Stoff, Wirkung oder Frage
Inhaltsstoffe/Probiotika/Probiotika für den Darm
Probiotika · 30 Quellen ausgewertet

Probiotika für den Darm: Was bringen sie wirklich?

Reizdarm, Blähbauch, träger Stuhlgang: Für fast jede Darmbeschwerde gibt es eine Dose mit Bakterien. Die Studien zeigen einen kleinen Nutzen bei einigen Beschwerden und viele offene Fragen.

Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 202630 QuellenLesezeit 9 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

Probiotika lindern Reizdarm-Beschwerden, Blähungen beim Reizdarm und chronische Verstopfung wahrscheinlich etwas, und Reisedurchfall wird wahrscheinlich etwas seltener. Weil die großen Auswertungen viele verschiedene Stämme zusammenrechnen, lässt sich der Nutzen keinem bestimmten Produkt zuordnen. Bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn helfen sie allenfalls als Zusatz zur Therapie. Dass sie die Darmflora dauerhaft aufbauen, zeigt keine Studie.

Auf dieser Seite 8 Abschnitte
  1. Was bringen Probiotika für den Darm?
  2. Welche Probiotika sind gut für den Darm?
  3. Helfen Probiotika bei Reizdarm?
  4. Helfen Probiotika bei Verstopfung?
  5. Helfen Probiotika bei Durchfall?
  6. Helfen Probiotika bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Divertikeln?
  7. Kann man mit Probiotika die Darmflora aufbauen?
  8. Machen Probiotika Blähungen, und gibt es eine Erstverschlimmerung?

Im Drogeriemarkt füllen die Dosen inzwischen ein ganzes Regal, und auf fast jeder steht etwas vom Darm: Gleichgewicht, Wohlbefinden, gute Bakterien. Dabei verbirgt sich hinter dem Wort Probiotika kein einzelner Stoff, sondern eine bunte Sammlung lebender Mikroben, von Milchsäurebakterien über Bifidobakterien bis zu einer Hefe namens Saccharomyces boulardii. Jeder Stamm ist ein eigenes Lebewesen mit eigenen Eigenschaften. Genau das macht die Frage, was Probiotika dem Darm bringen, so schwer zu beantworten, und genau deshalb lohnt sich der genaue Blick in die Studien.

Was bringen Probiotika für den Darm?

Probiotika lindern einige Darmbeschwerden wahrscheinlich ein wenig, ein großer Durchbruch ist in den Studien aber nicht zu sehen. Am besten erforscht sind Menschen mit Reizdarm, Menschen mit chronischer Verstopfung und Reisende, die sich vor Durchfall schützen wollen, und in allen drei Fällen fanden mehrere Sammelauswertungen übereinstimmend einen kleinen Vorteil gegenüber einem Scheinpräparat (Placebo). Diese Sammelauswertungen, in der Forschung Meta-Analysen genannt, bündeln die Ergebnisse vieler Einzelstudien zu einer gemeinsamen Rechnung.

Darin liegt allerdings auch der Haken. Um auf genügend Studien zu kommen, rechnen die Auswertungen Präparate mit ganz unterschiedlichen Bakterien zusammen, ein Joghurtbakterium neben einer Hefe neben einer Mischung aus vielen Stämmen. Das Ergebnis sagt dann, dass Probiotika als Gruppe etwas bewirken, aber nicht, welches davon. Deshalb bleibt es bei diesen Befunden bei „wahrscheinlich“, und die Wirkung lässt sich keinem bestimmten Produkt im Regal zuordnen. Anders liegt der Fall, wo ein einzelner Stamm für sich untersucht wurde. Dann gilt der Befund allerdings auch nur für genau diesen Stamm.

Beschwerde Was die Studien zeigen
Reizdarm, Beschwerden insgesamt wahrscheinlich etwas besser
Blähungen beim Reizdarm wahrscheinlich etwas weniger
chronische Verstopfung wahrscheinlich etwas häufiger Stuhlgang
Reisedurchfall wahrscheinlich etwas seltener
aktive Colitis ulcerosa wahrscheinlich häufiger Besserung, als Zusatz
Rückfälle bei Colitis ulcerosa unklar, Ergebnisse widersprüchlich
aktiver Morbus Crohn wahrscheinlich etwas häufiger Besserung, als Zusatz
Pouchitis nach Darmoperation offen, erste Hinweise
Divertikulitis offen, erste Hinweise

Welche Probiotika sind gut für den Darm?

Ein Präparat, das dem Darm ganz allgemein guttut, lässt sich aus den Studien nicht ableiten, denn jeder Befund hängt an bestimmten Stämmen. Wie groß die Unterschiede sind, zeigt eine besonders gründliche Auswertung zum Reizdarm, die über achtzig Studien nicht in einen Topf warf, sondern nach Bakteriengruppen sortierte.1 Dabei war der Nutzen nur für bestimmte Stämme des Darmbakteriums Escherichia mittelmäßig verlässlich. Für einige Laktobazillen waren die Hinweise schwach, für die beliebten Mischpräparate sogar sehr schwach. Ein Freibrief für jede Dose ist das nicht.

Bei der Verstopfung wiederholt sich das Bild. Eine Auswertung fand den Vorteil vor allem bei Bifidobacterium lactis,2 eine andere ausgerechnet bei Mischungen und nicht bei diesem Stamm allein.3 Hinzu kommt ein ganz praktisches Problem, denn was auf der Packung steht, ist nicht immer drin. Von sechzehn untersuchten Präparaten mit Bifidobakterien entsprach in einer Analyse nur eines in allen Proben genau dem Etikett.4

Was folgt daraus? Wer trotzdem ein Präparat ausprobieren möchte, sollte auf eine vollständige Angabe achten: Gattung, Art und Stammbezeichnung, also etwa eine Buchstaben- und Zahlenfolge hinter dem Artnamen. Nur dann lässt sich überhaupt prüfen, ob genau dieser Stamm in Studien getestet wurde. Weil jedes Präparat andere Bakterien enthält, gilt jede Aussage über Probiotika und ihre Wirkung nur für die Stämme, die tatsächlich geprüft wurden.

So wurde gemessen
  • Reizdarm, nach Stämmen sortiert: 82 Studien mit 10.332 Erwachsenen, nur 24 davon mit geringem Verzerrungsrisiko. Für die Gesamtbeschwerden mittlere Vertrauenswürdigkeit nur bei Escherichia-Stämmen, geringe bei Lactobacillus-Stämmen, sehr geringe bei Mischpräparaten und Bacillus.1
  • Verstopfung: In 30 Studien wirkte auf die Stuhlhäufigkeit B. lactis, Mischungen dagegen nicht;2 in 15 anderen Studien wirkten Mehrstamm-Präparate, B. lactis oder B. longum allein nicht.3
  • Etikett: 16 Produkte mit Bifidobakterien, nur 1 entsprach in allen Proben den angegebenen Arten; der Inhalt schwankte zwischen Kapseln und Chargen.4

Helfen Probiotika bei Reizdarm?

Bei einem Reizdarm lindern Probiotika die Beschwerden wahrscheinlich etwas, aber nicht stark. Dabei handelt es sich um eine häufige Störung, bei der Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung immer wiederkehren, ohne dass Ärzte im Darm eine Ursache finden. Die größte Sammelauswertung umfasste gut sechzig Studien, und mit Probiotika fühlten sich die Teilnehmenden insgesamt etwas weniger geplagt als mit dem Scheinpräparat.5 Mehrere weitere Auswertungen kamen zum selben Schluss.

Was das im Alltag bedeutet, ist schwerer zu sagen. Eine neue Auswertung von vierzig Placebo-Studien sah zwar einen besseren Beschwerdewert, die Lebensqualität der Betroffenen stieg aber nicht messbar,6 und die Forschenden halten die Datenmenge noch nicht für ausreichend. Dazu kommt das Problem der vielen Stämme, das die Auswertung nach Bakteriengruppen offengelegt hat.1

Deshalb ist bei Reizdarm ein Versuch über einige Wochen vertretbar. Wunder sollte niemand erwarten. Bessert sich nichts, spricht wenig dafür, das Präparat weiter zu kaufen. Wichtiger als jede Kapsel ist ohnehin, dass die Diagnose gesichert ist: Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust oder Beschwerden, die nachts wecken, passen nicht zum Reizdarm und gehören ärztlich abgeklärt.

So wurde gemessen
  • Größte Auswertung: 72 Studien insgesamt, Gesamtbeschwerden in 63 Studien; mittlerer Effekt (SMD −0,55), bei Bauchschmerz größer. Kürzere Behandlungen unter 4 Wochen zeigten größere Effekte.5
  • Neue Auswertung: 40 placebokontrollierte Studien; Symptomwert IBS-SSS rund 33 Punkte niedriger, Lebensqualität (IBS-QOL) nicht sicher verändert; geringe Vertrauenswürdigkeit, benötigte Datenmenge laut sequenzieller Analyse noch nicht erreicht.6

Helfen Probiotika gegen Blähungen und Blähbauch?

Gegen Blähungen beim Reizdarm helfen Probiotika wahrscheinlich ein wenig, der Effekt ist allerdings klein. Das zeigt eine Auswertung von 35 Studien mit rund 3.500 Erwachsenen, in denen der Bauch mit Probiotika etwas weniger spannte als mit dem Scheinpräparat.7 Auch eine zweite Auswertung kam auf ein ähnlich kleines Plus.8 Sortiert nach Stämmen blieben nur sehr schwache Hinweise für Mischpräparate und für Bakterien der Gattung Bacillus übrig.1

Untersucht wurden dabei ausschließlich Menschen mit Reizdarm. Dagegen fehlen für einen gelegentlichen Blähbauch nach einem üppigen Essen eigene Studien, und ausgerechnet Blähungen gehören zu den Beschwerden, die Menschen unter Probiotika am häufigsten melden. In den Studien traten sie unter Probiotika allerdings nicht häufiger auf als unter dem Scheinpräparat, wie der Blick auf die Nebenwirkungen zeigt.

So wurde gemessen
  • Blähungen: 35 Studien, 3.452 Erwachsene mit Reizdarm, sehr kleiner Effekt (SMD −0,15).7 Blähungs-Wert in 15 Studien mit 2.283 Erwachsenen SMD −0,20, knapp gesichert.8

Helfen Probiotika bei Verstopfung?

Bei chronischer Verstopfung kommen Erwachsene mit Probiotika wahrscheinlich etwas häufiger zur Toilette. In der maßgeblichen Auswertung von dreißig Studien sprach gut die Hälfte der Behandelten auf die Probiotika an, unter dem Scheinpräparat waren es nur gut vier von zehn.2 Dazu passt eine andere Auswertung, nach der sich die Zahl der Stuhlgänge um etwa einen pro Woche erhöhte.3 Weicher wurde der Stuhl dagegen nicht sicher.

Hinter diesem Mittelwert verbirgt sich wieder ein Durcheinander der Stämme, denn mal wirkte ein Bifidobakterium allein, mal nur eine Mischung. Das macht die Wahl schwer. Hinzu kommt, dass viele der Studien klein waren und methodische Schwächen hatten. Bei Probiotika für Kinder mit Verstopfung fällt das Ergebnis anders aus, denn dort spricht die Studienlage eher dagegen, dass sie helfen.9

So wurde gemessen
  • Ansprechen: 30 Studien zu Probiotika bei Erwachsenen mit chronischer Verstopfung, 57 % gegenüber 44 % (RR 1,28); Stuhlhäufigkeit SMD 0,71, Stuhlkonsistenz nicht sicher verändert.2
  • Stuhlgänge: 15 Studien, +0,98 Stuhlgänge pro Woche, Passagezeit durch den Darm rund 14 Stunden kürzer.3
  • Kinder: Cochrane-Auswertung, gegen Placebo 4 Studien mit 313 Kindern, Behandlungserfolg nicht sicher verbessert (RR 1,29), geringe Vertrauenswürdigkeit.9

Helfen Probiotika bei Durchfall?

Bei Durchfall hängt die Antwort davon ab, woher er kommt, und am besten untersucht sind einzelne Stämme. So wird Reisedurchfall mit Probiotika wahrscheinlich etwas seltener. Doch das gilt nicht für jedes Präparat. Eine ältere Auswertung von zwölf Studien fand diesen Schutz über verschiedene Präparate hinweg.10 Als dieselbe Forscherin die Studien später nach Stämmen trennte, blieb ein gesicherter Schutz nur für die Hefe Saccharomyces boulardii übrig, mit rund einem Fünftel weniger Erkrankungen.11

Gestützt wird das von einer großen Studie, in der rund dreitausend Reisende die Hefe oder ein Scheinpräparat schluckten und mit höherer Menge seltener erkrankten.12 Dagegen ergab sich für Lactobacillus rhamnosus GG, kurz LGG, nur eine Tendenz. Damit gilt der Befund für diese eine Hefe, nicht für Probiotika im Allgemeinen. Anders gelagert ist der Durchfall unter Antibiotika, gegen den Probiotika nach Antibiotika wahrscheinlich etwas schützen.

So wurde gemessen
  • Reisedurchfall: 12 Studien, verschiedene Stämme, Durchfall seltener.10 Stammweise 6 Studien mit 9 Behandlungsarmen: S. boulardii RR 0,79; LGG nur Tendenz (p = 0,08); L. acidophilus ohne Effekt.11
  • Große Einzelstudie: doppelblind, rund 3.000 Reisende, S. boulardii gegen Placebo, Schutz abhängig von der Menge.12

Probiotika nach einem Magen-Darm-Infekt

Für Erwachsene mit einem Magen-Darm-Infekt fehlt eine eigene Studienauswertung, bei Kindern dagegen ist die Lage gut erforscht. Werden dort viele Stämme zusammengerechnet, verkürzt sich der Durchfall wahrscheinlich etwas. Die Cochrane-Auswertung, eine besonders strenge Form der Sammelauswertung, fand in den methodisch sauberen Studien allerdings keinen Unterschied mehr.13 Das ist ein deutlicher Dämpfer.

Klarer ist das Ergebnis für einzelne Stämme. Mit der Hefe Saccharomyces boulardii endete ein akuter Durchfall bei Kindern im Mittel etwa einen Tag früher.14 Ob Saccharomyces boulardii den Durchfall wirklich verkürzt, ist allerdings unklar, denn die Studien waren kaum verblindet, und die größte Auswertung hat eine Beraterin des Herstellers mitverfasst.30 Mit LGG verkürzt sich akuter Durchfall bei Kindern um knapp einen Tag, und das ist sogar gut belegt.15 Weil diese Studien fast alle aus der Kinderheilkunde stammen, sind Probiotika bei Kindern mit Durchfall weit besser erforscht als bei Erwachsenen.

So wurde gemessen
  • Alle Stämme, Cochrane: 82 Studien mit 12.127 Teilnehmenden, fast alle Kinder. In den Studien mit geringem Verzerrungsrisiko Durchfall über 48 Stunden gleich häufig; Hinweise, dass Studien ohne Effekt seltener veröffentlicht wurden.13
  • S. boulardii: 23 Studien mit 3.450 Kindern, Durchfall 1,06 Tage kürzer, Klinikaufenthalt 0,85 Tage kürzer; Ergebnisse streuen stark, nur 1 Studie ausreichend verblindet.14

Helfen Probiotika bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Divertikeln?

Bei chronischen Darmentzündungen kommen Probiotika allenfalls als Zusatz zur Therapie in Frage, und auch das nur in einigen Situationen. Bei Colitis ulcerosa ist die Schleimhaut des Dickdarms entzündet, beim Morbus Crohn kann jeder Abschnitt des Verdauungstrakts betroffen sein, und beide Krankheiten verlaufen in Schüben, die eine ärztliche Behandlung brauchen. Diese Behandlung ersetzen Probiotika nicht.

Colitis ulcerosa

In einem akuten Schub erreichen mit Probiotika wahrscheinlich mehr Menschen eine Beruhigung der Entzündung als mit dem Scheinpräparat. So lautet das Ergebnis der Cochrane-Auswertung von neun Studien mit leichter bis mittelschwerer Erkrankung.16 Ganz fest steht das nicht. Fast alle Studien hatten methodische Schwächen, und eine neuere Auswertung verfehlte ein gesichertes Ergebnis knapp.17

Ob Probiotika in ruhigen Phasen einen neuen Schub verhindern, ist dagegen unklar. Die Cochrane-Auswertung fand gegenüber dem Scheinpräparat keinen gesicherten Unterschied,18 zwei neuere Auswertungen kamen zu einem positiven Ergebnis.1917 Die Befunde widersprechen sich also. Solange das so bleibt, gehört die Entscheidung in die gastroenterologische Praxis.

So wurde gemessen
  • Akuter Schub: 9 Placebo-Studien mit 594 Teilnehmenden, Remission häufiger (RR 1,73), geringe Vertrauenswürdigkeit; Einzelstämme und Mischungen gemeinsam ausgewertet.16 Neuere Auswertung: OR 1,87, knapp nicht gesichert (p = 0,06).17
  • Rückfälle: Cochrane 4 Placebo-Studien mit 361 Teilnehmenden, RR 0,87, nicht gesichert, sehr geringe Vertrauenswürdigkeit.18 Neuere Auswertungen: OR 0,2919 und OR 0,34.17

Morbus Crohn

Als Zusatz zur üblichen Behandlung verhelfen Probiotika bei aktivem Morbus Crohn wahrscheinlich etwas mehr Menschen zur Besserung. Diese Einschätzung stützt sich vor allem auf eine Auswertung von sechzehn Studien aus dem Jahr 2025, die überwiegend aus chinesischen Datenbanken stammen.20 Rückfälle in der Ruhephase oder nach einer Operation verhinderten die Probiotika dort nicht. Dagegen sahen ältere Übersichten gar keinen gesicherten Vorteil, darunter eine Cochrane-Arbeit, die nur zwei kleine Studien fand.21 Das Fundament bleibt also schmal.

So wurde gemessen
  • Aktiver Morbus Crohn: 16 Studien mit 1.112 Teilnehmenden, Probiotika zusätzlich zur Standardbehandlung, Remission häufiger (RR 1,27); Rückfall in Remission und Wiederauftreten nach Operation nicht verringert.20
  • Cochrane: 2 Studien mit 46 Erwachsenen (LGG bzw. ein Synbiotikum), RR 1,06, sehr geringe Vertrauenswürdigkeit.21

Pouchitis und Divertikel

Ob Probiotika einer Pouchitis oder einer Divertikulitis vorbeugen, ist noch offen, es gibt erste Hinweise. Eine Pouchitis ist eine Entzündung des Ersatzdarms, den Chirurgen aus Dünndarm formen, wenn der Dickdarm wegen einer Colitis entfernt werden musste, und weil dieser Eingriff selten ist, gibt es überwiegend kleine Studien, die zudem fast alle dieselbe Mischung aus acht Bakterienstämmen prüften. In zwei kleinen Studien mit zusammen 76 Menschen blieb die Entzündung mit ihr bei fast allen ruhig, ohne sie bei fast niemandem.22 Das klingt eindrucksvoll. Doch die Gruppen waren winzig, und in einer anderen Auswertung hielt der Schutz auf lange Sicht nicht.23

Bei Divertikeln, kleinen Ausstülpungen der Darmwand, die sich entzünden können, sieht es ähnlich dünn aus. Zwei Studien fanden mit Probiotika weniger erneute Entzündungen,24 darunter eine Placebo-Studie mit einem Stamm von Lactobacillus paracasei.25 Damit lässt sich noch nichts verlässlich sagen, dafür sind die Studien zu wenige und zu klein.

So wurde gemessen
  • Pouchitis: Cochrane, chronische Pouchitis, 2 Studien mit 76 Teilnehmenden: Remission über 9 bis 12 Monate bei 34 von 40 gegenüber 1 von 36 (RR 20,24), geringe Vertrauenswürdigkeit.22 8 Studien zur Vorbeugung, auch nicht randomisierte: kurzfristig weniger Pouchitis, langfristig RR 1,20, nicht gesichert.23
  • Divertikulitis: Rückfall in 2 Studien RR 0,22, geringe Vertrauenswürdigkeit.24 Placebo-Studie mit L. paracasei: 1 gegenüber 6 Fälle akuter Divertikulitis, zusammen rund 105 Teilnehmende in diesen beiden Gruppen.25

Kann man mit Probiotika die Darmflora aufbauen?

Dass Probiotika eine Darmflora dauerhaft aufbauen oder umbauen, zeigt keine Studie, und die Versprechen von Darmkur und Darmsanierung bleiben ohne Beleg. Eher spricht einiges dafür, dass die eingenommenen Bakterien Gäste auf Zeit sind. Eine Forschergruppe holte dafür Proben direkt aus der Darmschleimhaut gesunder Freiwilliger, statt wie sonst nur den Stuhl zu untersuchen, und fand ein uneinheitliches Bild: Bei manchen siedelten sich die Probiotika-Keime an, bei anderen kaum.26 Der Stuhl gab dabei nur zum Teil wieder, was in der Schleimhaut geschah.

Danach untersuchte dieselbe Gruppe, wie sich die Darmflora nach einer Antibiotika-Kur erholt. Mit einer Mischung aus elf Stämmen dauerte die Rückkehr der eigenen Bakterien länger als ganz ohne Hilfe.27 Zwar war die Studie klein, und Beschwerden wurden nicht gemessen, doch sie widerspricht dem Bild vom „Wiederaufbau“. Für die Frage, ob Probiotika während oder nach Antibiotika sinnvoll sind, ist das ein wichtiger Gegenbefund.

Auch nach einer Darmspiegelung, vor der der Darm gründlich entleert wird, greifen viele zu Probiotika. Eine Studienauswertung zu dieser Frage haben wir nicht gefunden. Ob probiotische Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut der Darmflora mehr nützen als Kapseln, ist eine eigene Frage mit eigenen Studien.

So wurde gemessen
  • Ansiedlung: gesunde Erwachsene ohne Antibiotika, Mehrstamm-Probiotikum, Proben per Darmspiegelung aus der Schleimhaut; Ansiedlung von Mensch zu Mensch sehr verschieden.26
  • Nach Antibiotika: Vergleich von spontaner Erholung, einem Probiotikum aus elf Stämmen und der Rückgabe der eigenen Stuhlflora, ohne Placebo-Gruppe; mit dem Probiotikum verzögerte und unvollständige Erholung.27

Machen Probiotika Blähungen, und gibt es eine Erstverschlimmerung?

Blähungen, Völlegefühl und Bauchgrummeln werden unter Probiotika oft genannt, doch in Studien traten sie nicht häufiger auf als mit dem Scheinpräparat. In der großen Auswertung zum Reizdarm meldeten Menschen mit Probiotika in 55 Studien nicht öfter Nebenwirkungen als die Vergleichsgruppen, und andere Auswertungen kamen zum selben Ergebnis.1 Für Magen-Darm-Beschwerden wurde also kein Schaden gefunden. Allerdings zählten die meisten Studien nur Nebenwirkungen insgesamt, und eine Einnahme über Jahre hat niemand untersucht.

Auffällig bleibt eine kleine Beobachtung aus einer Klinik. Dort hatten dreißig Menschen mit Blähungen und Konzentrationsproblemen alle Probiotika genommen, und nach dem Absetzen ging es den meisten besser.28 Doch eine Vergleichsgruppe gab es nicht, ein Beweis ist das also nicht.

Bleibt die Erstverschlimmerung, die in Erfahrungsberichten und Werbung gern als Zeichen der Wirkung gilt. Untersucht ist sie nicht, denn keine Studie hat die ersten Einnahmetage getrennt ausgewertet. Über die ganze Studiendauer gerechnet, klagten Menschen mit Probiotika nicht häufiger über Magen-Darm-Beschwerden als ohne.29 Deshalb ist es kein gutes Zeichen, wenn Beschwerden nach dem Start über mehr als einige Tage zunehmen. Dann ist es ratsam, das Präparat abzusetzen, statt auf eine Besserung zu warten.

So wurde gemessen
  • Nebenwirkungen bei Reizdarm: 55 Placebo-Studien mit über 7.000 Teilnehmenden, Nebenwirkungen nicht häufiger.1
  • Große Übersicht: 622 Studien; Nebenwirkungen insgesamt RR 1,00, Magen-Darm-Nebenwirkungen nicht häufiger; die ersten Einnahmetage nicht getrennt ausgewertet, Langzeitfolgen weitgehend unbekannt.29
  • Klinik-Beobachtung: 30 Menschen mit Blähungen und Konzentrationsstörungen, alle unter Probiotika; Besserung bei 23 von 30 nach Absetzen und Antibiotika, ohne Kontrollgruppe.28

Sicherheitshinweis

Bei schwerer Krankheit, starker Immunschwäche oder einem zentralen Venenkatheter sollten Probiotika nur nach ärztlicher Rücksprache genommen werden. Starke Bauchschmerzen mit Fieber oder Blut im Stuhl gehören immer ärztlich untersucht, bei plötzlich heftigen Schmerzen ist sofort ärztliche Hilfe nötig, notfalls über die 112.

Häufige Fragen

Welche Probiotika nach einem Magen-Darm-Infekt?

Für Erwachsene fehlt dazu eine eigene Studienauswertung. Bei Kindern verkürzt der Stamm Lactobacillus rhamnosus GG einen akuten Durchfall im Mittel um knapp einen Tag, das ist gut belegt. Ob die Hefe Saccharomyces boulardii das ebenso kann, ist unklar. Beides gilt nur für diese Stämme.

Sind Probiotika nach einer Darmspiegelung sinnvoll?

Eine Studienauswertung zu dieser Frage haben wir nicht gefunden. Bei anhaltenden Beschwerden nach der Spiegelung ist die Praxis, die sie gemacht hat, die richtige Anlaufstelle.

Was bringt eine Darmkur oder Darmsanierung mit Probiotika?

Eine Darmkur als eigenes Behandlungsziel wurde in keiner Studie geprüft. Untersucht sind nur einzelne Beschwerden wie Reizdarm oder Verstopfung, und die eingenommenen Bakterien siedeln sich nach Messungen in der Darmschleimhaut bei manchen Menschen kaum an.26

Gibt es Hausmittel für den Darm statt Probiotika-Kapseln?

Joghurt, Kefir und Sauerkraut enthalten ebenfalls lebende Bakterien. Ob sie dieselbe Wirkung haben wie die Präparate aus den Studien, ist eine eigene Frage, denn meist stecken darin andere Stämme.

Weiterlesen

Probiotika nach Antibiotika: Was bringen sie wirklich?Mit dem Antibiotikum wandert oft gleich eine zweite Packung über den Apothekentresen. Gegen Durchfall hilft sie wahrscheinlich, für den Wiederaufbau der Darmflora fehlen die Belege.
9 Min. →
Probiotika in Lebensmitteln: Was Joghurt, Kefir und Sauerkraut wirklich liefernJoghurt mit lebenden Kulturen, rohes Sauerkraut, Kombucha in der Glasflasche: Sie gelten als natürliche Probiotika. Lebende Bakterien stecken aber nur in einem Teil davon, und ihr Nutzen ist selten geprüft.
9 Min. →
Probiotika für Kinder und Babys: Wann sind sie sinnvoll?Pulver gegen Durchfall, Tropfen gegen Koliken, Kapseln für die Abwehr: Für Kinder gibt es Probiotika in jeder Form. Was die Studien hergeben, hängt fast immer vom einzelnen Stamm ab.
10 Min. →
Probiotika: der ÜberblickAlle Wirkungen mit Evidenz-Stufe, Formen, Dosis, Sicherheit
← Überblick

Alle 30 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1Goodoory et al. 2023, Gastroenterology82 RCTs, 10.332 Erwachsene mit Reizdarm; nur 24 RCTs mit geringem VerzerrungsrisikoGlobalsymptome: moderate Evidenz für Escherichia-Stämme, gering für Lactobacillus-Stämme und L. plantarum 299V, sehr gering für Mischungen und Bacillus; Nebenwirkungen nicht häufiger (55 RCTs)Meta-Analyse (stammweise)
2van der Schoot et al. 2022, Clin Nutr30 RCTs zu Probiotika, 4 zu Synbiotika, Erwachsene mit chronischer VerstopfungAnsprechen RR 1,28 (95 % KI 1,07 bis 1,52); Stuhlhäufigkeit SMD 0,71; Konsistenz nicht signifikant (p = 0,08); Synbiotika ohne EffektMeta-Analyse (maßgeblich)
3Zhang et al. 2020, Clin Nutr15 RCTs, Erwachsene mit funktioneller VerstopfungDarmpassage −13,75 h; Stuhlhäufigkeit +0,98 pro Woche; signifikant für Mehrstamm-Präparate, nicht für B. lactis oder B. longum alleinMeta-Analyse
4Lewis et al. 2016Von 16 untersuchten Bifidobakterien-Produkten entsprach nur eines in allen Proben genau den angegebenen Arten und Unterarten; Inhalt schwankte zwischen Kapseln und Chargen.
5Chen et al. 2023, Int J Surg72 RCTs, Dreiebenen-Meta-Analyse; Globalsymptome 63 StudienGlobalsymptome SMD −0,55, Bauchschmerz SMD −0,89; größere Effekte bei Behandlung unter 4 WochenMeta-Analyse (maßgeblich)
6Tang et al. 2026, J Gastroenterol Hepatol40 placebokontrollierte RCTs, Erwachsene mit ReizdarmIBS-SSS −33,42 Punkte (signifikant), Lebensqualität (IBS-QOL) nicht signifikant; geringe Evidenzqualität; benötigte Datenmenge laut Trial Sequential Analysis noch nicht erreichtMeta-Analyse
7Niu & Xiao 2020, Int J Surg35 RCTs, 3.452 Erwachsene mit ReizdarmBlähungen SMD −0,15, signifikantMeta-Analyse (maßgeblich)
8Sun et al. 2020, Saudi J GastroenterolBlähungs-Score 15 RCTs, 2.283 Erwachsene mit ReizdarmSMD −0,20 (95 % KI −0,38 bis −0,01)Meta-Analyse
9Wallace et al. 2022, Cochrane Database Syst Rev14 RCTs, 1.127 Kinder; Probiotika gegen Placebo beim Behandlungserfolg 4 RCTs, 313 KinderBehandlungserfolg RR 1,29 (95 % KI 0,73 bis 2,26); mit Abführmittel gegen Abführmittel allein Stuhlhäufigkeit MD −0,01Meta-Analyse
10McFarland 2007, Travel Med Infect Dis12 RCTs zur Vorbeugung von Reisedurchfall, verschiedene StämmeReisedurchfall signifikant seltenerMeta-Analyse (maßgeblich)
11McFarland & Goh 2019, Travel Med Infect Dis12 RCTs in der Übersicht, 6 RCTs (9 Behandlungsarme) in der Meta-Analyse, stammweiseS. boulardii RR 0,79 (95 % KI 0,72 bis 0,87); L. rhamnosus GG p = 0,08; L. acidophilus p = 0,16Meta-Analyse (stammweise)
12Kollaritsch et al. 1993, Fortschr Med1 doppelblinde Placebo-RCT, rund 3.000 Reisende, Saccharomyces boulardiiReisedurchfall dosisabhängig signifikant seltenerGroße RCT (ein Stamm)
13Collinson et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev82 RCTs, 12.127 Pers. (11.526 Kinder); Hauptanalyse Studien mit geringem VerzerrungsrisikoDurchfall ≥ 48 h RR 1,00 (95 % KI 0,91 bis 1,09; moderat); Dauer −8,64 h (95 % KI −29,4 bis +12,1; sehr gering); Publikationsbias nachgewiesen; keine schweren NebenwirkungenMeta-Analyse (Gegenbefund)
14Szajewska et al. 2020, Aliment Pharmacol Ther29 RCTs; Durchfalldauer 23 RCTs, 3.450 Kinder; Kontrolle Placebo oder keine BehandlungDauer −1,06 Tage (I² = 90 %, sehr geringe Evidenzqualität); Klinikaufenthalt −0,85 Tage; nur 1 Studie ausreichend verblindetMeta-Analyse
15Szajewska et al. 2019, Aliment Pharmacol Ther18 RCTs, 4.208 Kinder; Durchfalldauer 15 RCTs, 3.820 KinderDauer −0,85 Tage (95 % KI −1,15 bis −0,56); Stuhlmenge unverändert; größerer Effekt in EuropaMeta-Analyse
16Kaur et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev14 RCTs, 865 Pers.; gegen Placebo 9 RCTs, 594 Pers.; 7 Einzelstamm-, 7 Mischpräparat-StudienRemission RR 1,73 (95 % KI 1,19 bis 2,54), geringe Evidenzqualität; gegen 5-ASA kein UnterschiedMeta-Analyse (maßgeblich)
17Wang et al. 2024, Eur J Nutr13 RCTs, 930 Pers. mit Colitis ulcerosa (aktiv und in Remission)aktive Erkrankung: Remission OR 1,87 (95 % KI 0,98 bis 3,57; p = 0,06), nicht signifikantMeta-Analyse (Gegenbefund)
18Iheozor-Ejiofor et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev12 RCTs, 1.473 Pers.; gegen Placebo 4 RCTs, 361 Pers.Rückfall RR 0,87 (95 % KI 0,63 bis 1,18), sehr gering; gegen 5-ASA RR 1,01 (2 RCTs, 452 Pers.)Meta-Analyse (maßgeblich)
19Estevinho et al. 2024, United European Gastroenterol JÜbersicht und aktualisierte Meta-Analyse von RCTs bei chronisch-entzündlichen DarmerkrankungenRückfall gegen Placebo OR 0,29 (95 % KI 0,09 bis 0,96); einschließlich Vergleichen mit 5-ASA OR 0,65 (95 % KI 0,42 bis 1,01), nicht signifikantMeta-Analyse (Gegenbefund)
20Zheng et al. 2025, Curr Res Food Sci16 RCTs, 1.112 Pers. mit Morbus Crohn, Probiotika zusätzlich zur Standardbehandlungaktive Erkrankung: Remission RR 1,27, signifikant; Rückfall in Remission und endoskopisches Rezidiv nach Resektion nicht signifikantMeta-Analyse (maßgeblich)
21Limketkai et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev2 RCTs, 46 Erwachsene mit aktivem Morbus Crohn (L. rhamnosus GG bzw. Synbiotikum)Remission RR 1,06 (95 % KI 0,65 bis 1,71), sehr geringe EvidenzqualitätMeta-Analyse (Gegenbefund)
22Nguyen et al. 2019, Cochrane Database Syst Rev15 RCTs, 547 Pers. (alle Behandlungen); Probiotika-Mischung bei chronischer Pouchitis 2 RCTs, 76 Pers.; Vorbeugung je 1 kleine RCTRemissionserhalt 34/40 gegenüber 1/36 (RR 20,24; 95 % KI 4,28 bis 95,81; gering); Vorbeugung 18/20 gegenüber 12/20 (RR 1,50; 95 % KI 1,02 bis 2,21; gering)Meta-Analyse (maßgeblich)
23Xiao et al. 2023, Technol Health Care8 Studien zur Pouchitis-Vorbeugung nach Pouch-Operation, auch nicht randomisiertePouchitis RR 0,19 (95 % KI 0,12 bis 0,32); kurzfristig RR 0,12, langfristig RR 1,20 nicht signifikantMeta-Analyse (Teil-Gegenbefund)
24Alnajjar et al. 2025, J Clin Med13 Studien zur Divertikelkrankheit; Rückfall in 2 RCTsRückfall RR 0,22, geringe EvidenzqualitätMeta-Analyse (maßgeblich)
25Tursi et al. 2013, Aliment Pharmacol Ther1 RCT mit vier Armen; Arme Lactobacillus paracasei und Placebo zusammen rund 105 Pers. mit Divertikelkrankheitakute Divertikulitis 1 gegenüber 6 FälleRCT
26Zmora et al. 2018, Cellgesunde Erwachsene ohne Antibiotika, Mehrstamm-Probiotikum, Proben aus der DarmschleimhautAnsiedlung der Probiotika-Keime von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, bei manchen kaum; Stuhlproben spiegeln die Schleimhaut nur teilweiseKontrollierte Studie (Begleitbefund)
27Suez et al. 2018, CellMenschen und Mäuse nach Antibiotika: spontane Erholung, Mehrstamm-Probiotikum oder Rückgabe der eigenen Stuhlflora; keine Placebo-Gabe; Proben aus Stuhl und Darmschleimhautmit Probiotika deutlich verzögerte und anhaltend unvollständige Erholung der eigenen Darmflora und der Genaktivität der DarmschleimhautKontrollierte Studie ohne Placebo (klein)
28Rao et al. 2018, Clin Transl Gastroenterol30 Menschen mit Blähungen und Konzentrationsstörungen in einer Klinik, alle unter Probiotika, ohne KontrollgruppeDünndarmfehlbesiedlung und D-Laktat-Übersäuerung häufig; Besserung bei 23 von 30 nach Absetzen und AntibiotikaBeobachtung (ohne Kontrollgruppe)
29Hempel et al. 2011, Evid Rep Technol Assess622 Studien; Nebenwirkungen aus RCTs gepooltRCTs suchten nicht routinemäßig nach Infektionen durch den Probiotika-Keim; Fallberichte über Fungämie und Bakteriämie, vor allem bei geschwächter GesundheitSystematische Übersicht (AHRQ)
30Li & McFarland 2026, Front Pediatr57 RCTs aus China, 5.767 Kinder mit akutem Magen-Darm-Infekt, Saccharomyces boulardii zusätzlich zu SmektitHeilung häufiger, Durchfall kürzer; Mitautorin berät den HerstellerMeta-Analyse (maßgeblich, herstellernah)

Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Keine Werbung, keine Kauflinks, keine Produktempfehlungen.