Die kurze Antwort
In Studien nahmen Erwachsene meist 300 bis 600 mg Wurzelextrakt am Tag, oft auf zwei Portionen verteilt; Extrakte aus Wurzel und Blatt wurden niedriger dosiert. Ob morgens oder abends besser ist, hat keine Studie verglichen. Gegen Stress wurde meist nach acht Wochen gemessen. Mit Placebo-Vergleich geprüft ist die Einnahme nur bis etwa sechs Monate, und eine sicher unbedenkliche Menge gibt es laut BfR nicht.
Auf dieser Seite 6 Abschnitte
- Welche Ashwagandha-Dosierung ist richtig?
- Wann ist die Ashwagandha-Einnahme am besten: morgens oder abends?
- Wie schnell wirkt Ashwagandha?
- Wie lange sollte man Ashwagandha einnehmen, auch dauerhaft?
- Ashwagandha-Pulver: Welche Dosierung, und wie nimmt man es ein?
- Ashwagandha und Magnesium zusammen einnehmen?
Auf der einen Dose steht eine Tagesmenge, die fünfmal so hoch ist wie auf der nächsten, und das Pulver aus dem Bioladen kommt ganz ohne Milligramm aus. Wer wissen will, wie viel Ashwagandha richtig ist, findet auf den Packungen kaum eine Antwort. Die Studien helfen weiter, allerdings nur ein Stück. Sie zeigen, welche Mengen geprüft wurden und wie lange es dauerte, bis sich etwas tat. Eine sichere Obergrenze nennen sie nicht.
Welche Ashwagandha-Dosierung ist richtig?
Eine amtlich richtige Dosierung gibt es nicht, denn eine sicher unbedenkliche Menge ist unbekannt. Das BfR sieht sich außerstande, eine solche Menge abzuleiten,1 und das dänische Lebensmittelinstitut kam schon 2020 zum selben Schluss.2 Was bleibt, sind die Mengen aus den Studien. Die meisten prüften einen Extrakt aus der Wurzel, meist 300 bis 600 mg am Tag und häufig auf zwei Portionen verteilt.34 Eine Auswertung von zwölf Studien fand gegen Stress die günstigsten Ergebnisse in genau diesem Bereich.5
Dabei lassen sich Milligramm nicht einfach vergleichen. Extrakte aus Wurzel und Blatt sind auf einen höheren Gehalt an Withanoliden eingestellt, den Pflanzenstoffen, die als wirksame Bestandteile gelten, und wurden deshalb niedriger dosiert. In einer Schlafstudie genügten davon 120 mg am Tag,6 in einer Studie mit Angstpatienten 60 oder 120 mg.7 Eine Kapsel mit weniger Milligramm ist also nicht automatisch schwächer. Entscheidend ist, welcher Extrakt darin steckt, und genau darin unterscheiden sich die Formen von Ashwagandha erheblich.
Hinzu kommt ein Umstand, der die ganze Studienlage prägt. Fast alle positiven Studien wurden von den Herstellern der geprüften Extrakte finanziert oder mit dem Präparat beliefert.68 Die Mengen, die heute als üblich gelten, sind deshalb vor allem die Mengen dieser Extrakte, nicht das Ergebnis unabhängiger Dosisvergleiche.
So wurde gemessen
- Wurzelextrakt: Übersicht über 23 Studien mit 2.317 Gesunden, 125 bis 600 mg am Tag über bis zu 180 Tage.4 Typisches Schema: 300 mg zweimal täglich.3
- Stress: Auswertung von 12 Studien mit 1.002 Erwachsenen; günstigste Menge 300 bis 600 mg täglich, Vertrauenswürdigkeit der Daten niedrig.5
- Wurzel-Blatt-Extrakt: 150 Erwachsene mit nicht erholsamem Schlaf, 120 mg täglich über 6 Wochen6; 60 Erwachsene mit generalisierter Angststörung, 60 oder 120 mg täglich über 60 Tage.7
- Behörden: BfR 20241, DTU 2020.2
Wie viel Ashwagandha pro Tag, wie viel mg?
Wie viel Ashwagandha am Tag sinnvoll ist, lässt sich nur aus den Studien ablesen, und dort lag die Menge meist zwischen 250 und 600 mg Wurzelextrakt. Darunter und darüber gibt es nur wenige Daten. Das gilt für Kapseln wie für Tabletten.
Aufschlussreich ist eine Studie, in der gestresste Erwachsene acht Wochen lang entweder 250 mg, 600 mg oder eine Attrappe (Placebo) nahmen. Beide Mengen senkten das Stressempfinden stärker als das Scheinpräparat.8 Selbst sehr kleine Mengen wurden getestet. Mit 30 mg eines niedrig dosierten Extrakts sank der Stress nach vier Wochen gerade eben stärker als mit Placebo, in einer zweiten Rechnung aber nicht mehr.9 Eine Menge oberhalb der geprüften Bereiche lässt sich daraus jedenfalls nicht begründen.
So wurde gemessen
- Dosisvergleich: 60 gestresste Erwachsene, 250 oder 600 mg Wurzelextrakt täglich über 8 Wochen; der Stresswert (PSS) sank in beiden Gruppen stärker als unter Placebo. Extrakt vom Hersteller gestellt.8
- Niedrige Menge: 60 Erwachsene, 30 mg täglich über 28 Tage; im Hauptdatensatz knapp besser (p = 0,046), in der Auswertung nur der Studientreuen nicht. Fünf Autoren beim Hersteller angestellt.9
Hochdosiertes Ashwagandha: sinnvoll?
Hochdosiertes Ashwagandha bringt nach den Studien keinen erkennbaren Zusatznutzen, wirft aber zusätzliche Fragen auf. Zwar fand eine große Auswertung, dass der Stress mit steigender Menge stärker sank. Ihre Zahlen fallen aber so unplausibel groß aus, dass sie nicht zählen.10 Mengen um 1.000 mg am Tag wurden vor allem bei Kranken geprüft, etwa bei Menschen mit Angststörung zusätzlich zu Antidepressiva11 oder bei Schizophrenie, wo Magenbeschwerden und Schläfrigkeit häufiger auftraten.12
Vor allem schützt eine kleine Menge nicht sicher vor dem seltenen Leberschaden durch Ashwagandha, der kaum von der Dosis abhängt, und eine große erst recht nicht. In zwei Fallberichten aus Bosnien-Herzegowina traten Leberschäden bei Menschen auf, die dreimal täglich eine Kapsel mit 450 mg genommen hatten.13 Mehr als die geprüften Mengen zu nehmen, ist deshalb nicht ratsam.
So wurde gemessen
- Dosis-Zusammenhang: Auswertung von 22 Studien, Stress SMD −5,88; für standardisierte Werte unplausibel groß und deshalb nicht gewertet, Teilnehmerzahl im Abstract nicht genannt.10
- Hohe Mengen: 40 Erwachsene mit generalisierter Angststörung, 1 g Wurzelextrakt täglich zusätzlich zu Antidepressiva über 6 Wochen11; 66 Menschen mit Schizophrenie, 1.000 mg Wurzel-Blatt-Extrakt täglich über 12 Wochen.12
- Fallberichte: Leberschaden nach 45 Tagen bzw. 6 Monaten mit 3 × 450 mg täglich, Besserung nach dem Absetzen.13
Wann ist die Ashwagandha-Einnahme am besten: morgens oder abends?
Ob Ashwagandha morgens oder abends besser wirkt, hat keine Studie direkt verglichen. In vielen Studien wurde die Tagesmenge auf zwei Portionen verteilt,3 eine Auswertung nach Uhrzeit gibt es aber nicht. Gegen eine Einnahme am Morgen spricht wenig. Schläfrigkeit trat in der größten Studie mit Ashwagandha nicht häufiger auf als mit dem Scheinpräparat, sondern gar nicht.14
Wichtiger als die Uhrzeit ist offenbar der Magen. Weil Bauchbeschwerden die am häufigsten genannte Nebenwirkung sind, lohnt es sich bei empfindlichem Magen, die Kapsel zu einer Mahlzeit zu nehmen. Für den Schlaf liegt eine Portion am Abend nahe, doch einen Vorteil gegenüber dem Morgen hat niemand gezeigt. Am meisten zählt in den Studien ohnehin, dass die Einnahme täglich über Wochen erfolgte.
Wie schnell wirkt Ashwagandha?
Ashwagandha wirkt nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen. Beim Stressempfinden, wo der Nutzen wahrscheinlich ist, wurde in den meisten Studien nach acht Wochen gemessen, so auch in der größten mit rund tausend Teilnehmenden.14 Auch die Senkung des Stresshormons Cortisol ist gut belegt, und die Studien dazu liefen einen bis knapp vier Monate.15 Was Ashwagandha bei Stress und Cortisol insgesamt bringt, hängt also auch von der Geduld ab.
Nach einem Monat ist das Bild noch unscharf. In einer Studie mit einem Extrakt aus Wurzel und Blatt sank der Stress nach dreißig Tagen in allen Gruppen gleich stark, mit und ohne Ashwagandha.16 Die Studie mit der sehr niedrigen Menge zeigte nach vier Wochen ebenfalls nur einen knappen Vorteil.9 Wer nach zwei Monaten keinen Unterschied spürt, sollte den Nutzen deshalb ehrlich gegen die offenen Sicherheitsfragen abwägen.
Beim Schlaf braucht es noch mehr Geduld. Eine Auswertung fand deutlichere Effekte ab acht Wochen Einnahme und ab 600 mg am Tag,17 und Menschen mit Schlaflosigkeit schliefen nach zehn Wochen im Mittel etwa fünf Minuten schneller ein als mit Placebo.18 Ob Ashwagandha den Schlaf tatsächlich verbessert, ist allerdings unklar, denn die Studien sind wenige, klein und meist vom Hersteller beliefert.
So wurde gemessen
- Cortisol: Übersicht über 9 Studien mit gestressten Personen, Dauer 30 bis 112 Tage.15
- Früher Zeitpunkt: 60 gestresste Erwachsene, 225 oder 400 mg Wurzel-Blatt-Extrakt täglich über 30 Tage; Stress, Angst und Stimmung besserten sich in allen Gruppen ohne Unterschied, Studie vom Hersteller finanziert.16
- Schlaf: Auswertung von 5 Placebo-Studien mit 400 Erwachsenen; stärkere Effekte bei Schlaflosigkeit, ab 600 mg täglich und ab 8 Wochen.17 60 Erwachsene mit Schlaflosigkeit und Angst, 600 mg täglich über 10 Wochen: Einschlafzeit 29,0 gegenüber 33,9 Minuten.18
Wie lange sollte man Ashwagandha einnehmen, auch dauerhaft?
Ob Ashwagandha dauerhaft eingenommen werden kann, ist offen, denn mit Placebo-Vergleich ist es nicht über ein halbes Jahr hinaus geprüft. Die längsten Studien begleiteten ältere Erwachsene über 180 Tage und hundert Erwachsene in einer Studie zum Abnehmen mit Ashwagandha über 24 Wochen, beide ohne auffällige Blutwerte.1920 Was danach kommt, zeigen nur Fallberichte. Ein junger Mann in Polen kam nach einem Jahr Einnahme mit Gelbsucht ins Krankenhaus,21 und bei einer Frau, die über ein Jahr täglich Ashwagandha genommen hatte, arbeiteten die Nebennieren auch Monate nach dem Absetzen nicht wieder normal.22
Auch das Ende will bedacht sein. Ein junger Mann bekam nach abruptem Absetzen Herzrasen, Schlaflosigkeit und Angst, wobei unklar blieb, ob das eine Absetzreaktion war oder die alte Angst zurückkam.23 Umgekehrt ist eine kurze Einnahme kein sicherer Schutz. Die meisten Leberschäden traten schon nach einigen Wochen auf.24 Deshalb ist es ratsam, Ashwagandha nicht länger zu nehmen als in Studien geprüft und die Nebenwirkungen von Ashwagandha im Blick zu behalten.
Warnzeichen an der Leber
Gelbe Haut oder gelbe Augen, dunkler Urin, heller Stuhl oder starker Juckreiz unter der Einnahme sind Warnzeichen. Dann Ashwagandha sofort absetzen und umgehend die Leberwerte ärztlich prüfen lassen.
Ashwagandha-Pulver: Welche Dosierung, und wie nimmt man es ein?
Für Ashwagandha-Pulver gibt es keine geprüfte Dosierung gegen Stress oder Schlaflosigkeit. Fast alle Studien verwendeten Kapseln mit standardisiertem Extrakt, bei dem der Gehalt an Withanoliden festgelegt ist. Wie viel Pulver einer solchen Kapsel entspricht, hat niemand bestimmt, und Milligramm aus der Studie lassen sich deshalb nicht auf den Teelöffel übertragen.
Die wenigen Studien mit Pulver liefen bei Männern. In einer nahmen Männer mit unerfülltem Kinderwunsch täglich 5 g Wurzelpulver, verglichen allerdings mit einem Medikament statt mit Placebo,25 in einer anderen half Pulver bei seelisch bedingten Erektionsstörungen nicht besser als Weizenmehl.26 Dass sich Ashwagandha in ein Getränk rühren lässt, zeigt eine Studie, in der der Extrakt in Milch gegeben wurde; für den Schlaf fiel das Ergebnis gemischt aus.27 Wer genau dosieren will, ist mit einem Extrakt mit Mengenangabe deshalb besser bedient als mit Pulver.
Ashwagandha und Magnesium zusammen einnehmen?
Ob Ashwagandha und Magnesium zusammen mehr bewirken, ist in keiner Studie geprüft worden. Auch Wechselwirkungen zwischen beiden sind nicht beschrieben. Untersucht wurde bisher nur die Kombination mit Melatonin. In einer Studie mit zweihundert Erwachsenen verkürzte Ashwagandha allein die Einschlafzeit etwa so stark wie Melatonin, und die Kombination wirkte am stärksten.28 Dabei ist auch der Nutzen von Magnesium beim Schlafen unklar, sodass die Kombination zwei unsichere Mittel zusammenbringt.
Für Mischungen mit anderen Pflanzen wie Shilajit, Rosenwurz oder Mönchspfeffer fehlen Studien ganz. Das hat praktische Folgen, denn mehrere der beschriebenen Leberschäden betrafen Präparate mit weiteren Zutaten, und dann lässt sich kaum klären, welcher Bestandteil verantwortlich war.24 Wer neue Mittel ausprobiert, sollte sie deshalb nicht alle gleichzeitig beginnen.
Unser Fazit
Studien prüften meist 300 bis 600 mg Wurzelextrakt am Tag über acht Wochen bis sechs Monate, Extrakte aus Wurzel und Blatt deutlich weniger. Eine sichere Menge kennt niemand, mehr bringt keinen belegten Vorteil, und für die Uhrzeit gibt es keine belegte Empfehlung. Länger als ein halbes Jahr ist die Einnahme nicht geprüft.
Häufige Fragen
Was ist die richtige Ashwagandha Tagesdosis?
Eine amtlich festgelegte Tagesdosis gibt es nicht, weil sich keine sicher unbedenkliche Menge ableiten lässt.1 Studien mit Wurzelextrakt verwendeten meist 300 bis 600 mg am Tag, Extrakte aus Wurzel und Blatt in einzelnen Studien 60 bis 120 mg.567
Wie viele Ashwagandha-Kapseln am Tag?
Das hängt davon ab, wie viel Extrakt eine Kapsel enthält und um welchen Extrakt es sich handelt. Entscheidend ist die Tagesmenge in Milligramm, nicht die Zahl der Kapseln, und sie sollte die in Studien geprüften Mengen nicht übersteigen.
Ashwagandha wie einnehmen: zum Essen oder nüchtern?
Dazu gibt es keine Vergleichsstudie. Bei empfindlichem Magen lohnt es sich, Ashwagandha zu einer Mahlzeit zu nehmen, weil Magen-Darm-Beschwerden die am häufigsten genannte Nebenwirkung sind.
Welche Ashwagandha Dosierung für den Schlaf?
In Schlafstudien wurden meist 600 mg Wurzelextrakt oder 120 mg eines Extrakts aus Wurzel und Blatt am Tag verwendet.617 Ob Ashwagandha den Schlaf tatsächlich verbessert, ist aber unklar, weil es nur wenige kleine Studien gibt.
Kann man Ashwagandha mit Shilajit, Rosenwurz oder Johanniskraut zusammen einnehmen?
Keine dieser Kombinationen ist in Studien untersucht. Mischungen mit weiteren Pflanzen gehören zu den kaum geprüften Präparaten, und bei Beschwerden lässt sich dann schwer sagen, welcher Bestandteil sie ausgelöst hat.
Weiterlesen




Alle Themen zu Ashwagandha
Alle 28 Quellen
| # | Studie | Wer / was | Ergebnis | Typ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | BfR 2024, Mitteilung 039/2024 | Bundesinstitut für Risikobewertung | keine unbedenkliche Aufnahmemenge ableitbar; rät Kindern, Schwangeren, Stillenden und Lebererkrankten ab | Behördenbewertung |
| 2 | DTU Fødevareinstituttet 2020, Risikovurdering Withania somnifera | Dänisches Lebensmittelinstitut | keine Aufnahmemenge ohne Risiko schädlicher Wirkungen festlegbar | Behördengutachten |
| 3 | Wankhede et al. 2015, J Int Soc Sports Nutr | 1 RCT, 57 junge Männer mit Krafttraining, 300 mg Wurzelextrakt 2× täglich, 8 Wochen; Extrakt vom Hersteller gestellt | typisches Dosierschema der Wurzelextrakt-Studien | RCT |
| 4 | Coope et al. 2026, Pharmaceuticals (Basel) | systematische Übersicht, 23 RCTs, 2.317 gesunde Erwachsene, 125 bis 600 mg Wurzelextrakt/Tag, bis 180 Tage | Laborwerte im Normbereich, keine schweren Nebenwirkungen; Daten über 180 Tage fehlen | Systematischer Review (ohne Poolung) |
| 5 | Akhgarjand et al. 2022, Phytother Res | 12 RCTs, 1.002 Erwachsene | günstigste Dosis für Stress 300 bis 600 mg/Tag; Vertrauenswürdigkeit niedrig | Meta-Analyse |
| 6 | Deshpande et al. 2020, Sleep Med | 1 RCT, 150 Erwachsene mit nicht erholsamem Schlaf, Wurzel-Blatt-Extrakt 120 mg/Tag, 6 Wochen; vom Hersteller gefördert | Schlafqualität und Sensor-Schlafwerte besser als mit Placebo | RCT |
| 7 | Mishra et al. 2024, Heliyon | 1 RCT, 60 Erwachsene mit generalisierter Angststörung, Wurzel-Blatt-Extrakt 60 oder 120 mg/Tag, 60 Tage | Angstwert deutlich stärker gesunken als mit Placebo; Präparate vom Hersteller gestellt | RCT |
| 8 | Salve et al. 2019, Cureus | 1 RCT, 60 gestresste Erwachsene, 250 oder 600 mg Wurzelextrakt/Tag, 8 Wochen; Extrakt vom Hersteller gestellt | Stresswert mit beiden Mengen stärker gesunken als mit Placebo | RCT (Dosisvergleich) |
| 9 | Lopresti et al. 2026, Adv Ther | 1 RCT, 60 gestresste Erwachsene, 30 mg Extrakt/Tag, 28 Tage; vom Hersteller finanziert | Stress im Hauptdatensatz knapp stärker gesunken, im Per-Protokoll-Datensatz nicht | RCT (niedrige Menge) |
| 10 | Alsanie et al. 2026, Complement Ther Med | 22 RCTs, Erwachsene | Dosis-Zusammenhang für Stress; Effektwerte ungewöhnlich groß | Meta-Analyse (Werte fragwürdig) |
| 11 | Fuladi et al. 2021, Curr Rev Clin Exp Pharmacol | 1 RCT, 40 Erwachsene mit generalisierter Angststörung unter Antidepressiva, 1 g Wurzelextrakt/Tag zusätzlich, 6 Wochen | Angstwert stärker gesunken als mit Placebo | RCT |
| 12 | Chengappa et al. 2018, J Clin Psychiatry | 1 RCT, 66 Menschen mit Schizophrenie, 1.000 mg Wurzel-Blatt-Extrakt/Tag zusätzlich, 12 Wochen | Schläfrigkeit, Oberbauchbeschwerden und weicher Stuhl häufiger als unter Placebo | RCT |
| 13 | Bokan et al. 2023, Pharmaceuticals (Basel) | 2 Fallberichte, Bosnien-Herzegowina, 450 mg Kapseln dreimal täglich | Leberschaden nach 45 Tagen bzw. 6 Monaten, Besserung nach Absetzen | Fallberichte |
| 14 | Pakhale et al. 2026, Phytother Res | 1 RCT, 1.002 Erwachsene mit Stress und Angst, 600 mg Wurzelextrakt/Tag, 8 Wochen; vom Extrakt-Hersteller unterstützt | Schläfrigkeit 0 vs. 0,4 % unter Placebo; keine schweren Nebenwirkungen | RCT (größte Studie) |
| 15 | Della Porta et al. 2023, Nutrients | systematische Übersicht, 9 Studien mit gestressten Personen, 30 bis 112 Tage | Cortisol sinkt; Nebennierenfunktion und Langzeitfolgen nicht geprüft | Systematische Übersicht |
| 16 | Remenapp et al. 2022, J Ayurveda Integr Med | 1 RCT, 60 gestresste Erwachsene, Wurzel-Blatt-Extrakt 225 oder 400 mg/Tag, 30 Tage; vom Hersteller finanziert | Stress in allen Gruppen gesunken, kein Unterschied zu Placebo | RCT (Gegenbefund) |
| 17 | Cheah et al. 2021, PLoS One | 5 Placebo-RCTs, 400 Erwachsene | Schlaf insgesamt besser, stärker bei Insomnie, ab 600 mg/Tag und ab 8 Wochen | Meta-Analyse (Schlaf) |
| 18 | Langade et al. 2019, Cureus | 1 RCT, 60 Erwachsene mit Insomnie und Angst, 600 mg Wurzelextrakt/Tag, 10 Wochen; Extrakt vom Hersteller gestellt | Einschlafzeit 29,0 vs. 33,9 min, Schlafeffizienz 83,5 vs. 79,7 % | RCT (Insomnie) |
| 19 | Vaidya et al. 2026, Food Sci Nutr | 1 RCT, 40 gesunde Erwachsene 50 bis 70 Jahre, 400 mg Wurzelextrakt/Tag, 180 Tage | Leber-, Nieren- und Blutfettwerte im Normbereich | RCT (6 Monate) |
| 20 | Pakhale et al. 2025, J Med Life | 1 RCT, 100 Erwachsene, 300 mg Wurzelextrakt 2× täglich, 24 Wochen; Präparat vom Hersteller geliefert | keine Leberschäden, Leberwerte unauffällig | RCT (24 Wochen) |
| 21 | Lubarska et al. 2023, Int J Environ Res Public Health | 1 junger Mann, Polen, ein Jahr Einnahme | Gelbsucht und akute Leberentzündung, Besserung nach intensiver Behandlung | Fallbericht |
| 22 | Javid et al. 2026, Endocrinol Diabetes Metab Case Rep | 1 Frau, 55 Jahre, über ein Jahr etwa 950 mg täglich | Nebennierenschwäche, drei Monate nach Absetzen weiter Hydrocortison nötig | Fallbericht |
| 23 | Holzman et al. 2025, Cureus | 1 Mann, 20 Jahre | Herzrasen, Schlaflosigkeit und Angst nach abruptem Absetzen | Fallbericht |
| 24 | McIntyre et al. 2026, Cureus | Übersicht über 13 Veröffentlichungen mit 25 Fällen, Einzel- und Kombinationspräparate | meist Gelbsucht und Juckreiz nach Wochen der Einnahme | Übersicht über Fallberichte |
| 25 | Nasimi Doost Azgomi et al. 2018, Andrologia | 1 RCT ohne Placebo, 100 Männer mit ungeklärter Unfruchtbarkeit, Wurzelpulver 5 g/Tag gegen Pentoxifyllin, 90 Tage | Spermienwerte verbessert, kein Unterschied zum Arzneimittel | RCT gegen Arzneimittel |
| 26 | Mamidi & Thakar 2011, Ayu | 1 RCT, 86 Männer mit seelisch bedingter Erektionsstörung, Wurzelpulver gegen Weizenmehl, 60 Tage | kein Unterschied zu Placebo | RCT (Gegenbefund) |
| 27 | Pérez-Piñero et al. 2024, Clocks Sleep | 1 RCT, 52 Erwachsene mit Schlafproblemen, Milch mit 250 oder 600 mg Extrakt, 90 Tage | Schlafqualität auf der Analogskala besser, im PSQI kein Unterschied | RCT (gemischter Befund) |
| 28 | Movva et al. 2026, Clocks Sleep | 1 RCT, 200 Erwachsene, Wurzelextrakt 600 mg/Tag, Melatonin 3 mg, Kombination oder Placebo, 8 Wochen; Extrakt vom Hersteller gestellt | Einschlafzeit mit Ashwagandha ähnlich verbessert wie mit Melatonin, mit der Kombination am stärksten | RCT (Kombination) |
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