamt und koronare Herzkrankheit kein klarer ZusammenhangMeta-Analyse (Beobachtung)
21Khan et al. 2013, Circulation3.530 Erwachsene, Framingham-Studie, bis 20 Jahreniedrigstes Viertel Magnesium im Blut: rund 50 % häufiger VorhofflimmernKohorte
22Wu et al. 2024, BMC Genomics15.792 Personen (ARIC) plus genetische Analyseniedriger Magnesiumwert mit Vorhofflimmern verbunden, genetisch kein Hinweis auf UrsacheKohorte + Genetik
23Peikert et al. 1996, Cephalalgia81 Erwachsene mit Migräne, 600 mg als Trimagnesiumdicitrat, 12 WochenAnfälle −41,6 % gegenüber −15,8 % mit Placebo (Woche 9 bis 12); weniger Migränetage und Schmerzmittel; Durchfall 18,6 %, Magenbeschwerden 4,7 %RCT
24DGN/DMKG 2025, AWMF-Register 030/057S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der MigräneProphylaxe mit geringerer Evidenz; Daten nicht völlig schlüssig, Verträglichkeit sehr gut; in der Schwangerschaft unter ärztlicher Begleitung bis 300 mg/Tag vertretbarLeitlinie
25Pfaffenrath et al. 1996, Cephalalgia69 Erwachsene mit Migräne ohne Aura, 2 × 10 mmol Magnesium als Aspartat, 12 WochenAnsprechen 28,6 % vs. 29,4 % mit Placebo; leichte Nebenwirkungen 45,7 % vs. 23,5 %; bei Zwischenauswertung abgebrochenRCT
26Peng et al. 2026, Front Nutr14 Studien, 791 Erwachsene, 5 Nahrungsergänzungennur Magnesium senkte die Schmerzstärke (−3,6 Punkte auf 0 bis 10); Anfallshäufigkeit nicht sicher verändert; längere Einnahme, stärkerer RückgangNetzwerk-Meta-Analyse
27Miller et al. 2019, Headache7 Studien, 545 Erwachsene in Notaufnahmen, Magnesium als Infusionweniger Schmerz nach 60 bis 120 min; Ergebnisse uneinheitlich; teils Vorteile bei Migräne mit AuraSystematische Übersicht
28Schuster et al. 2025, Nat Sci Sleep155 Erwachsene, 250 mg Bisglycinat, 4 WochenSchlafprobleme etwas stärker zurückgegangen als mit Placebo (kleiner Effekt); andere psychologische Werte wie Angst und Stimmung ohne UnterschiedRCT
29Nielsen et al. 2010, Magnes Res100 Erwachsene von 51 bis 85 Jahren, 320 mg Citrat, 7 WochenSchlafqualität mit Magnesium und Placebo gleich stark verbessertRCT
30Pouteau et al. 2018, PLoS One264 gestresste Erwachsene mit niedrigem Magnesiumwert, 300 mg Mg ± 30 mg B6, 8 WochenStress in beiden Gruppen gesunken; bei starkem Stress mit B6 24 % mehr; ohne Placebo, vom Hersteller finanziertRandomisierte Studie
31Ni et al. 2023, Breast Cancer (Dove)109 Frauen nach Brustkrebs-OP, 12 WochenKein Unterschied bei Schlaf, Stimmung und DenkleistungRCT ohne Herstellerbezug
32Tarsitano et al. 2024, J Transl Med4 kontrollierte Studien mit sportlich Aktivenweniger Muskelkater, bessere Erholung; Mehrbedarf bei intensivem Training auf 10 bis 20 % geschätzt; Vorschlag: 2 h vor dem TrainingSystematischer Review
33Bosman et al. 2021, Proc Nutr SocÜbersichtsarbeitMangel: Muskelkrämpfe, Erschöpfung, Krampfanfälle, HerzrhythmusstörungenReview
34Roguin Maor et al. 2017, JAMA Intern Med94 Erwachsene mit nächtlichen Wadenkrämpfen, Magnesiumoxid, 4 WochenKrämpfe in beiden Gruppen um rund 3 pro Woche weniger, kein Unterschied zu PlaceboKontrollierte Studie
35Nelson & Churilla 2016, Muscle NerveÜbersichtsarbeit zu Krämpfen beim SportÜberlastung und Ermüdung statt Flüssigkeits- oder Salzmangel; Dehnen als beste SoforthilfeReview
36Allen & Kirby 2012, Am Fam PhysicianÜbersichtsarbeitUrsache vermutlich Muskelermüdung und Nervenfunktion statt Elektrolyte; Zusammenhang mit Gefäßerkrankung, Spinalkanalstenose, Zirrhose, DialyseReview
37Kuusipalo et al. 2026, Trials121 Menschen von 50 bis 85 Jahren, 4 WochenKompressionsstrümpfe: Krämpfe pro Woche im Median von 4 auf 2; Magnesiumchlorid nicht besser als PlaceboKontrollierte Studie
38EFSA NDA Panel 2015, EFSA JournalErnährungserhebungen aus 9 EU-LändernMänner 350 mg, Frauen 300 mg; Schwangere und Stillende wie andere Frauen; keine eigene AltersstufeBehörde
39DGE, ÖGE, SGE 2021, Referenzwerte MagnesiumSchätzwerte nach durchschnittlicher ZufuhrMänner 350 mg, Frauen 300 mg, auch ab 65 und in der SchwangerschaftFachgesellschaft
40Izzo et al. 1996, Magnes ResÜbersichtsarbeitMagnesiumsalze binden Wasser im Darm; Hydroxid neutralisiert SäureÜbersichtsarbeit
41Mori et al. 2021, NutrientsÜbersichtsarbeitMagnesiumoxid wirkt abführend, weil es Wasser im Darm hältReview
42Nishikawa et al. 2018, Acute Med Surg15 Notfall-Dialysepatienten mit zu viel Magnesium im Blut (Japan)Alle mit Magnesiumoxid als Abführmittel, 14 über 65 JahreFallserie
43Hirano et al. 2025, Sci AdvMäuse, MuskelstammzellenMagnesium-Einstrom startet die Reparatur nach MuskelverletzungTierversuch
44Gröber et al. 2017, NutrientsÜbersichtsarbeitAufnahme über die Haut nicht belegtÜbersichtsarbeit
45Theuwissen et al. 2013, J Thromb Haemost15 Gesunde unter Vitamin-K-Antagonist, 10 bis 45 µg K2Gerinnungswert schon ab 10 µg bei einem Teil verändertKleine Studie
46Park et al. 2015, Menopause289 Frauen nach Brustkrebs, 800 oder 1.200 mg Magnesiumoxidkein Unterschied zu Placebo; mehr DurchfallKontrollierte Studie
47USDA FoodData Central (SR Legacy), U.S. Department of AgricultureNährwertdatenbank des US-LandwirtschaftsministeriumsMagnesiumgehalte je 100 g, u. a. Kürbiskerne 592 mg, Banane 27 mg, Vollkornmehl 137 mg, Weißmehl 22 mgNährwertdatenbank
48Max Rubner-Institut 2008, Nationale Verzehrsstudie II, Teil 215.371 Befragte (14 bis 80 Jahre) in DeutschlandMedian Männer 432 mg, Frauen 361 mg; 26 % bzw. 29 % unter dem damaligen ReferenzwertBundesweite Erhebung
49Schneider et al. 2017, Food Nutr Res22 Erwachsene, je 100 mg aus Brot, 4 Wässern, Präparatkein Unterschied in der Aufnahme; vom Mineralbrunnen-Verband finanziertKontrollierte Studie
50Barbagallo et al. 2021, NutrientsÜbersichtsarbeitLeichte Defizite oft ohne klare Zeichen; im Alter weniger Zufuhr, schwächere Aufnahme, mehr VerlustReview
51Pitliya et al. 2024, Endocrine19 Studien, 4.192 Menschen mit Typ-2-DiabetesNiedriger Wert bei 32 %Meta-Analyse
52Kieboom et al. 2015, Am J Kidney Dis9.818 Menschen, Rotterdam-StudieMagenschutz-Tabletten: doppeltes Risiko für niedrigen Wert, nur bei längerer EinnahmeBevölkerungsstudie
53Kieboom et al. 2018, Pharmacoepidemiol Drug Saf9.820 Menschen, Rotterdam-StudieThiazide: rund dreifaches Risiko; Schleifendiuretika nichtBevölkerungsstudie
54Micke et al. 2021, Magnes ResStellungnahmeHäufig 0,75 bis 0,95 mmol/l; niedriger Wert sicheres Mangelzeichen; Vorschlag 0,85 mmol/l; Erstautor Präsident einer Magnesium-FachgesellschaftStellungnahme
55Pardo et al. 2021, Nutrition14 VergleichsstudienOrganische Formen besser aufgenommen als anorganische; alle Formen halten bei Gesunden den SpiegelSystematischer Review
56Schutten et al. 2022, J Am Heart Assoc164 Erwachsene, 450 mg/Tag, 24 WochenBlutwert bei Citrat, Oxid und Sulfat gleich; im Urin Citrat vorn; Oxid weniger Magen-Darm-Beschwerden als Citrat, Sulfat mehr als PlaceboRCT, mitfinanziert von einem Rohstoffhersteller
57Shrivastava et al. 2019, J Tradit Complement MedRattenMagnesiumtaurat: Effekte auf Blutdruck und Herz im TiermodellTierversuch
58Zhang et al. 2016, J Nutr48 Studien, 2.131 PersonenBlutwert stabil ab ca. 300 mg pro Tag bzw. nach ca. 20 WochenMeta-Analyse
59Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIIIRechtsnormNährstoffbezugswert Magnesium 375 mgRechtsgrundlage
60Jacobsen et al. 2021, Bone Rep10 Nierenpatienten, 10 GesundeKein Tagesrhythmus des Magnesiumwerts im BlutKleine Messstudie
61Sabatier et al. 2011, Br J Nutr12 Männer, 126 mg aus Mineralwasser7 kleine Portionen 51 %, 2 große Portionen 32 % aufgenommenKleine kontrollierte Studie
62Werner et al. 2019, Magnes Res14 gesunde Männer, 400 mgCitrat nach 4 und 8 Stunden mit höherem Blutwert als OxidKleine kontrollierte Studie
63Brannan et al. 1976, J Clin InvestMessung im DünndarmCalcium beeinflusst die Magnesiumaufnahme kaumGrundlagenstudie
64Dai et al. 2018, Am J Clin Nutr180 Erwachsene, 40 bis 85 Jahre, 12 WochenVitamin-D-Wert stieg bei niedrigem Ausgangswert, sank bei hohemRCT
65Ogawa & Echizen 2011, DrugsÜbersichtsarbeitAntibiotika: Mineralstoffe 4 h vorher oder 2 h nachher; Bisphosphonate ebenfalls betroffenReview
66Lutsey et al. 2018, Nutrients59 Erwachsene, 400 mg als Oxid, 10 WochenVerdauungsveränderungen bei 50 % gegenüber 7 % mit Placebo, 1 AbbruchKontrollierte Pilotstudie
67Leyva-Velázquez et al. 2026, Nutr Metab Cardiovasc Dis7 StudienLeberwerte stiegen mit Magnesium nicht anMeta-Analyse
68Rosner et al. 2023, Mayo Clin ProcÜbersichtsarbeitHypermagnesiämie vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion und Magnesium-ArzneimittelnReview
69Supakatisant & Phupong 2015, Matern Child Nutr86 Schwangere, Magnesiumbisglycinat 300 mg/Tag, 4 WochenKrämpfe halbiert bei 86 % vs. 61 % (Placebo); Nebenwirkungen gleichKontrollierte Studie
70de Araújo et al. 2020, PLoS ONE132 Schwangere, Magnesiumcitrat 300 mg/Tag, 4 Wochenkein Unterschied zu PlaceboKontrollierte Studie
71Duley et al. 2010, Cochrane Database Syst Rev6 Studien, 11.444 Frauen mit PräeklampsieMagnesiumsulfat in der Klinik: Eklampsie-Risiko mehr als halbiert; 24 % NebenwirkungenCochrane-Review
72Dórea 2000, J Am Coll NutrÜbersicht über Muttermilch-AnalysenMedian 31 mg/l; kaum abhängig von Ernährung und Ergänzung der MutterReview
73Aalhamad et al. 2023, MedicinaÜbersichtsarbeitNormbereich, Symptome je Blutwert, Ursachen einer HypermagnesiämieReview
74Kynast-Gales & Massey 1994, J Am Coll Nutr17 Erwachsene, kontrollierte Kost, zweimal Koffein am VormittagUrin 6 h erhöht, nachts gesenkt; netto +0,16 mmol Magnesium in 24 hKleine Messstudie
75Xu et al. 2023, Front Nutr24 RCTs, 1.325 Personen mit Typ-2-DiabetesNüchternglukose −0,20 mmol/L, HbA1c −0,22 ProzentpunkteMeta-Analyse
76Al Maqrashi et al. 2025, Sultan Qaboos Univ Med J23 RCTs, 1.345 Personen mit Typ-2-DiabetesNüchternblutzucker signifikant gesenkt; HbA1c nur minimal (−0,16, nicht signifikant)Meta-Analyse
77Askari et al. 2021, Crit Rev Food Sci Nutr32 kontrollierte Studien mit Erwachsenen, 48 bis 450 mg/Tag, 6 bis 24 WochenKörpergewicht, Taillenumfang, Körperfett nicht verändert; BMI minimal gesenktMeta-Analyse
78Veronese et al. 2021, Nutrientsdoppelblinde Studien bei Diabetes oder hohem Diabetesrisiko; Risikogruppe 12 Studien, 967 Personenbei hohem Diabetesrisiko Nüchternblutzucker und Zucker im Belastungstest gesenkt; Risikogruppe umfasst auch Übergewicht und metabolisches SyndromMeta-Analyse
79Fard et al. 2017, Women Health99 Frauen nach der Geburt, 320 mg Magnesiumsulfat, Zink oder Placebo, 8 Wochenkein Unterschied bei depressiven Symptomen und ÄngstlichkeitRCT
80Abiri et al. 2022, Nutr Neurosci108 übergewichtige Frauen mit leichten bis mittleren depressiven Symptomen, 250 mg Magnesium und/oder Vitamin D, 8 WochenDepressionswert in allen vier Gruppen gesunken, auch mit Placebo; kein Unterschied zwischen den GruppenRCT
81Liu et al. 2016, J Alzheimers Dis44 Erwachsene von 50 bis 70 Jahren mit Gedächtnisproblemen, Magnesium-L-Threonat, 12 WochenÄngstlichkeit und Schlaf wegen starken Placebo-Effekts ohne erkennbaren Unterschied; vom Entwickler des Präparats durchgeführtRCT
82Chiu et al. 2016, Pain Physician21 Studien; 11 zur Infusion beim akuten Anfall mit 948 Teilnehmenden, 10 zur Einnahme mit 789Infusion: Linderung nach 15 bis 45 min, 120 min und 24 h; Einnahme: seltenere und schwächere Anfälle; Zufallszuteilung nicht überall angemessenMeta-Analyse
83Yuan et al. 2022, Biol Trace Elem Res7 kontrollierte Studien, 2.653 Schwangere, Magnesium zum EinnehmenPräeklampsie seltener (RR 0,76); bei Schwangeren mit normalem Risiko allein nicht signifikantMeta-Analyse
84Zhang et al. 2021, Nutr Rev6 kontrollierte Studien, 3.068 SchwangereFrühgeburten mit Magnesium seltener (RR 0,58); eine Mitautorin aus einem Magnesium-ForschungsvereinMeta-Analyse
85Yang et al. 2026, Front Nutr71 ältere Erwachsene mit Prädiabetes und niedrigem Magnesiumwert, 360 mg Magnesium oder Placebo, 4 MonateNüchternblutzucker gesenkt; HbA1c, Insulin und Insulinresistenz ohne gesicherten Unterschied zu PlaceboPlacebo-Studie
86Toprak et al. 2017, Kidney Blood Press Res118 Personen mit Prädiabetes, Übergewicht, leichter Nierenschwäche und niedrigem Magnesiumwert, 365 mg Magnesium oder Placebo, 3 MonateInsulinresistenz und HbA1c stärker gesenkt als mit PlaceboPlacebo-Studie
87van der Schoot et al. 2023, Neurogastroenterol Motil8 Studien mit Erwachsenen mit chronischer Verstopfung, davon 2 Placebo-Studien mit Magnesiumoxidmit Magnesiumoxid mehr Stuhlgänge pro Woche und häufiger Besserung als mit PlaceboMeta-Analyse
88Dibaba et al. 2017, Am J Clin Nutr11 RCTs, 543 Personen mit Insulinresistenz, Prädiabetes oder chronischen Erkrankungen−4,18/−2,27 mmHgMeta-Analyse
89Hariri et al. 2025, Nutr JRCTs bei Erwachsenen: 20 (LDL), 21 (Gesamtcholesterin), 23 (Triglyceride), 25 (HDL)HDL +1,21 mg/dl (95 % KI 0,58 bis 1,85); LDL, Gesamtcholesterin und Triglyceride nicht signifikant; Heterogenität 99 %Meta-Analyse (maßgeblich)
90Mohammadi et al. 2026, Nutrients78 RCTs zu kardiometabolischen Risikofaktoren, verschiedene GruppenLDL −3,21 mg/dl, Triglyceride −9,24 mg/dl, HDL +1,45 mg/dl; Gesamtcholesterin nicht signifikant; Autoren: Effekte bescheiden, klinische Bedeutung unsicherSammel-Meta-Analyse
91Simental-Mendía et al. 2017, Eur J Clin PharmacolRCTs mit und ohne Diabeteskein signifikanter Effekt auf Gesamtcholesterin, LDL, HDL oder Triglyceride, weder mit noch ohne DiabetesMeta-Analyse (Gegenbefund)
92Verma & Garg 2017, J Hum Nutr DietRCTs zu Risikofaktoren bei Typ-2-DiabetesHDL +3,20 mg/dl, LDL −10,67 mg/dl, Triglyceride −15,32 mg/dl; stärker bei Diabetes mit niedrigem MagnesiumwertMeta-Analyse (Diabetes)
93Talebi et al. 2022, Biol Trace Elem Res18 RCTs, 927 ErwachseneCRP −0,49 mg/l (n. s.), IL-6 und TNF-α unverändertMeta-Analyse (maßgeblich)
94Veronese et al. 2022, Nutrients17 RCTs, 889 Personen, orales Magnesium gegen PlaceboCRP signifikant gesenkt, Stickstoffmonoxid erhöht (Effektgröße im Abstract nicht beziffert)Meta-Analyse
95Mazidi et al. 2018, Arch Med Sci8 RCTsCRP −1,33 mg/l (95 % KI −2,63 bis −0,02); IL-6 unverändert; unabhängig von Dosis und DauerMeta-Analyse
96Simental-Mendía et al. 2017, Curr Pharm Des11 RCTsinsgesamt kein Effekt (−0,11 mg/l, n. s.); bei CRP über 3 mg/l −1,12 mg/lMeta-Analyse
97Falco et al. 2012, Arq Bras Cardiol1 doppelblinde RCT, 60 Erwachsene mit häufigen Extraschlägen, 260 mg Magnesium als Pidolat, 30 TageExtraschläge bei 76,6 % um mehr als 70 % gesunken, unter Placebo bei 40 % nur leicht (unter 30 %); Beschwerden besser bei 93,3 vs. 16,7 %RCT
98Bashir et al. 1993, Am J Cardiol1 doppelblinde Crossover-RCT, 21 Personen mit Herzschwäche unter Entwässerungsmitteln, 15,8 mmol Magnesiumchlorid/Tag, 6 WochenExtraschläge der Herzkammer −23 % (95 % KI 6 bis 37 %), Doppelschläge −52 %RCT (klein)
99Zehender et al. 1997, J Am Coll Cardiol232 Personen mit häufigen Extraschlägen, 6 mmol Magnesium plus 12 mmol Kalium, 3 WochenExtraschläge −17,4 vs. −7,4 % mit Placebo; Beschwerden unverändert; nur in Kombination mit Kalium getestetRCT (Kombination, nicht bewertet)
100Frick et al. 2000, Eur Heart Jdoppelblinde RCT, 170 + 131 Personen mit anhaltendem Vorhofflimmern, 2 × 10,3 mmol Magnesium/TagSinusrhythmus am Ende 19 vs. 15 % (allein, P = 0,37) und 30 vs. 37 % (mit Sotalol, P = 0,64); kein Einfluss auf RückfälleRCT (Gegenbefund)
101Fairley et al. 2017, J Crit Care35 RCTs, Erwachsene bei Herzoperation, Magnesium als InfusionVorhofflimmern RR 0,69 (95 % KI 0,56 bis 0,86), nach der OP gegeben RR 0,51; Kammerrhythmusstörungen RR 0,46; Sterblichkeit unverändertMeta-Analyse (maßgeblich)
102Ghazizadeh et al. 2025, Heart Int24 RCTs, 3.373 Personen ohne vorheriges VorhofflimmernRR 0,55 (95 % KI 0,41 bis 0,74; niedrige Sicherheit); Studien mit geringem Verzerrungsrisiko RR 0,70 (0,58 bis 0,84; hohe Sicherheit); Sterblichkeit und Liegedauer unverändertMeta-Analyse
103Chaudhary et al. 2019, J Atr Fibrillation20 RCTs, 2.430 Personen mit Bypass-Operationinsgesamt RR 0,90 (95 % KI 0,79 bis 1,03), nicht signifikant; nur bei Gabe nach der OP RR 0,76Meta-Analyse (Gegenbefund)
104Cook et al. 2013, Ann Thorac Surgnur 5 doppelblinde ITT-Studien mit Vorhofflimmern als Hauptziel, 1.423 Personenkein Effekt (OR 0,94); kleine Studien zeigten systematisch stärkere EffekteMeta-Analyse (Gegenbefund)
105Darooghegi Mofrad et al. 2018, Atherosclerosis7 RCTs, 306 PersonenFMD +2,97 % (95 % KI 0,23 bis 5,70); Intima-Media-Dicke nicht signifikant; hohe HeterogenitätMeta-Analyse (maßgeblich)
106Marques et al. 2020, High Blood Press Cardiovasc PrevRCTs mit oralem MagnesiumFMD +2,13 (95 % KI −0,56 bis 4,82; n. s.), Pulswellengeschwindigkeit −0,54 m/s (n. s.); Heterogenität 99 %; Besserung nur in Teilgruppen (≥ 6 Monate, krank, über 50, Übergewicht)Meta-Analyse (Gegenbefund)
107Joris et al. 2016, Am J Clin Nutr1 RCT, 52 Personen mit Übergewicht, 350 mg/Tag, 24 WochenPulswellengeschwindigkeit nach 24 Wochen um 1,0 m/s besser als Placebo, nach 12 Wochen unverändert; Blutdruck unverändertRCT
108Galløe et al. 1993, BMJ1 doppelblinde RCT, 468 Überlebende eines Herzinfarkts, 15 mmol Magnesiumhydroxid/Tag, 1 JahrReinfarkt, plötzlicher Herztod und Bypass-OP einzeln nicht verschieden; zusammen häufiger unter Magnesium (56/167 vs. 33/153; RR 1,55); Autoren: nicht zur Vorbeugung empfohlenRCT (Gegenbefund)
109Bagheri et al. 2021, Adv Nutr19 Veröffentlichungen, 1,17 Mio. PersonenMagnesium aus Essen und aus Ergänzung nicht mit Herz-Kreislauf-Todesfällen verbundenMeta-Analyse (Beobachtung)
110Del Gobbo et al. 2013, Am J Clin Nutr16 prospektive Studien, 313.041 Personenje 0,2 mmol/l mehr Magnesium im Blut 30 % weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen; je 200 mg aus dem Essen 22 % weniger koronare Herzkrankheit, Herz-Kreislauf gesamt nicht signifikantMeta-Analyse (Beobachtung)
111Asbaghi et al. 2022, Br J Nutr18 RCTs, Typ-2-Diabetes (Dosis-Wirkungs-Analyse)nach 24 Wochen Nüchternzucker −15,6 mg/dl und HbA1c −0,48 %; Autoren: Studienlage reicht nicht für LeitlinienempfehlungDosis-Wirkungs-Meta-Analyse
112Al-Maqbali et al. 2026, Front Endocrinol1 RCT, 247 Personen, 12 Monate, 302 mg Magnesium/TagHbA1c −0,30 vs. −0,05 % (nicht signifikant, p = 0,145); mehr Personen erreichten HbA1c < 7 % (14 vs. 6 %); bei Magnesiummangel −0,60 vs. +0,25 % (p = 0,074)RCT (Gegenbefund Hauptziel)
113Basit et al. 2026, J Diabetes Metab Disord5 RCTs, 384 Erwachsene mit PrädiabetesNüchternzucker −4,13 mg/dl (nicht signifikant); 2-h-OGTT −0,99 mmol/L; HOMA-IR −1,10 (p = 0,03); Gewicht/Taille unverändertMeta-Analyse (nur Prädiabetes)
114Amiri et al. 2026, BMC Nutr15 RCTs, 1.085 Personen mit Diabetes oder PrädiabetesHOMA-IR bei Diabetes −0,74 (nicht signifikant, p = 0,08), bei Prädiabetes ebenfalls nicht signifikantMeta-Analyse (Gegenbefund)
115Guerrero-Romero et al. 2015, Diabetes Metab1 RCT, 116 Personen mit Prädiabetes und Magnesiummangel, 4 MonateNüchternzucker 86,9 vs. 98,3 mg/dl, HOMA-IR 2,85 vs. 4,1; Glukosestatus verbessert bei 50,8 vs. 7,0 %RCT (nur Magnesiummangel)
116Zhao et al. 2020, BMJ Open41 prospektive Studien, 53 Kohortenhöchste vs. niedrigste Magnesiumzufuhr: RR 0,78 (95 % KI 0,75–0,81) für Typ-2-Diabetes; auch nach Berücksichtigung von Getreideballaststoffen (RR 0,79)Meta-Analyse von Beobachtungsstudien
117Veronese et al. 2020, Eur J NutrUmbrella-Review, 16 Meta-Analysengeringere Typ-2-Diabetes-Häufigkeit bei hoher Magnesiumzufuhr als einziges Beobachtungsergebnis mit 'highly suggestive evidence'Umbrella-Review
118Rodríguez-Morán et al. 2018, Adv Chronic Kidney Dis1 RCT, 198 Personen mit metabolischem Syndrom und Magnesiummangel, 382 mg/Tag, 16 Wochenmetabolisches Syndrom am Ende bei 48 % vs. 77,5 %; Blutdruck, Nüchternzucker und Triglyceride stärker gesenkt als unter PlaceboRCT (nur Magnesiummangel)
119de Souza e Silva et al. 2014, J Clin Med Res1 RCT, 72 Frauen mit metabolischem Syndrom ohne Diabetes, 400 mg/Tag, 12 WochenHOMA-IR und übrige Stoffwechselwerte nicht verändert; Serum-Magnesium stieg nichtRCT (Gegenbefund)
120Kim et al. 2025, Nutrients27 Publikationen, 95.933 Personen (Beobachtung)höchste vs. niedrigste Zufuhr in Kohortenstudien: RR 0,79 (0,71–0,88) für metabolisches SyndromMeta-Analyse von Beobachtungsstudien
121Rafiee et al. 2021, Br J Nutr28 RCTs, 2.013 Personeninsgesamt keine signifikanten Veränderungen der Körpermaße; Taillenumfang −2,09 cm nur bei BMI > 30 (12 Studien, 997 Pers.)Meta-Analyse
122Abu-Zaid et al. 2025, Medicina6 RCTs, Frauen mit PCOSkeine signifikanten Effekte auf kardiometabolische Risikofaktoren und HormonwerteMeta-Analyse (maßgeblich)
123Yang et al. 2025, Front Nutr25 RCTs zu Spurenelementen, 1.600 Frauen mit PCOS (Teilanalyse Magnesium)Magnesium: keine signifikanten Effekte auf Glukosestoffwechsel, Blutfette, Sexualhormone oder KörpergewichtMeta-Analyse
124Shahmoradi et al. 2024, Biol Trace Elem Res1 RCT, 40 Frauen mit PCOS, 250 mg/Tag, 2 MonateInsulin und Insulinresistenz signifikant gesenkt; Körpermaße und Blutdruck unverändertRCT (kleine Positivstudie)
125Gholizadeh-Moghaddam et al. 2022, Health Sci Rep1 RCT, 64 Frauen mit PCOS, 250 mg Magnesiumoxid, 10 Wochenkein Effekt auf Hyperandrogenismus (Testosteron, DHEA-S), Hirsutismus und SchlafqualitätRCT
126Karandish et al. 2013, J Res Med Sci1 RCT, 68 Personen mit NAFLD, 350 mg/Tag, 90 Tage, plus Lebensstilberatungkeine signifikanten Unterschiede zwischen Magnesium und Placebo bei Leberenzymen, Blutfetten und ZuckerRCT
127Lopresti & Smith 2026, Front Nutr100 Erwachsene, 2 g L-Threonat, 6 WochenSchlafring ohne Unterschied bei den Schlafwerten; vom Hersteller finanziertRCT (Gegenbefund)
128Nielsen et al. 2010, Magnes Res100 Menschen über 51, 320 mg Citrat, 7 WochenSchlafqualität mit Magnesium und Placebo gleich stark verbessertRCT (Gegenbefund)
129Macian et al. 2022, NutrientsMenschen mit Fibromyalgie, 100 mg Magnesiumchlorid, 1 MonatStresswert gegenüber Placebo nicht verschieden (p = 0,93); Vorteil nur bei leichtem/mittlerem StressRCT
130Sarris et al. 2022, World J Biol PsychiatryLeitlinie WFSBP/CANMAT, 31 Fachleute aus 15 LändernMagnesium bei unipolarer Depression nicht empfohlen (−)Leitlinie
131Ryszewska-Pokraśniewicz et al. 2018, Nutrients37 Menschen mit wiederkehrender Depression, Fluoxetin plus 120 mg Magnesium oder Placebo, 8 WochenKein Unterschied in der Hamilton-SkalaRCT (klein)
132Wang et al. 2022, J Affect Disord52 Studien, 4.049 Pers., verschiedene Nahrungsergänzungen, Gruppen nicht eingegrenztMagnesium SMD 0,16 (p = 0,03); Anzahl der Magnesiumstudien nicht im AbstractSammel-Meta-Analyse
133Hajhashemy et al. 2024, Nutr Rev12 Beobachtungsstudien, 50.275 Pers.Meiste vs. wenigste Zufuhr: 34 % geringeres Depressionsrisiko (RR 0,66); je 100 mg/Tag −7 %Meta-Analyse Beobachtungsstudien
134Choi & Parmar 2013, Eur J Emerg Med5 doppelblinde RCTs, 295 ErwachseneKein Vorteil bei Schmerz oder Notfallmedikation; mehr NebenwirkungenMeta-Analyse (Gegenbefund)
135Orr et al. 2015, CephalalgiaLeitlinie Canadian Headache Society, 44 StudienSchwache Empfehlung gegen Magnesiumsulfat in der Notaufnahme (mittlere Evidenz)Leitlinie
136Messous et al. 2026, Ann Emerg Med1.028 Erwachsene mit akuten Kopfschmerzen, 2 g Magnesiumsulfat plus ParacetamolErfolg 78,9 % vs. 65,1 %; Schmerzunterschiede unter der Relevanzschwelle; mehr leichte NebenwirkungenRCT (Kopfschmerz allgemein)
137Hemamy et al. 2021, BMC Pediatr66 Kinder mit ADHS, Vitamin D plus Magnesium (6 mg/kg) oder Placebo, 8 WochenWeniger emotionale und Verhaltensprobleme; Kombination, kein Magnesium alleinRCT (Kombination)
138Starobrat-Hermelin & Kozielec 1997, Magnes Res75 Kinder mit ADHS und Magnesiummangel, rund 200 mg/Tag, 6 Monate; Kontrolle ohne Magnesium, kein PlaceboHyperaktivität stärker gesunken als in der unbehandelten KontrollgruppeKontrollierte Studie ohne Placebo
139Hariri & Azadbakht 2015, Int J Prev Med11 RCTs zu Magnesium, Eisen und ZinkKeine überwiegenden Belege für Mineralstoffe bei ADHSSystematischer Review
140Chen et al. 2024, Adv Nutr3 RCTs und 12 KohortenstudienRCTs reichen für eine Aussage zu Präparaten nicht aus; Blutwerte U-förmig mit Demenzrisiko verbundenMeta-Analyse
141Jadidi et al. 2022, BMC Complement Med Ther75 Menschen mit Restless Legs, 250 mg Magnesiumoxid, Vitamin B6 oder Placebo, 2 MonateIm 2. Monat Schwere und Schlafqualität besser; einfach verblindetRCT
142Marshall et al. 2019, Sleep Med Rev8 Studien: 1 RCT, 3 Fallserien, 4 FallberichteRCT ohne signifikanten Effekt; keine Schlussfolgerung möglichSystematischer Review
143González-Parejo et al. 2024, Nutrients10 RCTs, 482 Pers., verschiedene NahrungsergänzungenMagnesiumoxid verbesserte Schlaf und Beschwerden; hohes Verzerrungsrisiko in der Hälfte der StudienSystematischer Review
144Nageris et al. 2004, Ann Otol Rhinol Laryngol28 Menschen mit Hörsturz, Kortison plus Magnesium oder PlaceboMehr Patienten mit Verbesserung über 10 dB in allen FrequenzenRCT (klein)
145Gordin et al. 2002, Otol Neurotol133 Menschen mit Hörsturz, Carbogen ± Magnesium-InfusionErholung 48 % vs. 31,6 %; Infusion, nicht verblindetRandomisierte Studie (Infusion)
146Büntzel et al. 2026, Magnes ResNarrative ÜbersichtBei Hörsturz und Tinnitus Hinweise auf Zusatznutzen; therapeutischer Einsatz noch experimentellReview
147Attias et al. 1994, Am J Otolaryngol300 junge Rekruten, 167 mg Magnesiumaspartat oder Placebo, 2 Monate GrundausbildungLärmbedingte bleibende Hörschäden mit Placebo häufiger und schwererRCT
148Cevette et al. 2011, Int Tinnitus J26 Menschen mit mittlerem bis sehr schwerem Tinnitus, 532 mg/Tag, 3 MonateTinnitus-Belastung gesunken (p = 0,03); offen, ohne Placebo, 19 von 26 beendetStudie ohne Vergleichsgruppe
149Patil et al. 2026, Int Dent J13 Studien zu Elektrolyten; nächtliche oder anhaltende Wadenkrämpfe Erwachsener: 4 Studien, rund 396 Personen−0,42 Krämpfe pro Woche (95 % KI −1,15 bis 0,31; P = 0,26), kein signifikanter EffektMeta-Analyse (maßgeblich)
150Barna et al. 2021, Nutr J175 Erwachsene mit nächtlichen Wadenkrämpfen, Magnesiumoxid abends, 60 Tage−3,4 vs. −2,6 Krämpfe, kürzere Krämpfe, besserer Schlaf als mit Placebo; vom Hersteller finanziertRCT (Positivstudie)
151Setaro et al. 2014, J Sports Sci25 Profi-Volleyballer ohne Mangel, 350 mg/Tag, 4 WochenSprunghöhe bis zu 3 cm höher, weniger Laktat; maximale Sauerstoffaufnahme unverändertRCT
152Veronese et al. 2014, Am J Clin Nutr139 Frauen um 71 Jahre im Fitnessprogramm, 300 mg/Tag, 12 Wochenbesserer Gesamtwert der Leistungstests, Aufstehen −1,31 s, Gehtempo +0,14 m/s; Kraft unverändertKontrollierte Studie ohne Placebo
153Bomar et al. 2025, Nutrients15 Trainierende, 2 × 300 mg Magnesiumchlorid/Tag, 9 Tagemaximale Sauerstoffaufnahme 44,4 → 41,3 ml/kg/min, Sprintleistung niedriger; 10-km-Zeitfahren unverändertRCT (Gegenbefund)
154Finstad et al. 2001, Med Sci Sports Exerc32 aktive Frauen, 212 mg Magnesiumoxid/Tag, 4 WochenBlutwert stieg, Leistung und Erholung unverändertRCT
155Terblanche et al. 1992, Int J Sport Nutr20 Marathonläufer ohne Mangel, 365 mg/Tagkeine Wirkung auf Laufzeit, Muskelschäden, ErholungRCT
156Golf et al. 1998, Cardiovasc Drugs Ther23 Triathleten, 17 mmol Magnesiumorotat/Tag oder Placebo, 4 WochenSchwimm-, Rad- und Laufzeiten kürzer, ohne Signifikanzangabe; Autoren: Stoffwechsel verändert, ohne Einfluss auf die WettkampfleistungRCT
157Ferreira et al. 2019, Medwave7 Übersichtsarbeiten mit 11 Studien, davon 1 kontrollierte StudieMagnesium plus Apfelsäure: kaum oder kein Unterschied bei Schmerz und depressiven BeschwerdenEvidenzzusammenfassung (Kombination)
158Morel et al. 2021, Nutrients81 kontrollierte Studien zu Schmerz, davon 2 zu FibromyalgieWirksamkeit bei Schmerz insgesamt mäßig belegt, bei chronischem Schmerz wenige StudienSystematischer Review
159Ng et al. 2020, Eur J Anaesthesiol51 kontrollierte Studien, 3.311 Personen, Operationen außer am HerzenMorphin in 24 h −5,6 mg; Schmerzwerte −0,30, nicht signifikant; Evidenz niedrig, Heterogenität hochMeta-Analyse (maßgeblich)
160Tomaszek et al. 2026, Pharmaceuticals (Basel)22 RCTs mit Daten, 1.750 Erwachsene in Vollnarkose, Infusion gegen PlaceboOpioidverbrauch −6,28 mg Morphin-Äquivalent; Schmerz früh −0,90 und nach 24 h −0,59 Punkte (0–10); Sicherheit sehr niedrig bis moderatMeta-Analyse
161Albrecht et al. 2013, Anaesthesia25 kontrollierte StudienMorphinverbrauch in 24 h −24,4 % (−7,6 mg); Schmerz in Ruhe −4,2 und bei Bewegung −9,2 von 100 PunktenMeta-Analyse
162Swetha et al. 2026, J Cardiothorac Surg10 RCTs, 1.140 Erwachsene bei Herz- und ThoraxoperationenSchmerz nach 24 h −0,85 Punkte, unter der klinisch relevanten Schwelle; Opioidverbrauch nicht signifikant verändertMeta-Analyse (Gegenbefund Herz-OP)
163Makrides et al. 2014, Cochrane Database Syst Rev10 Studien, 9.090 Schwangere; zu Präeklampsie 3 Studien, 1.042 FrauenPräeklampsie RR 0,87 (0,58 bis 1,32), kein signifikanter UnterschiedCochrane-Review (Gegenbefund)
164de Araújo et al. 2020 (BRAMAG), BMC Pregnancy Childbirth829 Risikoschwangere, Magnesiumcitrat 300 mg bis zur Geburtmütterliche Komplikationen inkl. Präeklampsie 12,0 % vs. 9,7 %, kein signifikanter UnterschiedRCT (Gegenbefund)
165Magpie Trial 2002, Lancet10.141 Frauen mit Präeklampsie in 33 LändernEklampsie 0,8 % vs. 1,9 % (−58 %); keine klare Änderung beim Tod des KindesRCT
166Sibai et al. 1989, Am J Obstet Gynecol400 gesunde Erstgebärende (374 ausgewertet), 365 mg Magnesium/Tag ab Woche 13–24kein Unterschied bei vorzeitigen Wehen, Schwangerschaftsdauer, Geburtsgewicht, Wachstumsverzögerung und PräeklampsieRCT (Gegenbefund)
167Kovács et al. 1988, Geburtshilfe Frauenheilkd985 Schwangere, 15 mmol Magnesiumaspartat/Tag oder Placeboweniger Frühgeburten und weniger Neugeborene unter 2.500 g, ohne Angabe zur statistischen PrüfungRCT
168Shepherd et al. 2026, Cochrane Database Syst Rev6 Studien, 5.917 Frauen vor der 34. Woche, 6.107 KinderZerebralparese RR 0,71 (0,57 bis 0,89; hohe Sicherheit); Tod unverändert (RR 0,96); im Schulalter kein klarer Unterschied; Abbruch wegen Nebenwirkungen RR 3,21Cochrane-Review (maßgeblich)
169Jafar et al. 2025, Arch Gynecol Obstet8 RCTs, Frauen mit drohender Frühgeburtweniger Zerebralparese, Sterblichkeit der Kinder unverändert; große Unterschiede zwischen den StudienMeta-Analyse
170Jafarabady et al. 2024, BMC Pregnancy Childbirth7 kontrollierte Studienneurologische Schäden RR 0,70 (0,56 bis 0,87); Sterblichkeit unverändertMeta-Analyse
171Liu et al. 2021, Taiwan J Obstet Gynecol4 Studien, 332 SchwangereKrampfhäufigkeit −0,47 pro Woche (95 % KI −1,14 bis 0,20), nicht signifikant; keine bessere ErholungMeta-Analyse (Gegenbefund)
172Facchinetti et al. 1991, Obstet Gynecol32 Frauen mit PMS, Magnesium (360 mg, 3 × täglich in der 2. Zyklushälfte) oder Placebo, 2 ZyklenGesamtbeschwerden und negative Stimmung mit Magnesium signifikant geringerRCT (klein)
173De Souza et al. 2000, J Womens Health Gend Based Med44 Frauen, 200 mg Magnesium, Vitamin B6 oder beides, je 1 Zykluskein Unterschied zwischen den Einzelbehandlungen; nur Magnesium plus B6 mit kleinem Effekt auf AnspannungRCT (Gegenbefund)
174Walker et al. 2002, Med Hypotheses85 Frauen, 200, 350 oder 500 mg Magnesium oder Sorbitol als Placebo, CrossoverSorbitol senkte Angst- und Gesamtbeschwerden stärker als MagnesiumRCT (Gegenbefund)
175Robinson et al. 2024, Nutr Rev31 kontrollierte Studien zu Ernährung und PMS, 3.254 FrauenMagnesium bei seelischen PMS-Beschwerden nicht ausreichend belegtSystematischer Review
176Proctor & Murphy 2001, Cochrane Database Syst Rev7 Studien, davon 3 kleine zu MagnesiumMagnesium wirksamer als Placebo bei Schmerz und Schmerzmittelbedarf; Dosis unklar; Nachfolgefassung 2016 ohne MagnesiumCochrane-Review
177Saei Ghare Naz et al. 2020, J Caring Sci16 Studien zu MikronährstoffenMagnesium unter den Mitteln mit möglicher Schmerzlinderung; gepoolte Zahlen nur für Vitamin D und ESystematischer Review
178Park et al. 2011, Support Care Cancer25 Frauen nach Brustkrebs, 400 bis 800 mg Magnesiumoxid, 4 WochenHitzewallungen von 52 auf 28 pro Woche (−41 %)Pilotstudie ohne Placebo
179Abuabat et al. 2019, NPJ Prim Care Respir Med8 RCTs, 917 Personen ab 6 Jahren mit leichtem bis mittelschwerem AsthmaFEV1 nur in Woche 8 besser (+5,69 l/min); FVC, Methacholin-Test, Notfallspray-Verbrauch und Beschwerden unverändert; Autoren: keine EmpfehlungMeta-Analyse (maßgeblich)
180Fogarty et al. 2003, Clin Exp Allergy1 doppelblinde RCT, 300 Erwachsene in Hausarztpraxen, 450 mg Magnesium-Chelat, 16 Wochenkein Nutzen bei irgendeinem Messwert der Asthma-KontrolleRCT (Gegenbefund)
181Kazaks et al. 2010, J Asthma1 RCT, 55 Erwachsene, 340 mg/Tag, 6,5 MonateAtemwegsempfindlichkeit, Peak-Flow und Lebensqualität besserten sich in der Magnesiumgruppe (Vergleiche überwiegend innerhalb der Gruppe)RCT (klein)
182Kew et al. 2014, Cochrane Database Syst Rev14 RCTs, 2.313 Erwachsene in der Notaufnahme, meist 1,2 oder 2 g Magnesiumsulfat einmaligKrankenhausaufnahmen OR 0,75 (95 % KI 0,60 bis 0,92; n = 972; hohe Qualität), 7 weniger je 100; Lungenfunktion etwas besserCochrane-Review (maßgeblich)
183Goodacre et al. 2013, Lancet Respir Med1 doppelblinde RCT (3Mg), 1.109 Erwachsene mit schwerem Asthmaanfall, 34 NotaufnahmenInfusion: Krankenhausaufnahme OR 0,73 (95 % KI 0,51 bis 1,04; n. s.), Atemnot unverändert; Autoren: allenfalls begrenzte RolleRCT (knapp n. s.)
184Hamud et al. 2025, Arch Dis Child9 RCTs, 473 Kinder mit akutem Asthmaanfall, Infusion zusätzlich zur StandardbehandlungKrankenhausaufnahme seltener (0,70; 0,54 bis 0,90; n = 115), nicht-invasive Beatmung RR 0,17; Schweregrad, Intensivaufnahme und Liegedauer unverändert; niedrige SicherheitMeta-Analyse (maßgeblich)
185Griffiths & Kew 2016, Cochrane Database Syst Rev5 RCTs, 182 Kinder in der NotaufnahmeKrankenhausaufnahmen OR 0,32 (3 Studien, 115 Kinder); Evidenz sehr begrenztCochrane-Review
186Ambrożej et al. 2024, Paediatr Respir Rev11 Studien, Kinder mit akutem Asthmaanfallgeringeres Risiko einer Krankenhausaufnahme, Peak-Flow besser; Liegedauer unverändert; weitere gute Studien nötigMeta-Analyse
187Ling et al. 2016, Pulm Pharmacol Ther16 RCTs, 1.386 Erwachsene mit akutem oder stabilem Asthma, vernebeltes MagnesiumsulfatLungenfunktion SMD 0,39 (P = 0,07), Krankenhausaufnahme RR 0,72 (0,52 bis 1,00; P = 0,05); Autoren: keine Rolle in der BehandlungMeta-Analyse (maßgeblich)
188Knightly et al. 2017, Cochrane Database Syst Rev25 RCTs, 2.907 Erwachsene und Kinder mit akutem Asthmazusätzlich zu Beta-2-Spray und Ipratropium: Aufnahmen RR 0,95 (0,91 bis 1,00); Lungenfunktion uneinheitlich; Evidenz meist niedrig; großer Nutzen unwahrscheinlichCochrane-Review
189Kumar et al. 2024, BMJ Paediatr Open10 RCTs, 2.301 Kinder mit akutem Asthma, alle placebokontrolliertSchweregrad unverändert (SMD −0,09); kein Unterschied bei Krankenhaus- und Intensivaufnahme; Peak-Flow etwas besser; niedrige SicherheitMeta-Analyse (Kinder)
190Morishita et al. 2021, Am J Gastroenterol1 doppelblinde RCT, 90 Erwachsene, Senna 1,0 g, Magnesiumoxid 1,5 g oder Placebo, 28 TageGesamtbesserung 68,3 % (Magnesiumoxid) und 69,2 % (Senna) vs. 11,7 % (Placebo); keine schweren NebenwirkungenRCT
191Mori et al. 2019, J Neurogastroenterol Motil1 doppelblinde RCT, 34 Frauen, 3 × 0,5 g Magnesiumoxid, 28 TageGesamtbesserung 70,6 vs. 25,0 %; schnellere Darmpassage; vollständige spontane Stuhlgänge nicht signifikant häufigerRCT (klein)
192Groenendijk et al. 2022, Bone12 Beobachtungsstudien bei Menschen ab 60 Jahrenhöhere Magnesiumzufuhr mit etwas höherer Knochendichte der Hüfte verbunden; kein Zusammenhang mit Brüchen; Autoren fordern RCTsMeta-Analyse (Beobachtung)
193Orchard et al. 2014, Am J Clin Nutr73.684 Frauen nach der Menopause (Women's Health Initiative)Hüft-Knochendichte bei höchster Zufuhr 3 % höher; Hüft- und Gesamtbrüche nicht seltener; Unterarm- und Handgelenksbrüche bei höchster Zufuhr etwas häufigerKohorte
194Carpenter et al. 2006, J Clin Endocrinol Metab1 doppelblinde RCT, gesunde Mädchen 8 bis 14 Jahre mit unter 220 mg Magnesium im Essen, 300 mg/Tag, 12 MonateMineralgehalt der Hüfte stärker gestiegen (p = 0,05); Lendenwirbelsäule nicht signifikant; Knochenmarker unverändertRCT (Kinder, andere Gruppe)
195Aydın et al. 2010, Biol Trace Elem Res20 Frauen nach der Menopause mit Osteoporose, Magnesiumcitrat 1.830 mg/Tag vs. keine Behandlung, 30 TageParathormon gesunken, Knochenumbau-Marker verändert; keine Knochendichte gemessen, kein PlaceboKontrollierte Studie ohne Placebo
196Cinar et al. 2011, Biol Trace Elem Res3 Gruppen (untrainierte Männer und Taekwondo-Sportler mit Magnesium, Sportler ohne), 10 mg/kg Körpergewicht, 4 Wochenfreies und Gesamttestosteron mit Magnesium gestiegen, bei Sportlern stärker; kein Placebo, keine Verblindung angegebenKontrollierte Studie ohne Placebo
197Ettinger et al. 1988, J Uroldoppelblinde RCT, Rückfall-Steinbildner, Chlortalidon, Magnesiumhydroxid 650 oder 1.300 mg oder PlaceboMagnesiumhydroxid nicht besser als Placebo; nur Chlortalidon senkte Rückfälle signifikantRCT (Gegenbefund)
198Ettinger et al. 1997, J Urol1 doppelblinde RCT, 64 Personen, Kalium-Magnesium-Citrat (42 mEq Kalium, 21 mEq Magnesium) bis 3 Jahreneue Steine 12,9 vs. 63,6 % mit Placebo (RR 0,16); KombinationspräparatRCT (Kombination, nicht bewertet)
199Taheri et al. 2024, Magnes Res1 doppelblinde RCT, 90 Personen (76 ausgewertet) mit erhöhtem Urin-Oxalat, 3 × 120 mg Magnesiumoxid oder -citrat, 8 WochenUrin-Oxalat und Kalziumoxalat-Übersättigung mit Citrat signifikant gesenkt, mit Oxid nicht signifikant; keine Steinrate gemessenRCT (Urinwerte)
200Rostami et al. 2024, Virol J1 doppelblinde RCT, 64 Personen (60 ausgewertet) mit mittelschwerem Covid-19 im Krankenhaus, 300 mg/TagSauerstofftherapie seltener (9 vs. 14), Sauerstoffsättigung besser; Atemfrequenz, Fieber, CRP und TNF-α unverändertRCT (andere Gruppe)
201Drenthen et al. 2024, J Clin Endocrinol Metab1 doppelblinde Crossover-RCT, 12 Personen mit Typ-2-Diabetes und niedrigem Magnesiumwert, 15 mmol/TagBotenstoffbildung stimulierter T-Zellen verändert; Zahl der Immunzellen, Monozytenfunktion und Entzündungsproteine unverändertRCT (Laborwerte)

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