Stoff, Wirkung oder Frage
Magnesium · 40 Quellen ausgewertet

Welches Magnesium ist das beste? Magnesiumcitrat & Co. und ihre Wirkung

Citrat, Bisglycinat, Threonat, Meeresmagnesium: Auf jeder Packung steht ein anderes Versprechen. Die Studien dazu ernüchtern, sie beruhigen aber auch.

Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 202640 QuellenLesezeit 10 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

Die eine beste Form gibt es nicht. Formen, die sich gut lösen, etwa Citrat, Chlorid oder Glycinat, kommen kurz nach der Einnahme meist besser an als Oxid, und Citrat ist am besten erforscht. Nach einigen Monaten gleichen sich die Blutwerte weitgehend an. Ob Threonat, Taurat oder Malat ihre besonderen Versprechen halten, ist am Menschen nicht gut untersucht.

Auf dieser Seite 8 Abschnitte
  1. Organisch oder anorganisch: Worauf kommt es bei der Form an?
  2. Welches Magnesium wird vom Körper am besten aufgenommen?
  3. Magnesiumcitrat oder Magnesiumoxid?
  4. Magnesium-Bisglycinat und Glycinat: Wirkung und Unterschied
  5. Malat, Taurat, Threonat: Was können die Spezialformen?
  6. Chlorid, Meeresmagnesium und Komplexe: Was taugen sie?
  7. Pulver, Tablette, Kapsel oder Brausetablette?
  8. Welches Magnesium ist das beste? Das Urteil

Wer im Drogeriemarkt vor dem Regal mit Magnesium steht, bekommt eine kleine Chemiestunde gratis dazu: Citrat, Bisglycinat, Oxid und Threonat stehen dort nebeneinander, dazu „Meeresmagnesium“ und der „Komplex“, der angeblich alles auf einmal kann. Jede Packung verspricht etwas anderes, von magenschonend bis gut fürs Gehirn. Die Studien dazu sind dünn und widersprüchlich. Doch sie reicht für ein ziemlich klares Urteil, das manche Käuferin beruhigen dürfte und manche teure Spezialform alt aussehen lässt.

Organisch oder anorganisch: Worauf kommt es bei der Form an?

Weniger auf das Etikett „organisch“ als auf zwei schlichte Fragen: wie viel Magnesium in der Verbindung steckt und wie gut sie sich löst. Denn im Präparat hängt das Mineral immer an einem Partner, und die Milligramm auf der Packung zählen nur das Magnesium selbst. Was der Partner wiegt, kommt obendrauf.

Dabei heißt „organisch“ in diesem Zusammenhang nicht Bio. Gemeint ist nur, dass der Partner Kohlenstoff enthält, wie Citronensäure, Glycin oder Apfelsäure, während Oxid, Hydroxid, Carbonat, Chlorid und Sulfat als anorganisch gelten.

Beim Gehalt liegen die Formen weit auseinander. Oxid besteht zu rund 60 % aus Magnesium, Threonat dagegen nur zu gut 8 %, und Citrat liegt irgendwo dazwischen,1 sodass es für dieselbe Menge Magnesium oft ein Vielfaches an Pulver braucht. Deshalb taugt der Preis pro Kapsel wenig, und verglichen werden sollte der Preis pro Milligramm Magnesium.

So wurde gemessen
  • Magnesiumanteil, berechnet aus den Molmassen: Oxid 60,3 %, Hydroxid 41,7 %, Carbonat 28,8 %, Chlorid 25,5 %, Sulfat 20,2 % (Bittersalz 9,9 %), Citrat 16,2 % (mit Kristallwasser 11,9 %), Malat 15,5 %, Chlorid-Hexahydrat 12,0 %, Taurat 8,9 %, Threonat 8,3 %.1

Welches Magnesium wird vom Körper am besten aufgenommen?

Kurz nach der Einnahme liegen meist die gut löslichen, organischen Formen vorn, doch nach einigen Monaten gleichen sich die Blutwerte weitgehend an. Das zeigt der längste Vergleich, in dem Erwachsene knapp ein halbes Jahr lang täglich Citrat, Oxid oder Sulfat nahmen, denn am Ende war der Blutwert in allen drei Gruppen gleich. Nur im Urin, wo sich zeigt, was aufgenommen und wieder ausgeschieden wurde, lag Citrat vorn.5

Kurze Studien können also täuschen. Die meisten Vergleiche messen nach einer einzigen Portion, obwohl sich der Blutwert laut einer Auswertung vieler Studien erst nach rund 20 Wochen auf seiner neuen Höhe einpendelt.6 Was nach einem Tag wie ein klarer Sieg aussieht, kann sich über Monate fast vollständig verwischen.

Trotzdem sprechen solche Messungen meist für die organischen Formen, wie auch eine Übersicht bestätigt, wobei bei Gesunden jede Form den normalen Spiegel hielt.2 Den Ausschlag gibt die Löslichkeit. So löste sich Oxid im Labor selbst in viel Magensäure nicht einmal zur Hälfte, Citrat dagegen schon in Wasser zu mehr als der Hälfte.3 Entsprechend mager fiel eine Messung in den USA aus, in der aus Oxid nur rund 4 % im Körper ankamen.4

Dabei zählen zwei andere Dinge mindestens so viel wie die Form. Das eine ist die Portion, denn je mehr auf einmal geschluckt wird, desto kleiner ist der Teil, der ankommt.7 Das andere ist das einzelne Produkt: Unter vielen getesteten Präparaten schnitt das am schlechtesten lösliche auch bei Menschen deutlich schwächer ab.8 Menge und Versorgungslage bewegen deshalb oft mehr als die Salzform,9 und statt ständig die Form zu wechseln, lohnt es sich eher, die Tagesmenge aufzuteilen und dabeizubleiben.

So wurde gemessen
  • Längster Vergleich: 164 Erwachsene, 450 mg pro Tag als Citrat, Oxid oder Sulfat über 24 Wochen; Blutwert gleich, im Urin Citrat vorn; mitfinanziert von einem Rohstoffhersteller.5
  • Zeit bis zum stabilen Wert: Meta-Analyse aus 48 Studien mit 2.131 Personen; Blutwert stabil nach etwa 20 Wochen.6
  • Systematischer Review: 14 Vergleichsstudien; organische Formen besser aufgenommen, alle Formen halten bei Gesunden den Spiegel.2
  • Löslichkeit: Oxid bei viel Säure zu 43 % gelöst, Citrat in Wasser zu 55 %; nach Citrat mehr Magnesium im Urin.3
  • Oxid: rund 4 % Aufnahme in einer US-Messung.4
  • Portionsgröße: aufgenommener Anteil fällt mit steigender Menge von 65 % auf 11 %.7
  • Produkte: Laborvergleich von 15 Präparaten plus Messung an 30 Personen; wie gut sich ein Produkt löste und aufgenommen wurde, schwankte stark; herstellerfinanziert.8
  • Übersicht: Die Art des Salzes zählt weniger, als oft angenommen; Menge und Ausgangsversorgung wiegen schwerer.9

Unsere Einordnung

Gut lösliche Formen haben bei der Aufnahme einen echten, aber begrenzten Vorteil, den der Körper über Monate weitgehend ausgleicht. Die Tagesmenge aufzuteilen und dabeizubleiben, bringt oft mehr als ein Formwechsel.

Alle Magnesiumformen in einer Tabelle

Form Magnesium-Anteil1 Aufnahme laut Studien am Menschen Beleglage
Oxid 60,3 % kurzfristig meist schlechter als Citrat, über 24 Wochen gleicher Blutwert5 viele Studien, gemischt
Citrat 16,2 % (wasserfrei), 11,9 % (mit Kristallwasser) in mehreren Studien besser als Oxid10 gut
Glycinat / Bisglycinat etwas unter Citrat besser als Oxid laut Übersicht2, Einzelbefunde widersprüchlich wenige Studien
Malat 15,5 % eine kleine, unveröffentlichte Studie11 überwiegend Tierversuche
Taurat 8,9 % keine Daten am Menschen nur Tierversuche
L-Threonat 8,3 % keine Aufnahmevergleiche am Menschen wenige, herstellerfinanzierte Studien
Chlorid 25,5 % (wasserfrei), 12,0 % (Hexahydrat) gleichauf mit organischen Formen, Oxid überlegen4 mittel
Meeresmagnesium je nach Verbindung, Hydroxid 41,7 % eine kleine Herstellerstudie12 schwach
Carbonat 28,8 % in einer kleinen Studie kein Anstieg13 wenig Daten
Sulfat 20,2 % (wasserfrei), 9,9 % (Bittersalz) Blutwert wie bei Citrat5 mittel

Magnesiumcitrat oder Magnesiumoxid?

Wer zwischen den beiden häufigsten Formen wählen muss, liegt mit Citrat auf der sichereren Seite. Doch ganz so eindeutig, wie viele Ratgeber tun, ist der Fall nicht. Gerade das viel gescholtene Oxid hat ein paar Trümpfe, die erst auf den zweiten Blick auffallen.

Magnesiumcitrat: Welche Wirkung hat Citrat?

Citrat wird gut aufgenommen und ist von allen Formen am gründlichsten untersucht. Das Magnesium hängt hier an Citronensäure, und die übliche Form heißt chemisch Trimagnesiumdicitrat, also drei Magnesium auf zwei Citrat-Teile. Deshalb meinen im Handel „Magnesiumdicitrat“ und „Magnesiumcitrat“ fast immer dasselbe. Je nach Kristallwasser liegt der Gehalt bei etwa 12 bis 16 %.1

Am deutlichsten spricht ein Versuch über zwei Monate für Citrat. Gesunde nahmen darin täglich Citrat, Oxid oder ein Scheinpräparat (Placebo), und am Ende hatte Citrat den Blutwert am stärksten gehoben, während Oxid nicht besser abschnitt als das Scheinpräparat.10 Auch nach einer einzigen Portion kam bei Männern mit Citrat mehr in Urin und Blut an. Dieser Test war allerdings von einem Anbieter von Magnesium bezahlt.14

Über die reine Versorgung hinaus ist kaum eine Wirkung belegt, mit einer bemerkenswerten Ausnahme, nämlich Magnesium gegen Migräne. In einer Studie gingen die Attacken mit einer hohen Menge Citrat um gut 40 % zurück, mit dem Scheinpräparat nur um gut 15 %. Dabei lag die Menge weit über der Empfehlung für Präparate, und fast jeder Fünfte bekam Durchfall.15

Anderswo enttäuscht Citrat. Gegen nächtliche Wadenkrämpfe half es nicht besser als ein Scheinpräparat.16 Auch bei Sodbrennen ist es die falsche Wahl, weil nicht Citrat die Säure bindet, sondern etwa Magnesiumhydroxid.17

So wurde gemessen
  • Gehalt: 16,2 % (wasserfrei) bzw. 11,9 % (mit Kristallwasser).1
  • Zwei-Monats-Studie: 46 Gesunde, 300 mg pro Tag über 60 Tage; Citrat höchster Blutwert, Oxid nicht anders als Placebo.10
  • Einzelportion: 20 gesunde Männer; Citrat mehr in Urin und Blut als Oxid; herstellerfinanziert.14
  • Migräne: 81 Erwachsene, 600 mg Magnesium als Trimagnesiumdicitrat über 12 Wochen. Attacken in Woche 9 bis 12 um 41,6 % reduziert, mit Placebo um 15,8 %; Durchfall bei 18,6 %.15
  • Wadenkrämpfe: 45 Erwachsene; Citrat nicht besser als Placebo.16
  • Sodbrennen: Übersichtsarbeit: Magnesiumsalze ziehen Wasser in den Darm; Säure abpuffern kann Hydroxid, nicht Citrat.17

Magnesiumoxid: besser als sein Ruf?

Durchaus, denn Oxid wird anfangs zwar schlechter aufgenommen, hebt den Blutwert über Wochen aber ebenfalls. Es ist billig. Zudem bringt keine andere Form so viel Magnesium in eine Tablette. In Ostasien dient es in größeren Mengen seit Langem als Abführmittel.18 Zum Lösen braucht Oxid allerdings Magensäure,3 und wer Säureblocker nimmt, greift deshalb besser zu einer anderen Form.

Nutzlos ist Oxid trotzdem nicht. Bei Erwachsenen stieg der Blutwert damit über zehn Wochen stärker als mit Scheinpräparat, auch wenn die Hälfte der Oxid-Gruppe eine veränderte Verdauung bemerkte, unter Scheinpräparat dagegen nur wenige.19 Im halbjährigen Versuch war es ausgerechnet umgekehrt. Dort klagten mit Oxid weniger Menschen über Bauch und Darm als mit Citrat.5

Forschende in Israel maßen nach Oxid sogar mehr Magnesium in den Zellen als nach Citrat, gaben davon aber auch fast doppelt so viel.20 Auch bei jungen Frauen lag nach zehn Tagen ein Oxid-Granulat vorn.13 Wer Oxid gut verträgt, muss es also nicht ersetzen.

So wurde gemessen
  • Abführmittel: Übersichtsarbeit zur langen Nutzung in Ostasien.18
  • Zehn Wochen: 59 Erwachsene, 400 mg Magnesium als Oxid oder Placebo; Blutwert stärker gestiegen; Verdauungsveränderungen bei 50 % gegenüber 7 % unter Placebo.19
  • 24 Wochen: Oxid mit weniger Magen-Darm-Beschwerden als Citrat; Sulfat mit mehr als Placebo.5
  • Zellwerte: 41 Gesunde, je 1 Monat; 520 mg Oxid gegenüber 296 mg Citrat, also ungleiche Mengen.20
  • Junge Frauen: 61 Teilnehmerinnen, 10 Tage; Oxid-Granulat mit dem deutlichsten Anstieg.13

Magnesium-Bisglycinat und Glycinat: Wirkung und Unterschied

Kaum eine Form hat einen so guten Ruf wie Glycinat, das auch unter dem Namen Bisglycinat verkauft wird und als besonders magenfreundlich und gut für den Schlaf gilt. Dabei sind Glycinat und Bisglycinat dasselbe, und die Studien dazu sind dünner, als der Ruf vermuten lässt. Ein Blick auf beide Fragen lohnt sich trotzdem.

Gibt es einen Unterschied zwischen Magnesiumglycinat und Bisglycinat?

Nein, denn beide Namen meinen dieselbe Verbindung, ein Magnesium mit zwei Glycin-Teilen, und das „Bis“ zählt nur diese zwei mit. Anders verhält es sich mit „gepuffertem“ Bisglycinat, dem Magnesiumoxid beigemischt ist. In einem Versuch mit Darmzellen schnitten solche Mischungen etwas schwächer ab als reines Bisglycinat. Doch der Unterschied war nicht sicher, und die Autoren arbeiteten für einen Hersteller.21

So wurde gemessen
  • Zellversuch: Darmzellen im Labor, 5 Formen; gepuffertes Bisglycinat etwas unter reinem Bisglycinat, nicht signifikant; Autoren beim Hersteller.21

Wofür ist Magnesiumglycinat gut?

Beworben wird Glycinat für einen empfindlichen Magen und besseren Schlaf, doch sicher belegt ist keines von beidem, ebenso wenig die bessere Aufnahme. Seinen Ruf als magenschonend verdankt es vor allem zwölf Patienten nach einer Darmoperation, die es besser vertrugen als Oxid. Bei der Aufnahme gab es in der Gruppe insgesamt keinen Unterschied, und nur wer Magnesium besonders schlecht aufnahm, holte aus Glycinat etwa doppelt so viel heraus.22 Ein Vergleich der Verträglichkeit mit Citrat fehlt.

Zur Aufnahme gibt es sogar einen Gegenbefund. Gesunde bekamen je eine Portion verschiedener Formen, und nach Bisglycinat stieg ihr Blutwert nicht messbar, nach Citrat und Oxid dagegen schon. Bezahlt hat diese Studie allerdings ein Hersteller, der eine andere Form verkauft.23

Spannender ist die Forschung zu Magnesium zum Schlafen. Erwachsene mit schlechten Nächten nahmen vier Wochen lang Bisglycinat, und ihre Beschwerden gingen stärker zurück als mit Scheinpräparat, wenn auch nicht sehr viel, weil die Vergleichsgruppe ebenfalls besser schlief.24 Damit rechtfertigen diese Daten kaum einen deutlichen Aufpreis. Bei empfindlichem Magen kann ein Versuch aber sinnvoll sein.

So wurde gemessen
  • Darmoperation: 12 Patienten; insgesamt kein Unterschied bei der Aufnahme; bei den 4 mit schlechter Aufnahme 23,5 % statt 11,8 %; besser vertragen als Oxid.22
  • Gegenbefund: Einmalgabe bei 40 Gesunden; Blutwert nach Bisglycinat nicht messbar erhöht, nach Oxid und Citrat schon; finanziert vom Hersteller einer Konkurrenzform.23
  • Schlaf: 155 Erwachsene, 250 mg Magnesium als Bisglycinat über 4 Wochen; kleiner Effekt gegenüber Placebo.24

Malat, Taurat, Threonat: Was können die Spezialformen?

Je teurer die Form, desto größer meist das Versprechen: mehr Energie, ein gesünderes Herz, ein besseres Gedächtnis. Was Malat, Taurat und Threonat dafür bieten, ist am Menschen kaum belegt. Wie dünn es im Einzelnen aussieht, unterscheidet sich allerdings von Form zu Form.

Magnesiummalat: Welche Wirkung hat Malat?

Am Menschen gibt es nur eine kleine Studie, und die wurde nie veröffentlicht. Im Malat hängt Magnesium an Apfelsäure, der Anteil liegt bei gut 15 %.1 Weil Malat im Energiehaushalt der Zellen vorkommt, wird es gern für Sport und Antrieb beworben. Bei Ratten blieben die Blutwerte damit tatsächlich am längsten erhöht,25 bei Mäusen dagegen hob Citrat die Werte in Muskeln und Gehirn, und Malat lag nicht vorn.26

Die eine Studie am Menschen verglich mehrere Formen bei Gesunden und fand, dass nach Malat mehr Magnesium im Blut landete als nach Oxid. Vorgelegt wurde sie aber nur der EU-Lebensmittelbehörde, als Teil eines Zulassungsantrags.11 Auch gegen Schmerzen hilft die Verbindung wohl kaum, denn eine Auswertung aller Übersichtsarbeiten fand für Magnesium mit Apfelsäure wenig oder gar keinen Unterschied.27

So wurde gemessen
  • Tierversuche: Ratten, Vergleich von 5 Formen; mit Malat blieb der Blutwert am längsten erhöht.25 Mäuse, 4 Formen in je 3 Mengen; Citrat erhöhte das Magnesium in Muskel und Gehirn, kein Vorsprung für Malat.26
  • Mensch: EFSA-Gutachten zu Dimagnesiummalat; darin 14 Gesunde, 150 mg Magnesium in 4 Formen; nach Dimagnesiummalat mehr Magnesium im Blut als nach Oxid; Studie unveröffentlicht.11
  • Schmerzen: Evidenzübersicht über 7 Übersichtsarbeiten.27

Magnesiumtaurat: Welche Wirkung hat Taurat?

Für Herz und Blutdruck gibt es nur Tierversuche an Ratten.28 Taurat verbindet Magnesium mit Taurin und enthält knapp 9 % davon.1 Ein Verwandter, das Acetyltaurat, gelangte bei Ratten gut ins Gehirn,25 in einem neueren Versuch sogar besser als Threonat.29 Studien mit Menschen fehlen dagegen in der ausgewerteten Literatur, anders als zu Magnesium und Blutdruck allgemein. Bei Blutdruckproblemen ist ein ärztliches Gespräch deshalb ratsamer, als sich auf Rattendaten zu verlassen.

Magnesium-L-Threonat: Wirkung

Alle positiven Studien stammen aus dem Umfeld der Hersteller, und die einzige unabhängige fand nichts. Threonat soll das Gehirn besser mit Magnesium versorgen, enthält selbst aber nur gut 8 % davon.1 Bei Ratten ging die Rechnung auf. Die Tiere hatten mehr Magnesium im Gehirn und lernten schneller.30 Dagegen hat beim Menschen niemand den Gehalt im Gehirn gemessen.

Was die Studien am Menschen zeigen, klingt zunächst vielversprechend. Ältere Menschen mit leichten Gedächtnisproblemen schnitten nach drei Monaten in Denktests besser ab als mit Scheinpräparat.31 Bei Jüngeren stieg nach sechs Wochen der Gesamtwert über mehrere Denktests, während logisches Denken, Schlaf und die Daten eines Schlafrings gleich blieben.32 Und Erwachsene mit Schlafproblemen hatten laut Schlafring nach drei Wochen mehr Tief- und Traumschlaf.33

Doch hinter allen drei Studien stehen Firmen, die Threonat entwickeln oder vertreiben. Nur eine Studie kommt ohne erkennbaren Bezug zu einem Hersteller aus, und ausgerechnet sie, die mit Frauen nach einer Brustkrebs-Operation lief, fand bei Schlaf, Stimmung und Denken keinen Unterschied.34 Für das Gedächtnis ist von Threonat also nicht viel zu erwarten.

So wurde gemessen
  • Gedächtnis: 44 Erwachsene von 50 bis 70 Jahren mit Gedächtnisproblemen, 12 Wochen; bessere Gesamtleistung in Denktests; finanziert vom Entwickler.31
  • Jüngere: 100 Erwachsene von 18 bis 45 Jahren, 2 g über 6 Wochen; Denktest-Gesamtwert besser, logisches Denken, Schlafstörungen und Schlafring ohne Unterschied; herstellerfinanziert.32
  • Schlaf: 80 Erwachsene mit Schlafproblemen, 1 g über 21 Tage; bessere Schlafring-Werte; vom Vertreiber finanziert.33
  • Unabhängige Studie: 109 Frauen nach Brustkrebs-Operation, 12 Wochen; Schlaf, Stimmung und Denkleistung wie mit Placebo.34
  • Tierversuche: Ratten, mehr Magnesium im Gehirn und bessere Lernleistung.30

Chlorid, Meeresmagnesium und Komplexe: Was taugen sie?

Neben den bekannten Formen tauchen im Regal noch einige weitere auf, vom bitteren Chlorid über das Meeresmagnesium und die alten Bekannten Sulfat und Carbonat bis zur bunten Mischung im Komplex. Unter ihnen überzeugt nur Chlorid, für die anderen gibt es kaum Belege. Das liegt meist daran, dass kaum jemand unabhängig nachgemessen hat.

Magnesiumchlorid

Obwohl es anorganisch ist, wird Chlorid gut aufgenommen. In der Messung aus den USA schnitt es so gut ab wie Lactat und Aspartat und klar besser als Oxid.4 Studentinnen schieden nach einer Chloridlösung genauso viel Magnesium aus wie nach Citrat-Lactat oder Hydroxid.35 Auch eine neuere Übersicht zählt Citrat und Chlorid zu den gut verfügbaren Formen, Oxid dagegen zu den schlechten.36

Einen Haken hat Chlorid trotzdem, denn es schmeckt bitter. Ungünstig sind zudem Tabletten, die sich erst im Darm auflösen, denn sie wurden in einer Studie weit schlechter aufgenommen.7 Und das „Magnesiumöl“ zum Einreiben? Dass nennenswert viel davon durch die Haut gelangt, ist nicht belegt.37

So wurde gemessen
  • US-Messung: Gesunde, 4 Präparate; Chlorid, Lactat und Aspartat gleich gut und besser als Oxid.4
  • Studentinnen: 18 Teilnehmerinnen; die Urinwerte nach Citrat-Lactat, Hydroxid und Chlorid unterschieden sich nicht.35
  • Übersicht (2025): Auswertung von Studien mit Gesunden: gute Verfügbarkeit für Citrat und Chlorid, schlechte für Oxid.36
  • Magensaftresistentes Chlorid: viel schlechter aufgenommen als gelöstes Magnesium.7
  • Haut: Übersichtsarbeit, Aufnahme über die Haut nicht belegt.37

Meeresmagnesium

Hinter dem schönen Namen verbirgt sich eine Herkunft und keine eigene Form. Meist steckt Hydroxid mit rund 42 % oder Oxid mit rund 60 % Magnesium dahinter.1 Die einzige Studie gab Gesunden Hydroxid und Citrat aus Meerwasser, und beide hoben das Magnesium im Urin gleich stark, mehr als ein Scheinpräparat. Bezahlt hat sie allerdings der Hersteller.12

So wurde gemessen
  • Aufnahme: Einmalgabe bei 20 Gesunden; nach Hydroxid wie nach Citrat aus Meerwasser stieg das Urin-Magnesium stärker als nach Placebo, ohne Unterschied zwischen beiden; herstellerfinanziert.12

Sulfat und Carbonat

Sulfat hob den Blutwert so gut wie Citrat, Carbonat in Brausetabletten dagegen gar nicht. Das Sulfat, besser bekannt als Bittersalz, brachte im halbjährigen Versuch aber öfter Bauchbeschwerden als ein Scheinpräparat.5 Die Carbonat-Brausetabletten wiederum wurden zehn Tage lang an jungen Frauen getestet. Der Blutwert rührte sich nicht.13

So wurde gemessen
  • Sulfat: 24-Wochen-Studie, 450 mg pro Tag; Blutwert wie bei Citrat, mehr Magen-Darm-Beschwerden als Placebo.5
  • Carbonat: 61 junge Frauen über 10 Tage; nach Brausetabletten mit Carbonat stieg der Blutwert nicht.13

Magnesium-Komplex: Wirkung und Erfahrungen

Dass ein Komplex mehr leistet als eine einzelne Form, hat keine Studie geprüft. Er mischt mehrere Verbindungen, etwa Citrat, Glycinat und Oxid. Steht nur die Gesamtmenge auf der Packung, kann das meiste aus dem billigen Oxid stammen, ohne dass es beim Blick auf die Vorderseite der Dose irgendjemand bemerken würde. Begeisterte Erfahrungen im Netz helfen da wenig, weil in ihnen immer auch die Erwartung steckt. Sinnvoll ist deshalb eine Packung, die den Anteil jeder Form offenlegt.

Pulver, Tablette, Kapsel oder Brausetablette?

Was in der Hülle steckt, zählt mehr als die Hülle selbst. Gelöstes Magnesium hat zwar einen kleinen Vorteil, denn bei jungen Männern stieg das Magnesium im Urin nach einer Brausetablette doppelt so stark wie nach einer Kapsel.38 Dafür bringen Brausetabletten Salz mit. Produkte aus deutschen Geschäften enthielten im Schnitt rund 230 mg Natrium pro Stück, und kaum ein Hersteller gab das an.39 Wer salzarm essen muss, ist mit Kapsel, Tablette oder Pulver deshalb besser bedient.

Jede dieser Formen hat ihre kleinen Eigenheiten. Pulver lässt sich fein dosieren, Kapseln brauchen meist weniger Hilfsstoffe als Tabletten, und Hüllen aus Cellulose sind vegan, solche aus Gelatine nicht. Tabletten, die sich erst im Darm lösen, geben das Magnesium womöglich zu spät frei.7 Wichtiger als die Hülle ist es, Magnesium richtig einzunehmen, also die Tagesmenge lieber in kleinen Portionen.

So wurde gemessen
  • Brausetablette und Kapsel: 13 gesunde junge Männer, je 450 mg im Wechsel; Magnesium im Urin nach der Brausetablette um 40 % erhöht, nach der Kapsel um 20 %.38
  • Natrium: Laboranalyse von 39 Brausetabletten aus Deutschland; Magnesium-Brausetabletten im Schnitt 233 mg Natrium, nur 5 von 39 mit Angabe.39

Welches Magnesium ist das beste? Das Urteil

Die eine beste Form gibt es nicht, und für die Grundversorgung genügt jede gut lösliche Verbindung. Citrat ist am besten erforscht, Chlorid und Glycinat schneiden ähnlich ab. Oxid startet schwächer, holt über Wochen aber auf, und wer es gut verträgt, hat keinen Grund für einen Wechsel.

Je spezieller das Versprechen einer Magnesiumform, desto dünner meist die Studien dahinter.

Bei den Spezialformen fällt das Urteil noch nüchterner aus, denn bisher überzeugt keine von ihnen. Hinter ihren Versprechen stehen Tierversuche, eine unveröffentlichte Studie und Studien der Hersteller. Wer dafür deutlich mehr bezahlt, kauft vor allem Hoffnung.

Unsere Einordnung

Zuerst sollte geklärt werden, wie viel Magnesium pro Tag überhaupt nötig ist. Danach lohnt sich eine gut lösliche, sauber beschriftete Form, die der eigene Magen verträgt.

Sicherheitshinweis

Arbeiten die Nieren eingeschränkt, kann sich Magnesium ansammeln, egal aus welcher Verbindung es stammt.40 Dann sollte die Einnahme vorher ärztlich abgeklärt werden. Zu hohe Mengen zeigen sich meist als Durchfall, die typische unter den Nebenwirkungen von Magnesium.

Häufige Fragen

Magnesium oder Magnesiumcitrat: Worin liegt der Unterschied?

Das eine ist das Mineral, das andere seine Verbindung mit Citronensäure. Wie viel vom Mineral darin steckt, verrät die Angabe „mg Magnesium“ auf der Packung.

Ist Trimagnesiumdicitrat dasselbe wie Magnesiumcitrat?

Meist ja: Trimagnesiumdicitrat ist schlicht die exakte chemische Bezeichnung der gängigen Citratform. Entscheidend für den Vergleich ist die Magnesiummenge pro Portion, nicht der Name.

Hilft Magnesiumcitrat gegen Sodbrennen?

Nein, Citrat bindet keine Säure. Das kann zum Beispiel Magnesiumhydroxid. Häufiges Sodbrennen sollte ärztlich abgeklärt werden.

Magnesiummalat oder Magnesiumcitrat: Was ist besser?

Citrat, weil es am Menschen viel besser untersucht ist. Zu Malat gibt es fast nur Tierversuche und eine kleine Studie, die nie veröffentlicht wurde.

Bringt ein Magnesium-Komplex mehr als eine einzelne Form?

Belege dafür fehlen, denn verglichen hat das niemand. Sinnvoll ist eine Packung, die den Anteil jeder einzelnen Form offenlegt.

Was sagen Erfahrungen mit Magnesiumbisglycinat?

Erfahrungsberichte zeigen vor allem, was sich Menschen erhoffen. In einer Studie schliefen Erwachsene mit Bisglycinat etwas besser als mit Scheinpräparat, doch auch die Vergleichsgruppe schlief besser.

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Magnesium: der ÜberblickAlle Wirkungen mit Evidenz-Stufe, Formen, Dosis, Sicherheit
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Alle 40 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1PubChem (NIH), StoffdatenbankMolmassen der MagnesiumverbindungenMagnesiumanteil aus den Molmassen: Oxid 60,3 %, Hydroxid 41,7 %, Carbonat 28,8 %, Chlorid 25,5 %, Sulfat 20,2 % (Bittersalz 9,9 %), Citrat 16,2 % (mit Kristallwasser 11,9 %), Malat 15,5 %, Chlorid-Hexahydrat 12,0 %, Taurat 8,9 %, Threonat 8,3 %Referenzdaten
2Pardo et al. 2021, Nutrition14 VergleichsstudienOrganische Formen besser aufgenommen als anorganische; alle Formen halten bei Gesunden den SpiegelSystematischer Review
3Lindberg et al. 1990, J Am Coll NutrLöslichkeit im Labor und GesundeOxid löst sich bei viel Säure zu 43 %, Citrat in Wasser zu 55 %; nach Citrat mehr Magnesium im UrinLabor + kleine Studie
4Firoz & Graber 2001, Magnes ResGesunde, 4 PräparateOxid rund 4 % Aufnahme; Chlorid, Lactat und Aspartat gleich gut und besserKleine Studie
5Schutten et al. 2022, J Am Heart Assoc164 Erwachsene, 450 mg/Tag, 24 WochenBlutwert bei Citrat, Oxid und Sulfat gleich; im Urin Citrat vorn; Oxid weniger Magen-Darm-Beschwerden als Citrat, Sulfat mehr als PlaceboRCT, mitfinanziert von einem Rohstoffhersteller
6Zhang et al. 2016, J Nutr48 Studien, 2.131 PersonenBlutwert steigt mit Menge und Dauer, stabil nach ca. 20 WochenMeta-Analyse
7Fine et al. 1991, J Clin InvestGesunde, steigende Mengen zu einer MahlzeitAufgenommener Anteil fällt von 65 % auf 11 %; magensaftresistentes Chlorid viel schlechter aufgenommenKontrollierte Messstudie
8Blancquaert et al. 2019, Nutrients15 Präparate im Labor, 30 PersonenAuflösung und Aufnahme stark je Präparat verschiedenLabor + kleine Studie, herstellerfinanziert
9Schuchardt & Hahn 2017, Curr Nutr Food SciÜbersicht zur AufnahmeSalzform weniger wichtig als gedacht; Menge und Versorgungslage entscheidenderÜbersichtsarbeit
10Walker et al. 2003, Magnes Res46 Gesunde, 300 mg/Tag, 60 TageCitrat höchster Blutwert; Oxid nicht anders als PlaceboKontrollierte Studie
11EFSA ANS Panel 2018, EFSA JGutachten Dimagnesiummalat; darin 14 Gesunde, 150 mgNach Dimagnesiummalat mehr Magnesium im Blut als nach OxidBehördengutachten, Studie unveröffentlicht
12McFarlin et al. 2025, J Med Food20 Gesunde, je eine PortionHydroxid und Citrat aus Meerwasser: mehr Magnesium im Urin als Placebo, untereinander gleichKleine Studie, herstellerfinanziert
13Ivanovic et al. 2022, BioMetals61 junge Frauen, 10 TageOxid-Granulat mit deutlichstem Anstieg; Carbonat-Brausetabletten ohne AnstiegKleine Studie
14Kappeler et al. 2017, BMC Nutr20 gesunde Männer, je eine PortionCitrat mehr in Urin und Blut als OxidRCT, herstellerfinanziert
15Peikert et al. 1996, Cephalalgia81 Erwachsene mit Migräne, 600 mg als Trimagnesiumdicitrat, 12 WochenAnfälle −41,6 % gegenüber −15,8 % mit Placebo; Durchfall bei 18,6 %RCT
16Frusso et al. 1999, J Fam Pract45 Erwachsene mit WadenkrämpfenCitrat nicht besser als PlaceboKleine RCT
17Izzo et al. 1996, Magnes ResÜbersichtsarbeitMagnesiumsalze binden Wasser im Darm; Hydroxid neutralisiert SäureÜbersichtsarbeit
18Mori et al. 2021, NutrientsÜbersichtsarbeitMagnesiumoxid in Ostasien seit Langem als Abführmittel genutztÜbersichtsarbeit
19Lutsey et al. 2018, Nutrients59 Erwachsene, 400 mg als Oxid, 10 WochenBlutwert stärker gestiegen als mit Placebo; Verdauungsveränderungen 50 % gegenüber 7 %Kontrollierte Pilotstudie
20Shechter et al. 2012, Magnes Res41 Gesunde, je 1 MonatOxid (520 mg) hob Zell-Magnesium stärker als Citrat (296 mg)Kontrollierte Studie, ungleiche Mengen
21Hartle et al. 2016, FASEB JDarmzellen im Labor, 5 FormenGepuffertes Bisglycinat etwas unter reinem Bisglycinat, nicht signifikantZellversuch, Autoren beim Hersteller
22Schuette et al. 1994, JPEN12 Patienten nach DarmoperationGesamt kein Unterschied; bei schlechter Aufnahme 23,5 % statt 11,8 %; besser vertragen als OxidKleine kontrollierte Studie
23Pajuelo et al. 2024, Nutrients40 Gesunde, je eine PortionKein messbarer Anstieg nach Bisglycinat, Anstieg nach Oxid und CitratRCT, Hersteller einer Konkurrenzform
24Schuster et al. 2025, Nat Sci Sleep155 Erwachsene, 250 mg als Bisglycinat, 4 WochenSchlafprobleme stärker zurückgegangen als mit Placebo, kleiner EffektRCT
25Uysal et al. 2019, Biol Trace Elem ResRatten, 5 FormenMalat am längsten hoch im Blut; Acetyltaurat im Gehirn am höchstenTierversuch
26Ates et al. 2019, Biol Trace Elem ResMäuse, 4 Formen, 3 MengenCitrat hob Muskel- und Gehirnwerte, Malat ohne VorsprungTierversuch
27Ferreira et al. 2019, MedwaveAuswertung von 7 ÜbersichtsarbeitenMagnesium + Apfelsäure: wenig oder kein Unterschied bei SchmerzenEvidenzübersicht
28Shrivastava et al. 2019, J Tradit Complement MedRattenMagnesiumtaurat: Effekte auf Blutdruck und Herz im TiermodellTierversuch
29Kumar et al. 2026, Neuromolecular MedRattenMagnesium-Acetyltaurat brachte mehr Magnesium ins Gehirn als ThreonatTierversuch
30Slutsky et al. 2010, NeuronRattenThreonat hob Magnesium im Gehirn, bessere LernleistungTierversuch
31Liu et al. 2016, J Alzheimers Dis44 Erwachsene (50–70 J.) mit Gedächtnisproblemen, 12 WochenBessere Gesamtleistung in Denktests als mit PlaceboRCT, finanziert vom Entwickler
32Lopresti & Smith 2026, Front Nutr100 Erwachsene (18–45 J.), 2 g, 6 WochenDenktest-Gesamtwert besser; logisches Denken, Schlafstörungen und Schlafring ohne UnterschiedRCT, herstellerfinanziert
33Hausenblas et al. 2024, Sleep Med X80 Erwachsene mit Schlafproblemen, 1 g, 21 TageBessere Schlafring-Werte für Tief- und TraumschlafRCT, vom Vertreiber finanziert
34Ni et al. 2023, Breast Cancer (Dove)109 Frauen nach Brustkrebs-OP, 12 WochenKein Unterschied bei Schlaf, Stimmung und DenkleistungRCT ohne Herstellerbezug
35Bøhmer et al. 1990, Magnes Trace Elem18 StudentinnenKein Unterschied zwischen Citrat/Lactat, Hydroxid und Chlorid im UrinKleine Studie
36Merschmann et al. 2025, Mol Nutr Food ResKontrollierte Studien an GesundenCitrat und Chlorid gut, Oxid schlecht verfügbarÜbersichtsarbeit
37Gröber et al. 2017, NutrientsÜbersichtsarbeitAufnahme über die Haut nicht belegtÜbersichtsarbeit
38Siener et al. 2011, Urol Res13 gesunde junge Männer, je 450 mgUrin-Magnesium +40 % nach Brausetablette, +20 % nach KapselKleine Studie im Wechsel
39Kunz et al. 2023, BMJ Open39 Brausetabletten aus DeutschlandMagnesium-Brausetabletten im Schnitt 233 mg Natrium; nur 5 von 39 mit AngabeLaboranalyse
40Rosner et al. 2023, Mayo Clin ProcÜbersichtsarbeitAnreicherung bei eingeschränkter NierenfunktionÜbersichtsarbeit

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