Stoff, Wirkung oder Frage
Mönchspfeffer · 12 Quellen ausgewertet

Mönchspfeffer in den Wechseljahren: Hilft er wirklich?

Hitzewallungen, unruhige Nächte, gereizte Tage: Viele Frauen suchen in den Wechseljahren nach einer pflanzlichen Hilfe. Mönchspfeffer wird oft genannt, doch geprüft wurde er erstaunlich selten.

Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 202612 QuellenLesezeit 8 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

Ob Mönchspfeffer in den Wechseljahren hilft, ist unklar, es gibt erste Hinweise. Zwei kleine Studien mit zusammen gut hundert Frauen fanden mit dem Extrakt weniger Beschwerden als mit einem Scheinpräparat, eine davon hat der Hersteller mitfinanziert. Die größte Studie prüfte Mönchspfeffer zusammen mit Johanniskraut und fand keinen Unterschied. Bei Brustkrebs in der Vorgeschichte oder Hormonersatz ist vorher ärztlicher Rat nötig.

Auf dieser Seite 7 Abschnitte
  1. Hilft Mönchspfeffer in den Wechseljahren?
  2. Wie wirkt Mönchspfeffer in den Wechseljahren?
  3. Hilft Mönchspfeffer gegen Hitzewallungen?
  4. Hilft Mönchspfeffer bei Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren?
  5. Mönchspfeffer in der Perimenopause: Ist das sinnvoll?
  6. Mönchspfeffer in den Wechseljahren: Was taugen Erfahrungsberichte?
  7. Für wen ist Mönchspfeffer in den Wechseljahren riskant?

In Kermanshah, einer Stadt im Westen Irans, verteilte eine Klinik im Jahr 2017 an gut fünfzig Frauen in den Wechseljahren unscheinbare Kapseln. Die Hälfte enthielt einen Extrakt aus den Früchten des Mönchspfeffers, die andere Hälfte nichts Wirksames, und keine der Frauen wusste, was sie schluckte.1 Diese kleine Studie ist bis heute eine von nur zweien, die Mönchspfeffer allein so gegen ein Scheinpräparat geprüft haben. Das ist bemerkenswert wenig für eine Pflanze, die in Apotheken und Ratgebern so selbstverständlich als Helfer für die Wechseljahre gilt. Was diese wenigen Studien zeigen, und was nicht, lohnt deshalb einen genauen Blick.

Hilft Mönchspfeffer in den Wechseljahren?

Ob Mönchspfeffer gegen Wechseljahresbeschwerden hilft, ist unklar, es gibt aber erste Hinweise. In der iranischen Studie hatten die Frauen mit dem Extrakt nach acht Wochen insgesamt weniger Beschwerden als die Frauen mit dem Scheinpräparat (Placebo).1 Eine zweite Studie aus dem indischen Bengaluru kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Sechzig Frauen nach der letzten Regelblutung nahmen zwei Monate lang täglich eine Kapsel, und auch hier schnitt der Extrakt besser ab.2 Zusammen sind das gut hundert Frauen. Für ein so verbreitetes Mittel ist das erstaunlich wenig.

Dazu kommt ein Haken, der das Fundament weiter schwächt. Die indische Studie hat der Hersteller des geprüften Extrakts mitbezahlt, und mehrere Autoren arbeiten dort.2 Das macht das Ergebnis nicht falsch. Doch solche Studien fallen erfahrungsgemäß häufiger günstig aus. Unabhängige Wiederholungen in anderen Ländern und mit mehr Teilnehmerinnen fehlen bislang.

Noch schwerer wiegt, was die größte Studie zum Thema fand. In Melbourne bekamen hundert Frauen spät in den Wechseljahren oder danach vier Monate lang Tabletten, die Mönchspfeffer zusammen mit Johanniskraut enthielten, oder ein Scheinpräparat.3 Am Ende ging es beiden Gruppen besser. Ein Unterschied zwischen ihnen blieb aber aus. Eine Übersichtsarbeit, die alle Placebo-Studien zu Pflanzen in den Wechseljahren sichtete, kam deshalb zum selben Schluss.4 Weil diese Studie eine Mischung prüfte, sagt sie über Mönchspfeffer allein zwar nur begrenzt etwas aus. Ein deutliches Plus der Pflanze hätte sie aber kaum übersehen.

So wurde gemessen
  • Iran 2017: 52 Frauen, zufällig in zwei gleich große Gruppen geteilt, doppelblind, Vitex-Extrakt oder Placebo über 8 Wochen. Ausgewertet mit der Greene-Skala, einem Fragebogen zu Wechseljahresbeschwerden: Gesamtwert mit Extrakt niedriger (p < 0,05).1
  • Indien 2026: 60 Frauen von 40 bis 65 Jahren nach der Menopause, eine Kapsel täglich nach dem Frühstück über 60 Tage. Menopause Rating Scale und Kupperman-Index gegenüber Placebo verbessert. Gemeinsam bezahlt von zwei Extrakt-Firmen; mehrere Autoren bei den Geldgebern angestellt.2
  • Australien 2009: 100 Frauen, Johanniskraut plus Vitex zweimal täglich oder Placebo, 16 Wochen; 93 beendeten die Studie. Hauptziel war die Zahl der Hitzewallungen; weder dort noch bei Greene-Skala, Depressionsfragebogen oder Lebensqualität ein Unterschied.3
  • Übersicht: Unter den Placebo-Studien war diese Kombination die einzige mit Mönchspfeffer; ein Zusammenrechnen der Studien gab es nicht.4

Wie wirkt Mönchspfeffer in den Wechseljahren?

Genau weiß das niemand, denn Mönchspfeffer greift vermutlich an der Hormonsteuerung im Gehirn an. Die Europäische Arzneimittel-Agentur geht davon aus, dass die Früchte auf die Hirnanhangdrüse und das darüber liegende Steuerzentrum wirken, und hält eine dopaminartige wie eine östrogenartige Wirkung für möglich.5 Dopamin ist ein Botenstoff, der unter anderem die Ausschüttung des Hormons Prolaktin bremst. Das passt zu einer kleinen Studie an gesunden Männern, bei denen sich der Prolaktinspiegel unter Mönchspfeffer veränderte, und zwar je nach Dosis in die eine oder andere Richtung.6

Warum das ausgerechnet Hitzewallungen lindern sollte, bleibt allerdings offen. Hitzewallungen entstehen, weil mit dem sinkenden Östrogen die Temperaturregelung im Gehirn empfindlicher wird. Eine östrogenartige Wirkung könnte hier ansetzen, doch ob die Inhaltsstoffe der Frucht im Körper wirklich so wirken, ist am Menschen nicht geklärt. Bezeichnend ist auch, wofür die Behörde Mönchspfeffer überhaupt anerkennt. Das ist das prämenstruelle Syndrom, bei dem Mönchspfeffer am besten erforscht ist, also Beschwerden in den Tagen vor der Regel.5 Die Wechseljahre gehören nicht dazu.

Hilft Mönchspfeffer gegen Hitzewallungen?

Auch hier ist die Antwort unklar, mit ersten Hinweisen. In beiden kleinen Placebo-Studien wurden die Hitzewallungen mit dem Extrakt schwächer, in der indischen auch der nächtliche Schweiß, und zwar schon nach einem Monat.12 Doch die Studie, die die Hitzewallungen am genauesten erfasste, ist wieder die australische. Dort führten die Frauen täglich Buch über jede Wallung, und die Zahl sank mit der Kombination aus Mönchspfeffer und Johanniskraut nicht stärker als mit dem Scheinpräparat.3

Wer im Internet nach Belegen sucht, stößt außerdem auf Studien mit beeindruckenden Zahlen. In Israel etwa gingen die Hitzewallungen mit einer Mischung aus sechs Pflanzen um fast drei Viertel zurück.7 Ähnlich erfolgreich war in Thailand ein Präparat aus vier Pflanzenstoffen.8 In beiden Mischungen steckte auch Mönchspfeffer, aber eben neben Traubensilberkerze, Soja oder Rotklee, die selbst gegen Wechseljahresbeschwerden erforscht werden. Welcher Bestandteil wirkte, lässt sich aus solchen Studien nicht herauslesen.

Für Mönchspfeffer allein bleibt damit wenig übrig, und Mischpräparate sagen über die einzelne Pflanze nichts. Bei starken Hitzewallungen, die den Schlaf oder den Alltag stören, lohnt sich ein Gespräch in der frauenärztlichen Praxis, denn dafür gibt es Behandlungen mit deutlich besserer Studienlage.

So wurde gemessen
  • Mönchspfeffer allein: Iran, Teilwert Hitzewallungen der Greene-Skala nach 8 Wochen niedriger als mit Placebo (p < 0,05).1 Indien, Schwere von Hitzewallungen und Nachtschweiß an Tag 30 und 60 geringer (p = 0,001), herstellerfinanziert.2
  • Kombination mit Johanniskraut: tägliches Tagebuch, nach Stärke gewichtete Hitzewallungen in Woche 4, 8, 12 und 16 ohne Unterschied zu Placebo.3
  • Mischungen: Israel, 50 Frauen von 44 bis 65 Jahren, sechs Pflanzenextrakte über 3 Monate: Hitzewallungen −73 %, Nachtschweiß −69 %.7 Thailand, 101 Frauen von 45 bis 60 Jahren, 12 Wochen: Hitzewallungen und Schwitzen gebessert.8

Hilft Mönchspfeffer bei Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren?

Ob Mönchspfeffer die Stimmung in den Wechseljahren hebt, ist unklar, die Befunde passen nicht zusammen. In der iranischen Studie wurden die Frauen mit dem Extrakt zwar weniger ängstlich, ihre gedrückte Stimmung besserte sich aber nicht stärker als unter dem Scheinpräparat.1 Dabei sind Ängstlichkeit und Niedergeschlagenheit genau die beiden Seiten, die bei Stimmungsschwankungen meist zusammen auftreten.

Aufschlussreich ist auch hier die australische Studie. Johanniskraut gilt selbst als pflanzliches Mittel gegen leichte Depressionen, und trotzdem besserte sich die Stimmung mit der Kombination nicht stärker als ohne.3 Schaden muss das nicht bedeuten. Es heißt nur, dass niemand verlässlich sagen kann, ob er der Stimmung nützt. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit in den Wechseljahren ist deshalb eine ärztliche Abklärung sinnvoller als ein Selbstversuch.

So wurde gemessen
  • Iran: Teilwerte der Greene-Skala nach 8 Wochen, Angst besser als mit Placebo (p < 0,05), Depression ohne Unterschied.1
  • Australien: Depressionsfragebogen nach Hamilton nach 16 Wochen ohne Unterschied zwischen Kombination und Placebo.3

Lust und Sexualität

Auch bei der Sexualität ist die Lage unklar und widersprüchlich. Im Nordosten Irans nahmen sechzig pensionierte Lehrerinnen zwischen fünfzig und siebzig Jahren acht Wochen lang Mönchspfeffer-Tropfen oder ein Scheinpräparat und füllten regelmäßig einen Fragebogen zu ihrem Sexualleben aus.9 Nach vier Wochen unterschieden sich die Gruppen noch nicht, ab der sechsten Woche schnitt die Gruppe mit den Tropfen besser ab. In der anderen iranischen Studie blieb dieser Bereich dagegen unverändert.1 Damit steht Aussage gegen Aussage.

So wurde gemessen
  • Tropfen-Studie: 60 verheiratete Frauen von 50 bis 70 Jahren, täglich 40 Tropfen oder Placebo über 8 Wochen; Female Sexual Function Index in Woche 6 und 8 besser (p = 0,003 bzw. 0,001), in Woche 4 kein Unterschied. Teilnehmerinnen über eine Gelegenheitsstichprobe gewonnen.9
  • Gegenbefund: Greene-Teilwert Sexualität nach 8 Wochen ohne Unterschied.1

Schlaf

Für den Schlaf ist Mönchspfeffer allein nicht untersucht. Zwar besserte sich die Schlafqualität in zwei Studien mit Pflanzenmischungen, in Italien sogar über ein ganzes Jahr hinweg.710 Doch auch hier steckten neben Mönchspfeffer weitere Wirkstoffe in den Kapseln, darunter Soja-Isoflavone und Magnolie, sodass offen bleibt, was den Unterschied gemacht hat.

Mönchspfeffer in der Perimenopause: Ist das sinnvoll?

Für die frühe Phase der Wechseljahre gibt es keine eigene Studie mit Mönchspfeffer. Die Perimenopause beginnt oft Jahre vor der letzten Regel, wenn der Zyklus unregelmäßig wird und die Hormone schwanken. Genau diese Phase fehlt in den Studien. Untersucht wurden vor allem Frauen kurz vor oder nach der letzten Blutung.23 Eine weitere Studie aus Iran verglich Mönchspfeffer zudem nur mit einem Soja-Kalzium-Präparat, und weil sich die Beschwerden in beiden Gruppen gleich stark besserten, lässt sie keinen Schluss zu.11

Wer in dieser Phase vor allem unter Spannungen in der Brust oder Beschwerden vor der Regel leidet, ist näher an dem, wofür Mönchspfeffer am besten erforscht ist, nämlich am prämenstruellen Syndrom. Was die Pflanze dort leistet und was nicht, steht im Überblick zu Mönchspfeffer und seiner Wirkung. Für die passende Mönchspfeffer-Dosierung in den Wechseljahren gibt es dagegen keine Grundlage, weil jede Studie ein anderes Präparat in anderer Menge prüfte.

Eine Sache gilt in der Perimenopause besonders. Zwischenblutungen, sehr starke Blutungen oder eine Blutung nach mehr als einem Jahr ohne Regel gehören immer in die frauenärztliche Praxis. Sie lassen sich nicht mit einem Pflanzenmittel behandeln, und manche Mittel können sie sogar verschleiern.

Mönchspfeffer in den Wechseljahren: Was taugen Erfahrungsberichte?

Erfahrungsberichte sind zahlreich, doch auch unter Scheinpräparaten ging es vielen Frauen besser. Genau das zeigt die australische Studie besonders deutlich, denn dort sanken Hitzewallungen und andere Beschwerden in beiden Gruppen über die Wochen spürbar.3 Wer also nach einigen Wochen mit Mönchspfeffer weniger Beschwerden hat, kann das der Pflanze zuschreiben, aber ebenso der Zeit, der Erwartung oder dem natürlichen Auf und Ab der Wechseljahre. Ein einzelner Bericht kann das nicht trennen, und selbst Hunderte begeisterte Berichte ersetzen keine Studie, in der eine Vergleichsgruppe dasselbe Auf und Ab durchläuft.

Hinzu kommt, dass viele Präparate, über die Frauen berichten, Mischungen sind. Welche Mönchspfeffer-Tabletten und andere Formen es gibt und wie verschieden sie zusammengesetzt sind, erklärt, warum sich Erfahrungen kaum vergleichen lassen. Ernste Nebenwirkungen kamen in den Studien zu den Wechseljahren nicht vor.23

Für wen ist Mönchspfeffer in den Wechseljahren riskant?

Riskant kann Mönchspfeffer vor allem bei hormonempfindlichen Erkrankungen und zusätzlichen Hormonen sein. Die Europäische Arzneimittel-Agentur rät Frauen, die einen östrogenempfindlichen Krebs haben oder hatten, etwa bestimmte Formen von Brustkrebs, vor der Einnahme ärztlichen Rat einzuholen.5 Dasselbe gilt für Erkrankungen der Hirnanhangdrüse und für alle, die Östrogene oder Mittel gegen Östrogen nehmen.5 Darunter fällt auch eine Hormonersatztherapie. Sie enthält meist Östrogen. Ob Mönchspfeffer deren Wirkung verändert, hat niemand gezielt geprüft, genauso wenig wie mögliche Wechselwirkungen von Mönchspfeffer mit der Pille.

Dass die Vorsicht nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen Meldedaten aus den Niederlanden und der Weltgesundheitsorganisation. Pflanzen mit angenommener östrogenartiger Wirkung, darunter Mönchspfeffer, waren dort mit Blutungen nach den Wechseljahren verbunden.12 Bewiesen ist ein Zusammenhang damit nicht. Auch trennen die Daten nicht nach einzelnen Pflanzen. Trotzdem sollte eine solche Blutung immer ärztlich abgeklärt werden, statt sie auf das Pflanzenmittel zu schieben.

So wurde gemessen
  • Behörde: EU-Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (2018), Abschnitte zu Warnhinweisen und Wechselwirkungen; gemeldete Wechselwirkungen gibt es bisher keine.5
  • Meldedaten: Auswertung der niederländischen und der WHO-Datenbank sowie der Fachliteratur zu Pflanzen mit angenommener östrogenartiger Wirkung; Blutungen nach der Menopause stammen aus der Literaturübersicht und sind nicht einzelnen Pflanzen zugeordnet.12
  • Mischpräparat über ein Jahr: Brustdichte und Gebärmutterschleimhaut unterschieden sich nicht von der Vergleichsgruppe; über Mönchspfeffer allein sagt das wenig.10

Unsere Einordnung

Ob Mönchspfeffer in den Wechseljahren hilft, ist unklar. Zwei kleine Studien sprechen für einen Nutzen, eine davon vom Hersteller bezahlt, die größte Studie mit einer Kombination fand keinen. Wer es versuchen möchte, sollte keine großen Erwartungen haben und bei Brustkrebs in der Vorgeschichte oder Hormonersatz vorher ärztlich nachfragen.

Häufige Fragen

Macht Mönchspfeffer in den Wechseljahren dick?

Dazu gibt es keine Daten. Keine der Studien mit Frauen in den Wechseljahren hat das Gewicht als Ergebnis ausgewertet, und in den bekannten Listen der Nebenwirkungen taucht eine Gewichtszunahme nicht auf.

Wie lange dauert es, bis Mönchspfeffer in den Wechseljahren wirkt?

In den beiden Placebo-Studien wurde nach acht Wochen beziehungsweise rund zwei Monaten gemessen.12 Ob sich bei längerer Einnahme mehr tut oder schon früher etwas, wurde nicht untersucht.

Kann Mönchspfeffer eine Hormontherapie in den Wechseljahren ersetzen?

Dafür reicht die Studienlage nicht. Es gibt keinen einzigen direkten Vergleich mit einer Hormontherapie, und die Datenlage zu Mönchspfeffer allein besteht aus zwei kleinen Studien.

Hilft Mönchspfeffer gegen Schlafprobleme in den Wechseljahren?

Das wurde für Mönchspfeffer allein nicht untersucht. Nur Mischungen aus mehreren Pflanzen verbesserten in zwei Studien den Schlaf, wobei offen bleibt, welcher Bestandteil das bewirkt hat.710

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Alle 12 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1Naseri et al. 2019, Korean J Fam Med52 Frauen in den Wechseljahren, Vitex-Extrakt oder Placebo, 8 Wochen, doppelblindGreene-Gesamtwert, Angst und Hitzewallungen besser als mit Placebo; körperliche Beschwerden, Depression und Sexualität ohne UnterschiedRCT
2Reddy et al. 2026, Cureus60 Frauen von 40 bis 65 Jahren nach der Menopause, Vitex-Extrakt oder Placebo, 60 TageMRS-Gesamtwert, Kupperman-Index sowie Hitzewallungen und Nachtschweiß besser als mit Placebo; vom Extrakt-Hersteller mitfinanziertRCT (herstellerfinanziert)
3van Die et al. 2009, Menopause100 Frauen spät in oder nach der Menopause, Johanniskraut plus Vitex oder Placebo, 16 Wochenkein Unterschied bei Hitzewallungen, Greene-Skala, Depression oder Lebensqualität; beide Gruppen besserten sichRCT (Kombination, Gegenbefund)
4Laakmann et al. 2012, Gynecol Endocrinolsystematische Übersicht der RCTs zu Traubensilberkerze, Johanniskraut und Agnus castusKombination Johanniskraut plus Agnus castus ohne Unterschied zu PlaceboSystematischer Review
5EMA/HMPC 2018, EU-Monographie EMA/HMPC/606742/2017Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-AgenturAnwendungsgebiet prämenstruelles Syndrom; mögliche dopamin- und östrogenartige Wirkung; ärztlicher Rat bei östrogenempfindlichem Krebs, Erkrankungen der Hirnanhangdrüse sowie Östrogenen und AntiöstrogenenBehördenmonographie
6Merz et al. 1996, Exp Clin Endocrinol Diabetes20 gesunde Männer, drei Dosen oder Placebo, je 14 TageProlaktin bei niedrigster Dosis erhöht, bei höheren leicht gesenktPlacebo-Studie (Laborwert)
7Rotem & Kaplan 2007, Gynecol Endocrinol50 Frauen von 44 bis 65 Jahren, Mischung aus 6 Pflanzenextrakten mit Mönchspfeffer oder Placebo, 3 MonateHitzewallungen −73 %, Nachtschweiß −69 %; Schlafqualität besserRCT (Kombination)
8Rattanatantikul et al. 2022, J Diet Suppl101 Frauen von 45 bis 60 Jahren, Mischung aus vier Pflanzenstoffen mit Mönchspfeffer oder Placebo, 12 WochenHitzewallungen, Schlaf und Stimmung besser; Anteil des Mönchspfeffers nicht abgrenzbarRCT (Kombination)
9Zohreh et al. 2023, J Educ Health Promot60 Frauen von 50 bis 70 Jahren nach der Menopause, Vitex-Tropfen oder Placebo, 8 WochenFragebogen zur Sexualfunktion ab Woche 6 besser als mit PlaceboRCT
10De Franciscis et al. 2017, Nutrients180 Frauen nach der Menopause, Isoflavone plus Agnus castus, Magnolie und Laktobazillen oder Isoflavone allein, 12 MonateSchlaf und Hitzewallungen besser; Brustdichte und Gebärmutterschleimhaut unverändertKontrollierte Studie (Kombination)
11Golian Tehrani et al. 2014, Iran Red Crescent Med J70 Frauen nach der Menopause, Vitex-Präparat oder Soja-Kalzium-Präparat, 8 WochenBeschwerden in beiden Gruppen gesunken, kein Unterschied; keine PlacebogruppeVergleichsstudie (ohne Placebo)
12Tjeerdsma et al. 2023, Pharmaceuticals (Basel)Meldedaten der Niederlande und der WHO sowie Literatur zu Pflanzen mit angenommener östrogenartiger WirkungEinnahme solcher Pflanzen mit Blutungen nach den Wechseljahren verbunden; nicht nach einzelnen Pflanzen aufgeschlüsseltMeldedaten-Auswertung

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