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Mönchspfeffer · 15 Quellen ausgewertet

Mönchspfeffer Dosierung: Wie viel, wann und wie lange?

Auf jeder Packung steht eine andere Milligramm-Zahl, und kaum eine verrät, ob mehr davon auch mehr bewirkt. Die Studien geben darauf eine erstaunlich genaue, aber eng begrenzte Antwort.

Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 202615 QuellenLesezeit 8 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

In Studien nahmen Frauen meist einmal täglich eine Tablette oder Kapsel mit Trockenextrakt aus den Früchten, mit Mengenangaben zwischen gut drei und vierzig Milligramm, oder vierzig bis sechzig Tropfen. Diese Zahlen lassen sich zwischen Präparaten kaum vergleichen. Eine höhere Menge desselben Extrakts brachte keinen Vorteil. Bewertet wurde meist nach drei Zyklen, die längsten Studien liefen etwa ein halbes Jahr.

Auf dieser Seite 5 Abschnitte
  1. Welche Mönchspfeffer-Dosierung wurde in Studien verwendet?
  2. Mönchspfeffer-Einnahme: Wann einnehmen, morgens oder abends?
  3. Wie schnell wirkt Mönchspfeffer?
  4. Wie lange sollte man Mönchspfeffer einnehmen, auch dauerhaft?
  5. Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Im Regal stehen die Schachteln dicht an dicht, und jede trägt eine andere Zahl. Mal ist sie klein, mal doppelt so groß. Daneben warten Fläschchen mit Tropfen, auf denen gar keine Milligramm vermerkt sind. Naheliegend wäre die Annahme, dass die größere Zahl auch stärker wirkt, doch genau das stimmt bei Mönchspfeffer nur bedingt, weil die Mengen auf ganz unterschiedliche Weise angegeben werden. Was die Forschung tatsächlich verabreicht hat, ist dagegen gut dokumentiert.

Welche Mönchspfeffer-Dosierung wurde in Studien verwendet?

In den Studien nahmen Frauen meist einmal täglich eine Extrakt-Tablette, deren Gehalt je nach Präparat stark schwankte. Das liegt an der Herstellung. Ein solcher Extrakt wird aus den getrockneten Früchten des Mönchspfeffer-Strauchs gewonnen und dabei eingedickt, sodass in einer Tablette mit wenigen Milligramm die Inhaltsstoffe einer viel größeren Menge Früchte stecken können. Am häufigsten tauchen 20 mg Trockenextrakt auf12 oder ein Extrakt, der 40 mg getrockneten Früchten entspricht.3 Dabei ging es fast immer um Beschwerden vor der Periode, das prämenstruelle Syndrom (PMS), oder um zyklisches Brustspannen.

Doch es geht auch viel kleiner. So bekamen Frauen in einer iranischen Untersuchung vier Monate lang Tabletten mit nur 3 bis 5 mg Trockenextrakt am Tag,4 und in einer Studie zum PCO-Syndrom, einer häufigen Hormonstörung mit unregelmäßigem Zyklus, waren es knapp 6 mg.5 Hinzu kommen Tropfenlösungen. Davon wurden meist vierzig Tropfen am Tag gegeben, in einer Studie auch zweimal dreißig.67 Ob Mönchspfeffer-Tropfen oder Tabletten besser abschneiden, hat allerdings niemand direkt verglichen.

Eine allgemeine Tagesmenge folgt daraus nicht. Jede Studie prüfte ein bestimmtes Präparat in einer bestimmten Menge, und ihr Ergebnis gilt zunächst nur für genau dieses Paar. Für zyklisches Brustspannen ist ein Nutzen solcher Extrakte wahrscheinlich.8 Ob sie bei Beschwerden vor der Periode helfen, ist dagegen trotz vieler kleiner Studien noch offen, wie der Überblick zur Wirkung von Mönchspfeffer zeigt.

So wurde gemessen
  • Extrakt in Tablettenform: Dosisstudie mit 162 Frauen über drei Zyklen, 8, 20 oder 30 mg desselben Extrakts gegen Placebo.1 Offene Studie mit 50 Frauen, eine Tablette mit 20 mg Extrakt pro Tag.2 Chinesische Studie mit 217 Frauen, Extrakt aus 40 mg Früchten pro Tag.3
  • Niedrige Milligramm-Zahlen: 102 Frauen, 3,2 bis 4,8 mg Trockenextrakt täglich über 16 Wochen.4 60 Frauen mit PCO-Syndrom, 5,8 mg täglich über 12 Wochen.5
  • Tropfen: 128 Frauen, 40 Tropfen nur an sechs Tagen vor der Periode, sechs Zyklen.6 97 Frauen, 2 × 30 Tropfen täglich, drei Zyklen.7
  • Brustspannen: fünf Placebo-Studien mit Mönchspfeffer gebündelt, mittlerer Effekt (SMD −0,64), Studien methodisch eher schwach.8

Mönchspfeffer 20 mg oder 40 mg: Was ist der Unterschied?

Die beiden Zahlen beschreiben oft gar nicht dieselbe Größe, und deshalb ist die größere nicht automatisch doppelt so viel. Bei manchen Präparaten bezeichnet die Zahl die Menge des fertigen Extrakts. Bei anderen ist es die Menge getrockneter Früchte, aus der dieser Extrakt gewonnen wurde. In der großen chinesischen PMS-Studie etwa entsprach der Extrakt 40 mg Früchten,3 während eine Schweizer Arbeitsgruppe 20 mg des Extrakts selbst angab.2

Wie viel von den Inhaltsstoffen tatsächlich in der Tablette steckt, hängt also davon ab, wie stark der Extrakt eingedickt wurde. Das verrät erst das Verhältnis von Früchten zu Extrakt, das manche Hersteller auf der Packung oder im Beipackzettel angeben. Fehlt diese Angabe, hilft der Vergleich der Milligramm kaum weiter. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Präparat einem geprüften Extrakt in der geprüften Menge entspricht, und für diese Frage zählt, was hinter dem jeweiligen Mönchspfeffer-Extrakt steckt, mehr als jede Zahl auf der Schachtel.

So wurde gemessen
  • Angabe als Früchte: Extrakt „entsprechend 40 mg Droge“, also 40 mg getrockneter Früchte als Ausgangsmenge.3
  • Angabe als Extrakt: „20 mg nativer Extrakt“ je Tablette, einmal täglich über drei Zyklen.2

Mönchspfeffer hochdosiert: Hilft mehr auch mehr?

In der einzigen Studie, die verschiedene Mengen desselben Extrakts verglich, brachte die höchste Menge keinen Vorteil. Eine Arbeitsgruppe teilte Frauen mit PMS dafür auf vier Gruppen auf, die drei Zyklen lang 8, 20 oder 30 mg Extrakt oder ein Scheinpräparat (Placebo) bekamen.1 Die mittlere Menge linderte die Beschwerden stärker als das Placebo und als die kleinste. Die größte übertraf sie nicht.

Noch deutlicher zeigt eine ältere Untersuchung mit gesunden Männern, dass sich die Wirkung mit der Menge sogar umkehren kann. Zwei Wochen lang bekamen sie Extrakt aus 120, 240 oder 480 mg Früchten am Tag.9 Bei der kleinsten Menge stieg das Hormon Prolaktin, das unter anderem die Milchbildung steuert, bei den größeren sank es leicht. Das zeigt, dass Mönchspfeffer in einen hormonellen Regelkreis eingreift. Mehr bewirkt dort nicht einfach mehr.

Für hochdosierte Präparate fehlen damit Studien, die einen zusätzlichen Nutzen zeigen. Über die Verträglichkeit großer Mengen über viele Monate ist zudem wenig bekannt. Die Aufschrift „hochdosiert“ sagt deshalb wenig, solange niemand weiß, worauf sich die Zahl bezieht.

So wurde gemessen
  • Dosisvergleich: 162 Frauen mit PMS, drei Zyklen. 20 mg besser als Placebo und besser als 8 mg; 30 mg nicht besser als 20 mg. Die Autoren sehen darin eine Begründung für 20 mg dieses einen Extrakts.1
  • Hormonstudie: 20 gesunde Männer, je 14 Tage drei Mengen oder Placebo. Prolaktin über 24 Stunden bei der kleinsten Menge erhöht, bei den höheren leicht gesenkt; nach Stimulationstest bei der höchsten Menge deutlich gesenkt.9

Mönchspfeffer-Einnahme: Wann einnehmen, morgens oder abends?

Ob morgens oder abends besser ist, hat keine Studie verglichen. Meist nahmen die Frauen ihre Tablette einmal am Tag,102 ohne dass die Zusammenfassungen eine feste Uhrzeit nennen. Eine Ausnahme ist eine neuere Studie zu Wechseljahresbeschwerden, in der die Kapsel nach dem Frühstück an der Reihe war.11 Tropfen wurden in einer anderen Studie auf zwei Portionen verteilt.7

Spannender ist eine andere Frage. Muss es jeden Tag sein? Die meisten Studien ließen das Präparat täglich über ganze Zyklen nehmen, auch an den Tagen der Blutung.10 Eine iranische Studie ging dagegen einen eigenen Weg und gab die Tropfen nur an den sechs Tagen vor der Periode, und zwar ein halbes Jahr lang.6 Auch damit gingen die Beschwerden stärker zurück als mit dem Scheinpräparat, doch ob diese kürzere Einnahme ebenso gut wirkt wie die tägliche, wurde nie direkt geprüft.

Im Alltag spricht deshalb nichts gegen den Zeitpunkt, an dem die Einnahme am seltensten vergessen wird. Bei einem zugelassenen Arzneimittel steht der empfohlene Zeitpunkt im Beipackzettel. Daran lohnt es sich zu halten.

Wie schnell wirkt Mönchspfeffer?

In den Studien zeigte sich ein Unterschied zum Placebo frühestens nach einigen Wochen. Bewertet wurde in den meisten Fällen allerdings erst nach drei Zyklen. Am schnellsten ging es in einer tschechischen Studie zu Brustspannen, in der die Frauen schon nach dem ersten Zyklus mit Tropfen deutlich weniger Schmerzen hatten als mit dem Scheinpräparat.7 Nach dem dritten Zyklus war der Vorsprung dagegen kaum noch sicher, weil sich auch die Placebogruppe weiter besserte.

Bei Frauen nach den Wechseljahren dauerte es eher länger. In einer kleinen iranischen Studie mit Tropfen zeigte ein Fragebogen zur Sexualität nach vier Wochen noch keinen Unterschied, nach sechs Wochen dagegen schon.12 Eine andere Studie fand schwächere Hitzewallungen bereits nach einem Monat. Sie wurde allerdings vom Hersteller des Extrakts mitfinanziert,11 und gerade solche Befunde machen die Frage, was Mönchspfeffer in den Wechseljahren leisten kann, so schwer zu beantworten.

Dazu kommt ein Effekt, der jede Einschätzung im Alltag erschwert: Auch ohne Wirkstoff fühlen sich viele Frauen besser. In der großen chinesischen PMS-Studie lag der Placebo-Effekt bei rund der Hälfte.3 Nach ein oder zwei Monaten lässt sich deshalb kaum sagen, ob eine Besserung vom Mönchspfeffer stammt oder von der Erwartung, vom Zufall oder von einem ruhigeren Monat. Dafür hilft ein Beschwerdetagebuch. Am meisten verrät es, wenn es schon vor der ersten Tablette beginnt und über mehrere Zyklen geführt wird.

So wurde gemessen
  • Brustspannen: Schmerz auf einer 100-mm-Skala nach einem Zyklus −21 vs. −11 mm, nach zwei Zyklen −34 vs. −20 mm, nach drei Zyklen −34 vs. −26 mm, Unterschied zuletzt nur noch knapp und nicht mehr sicher.7
  • Wechseljahre: 60 Frauen von 50 bis 70 Jahren, 40 Tropfen täglich, Fragebogen nach 4, 6 und 8 Wochen; Unterschied ab Woche 6.12 60 Frauen, eine Kapsel täglich, Hitzewallungen an Tag 30 und 60 schwächer.11
  • Placebo-Effekt: PMS-Tagebuch mit Extrakt von 29 auf 6 Punkte, mit Placebo von 28 auf 13 Punkte.3

Wie lange sollte man Mönchspfeffer einnehmen, auch dauerhaft?

Geprüft ist Mönchspfeffer über wenige Wochen bis etwa sechs Zyklen, für eine dauerhafte Einnahme fehlen Studien. Die meisten Placebo-Studien liefen drei Zyklen lang,1031 einzelne über vier Monate,4 und eine iranische Studie begleitete Frauen über sechs Zyklen.6 Länger lief keine kontrollierte Studie mit Mönchspfeffer allein.

Was nach dem Absetzen geschieht, hat eine Schweizer Studie verfolgt. Frauen mit PMS nahmen drei Zyklen lang Extrakt und wurden danach noch drei weitere Zyklen beobachtet. Dabei kehrten die Beschwerden allmählich zurück, lagen aber auch am Ende noch etwas unter dem Ausgangswert.2 Weil eine Vergleichsgruppe fehlte, lässt sich allerdings nicht trennen, was davon auf den Mönchspfeffer zurückgeht und was auf die Erwartung der Teilnehmerinnen.

Über ein halbes Jahr hinaus gibt es zur Verträglichkeit keine Daten aus kontrollierten Studien mit Mönchspfeffer allein. Eine Studie über ein ganzes Jahr existiert zwar, sie prüfte aber eine Mischung mit Soja und weiteren Zutaten,13 und solche Mischpräparate sagen über den Einzelstoff wenig. Deshalb ist es sinnvoll, nach einigen Zyklen Bilanz zu ziehen und eine längere Einnahme mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt zu besprechen. Das gilt besonders, wenn die Beschwerden trotz Mönchspfeffer bleiben. Dann sollte die Ursache ärztlich geklärt werden.

So wurde gemessen
  • Typische Dauer: drei Zyklen in den großen PMS-Studien mit 170, 217 und 162 Frauen.1031 16 Wochen in einer Studie mit 102 Frauen.4 Sechs Zyklen mit Tropfen vor der Periode, 128 Frauen.6
  • Nach dem Absetzen: 43 Frauen ausgewertet, drei Zyklen Einnahme, drei Zyklen Beobachtung; Beschwerdewert unter Einnahme um 42,5 % gesunken, drei Zyklen nach dem Absetzen noch 20 % unter dem Ausgangswert.2
  • Ein Jahr: 180 Frauen nach der Menopause, Mischung mit Mönchspfeffer, Soja-Isoflavonen, Magnolie und Milchsäurebakterien gegen Isoflavone allein, zwölf Monate.13

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Ob Mönchspfeffer Nebenwirkungen auslöst, ist bislang ungeklärt, auch wenn die meisten Frauen ihn in Studien gut vertrugen. In der bekanntesten Placebo-Studie mit 170 Frauen klagten über drei Zyklen 4 gegenüber 3 Frauen unter dem Scheinpräparat über leichte Beschwerden.10 Zwei weitere Placebo-Studien kamen zum selben Ergebnis.714 Genannt werden vor allem Übelkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Zyklusveränderungen, Akne und Hautausschlag, meist mild und vorübergehend.15 Doch die Studien waren kurz. Für seltene Reaktionen waren sie außerdem zu klein, und unter den gemeldeten Nebenwirkungen nennt die europäische Arzneimittelbehörde auch schwere allergische Reaktionen.

Sicherheitshinweis

Bei Schwellungen im Gesicht, Atemnot oder Schluckbeschwerden nach der Einnahme ist sofort ärztliche Hilfe nötig, notfalls über die 112.

Hinzu kommen Situationen, in denen Mönchspfeffer nicht ohne Rücksprache genommen werden sollte: in Schwangerschaft und Stillzeit, bei hormonabhängigen Erkrankungen wie Brustkrebs, während einer Kinderwunschbehandlung, bei hormoneller Verhütung und zusammen mit Medikamenten, die am Botenstoff Dopamin ansetzen. Weil viele Frauen Mönchspfeffer bei Kinderwunsch nehmen, ist es ratsam, die Einnahme bei einem positiven Schwangerschaftstest zu beenden. Für die meisten dieser Warnungen gibt es keine Studien. Stattdessen folgen sie aus der hormonellen Wirkung der Pflanze, und gerade das macht die Nebenwirkungen von Mönchspfeffer so schwer abzuschätzen. Anhaltende Zwischenblutungen oder Zyklusveränderungen gehören deshalb in ärztliche Hände.

So wurde gemessen
  • Placebo-Studien: leichte Nebenwirkungen bei 4 vs. 3 Frauen (170 Frauen),10 5 vs. 4 (97 Frauen),7 keine (37 ausgewertete Frauen).14
  • Übersicht aller Sicherheitsdaten: Studien, Anwendungsbeobachtungen und Meldesysteme zu Präparaten mit Mönchspfeffer allein; Beschwerden überwiegend leicht und nach dem Absetzen rückläufig.15

Unsere Einordnung

Die Studien liefern keine Einheitsdosis, sondern geprüfte Paare aus Extrakt und Menge. Mehr vom selben Extrakt brachte keinen Vorteil, und die Milligramm-Zahlen verschiedener Präparate lassen sich nur vergleichen, wenn klar ist, worauf sie sich beziehen. Über ein halbes Jahr hinaus ist die Einnahme kaum untersucht.

Häufige Fragen

Wie viel Mönchspfeffer am Tag?

Eine allgemeingültige Tagesmenge gibt es nicht. In den Studien war es meist eine Tablette oder Kapsel am Tag, deren Mengenangabe je nach Präparat zwischen wenigen und vierzig Milligramm lag, oder eine Tropfenlösung. Maßgeblich ist deshalb die Angabe des jeweiligen Präparats.

Wie nimmt man Mönchspfeffer ein?

In den Studien wurden Tabletten und Kapseln einmal täglich geschluckt, Tropfen ein- oder zweimal am Tag. Eine Studie gab die Tropfen nur an den sechs Tagen vor der Periode.6 Ob die Einnahme zum Essen einen Unterschied macht, ist nicht untersucht.

Muss man Mönchspfeffer während der Periode pausieren?

In den meisten Studien wurde der Extrakt ohne Pause über ganze Zyklen genommen, also auch an den Tagen der Blutung. Eine Pause während der Periode ist damit nicht vorgesehen, aber auch nicht gegen die tägliche Einnahme getestet worden.

Was passiert, wenn man Mönchspfeffer absetzt?

In einer Studie ohne Vergleichsgruppe kehrten die Beschwerden vor der Periode nach dem Absetzen allmählich zurück, blieben aber drei Zyklen später noch etwas schwächer als zu Beginn.2

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Alle 15 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1Schellenberg et al. 2012, Phytomedicine1 RCT, 162 Frauen mit PMS, drei Mengen eines Extrakts (8, 20, 30 mg) oder Placebo, 3 Zyklen20 mg wirksamer als Placebo und als 8 mg; 30 mg ohne Vorteil gegenüber 20 mgRCT (Dosisvergleich)
2Berger et al. 2000, Arch Gynecol Obstet50 Frauen mit PMS (43 ausgewertet), 20 mg Extrakt täglich über 3 Zyklen, danach 3 Zyklen Beobachtung, ohne KontrollgruppeBeschwerdewert −42,5 %; nach dem Absetzen allmähliche Rückkehr, 3 Zyklen später noch 20 % unter AusgangswertOffene Studie
3He et al. 2009, Maturitas1 RCT, 217 Frauen mit mittlerem bis schwerem PMS, Extrakt entsprechend 40 mg Früchten oder Placebo, 3 ZyklenTagebuch-Summe 29,2 → 6,4 vs. 28,1 → 12,6 Punkte; Placebo-Effekt rund 50 %RCT
4Heirati et al. 2021, J Educ Health Promot1 RCT, 102 Frauen im gebärfähigen Alter, Tablette mit 3,2 bis 4,8 mg Trockenextrakt oder Placebo, 16 WochenGesamtwert Sexualfunktion nach 16 Wochen besser als Placebo, kein EinzelbereichRCT
5Hatami et al. 2026, JBRA Assist Reprod1 RCT, 60 Frauen mit PCO-Syndrom, 5,8 mg Extrakt täglich oder Placebo, 12 Wochenhäufigere Regelblutungen und bessere Stoffwechselwerte als unter PlaceboRCT
6Zamani et al. 2012, Acta Med Iran1 RCT, 128 Frauen mit PMS, 40 Tropfen an den 6 Tagen vor der Periode oder Placebo, 6 ZyklenBeschwerden stärker gebessert als unter PlaceboRCT
7Halaska et al. 1999, Breast1 RCT, 97 Frauen mit zyklischem Brustspannen, 2 × 30 Tropfen täglich oder Placebo, 3 ZyklenSchmerz nach 1 und 2 Zyklen stärker gesunken als unter Placebo, nach 3 Zyklen nur noch knapp; Nebenwirkungen 5 vs. 4RCT
8Mirzaee et al. 2022, Rev Bras Ginecol Obstet20 Studien zu Pflanzenmitteln, davon 5 mit Mönchspfefferzyklischer Brustschmerz gegenüber Kontrolle gesenkt (SMD −0,64), Studien methodisch eher schwachMeta-Analyse
9Merz et al. 1996, Exp Clin Endocrinol Diabetes20 gesunde Männer, Extrakt aus 120, 240 oder 480 mg Früchten täglich oder Placebo, je 14 TageProlaktin bei der kleinsten Menge erhöht, bei den größeren leicht gesenkt; gut verträglichPlacebo-Studie (Laborwert)
10Schellenberg 2001, BMJ1 RCT, 170 Frauen mit PMS, 1 Tablette Trockenextrakt täglich oder Placebo, 3 ZyklenAnsprechen 52 vs. 24 %; leichte Nebenwirkungen 4 vs. 3 FrauenRCT
11Reddy et al. 2026, Cureus1 RCT, 60 Frauen nach der Menopause, 1 Kapsel täglich nach dem Frühstück oder Placebo, 60 TageHitzewallungen und Nachtschweiß an Tag 30 und 60 schwächer als unter Placebo; vom Hersteller mitfinanziertRCT (herstellerfinanziert)
12Zohreh et al. 2023, J Educ Health Promot1 RCT, 60 Frauen von 50 bis 70 Jahren nach der Menopause, 40 Tropfen täglich oder Placebo, 8 WochenSexualfunktion nach 4 Wochen gleich, nach 6 und 8 Wochen besser als unter PlaceboRCT
13De Franciscis et al. 2017, Nutrients180 Frauen nach der Menopause, Mischung mit Mönchspfeffer, Soja-Isoflavonen, Magnolie und Milchsäurebakterien oder Isoflavone allein, 12 MonateBrustdichte, Gebärmutterschleimhaut und Leberwerte ohne wesentlichen Unterschied; MischpräparatKontrollierte Studie (Mischpräparat)
14Milewicz et al. 1993, Arzneimittelforschung1 RCT, 52 Frauen mit Gelbkörperschwäche (37 ausgewertet), 20 mg täglich oder Placebo, 3 Monatekeine Nebenwirkungen beobachtetRCT
15Daniele et al. 2005, Drug Safalle verfügbaren Sicherheitsdaten zu Einzelpräparaten aus Studien und MeldesystemenNebenwirkungen mild und vorübergehend, am häufigsten Übelkeit, Kopfschmerz, Magen-Darm-Beschwerden, Zyklusstörungen, Akne, Juckreiz und AusschlagSystematischer Review

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