Die kurze Antwort
Ob Ashwagandha bei Frauen in den Wechseljahren oder bei geringer Lust hilft, ist unklar: Kleine Studien aus Indien fanden Vorteile, meist mit Herstellerextrakt, unabhängige Bestätigungen fehlen. Das Testosteron veränderte sich bei Frauen nicht sicher, zu PCOS gibt es keine Placebo-Studie. Ob es in Schwangerschaft und Stillzeit schadet, ist ungeklärt, weil kontrollierte Studien fehlen, und alle europäischen Behörden, die Ashwagandha bewertet haben, raten ab.
Auf dieser Seite 7 Abschnitte
- Wie wirkt Ashwagandha bei Frauen?
- Hilft Ashwagandha in den Wechseljahren?
- Steigert Ashwagandha die Lust bei Frauen?
- Erhöht Ashwagandha das Testosteron bei Frauen?
- Ashwagandha in der Schwangerschaft: erlaubt?
- Ashwagandha und die Pille: Gibt es Wechselwirkungen?
- Welche Nebenwirkungen und Nachteile hat Ashwagandha für Frauen?
In der Apotheke, im Drogeriemarkt und in den sozialen Medien wird Ashwagandha längst auch als Frauenpflanze verkauft: gegen Hitzewallungen, für mehr Lust, für einen ruhigeren Zyklus. Die Belege dafür sind schmal. Es gibt eine Handvoll kleiner Studien, die meisten aus Indien, viele mit Extrakten vom Hersteller. Gleichzeitig gibt es bei kaum einer Pflanze so deutliche Warnungen von Behörden, und sie betreffen gerade Frauen, nämlich Schwangere und Stillende. Beides gehört zusammen in den Blick, denn gerade in den Lebensphasen, in denen viele Frauen nach einem pflanzlichen Helfer suchen, also rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Wechseljahre, ist die Pflanze am schlechtesten untersucht.
Wie wirkt Ashwagandha bei Frauen?
Bei Frauen wirkt Ashwagandha nach heutigem Wissen nicht grundsätzlich anders als bei Männern. Die meisten großen Studien zu Stress, Angst und Schlaf schlossen Frauen und Männer gemeinsam ein. Am besten belegt ist dort die Wirkung von Ashwagandha bei Stress: Bei Gestressten sinkt mit der Wurzel das Cortisol. Wahrscheinlich sinkt auch ihr Stressempfinden. Für die Fragen, die nur Frauen betreffen, ist die Lage viel dünner. Zu den Wechseljahren und zur Lust gibt es jeweils nur wenige kleine Studien, zum polyzystischen Ovarsyndrom gar keine mit Scheinpräparat.
Hilft Ashwagandha in den Wechseljahren?
Ob Ashwagandha in den Wechseljahren hilft, ist unklar, auch wenn vier kleine Studien Vorteile melden. Am ausführlichsten untersucht wurde die Zeit des Übergangs. In einer indischen Studie nahmen 100 Frauen mit Beschwerden acht Wochen lang einen Wurzelextrakt oder ein Scheinpräparat (Placebo). Mit Extrakt gingen die Beschwerden stärker zurück.1 Eine zweite Studie mit 60 Frauen kam zu einem ähnlichen Ergebnis und zählte zusätzlich weniger Hitzewallungen.2 In beiden stieg zudem das Hormon Östradiol, während die Hormone FSH und LH sanken, die in den Wechseljahren typischerweise hoch sind.
Auch nach der letzten Regel sahen zwei Studien Vorteile. So sank der Beschwerdewert bei Frauen nach der Menopause in einer Studie deutlich stärker als mit Placebo, und sie schliefen besser.3 In einer anderen half mehr Extrakt mehr.4 Es bleibt trotzdem bei ersten Hinweisen, und das liegt an der Art dieser Belege. Alle vier Studien sind klein. Drei arbeiteten mit Extrakten, die der Hersteller lieferte oder deren Studie er bezahlte. Eine Auswertung über mehrere Studien fehlt. Hinzu kommt, dass alle vier aus Indien stammen und noch keine Forschungsgruppe in einem anderen Land geprüft hat, ob sich die Ergebnisse mit anderen Frauen, anderen Extrakten und ohne Beteiligung der Hersteller wiederholen lassen.
Für Frauen mit starken Beschwerden ist Ashwagandha deshalb kein Ersatz für eine ärztliche Beratung, in der die gut untersuchten Behandlungen zur Sprache kommen. Wer es trotzdem ausprobieren möchte, sollte die Warnzeichen für Leber und Schilddrüse kennen, die weiter unten stehen.
So wurde gemessen
- Perimenopause: 100 Frauen, 2 × 300 mg Wurzelextrakt über 8 Wochen; Menopause Rating Scale (MRS) gesamt sowie psychischer, körperlicher und urogenitaler Bereich stärker gebessert (p < 0,0001); Östradiol höher, FSH und LH niedriger.1 60 Frauen von 45 bis 55 Jahren über 56 Tage, MRS und Hitzewallungen gebessert (p < 0,0001).2
- Postmenopause: 66 Frauen, 600 mg über 12 Wochen, MRS −8,1 gegenüber −1,2 Punkten (p < 0,001).3 127 Frauen in sechs Gruppen, wässriger Wurzel-Blatt-Extrakt 250 oder 500 mg über 24 Wochen, Lebensqualitätsbogen MENQOL dosisabhängig gebessert.4
Steigert Ashwagandha die Lust bei Frauen?
Ob Ashwagandha die Lust bei Frauen steigert, ist unklar, es gibt erste Hinweise aus nur zwei kleinen Studien. Die größere begleitete 80 Frauen, die unter dauerhaft verminderter Lust litten, acht Wochen lang. Im Fragebogen zur Sexualfunktion stiegen die Werte mit Extrakt deutlich, mit Scheinpräparat allerdings ebenfalls, nur weniger stark.5 Eine kleinere Pilotstudie mit 50 Frauen fand Verbesserungen bei Erregung, Feuchtigkeit und Orgasmus.6
Dass auch die Placebogruppe so zulegte, ist bei diesem Thema häufig. Schon die Teilnahme an einer solchen Studie scheint viel zu bewegen. Beide Studien verwendeten denselben Wurzelextrakt, dessen Ergebnisse sich nicht ohne Weiteres auf andere Ashwagandha-Kapseln und Extrakte übertragen lassen. In der kleineren übernahm der Hersteller einen Teil der Kosten. Eine unabhängige Bestätigung fehlt. Bei anhaltender Lustlosigkeit lohnt sich deshalb zuerst ein Gespräch in der gynäkologischen Praxis, weil Hormone, Medikamente oder Belastungen dahinterstecken können.
So wurde gemessen
- Größere Studie: 80 Frauen von 18 bis 50 Jahren, 2 × 300 mg Wurzelextrakt über 8 Wochen; Female Sexual Function Index von 14,2 auf 22,6 gegenüber 14,2 auf 19,3 mit Placebo (p < 0,0001).5
- Pilotstudie: 50 Frauen, gleiche Menge und Dauer; Gesamtwert, Erregung und Feuchtigkeit (je p < 0,001) sowie Orgasmus (p = 0,004) stärker verbessert.6
Erhöht Ashwagandha das Testosteron bei Frauen?
Ob Ashwagandha das Testosteron bei Frauen verändert, ist unklar, ein Anstieg zeigte sich bisher nicht. Eine große Auswertung von Hormonstudien fand bei Männern einen Anstieg, bei Frauen dagegen keinen sicheren Unterschied zum Placebo. Auch das Östradiol blieb gleich.7 Drei einzelne Studien mit Frauen sahen ebenfalls keinen Effekt, zwei davon finanziert von Extraktherstellern.1810 Eine kleine Studie mit Sportlerinnen kam sogar zum umgekehrten Ergebnis: Mit Placebo stieg das Testosteron stärker als mit Ashwagandha, die Werte blieben aber im Normbereich.9
Damit ist die Sorge vor männlich wirkenden Veränderungen durch Ashwagandha nach heutigem Stand wenig begründet. Doch keine dieser Studien war gezielt auf die Hormone von Frauen ausgerichtet, die Teilnehmerinnen waren meist gesund, und in mehreren Studien bildeten Frauen nur einen Teil einer gemischten Gruppe mit Männern. Für Frauen, die schon zu viele männliche Hormone bilden, gilt deshalb Vorsicht. Die französische Lebensmittelbehörde rät ihnen ausdrücklich ab, weil genau diese Gruppe nie untersucht wurde.12
Ashwagandha bei PCOS
Zu Ashwagandha beim polyzystischen Ovarsyndrom ist die Wirkung nicht untersucht, eine Placebo-Studie mit betroffenen Frauen gibt es nicht. Das ist eine echte Lücke. Bei diesem häufigen Hormonleiden reifen die Eizellen oft nicht regelmäßig, der Zyklus gerät durcheinander, und häufig sind die männlichen Hormone erhöht. Die Hoffnungen auf Ashwagandha stützen sich laut einer neueren Übersicht fast nur auf Tierversuche und auf Studien mit ganz anderen Gruppen, etwa gestressten Erwachsenen.11 Bei PCOS empfiehlt es sich daher, Ashwagandha nur nach ärztlicher Rücksprache zu nehmen, zumal die französische Behörde bei erhöhten männlichen Hormonen abrät.12
Ashwagandha in der Schwangerschaft: erlaubt?
Ob Ashwagandha in der Schwangerschaft schadet, ist ungeklärt: Es gibt keine kontrollierten Studien, und Fehlgeburten oder Schäden beim Kind hat keine gezählt, doch Behörden raten einhellig ab. Der Verdacht ist alt. In der traditionellen indischen Medizin wird die Wurzel als Mittel zum Abbruch einer Schwangerschaft beschrieben. Genau diese Überlieferung nennt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung als Bedenken.13 Das dänische Lebensmittelinstitut verweist zudem darauf, dass nie bestimmt wurde, unterhalb welcher Menge eine solche Wirkung ausbleibt.14
Wie stark der Verdacht wirklich ist, lässt sich mit den vorhandenen Daten nicht sagen. Eine aktuelle Übersicht hält die Belege für eine abtreibende Wirkung für nicht schlüssig und fand, dass alte Angaben oft ungeprüft weitergereicht wurden.17 Doch eine Entwarnung ist das nicht, denn die Tierversuche begannen erst nach der Einnistung des Embryos und sagen über die ersten Tage nichts.15 Die einzige Studie mit Schwangeren begann im zweiten Drittel, hatte kein Scheinpräparat und berichtete nicht, wie die Schwangerschaften ausgingen.18
Deshalb raten das deutsche Bundesinstitut, die französische Lebensmittelbehörde und das niederländische Gesundheitsinstitut Schwangeren ab.121315 Die Weltgesundheitsorganisation tut es ebenfalls.14 Dänemark hat Ashwagandha in Lebensmitteln sogar verboten.16 In der Schwangerschaft und schon bei Kinderwunsch empfiehlt es sich, auf Ashwagandha zu verzichten.
Hinweis für Schwangere
Wer schwanger ist oder es werden möchte, verzichtet besser auf Ashwagandha. Ob es schadet, ist ungeklärt, weil kontrollierte Studien fehlen, und alle europäischen Behörden, die Ashwagandha bewertet haben, raten ab. Wurde es unwissentlich in der Frühschwangerschaft genommen, lohnt es sich, das in der frauenärztlichen Praxis anzusprechen.
Ashwagandha in der Stillzeit
Auch für die Stillzeit ist die Sicherheit ungeklärt, denn Studien fehlen, und die Empfehlung lautet ebenso: verzichten. In der ayurvedischen Medizin wird die Pflanze teils sogar eingesetzt, um die Milchbildung anzuregen, doch für diese Anwendung gibt es keine aussagekräftigen Studien.19 Ob Bestandteile der Pflanze in die Muttermilch übergehen, wie viel davon beim Säugling ankommt und was sie dort bewirken, hat bisher niemand gemessen, weder bei reif noch bei zu früh geborenen Kindern. Die Datenbank der US-Gesundheitsbehörde zu Arzneistoffen in der Stillzeit rät deshalb ab, besonders bei Neugeborenen und Frühchen.19 Die deutsche und die französische Behörde sehen es genauso.1213
Ashwagandha und die Pille: Gibt es Wechselwirkungen?
Ob Ashwagandha die Wirkung der Pille verändert, hat keine Studie geprüft. Eine Auswertung von Hormonstudien fand zwar keinen Einfluss auf das körpereigene Östradiol,7 doch über die künstlichen Hormone einer Verhütungspille sagt das nichts. Fallberichte über eine unwirksame Verhütung unter Ashwagandha finden sich in den hier ausgewerteten Quellen nicht. Wer die Pille nimmt und Ashwagandha ergänzen möchte, sollte das in der Apotheke oder Arztpraxis ansprechen. Eine ungeplante Schwangerschaft wäre hier doppelt heikel.
Welche Nebenwirkungen und Nachteile hat Ashwagandha für Frauen?
Frauenspezifische Nebenwirkungen sind nicht bekannt, die allgemeinen Risiken gelten aber genauso. In der größten Placebo-Studie mit rund tausend Erwachsenen hatten mit Ashwagandha sogar etwas weniger Teilnehmende Beschwerden als mit Placebo, meist leichte Übelkeit, Mundtrockenheit oder Kopfschmerzen.20 Das klingt gut. Doch so kurze Studien übersehen seltene Fälle. Ernste Leberschäden zeigen sich bislang nur in Fallberichten. Eine Übersicht zählte 25 solche Fälle, meist mit Gelbsucht und Juckreiz einige Wochen nach Beginn, die meisten Betroffenen erholten sich.21 Dazu kommen mögliche Effekte auf die Schilddrüse. Sie zeigen sich eher als ungewollter Gewichtsverlust, nicht als Gewichtszunahme durch Ashwagandha.
Ratsam ist deshalb, bei der Ashwagandha-Dosierung aus den Studien zu bleiben. Auch die Warnzeichen, die unter den Nebenwirkungen von Ashwagandha an erster Stelle stehen, lohnt es sich zu kennen. Der größte Nachteil für Frauen liegt also nicht in einer besonderen Nebenwirkung, sondern darin, dass die Lebensphasen, in denen viele Frauen nach Hilfe suchen, am schlechtesten untersucht sind.
Sicherheitshinweis
Gelbe Haut oder gelbe Augen, dunkler Urin, heller Stuhl oder starker Juckreiz unter der Einnahme sind Warnzeichen für die Leber. Dann ist es nötig, Ashwagandha sofort abzusetzen und die Leberwerte umgehend ärztlich prüfen zu lassen.
Unser Fazit
Für Wechseljahre und Lust gibt es erste positive Studien, aber sie sind klein, stammen aus einem Land und oft aus dem Umfeld der Hersteller. Das Testosteron steigt bei Frauen offenbar nicht, zu PCOS fehlen Studien. Ob Ashwagandha in Schwangerschaft und Stillzeit schadet, ist ungeklärt, weil Studien fehlen, und die Behörden raten klar ab.
Häufige Fragen
Welche Ashwagandha-Dosierung ist für Frauen richtig?
Eine eigene Dosis für Frauen ist nicht belegt. In den Studien zu Wechseljahren und Lust nahmen die Teilnehmerinnen meist 600 mg Wurzelextrakt am Tag, aufgeteilt auf zwei Portionen.15 Das ist eine Studienmenge, keine geprüfte Empfehlung.
Wofür ist Ashwagandha bei Frauen gut?
Wie bei Männern ist am besten belegt, dass bei gestressten Erwachsenen mit Ashwagandha das Cortisol sinkt. Dass ihr Stressempfinden sinkt, ist wahrscheinlich. Frauenspezifische Wirkungen auf Wechseljahresbeschwerden und Lust sind unklar, weil es nur wenige kleine Studien gibt.
Beeinflusst Ashwagandha den Zyklus?
Dazu gibt es keine Placebo-Studie mit Frauen im fruchtbaren Alter. Auch bei PCOS, wo der Zyklus oft unregelmäßig ist, wurde Ashwagandha nicht kontrolliert geprüft.
Darf man Ashwagandha bei Kinderwunsch nehmen?
Für Frauen mit Kinderwunsch gibt es keine Daten zur Sicherheit. Weil eine Schwangerschaft anfangs oft unbemerkt bleibt und die Frühschwangerschaft nie untersucht wurde, empfiehlt es sich, in dieser Zeit auf Ashwagandha zu verzichten.
Weiterlesen




Alle Themen zu Ashwagandha
Alle 21 Quellen
| # | Studie | Wer / was | Ergebnis | Typ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Gopal et al. 2021, J Obstet Gynaecol Res | 100 Frauen in den Wechseljahren mit Beschwerden, Wurzelextrakt 2 × 300 mg/Tag, 8 Wochen | Wechseljahresbeschwerden stärker gebessert als mit Placebo, Östradiol höher, FSH und LH niedriger; Testosteron unverändert; Finanzierung nicht angegeben | RCT |
| 2 | Vani et al. 2026, Front Reprod Health | 60 Frauen von 45 bis 55 Jahren, Wurzelextrakt 2 × 300 mg/Tag, 56 Tage | Beschwerdewert und Hitzewallungen stärker gesunken als mit Placebo; Extrakt laut Volltext vom Hersteller | RCT |
| 3 | Obhrai et al. 2026, Menopause | 66 Frauen nach der Menopause, 45 bis 65 Jahre, 600 mg Wurzelextrakt/Tag, 12 Wochen | Beschwerdewert −8,1 gegenüber −1,2 Punkten mit Placebo, besserer Schlaf, Knochendichte unverändert; keine Interessenkonflikte angegeben | RCT |
| 4 | Pingali et al. 2025, J Menopausal Med | 127 Frauen nach der Menopause in sechs Gruppen, darunter wässriger Wurzel-Blatt-Extrakt 250 oder 500 mg/Tag, 24 Wochen | Lebensqualität in den Wechseljahren mit der Dosis stärker gebessert; vom Hersteller finanziert | RCT |
| 5 | Ajgaonkar et al. 2022, Cureus | 80 Frauen von 18 bis 50 Jahren mit verminderter Lust, Wurzelextrakt 2 × 300 mg/Tag, 8 Wochen | Sexualfunktions-Fragebogen von 14,2 auf 22,6 gegenüber 14,2 auf 19,3 mit Placebo; Extrakt eines Herstellers | RCT |
| 6 | Dongre et al. 2015, Biomed Res Int | 50 gesunde Frauen mit sexuellen Problemen, Wurzelextrakt 2 × 300 mg/Tag, 8 Wochen, Pilotstudie | Erregung, Feuchtigkeit, Orgasmus und Zufriedenheit stärker verbessert; Hersteller stellte Extrakt und trug Kosten mit | RCT |
| 7 | Fornalik et al. 2026, Planta Med | 23 Placebo-Studien, 1.706 Erwachsene, Hormonwerte getrennt nach Geschlecht | Testosteron bei Frauen ohne gesicherten Effekt, bei Männern erhöht; Östradiol bei beiden unverändert; Autoren ohne Interessenkonflikt | Meta-Analyse |
| 8 | Lopresti et al. 2019, Medicine (Baltimore) | 60 gestresste Erwachsene, Wurzel-Blatt-Extrakt 240 mg/Tag, 60 Tage | Testosteron bei Frauen unverändert; vom Hersteller finanziert | RCT |
| 9 | Thanawala et al. 2026, Front Nutr | 83 sportlich aktive Frauen und Männer, Wurzelextrakt 300 mg/Tag, 90 Tage | Bei Frauen stieg das Testosteron mit Placebo stärker als mit Ashwagandha, Werte im Normbereich; vom Hersteller finanziert | RCT |
| 10 | Smith et al. 2023, J Psychopharmacol | Übergewichtige gestresste Frauen und Männer von 40 bis 75 Jahren, 12 Wochen | Testosteron bei Frauen ohne Unterschied zu Placebo; vom Extrakt-Lieferanten finanziert | RCT |
| 11 | Namysł et al. 2026, Cureus | Übersichtsarbeit zu Ashwagandha bei PCOS und prämenstruellem Syndrom | Belege fast nur aus Tierversuchen und anderen Gruppen; kontrollierte Studien nötig | Übersichtsarbeit |
| 12 | ANSES 2024, Agence nationale de sécurité sanitaire (Frankreich) | Risikobewertung von Ashwagandha-Präparaten | Rät bei Überschuss an männlichen Hormonen, in Schwangerschaft und Stillzeit und unter 18 Jahren ab | Behördenbewertung |
| 13 | BfR 2024, Bundesinstitut für Risikobewertung, Mitteilung 039/2024 | Risikobewertung von Ashwagandha-Präparaten | Rät Schwangeren, Stillenden, Kindern und Menschen mit Lebererkrankung ab; überlieferte Verwendung als Abtreibungsmittel als Bedenken | Behördenbewertung |
| 14 | DTU Fødevareinstituttet 2020, Dänisches Lebensmittelinstitut, Risikobewertung | Risikobewertung der Wurzel und ihrer Extrakte | Verwendung als Abtreibungsmittel beschrieben, keine sichere Menge bestimmt; Verweis auf die WHO, die in Schwangerschaft und Stillzeit abrät | Behördenbewertung |
| 15 | RIVM 2024, Niederländisches Gesundheitsinstitut, Bericht 2024-0029 | Risikobewertung von Ashwagandha-Präparaten | Rät vorsorglich insbesondere Schwangeren ab; Tierversuche begannen erst nach der Einnistung | Behördenbewertung |
| 16 | Fødevarestyrelsen 2023, Dänische Lebensmittelbehörde | Behördliche Entscheidung | Ashwagandha in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln seit 2023 verboten | Behördenentscheidung |
| 17 | Tallon et al. 2026, Phytother Res | Systematische und ethnobotanische Übersicht zu fruchtschädigender und abtreibender Wirkung | Belege für eine bedeutsame abtreibende Wirkung nicht schlüssig, alte Angaben teils ungeprüft übernommen; Studien zu Fruchtbarkeit und Entwicklung gefordert | Systematische Übersicht |
| 18 | Ajgaonkar et al. 2026, Front Glob Womens Health | 70 Schwangere im zweiten Drittel, 600 mg Wurzelextrakt/Tag plus Eisen gegen Eisen allein, 12 Wochen, ohne Placebo | Keine Nebenwirkungen, Laborwerte unverändert; Ausgang der Schwangerschaften nicht berichtet | Offene Vergleichsstudie |
| 19 | LactMed 2024, Drugs and Lactation Database (NIH) | Datenbank der US-Gesundheitsbehörde zu Arzneistoffen in der Stillzeit, Stand 15.12.2024 | Keine Daten zum Übergang in die Muttermilch und zur Sicherheit für Säuglinge; in der Stillzeit meiden, besonders bei Neugeborenen und Frühchen | Referenzdatenbank |
| 20 | Pakhale et al. 2026, Phytother Res | 1.002 Erwachsene mit Stress und Angst, Wurzelextrakt 600 mg/Tag, 8 Wochen | Beschwerden bei 5,2 % mit Ashwagandha gegenüber 7,8 % mit Placebo, keine schweren Nebenwirkungen; vom Hersteller unterstützt | RCT |
| 21 | McIntyre et al. 2026, Cureus | Übersicht über 13 Veröffentlichungen mit 25 Leberschäden nach Ashwagandha | Meist Gelbsucht mit Juckreiz nach Wochen, meist Erholung; 1 Lebertransplantation, 3 Todesfälle bei vorbestehender Zirrhose | Übersicht über Fallberichte |
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