Die kurze Antwort
Frauen sollten laut EFSA und DGE rund 300 mg Magnesium pro Tag aufnehmen, Männer rund 350 mg, und zwar unverändert in Schwangerschaft, Stillzeit und nach dem 65. Geburtstag. Die Zahl umfasst alles zusammen: Essen, Getränke, Präparate. Für Nahrungsergänzungsmittel allein gilt eine Grenze von 250 mg täglich; Magnesium, das von Natur aus in Lebensmitteln steckt, zählt dabei nicht mit.
Auf dieser Seite 8 Abschnitte
- Wie viel mg Magnesium am Tag braucht ein Erwachsener?
- Wie viel mg Magnesium pro Tag? Der Bedarf nach Alter und Geschlecht
- Wie viel Magnesium pro Tag im Alter?
- Genügt die Ernährung, oder ist ein Präparat nötig?
- Was ist die Höchstdosis für Magnesium aus Tabletten?
- Magnesium-Dosierung in Studien: Wie viel bekamen die Teilnehmenden?
- Was zählt auf der Packung: Magnesium oder die Verbindung?
- Wie viel Magnesium bei bestimmten Beschwerden?
Im Regal stehen Dosen nebeneinander, deren Milligramm sich um ein Vielfaches unterscheiden, und jede einzelne wirkt auf ihrem Etikett, als sei sie genau richtig dosiert. Die Behörden antworten auf die Mengenfrage dagegen fast wortkarg, mit zwei Zahlen für Erwachsene und einer Grenze für Präparate. Spannender ist, wie diese Zahlen entstanden sind. Und warum Forschende in ihren Studien oft deutlich mehr geben.
Wie viel mg Magnesium am Tag braucht ein Erwachsener?
Eine Frau braucht etwa 300 mg Magnesium täglich, ein Mann etwa 350 mg. Darauf haben sich die EU-Behörde EFSA und die Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz geeinigt.12 Das ist ein Häufchen Pulver, das locker auf einen Teelöffel passt.
Gemeint ist dabei alles zusammen, was über den Tag gegessen und getrunken wird, plus ein mögliches Präparat. Ein magerer Tag gleicht sich durch einen reichhaltigeren wieder aus, denn am Ende zählt der Schnitt über mehrere Tage und nicht jeder einzelne Tag. Das nimmt viel Druck aus der Rechnung.
Überraschend ist, woher die Zahlen kommen. Berechnen ließ sich der Bedarf aus Studien nämlich nicht, und deshalb haben die Gremien ermittelt, wie viel gesunde Menschen im Schnitt essen, und genau diesen Wert übernommen.12 Dabei streiten Fachleute darüber, in welche Richtung die Werte danebenliegen. Eine Auswertung genauer Stoffwechselstudien kommt auf etwas weniger,3 eine Neuberechnung mit heutigen Körpergewichten fordert dagegen mehr.4
Als grobe Richtschnur taugen die Werte also gut. Wer knapp darunter liegt, hat deshalb nicht gleich einen Mangel, zumal niemand genau weiß, wo der wahre Bedarf liegt.
So wurde gemessen
- EFSA 2015: angemessene Zufuhr 350 mg (Männer) und 300 mg (Frauen) pro Tag, abgeleitet aus Ernährungserhebungen in 9 EU-Ländern.1
- DGE, ÖGE, SGE 2021: dieselben Werte als Schätzwerte nach durchschnittlicher Zufuhr; umgerechnet 0,3 g bzw. 0,35 g.2
- Gegenrechnung niedriger: Auswertung kontrollierter Stoffwechselstudien; Bedarf für 70 kg Körpergewicht eher 250 mg.3
- Gegenrechnung höher: Neuberechnung mit US-Körpergewichten; Empfehlungen sollten höher liegen (Meinungsbeitrag).4
Unsere Einordnung
Als Kompass taugen 300 und 350 mg gut, als Alarmgrenze nicht. Ein Wert knapp darunter bedeutet noch keinen Mangel.
Wie viel mg Magnesium pro Tag? Der Bedarf nach Alter und Geschlecht
Kinder brauchen weniger als Erwachsene, Jugendliche dagegen schon fast so viel. Immerhin sind sich beide Gremien bei Erwachsenen einig. Bei Kindern teilen sie die Altersstufen anders ein, weshalb die Zahlen dort etwas voneinander abweichen.
| Gruppe | EFSA (2015)1 | DGE (2021)2 |
|---|---|---|
| Säuglinge | 80 mg (7 bis 11 Monate) | 80 mg (4 bis unter 12 Monate) |
| Kleinkinder | 170 mg (1 bis unter 3 Jahre) | 170 mg (1 bis unter 4 Jahre) |
| Kinder | 230 mg (3 bis unter 10 Jahre) | 190 mg (4 bis unter 7), 240 mg (7 bis unter 10) |
| Jungen ab 10 | 300 mg (bis unter 18) | 260 mg (10 bis 12), 280 mg (13 bis 14), 330 mg (15 bis 18) |
| Mädchen ab 10 | 250 mg (bis unter 18) | 230 mg (10 bis 12), 240 mg (13 bis 14), 260 mg (15 bis 18) |
| Frauen | 300 mg | 300 mg |
| Männer | 350 mg | 350 mg |
| Schwangere und Stillende | 300 mg | 300 mg |
Gesamtzufuhr pro Tag, für gesunde Menschen.
Auch bei Magnesium in der Schwangerschaft und Stillzeit sieht die EFSA keinen Mehrbedarf.1 Für Kinder unter vier Jahren hat die EU dagegen keine Obergrenze für Präparate festgelegt.5 Ob ein Kleinkind ein Präparat bekommt, sollte deshalb in der Kinderarztpraxis geklärt werden.
So wurde gemessen
Wie viel Magnesium pro Tag im Alter?
Im Alter brauchen Menschen genauso viel wie in jüngeren Jahren. Eine eigene Altersstufe für Erwachsene gibt es bei der EFSA nicht,1 und die DGE nennt dieselben Werte ausdrücklich auch für Menschen ab 65.2 Einen höheren Bedarf im Alter sieht sie nicht.6
Trotzdem ändert sich etwas, denn im Alter kommen drei Dinge zusammen: Es wird weniger Magnesium gegessen, aus dem Darm gelangt weniger ins Blut, und mit dem Urin geht mehr verloren.7 Das Ziel bleibt also gleich. Doch es wird schwerer erreichbar.
Dagegen zeigt sich bei manchen das umgekehrte Problem. In einer Befragung älterer Menschen in Süddeutschland war Magnesium das beliebteste Mineral aus der Packung, und etwa jede fünfte Frau und fast jeder dritte Mann, die es regelmäßig nahmen, lagen an oder über der EU-Grenze für Präparate.8 Wer Multivitamin, Calcium und Magnesium zugleich nimmt, sollte die Milligramm auf den Etiketten deshalb einmal zusammenzählen.
So wurde gemessen
- Referenzwerte: keine eigene Altersstufe für Erwachsene (EFSA)1; 300 mg und 350 mg auch ab 65 Jahren (DGE)2; kein Mehrbedarf im Alter laut DGE.6
- Veränderungen im Alter: weniger Zufuhr, schwächere Aufnahme im Darm, höhere Verluste im Urin (Übersichtsarbeit).7
- KORA-Age: 1.079 Menschen ab 65 in Süddeutschland. Unter den regelmäßigen Nutzern lagen 20,2 % der Frauen und 32,5 % der Männer an oder über der Obergrenze.8
Brauchen Sportler mehr Magnesium?
Vielleicht brauchen Sportler etwas mehr, sicher belegt ist das aber nicht. Eine Übersicht schätzt den Bedarf bei hartem Training etwas höher, stützt sich dabei aber nur auf wenige Studien.9 Interessanter ist ein Vergleich von Sportlern mit Untrainierten. Die Sportler aßen zwar mehr Magnesium, ihre Blutwerte lagen aber etwas tiefer, und sie schieden mehr aus.10 Die DGE hält einen Mehrbedarf durch Sport deshalb für umstritten.6
Doch mehr hilft nicht automatisch. In einem kleinen Versuch nahmen Trainierende gut eine Woche lang zusätzlich Magnesium und schnitten danach im Ausdauertest leicht schlechter ab als mit einem Scheinpräparat (Placebo).11 Für Magnesium im Sport heißt das, dass magnesiumreiches Essen eher hilft als eine höhere Dosis auf Verdacht.
So wurde gemessen
- Schätzung Mehrbedarf: 10 bis 20 % höher bei intensivem Training, gestützt auf 4 Studien.9
- Vergleich Sportler und Untrainierte: Meta-Analyse aus 14 Querschnittsstudien, 855 Sportler und 521 Untrainierte; die Sportler nahmen mehr auf, hatten aber einen niedrigeren Blutwert und schieden mehr aus.10
- Ausdauertest: kleine kontrollierte Studie, 15 Trainierende, 2 × 300 mg Magnesiumchlorid über 9 Tage; im Ausdauertest etwas schwächer als unter Placebo.11
Genügt die Ernährung, oder ist ein Präparat nötig?
Oft reicht das Essen völlig aus. In der großen deutschen Verzehrsstudie lagen Männer und Frauen im Mittel über den heutigen Empfehlungen.12 Trotzdem blieb gut jeder Vierte unter dem Wert, der damals allerdings etwas höher angesetzt war.12 Bei ausgewogener Kost und gesundem Körper hält die DGE einen Mangel für eher selten.6
Ein Präparat muss also nicht den ganzen Bedarf liefern, sondern nur auffüllen, was fehlt. Wie groß diese Lücke ist, hängt davon ab, wie viele magnesiumreiche Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen. Ob wirklich ein Magnesiummangel vorliegt, sollte dagegen ärztlich geklärt werden und nicht per Selbstversuch mit höherer Dosis.
So wurde gemessen
Was ist die Höchstdosis für Magnesium aus Tabletten?
Die Grenze liegt bei 250 mg am Tag aus Präparaten. Festgelegt hat sie ein Fachausschuss der EU, und die EFSA führt sie weiter. Gezählt werden Präparate, Wasser und Lebensmittel mit Zusatz von Magnesium, während das, was von Natur aus im Essen steckt, nicht zählt.5 Den Ausschlag gab der Darm. Bis zu dieser Menge fanden die Gutachter in Studien keinen Durchfall, bei etwas mehr bekamen einige Erwachsene leichten Durchfall.5
Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät zudem, die Tagesmenge auf mindestens zwei Portionen zu verteilen.13 Unumstritten ist die Grenze allerdings nicht. Eine Übersicht fand in den meisten Studien auch bei höheren Mengen nicht mehr Durchfall als mit Scheinpräparat, und ihre Autoren fordern, die Grenze neu zu bewerten. Doch bezahlt hat die Arbeit ein Verein für Magnesiumforschung, und eine Autorin besitzt ein Patent auf ein Magnesiumprodukt.14
Bei Gesunden zeigt sich ein Zuviel meist auf der Toilette, weil der Stuhl weich wird. Eine Vergiftung mit zu hohen Blutwerten entsteht fast nur bei schwachen Nieren oder sehr großen Mengen, etwa aus Abführmitteln.15 Wie ernst das werden kann, zeigen Patienten aus Japan, die als Notfall an die Blutwäsche (Dialyse) mussten, und alle hatten Magnesiumoxid gegen Verstopfung genommen, fast alle waren älter als 65.16 Ein Präparat sollte deshalb nicht mehr als 250 mg am Tag liefern, am besten auf zwei Portionen verteilt.
So wurde gemessen
- EU-Obergrenze: Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss 2001, von der EFSA 2006 übernommen. 250 mg pro Tag aus Nahrungsergänzung, Wasser und Zusätzen, ab 4 Jahren. Kein Durchfall bis 250 mg, leichter Durchfall ab etwa 360 mg bei einem kleinen Teil der Erwachsenen.5
- BfR 2021: nicht mehr als 250 mg je Tagesdosis, aufgeteilt in mindestens zwei Einnahmen.13
- Gegenposition: 10 Studien seit 1997 mit 128 bis 1.200 mg pro Tag; in 7 davon Durchfall nicht häufiger als mit Placebo. Selbst finanziert von einem Magnesium-Forschungsverein, eine Autorin hält ein Patent.14
- Fallserie Japan: 15 Menschen brauchten wegen eines stark erhöhten Magnesiumspiegels eine Notfall-Dialyse; alle hatten Magnesiumoxid gegen Verstopfung genommen, 14 waren älter als 65.16
Sicherheitshinweis
Bei einer Nierenerkrankung sollten Magnesiumpräparate nur nach ärztlicher Rücksprache genommen werden. Der Überschuss wird dann schlechter ausgeschieden und kann sich im Blut anstauen. Die Nebenwirkungen von Magnesium fallen entsprechend stärker aus.
Magnesium-Dosierung in Studien: Wie viel bekamen die Teilnehmenden?
Die Teilnehmenden bekamen oft eine Menge an oder über der Obergrenze, allerdings unter Aufsicht. Das stellt die Grenze nicht in Frage. Wer an einer Studie teilnimmt, steht unter Beobachtung, und was dort erlaubt ist, gilt noch lange nicht für die eigene Hausapotheke.
| Studie | Menge pro Tag | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 46 Ältere mit Schlafstörungen17 | 500 mg | 8 Wochen | Schlafbeschwerden stärker gesunken als mit Placebo |
| 139 Frauen um 71 Jahre18 | 300 mg (Oxid) | 12 Wochen | Aufstehtest 1,3 s schneller, Muskelkraft unverändert |
| 155 Erwachsene mit schlechtem Schlaf19 | 250 mg (Bisglycinat) | 4 Wochen | kleiner Vorteil gegenüber Placebo |
| 100 Erwachsene von 51 bis 8520 | 320 mg (Citrat) | 7 Wochen | kein Unterschied zu Placebo |
| 15 Trainierende11 | 2 × 300 mg (Chlorid) | 9 Tage | Ausdauer leicht schlechter als mit Placebo |
Vor allem eines zeigt die Tabelle: Mehr Magnesium brachte nicht zuverlässig mehr Nutzen. Die größte Menge ging im Versuch mit Trainierenden sogar mit schlechteren Ausdauerwerten einher,11 während schon eine Menge an der Obergrenze in einer Studie den Schlaf ein wenig verbesserte.19 Dazu passt eine Auswertung vieler Studien, nach der der Blutwert ab einer gewissen Tagesmenge nicht weiter steigt.21
Hohe Studienmengen taugen daher nicht als Vorlage für den Alltag. Praktischer ist der Rat, die Menge auf zwei Portionen zu verteilen.13 Das ist zugleich die einfachste Antwort auf die Frage, wann man Magnesium einnehmen sollte.
So wurde gemessen
- Höchste Menge: 2 × 300 mg Magnesiumchlorid (600 mg) bei 15 Trainierenden, Ausdauer leicht schlechter.11
- Bisglycinat: RCT mit 155 Erwachsenen, 250 mg über 4 Wochen; Schlafprobleme etwas stärker zurückgegangen als mit Placebo (kleiner Effekt).19
- Plateau: Meta-Analyse aus 48 kontrollierten Studien mit 2.131 Personen; Blutwert stabil ab etwa 300 mg zusätzlich pro Tag bzw. nach etwa 20 Wochen.21
- Weitere Studien der Tabelle: Insomnie, 46 Ältere, 500 mg über 8 Wochen17; 139 Frauen um 71 Jahre, 300 mg Oxid über 12 Wochen, randomisiert ohne Placebo18; 100 Erwachsene, 320 mg Citrat über 7 Wochen.20
Was zählt auf der Packung: Magnesium oder die Verbindung?
Auf der Packung zählt nur das reine Magnesium, nicht das Gewicht der ganzen Verbindung. In keiner Kapsel steckt Magnesium allein, es ist immer an einen Partner gebunden, etwa als Citrat, Oxid oder Glycinat. Beim Oxid macht Magnesium rund 60 Prozent des Gewichts aus,22 bei den organischen Formen deutlich weniger. Steht vorn „1.000 mg Magnesiumcitrat“, ist deshalb oft die ganze Verbindung gemeint und nicht das enthaltene Magnesium.
Ehrlicher ist die Rückseite. In der Nährwerttabelle steht unter „Magnesium“ die echte Menge. Daneben findet sich ein Prozentwert. Er bezieht sich auf einen festen EU-Bezugswert von 375 mg, nicht auf den eigenen Bedarf.23 „100 %“ ist also mehr, als eine Frau oder ein Mann tatsächlich braucht.
Gerade bei den organischen Magnesiumformen lohnt sich deshalb der Blick auf die Rückseite, weil der Partner dort besonders schwer wiegt. Wer zwei Dosen vergleicht, sollte also die Zeilen „Magnesium“ nebeneinanderlegen.
So wurde gemessen
Wie viel Magnesium bei bestimmten Beschwerden?
Für einzelne Beschwerden gibt es keine amtliche Dosis, weder für Verstopfung noch für Sodbrennen, Rückenschmerzen, Histaminintoleranz, Diabetes oder das Abnehmen. Denn die Richtwerte gelten nur für gesunde Menschen.12 Gerade beim Abführen ist Vorsicht keine Formsache, wie die Dialysefälle aus Japan zeigen, denn dort war Magnesiumoxid genau dafür genommen worden.16 Beschwerden sollten also ärztlich abgeklärt werden, statt sie auf Verdacht mit großen Mengen zu behandeln.
Unsere Einordnung
Unterm Strich ist die Rechnung einfach: Den Bedarf deckt vor allem das Essen. Ein Präparat füllt mit höchstens 250 mg die Lücke, und alles darüber gehört in ärztliche Begleitung. Einen verlässlichen Zusatznutzen höherer Dosen haben die Studien nicht gezeigt.
Häufige Fragen
Wie viel Gramm Magnesium braucht man am Tag?
Erstaunlich wenig: 0,3 g bei Frauen, 0,35 g bei Männern. Essen, Getränke und ein eventuelles Präparat teilen sich diese Menge.
Sind 400 mg Magnesium täglich zu viel?
Über den ganzen Tag aus Essen und Präparat gerechnet nicht. Stammen die 400 mg komplett aus einer Ergänzung, ist die europäische Grenze von 250 mg überschritten, und meist meldet sich dann der Darm mit weichem Stuhl.
Wie viel Magnesium braucht man bei Einnahme von Vitamin D?
Für diese Kombination hat keine Behörde eine eigene Zahl festgelegt. Es bleibt bei den üblichen Referenzwerten: Frauen 300 mg, Männer 350 mg.
Wie viel Magnesium braucht ein Kind?
Laut EFSA je nach Altersstufe zwischen 80 mg im Säuglingsalter und 300 mg für Jungen ab 10 Jahren. Für Kinder unter 4 Jahren hat die EU keine Präparate-Obergrenze festgelegt; ob ein Kleinkind eines bekommt, entscheidet die Kinderarztpraxis.
Reichen 150 mg Magnesium am Tag?
Als Ergänzung zum Essen oft ja. 150 mg liegen unter der Grenze von 250 mg für Präparate, und den Großteil des Bedarfs von 300 bis 350 mg liefert bei üblicher Kost schon die Nahrung. Allein aus einem Präparat decken 150 mg den Tagesbedarf nicht.
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Alle Themen zu Magnesium
Alle 23 Quellen
| # | Studie | Wer / was | Ergebnis | Typ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EFSA NDA Panel 2015, EFSA Journal | Ernährungserhebungen aus 9 EU-Ländern | Männer 350 mg, Frauen 300 mg; Schwangere und Stillende wie andere Frauen; keine eigene Altersstufe | Behörde |
| 2 | DGE, ÖGE, SGE 2021, Referenzwerte Magnesium | Schätzwerte nach durchschnittlicher Zufuhr | Männer 350 mg, Frauen 300 mg, auch ab 65 und in der Schwangerschaft | Fachgesellschaft |
| 3 | Nielsen 2017, Biol Trace Elem Res | Auswertung kontrollierter Stoffwechselstudien | Bedarf für 70 kg eher 250 mg | Übersichtsarbeit |
| 4 | Rosanoff 2020, Adv Nutr | Neuberechnung mit US-Körpergewichten | Empfehlungen sollten höher liegen | Meinungsbeitrag |
| 5 | SCF 2001 (EFSA 2006), Tolerable Upper Intake Levels | Behördengutachten | Obergrenze 250 mg pro Tag aus Nahrungsergänzung, Wasser, Zusätzen; ab 4 Jahren | Behördengutachten |
| 6 | DGE 2025, Fragen und Antworten zu Magnesium | Fachgesellschaft | Sport-Mehrbedarf umstritten; kein Mehrbedarf im Alter; Mangel relativ selten | Stellungnahme |
| 7 | Barbagallo et al. 2021, Nutrients | Übersichtsarbeit | Im Alter weniger Zufuhr, schlechtere Aufnahme, mehr Verlust über die Nieren | Übersichtsarbeit |
| 8 | Schwab et al. 2014, J Nutr Health Aging | 1.079 Menschen ab 65 in Süddeutschland (KORA-Age) | Magnesium häufigstes Mineral-Präparat; 20,2 % der Frauen und 32,5 % der Männer unter den regelmäßigen Nutzern an oder über der Obergrenze | Querschnittsstudie |
| 9 | Tarsitano et al. 2024, J Transl Med | 4 Studien zu Sport | Bedarf bei intensivem Training 10 bis 20 % höher geschätzt | Übersichtsarbeit |
| 10 | Zhang et al. 2023, Food Sci Hum Wellness | 14 Studien, 855 Sportler, 521 Untrainierte | Mehr Zufuhr, aber niedrigerer Blutwert und mehr Ausscheidung | Meta-Analyse (Querschnittsstudien) |
| 11 | Bomar et al. 2025, Nutrients | 15 Trainierende, 2 × 300 mg Magnesiumchlorid, 9 Tage | Ausdauerwerte leicht schlechter als mit Placebo | Kleine kontrollierte Studie |
| 12 | Max Rubner-Institut 2008, Nationale Verzehrsstudie II, Teil 2 | 15.371 Befragte (14 bis 80 Jahre) in Deutschland | Median Männer 432 mg, Frauen 361 mg; 26 % bzw. 29 % unter dem damaligen Referenzwert | Bundesweite Erhebung |
| 13 | BfR 2021, Höchstmengenvorschläge für Magnesium | Behördengutachten | Höchstens 250 mg pro Tagesdosis, auf 2 oder mehr Portionen verteilen | Behörde |
| 14 | Costello et al. 2023, Adv Nutr | 10 Studien seit 1997 | Meist kein Unterschied beim Durchfall; Obergrenze neu bewerten; selbst finanziert von einem Magnesium-Forschungsverein | Meinungsbeitrag |
| 15 | Rosner et al. 2023, Mayo Clin Proc | Übersichtsarbeit | Zu viel Magnesium im Blut vor allem bei Nierenschwäche | Übersichtsarbeit |
| 16 | Nishikawa et al. 2018, Acute Med Surg | 15 Notfall-Dialysepatienten mit zu viel Magnesium im Blut (Japan) | Alle mit Magnesiumoxid als Abführmittel, 14 über 65 Jahre | Fallserie |
| 17 | Abbasi et al. 2012, J Res Med Sci | 46 ältere Menschen mit Insomnie, 500 mg, 8 Wochen | Schlafbeschwerden stärker gesunken als mit Placebo | Kleine kontrollierte Studie |
| 18 | Veronese et al. 2014, Am J Clin Nutr | 139 gesunde Frauen um 71 Jahre, 300 mg Magnesiumoxid, 12 Wochen | Aufstehtest 1,3 s schneller, Gehtempo höher; Muskelkraft unverändert | Randomisiert, ohne Placebo |
| 19 | Schuster et al. 2025, Nat Sci Sleep | 155 Erwachsene, 250 mg Bisglycinat, 4 Wochen | Schlafprobleme etwas stärker zurückgegangen als mit Placebo (kleiner Effekt) | RCT |
| 20 | Nielsen et al. 2010, Magnes Res | 100 Erwachsene von 51 bis 85 Jahren, 320 mg Citrat, 7 Wochen | Schlafqualität mit Magnesium und Placebo gleich stark verbessert | RCT |
| 21 | Zhang et al. 2016, J Nutr | 48 Studien, 2.131 Personen | Blutwert stabil ab ca. 300 mg pro Tag bzw. nach ca. 20 Wochen | Meta-Analyse |
| 22 | PubChem CID 14792, Stoffdatenbank | Referenzdaten Magnesiumoxid | Magnesiumoxid 40,3 g/mol, Magnesiumanteil 60,3 % | Referenzdaten |
| 23 | Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII | Rechtsnorm | Nährstoffbezugswert Magnesium 375 mg | Rechtsgrundlage |
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