Die kurze Antwort
Erwachsene brauchen etwa 300 µg Folat am Tag, die meist aus dem Essen kommen. Frauen mit Kinderwunsch sollten zusätzlich 400 µg Folsäure nehmen, ab mindestens vier Wochen vor der Empfängnis bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels. Mehr als 1 mg aus Präparaten ist die Obergrenze; 5 mg gehören in ärztliche Hand. Die Tageszeit der Einnahme spielt nach allem, was bekannt ist, keine Rolle.
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Wer im Drogeriemarkt nach Folsäure greift, findet Packungen mit sehr unterschiedlichen Mengen. Die kleinen Tabletten liegen unter dem, was ein Erwachsener ohnehin täglich braucht, die großen beim Fünffachen der offiziellen Obergrenze. Dazwischen steckt die eine Dosis, deren Nutzen für Frauen mit Kinderwunsch nachgewiesen ist. Mehr braucht es selten. Welche Menge passt, hängt also vor allem vom Zweck ab, und für die meisten Erwachsenen lautet die ehrliche Antwort: gar keine Tablette, solange der Teller stimmt.
Wie viel Folsäure am Tag?
Erwachsene brauchen rund 300 µg Folat am Tag, gemessen in sogenannten Folat-Äquivalenten.1 Diese Einheit rechnet Folat aus dem Essen und synthetische Folsäure aus Tabletten zusammen, weil der Körper beide unterschiedlich gut verwertet. Das ist machbar. Ein Großteil davon lässt sich über Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn decken. Dennoch erreichen viele Menschen in Deutschland die Menge nicht ganz, denn nach einer älteren Übersicht lag die Zufuhr Erwachsener im Mittel bei etwa 250 µg.2
Daraus folgt aber nicht, dass alle Folsäure schlucken sollten. Ein leicht unter dem Ziel liegender Wert ist noch kein Mangel, und für Erwachsene ohne Kinderwunsch ist ein Nutzen zusätzlicher Folsäure kaum belegt. Sinnvoller ist für die meisten ein Blick auf Lebensmittel mit viel Folsäure, die gleich noch andere Nährstoffe mitbringen. Anders liegt der Fall bei Frauen, die schwanger werden könnten. Auch ein nachgewiesener Folsäuremangel ändert die Rechnung.
Wie hoch ist der Tagesbedarf an Folsäure?
Der Tagesbedarf steigt in Schwangerschaft und Stillzeit deutlich an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt folgende Werte, die Obergrenze stammt von der EU-Lebensmittelbehörde EFSA:
| Gruppe | Empfohlene Zufuhr pro Tag | Obergrenze aus Präparaten |
|---|---|---|
| Erwachsene | 300 µg Folat-Äquivalente1 | 1.000 µg3 |
| Schwangere | 550 µg Folat-Äquivalente1 | 1.000 µg3 |
| Stillende | 450 µg Folat-Äquivalente1 | 1.000 µg3 |
| Frauen mit Kinderwunsch | zusätzlich 400 µg Folsäure4 | 1.000 µg3 |
| Kinder von 1 bis 17 Jahren | je nach Alter weniger | 200 bis 800 µg3 |
Die Obergrenze gilt nur für Folsäure und Methylfolat aus Präparaten und angereicherten Lebensmitteln, nicht für Folat aus dem Essen.3 Wichtig ist das vor allem für Menschen, die mehrere Mittel gleichzeitig nehmen. Denn ein Multivitamin, ein Schwangerschaftspräparat und eine Einzeltablette addieren sich schnell, und die Packungen sagen nichts über die jeweils anderen.
Folsäure 400 µg oder 800 µg?
Für Frauen mit Kinderwunsch reichen 400 µg nach den Studien aus, mehr schadet in diesem Bereich aber auch nicht. Die US-Präventionsbehörde empfiehlt eine Spanne bis 800 µg und sieht den Nutzen als gesichert an.5 Grundlage sind Studien, in denen der Schutz vor Neuralrohrdefekten schon mit der unteren Menge auftrat, ohne dass höhere Mengen ihn sichtbar verstärkten.6 Die große ungarische Studie mit Frauen ohne Vorgeschichte nutzte dagegen ein Multivitamin mit der doppelten Menge.7 Auch das wirkte.
Für die höhere Menge spricht allenfalls der Vorlauf. Denn die Folatspeicher füllen sich nur langsam, und bei kurzer Planungszeit erreicht eine höhere Menge schneller einen guten Wert. Belegt ist dieser Vorteil für die Kinder aber nicht. Wer ohnehin früh beginnt, kommt mit der kleineren Tablette aus. Beide liegen sicher unter der Obergrenze. Was Folsäure in der Schwangerschaft über den offenen Rücken hinaus bewirkt, ist dagegen viel weniger klar.
Wann braucht man Folsäure 5 mg?
Tabletten mit 5 mg sind ein Arzneimittel für besondere Fälle, nicht für den Alltag. Der bekannteste Fall ist eine frühere Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt. Der Beleg dafür stammt aus einer britischen Studie, in der hoch dosierte Folsäure das Wiederholungsrisiko um gut zwei Drittel senkte.8 Weitere Gründe sind ein nachgewiesener Folatmangel, bestimmte Epilepsiemittel und das Rheumamittel Methotrexat.
Ob Mengen über 1 mg auf Dauer schaden, ist ungeklärt. Immerhin gab es in einer großen Studie, in der über zweitausend Schwangere bis zur Geburt 4 mg oder ein Scheinpräparat nahmen, keine zusätzlichen Komplikationen.9 Trotzdem hält die EFSA an ihrer Obergrenze fest, weil hohe Folsäuremengen einen Vitamin-B12-Mangel verschleiern können.3 Vor einer Behandlung mit 5 mg gehört deshalb der B12-Wert geprüft, und die Dauer sollte festgelegt sein. Was sonst über die Nebenwirkungen von Folsäure bekannt ist, betrifft ebenfalls vor allem solche Mengen.
So wurde gemessen
- Wiederholungsrisiko: 1.817 Frauen nach einer betroffenen Schwangerschaft, 4 mg Folsäure täglich, Neuralrohrdefekte RR 0,28.8
- 4 mg in der Schwangerschaft: 2.301 Schwangere gegen Placebo, keine Unterschiede bei ungünstigen Folgen für Mutter oder Kind.9
- Obergrenze: 1.000 µg täglich für Erwachsene, auch Schwangere und Stillende; kritischer Effekt ist das Fortschreiten neurologischer Symptome bei B12-Mangel.3
Folsäure bei Methotrexat: wie dosiert?
Bei niedrig dosiertem Methotrexat gegen Rheuma ist Folsäure Teil des ärztlichen Schemas, und die Menge legt die Praxis fest. Ob sie die Nebenwirkungen verringert, ist unklar, es gibt aber erste Hinweise. In der Studie mit eigenem Folsäure-Arm brachen mit 1 mg Folsäure täglich nur 17 statt 38 Prozent der Rheumakranken die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab.10 Der Cochrane-Review fand weniger Magen-Darm-Beschwerden und seltener erhöhte Leberwerte, rechnet aber Folsäure und Folinsäure zusammen.11
Ob Folsäure dabei die Wirkung des Methotrexats abschwächt, ist ungeklärt. In derselben Studie besserte sich die Krankheit in allen Gruppen gleich, die Folsäure-Gruppe brauchte am Ende aber 18,0 gegenüber 14,5 mg Methotrexat pro Woche.10 Der Cochrane-Review fand dagegen keinen Wirkverlust.11 Üblich ist, Folsäure zeitversetzt zu nehmen, meist an einem anderen Tag als das Methotrexat. In der Krebsbehandlung ist das anders. Dort sollte Folsäure nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam genommen werden.
Ähnlich vorsichtig ist der Umgang bei anderen Medikamenten, auch wenn ein Schaden dort ebenfalls ungeklärt ist. Unter Phenytoin kann Folsäure nach Fallberichten den Wirkspiegel senken, vor allem bei vorherigem Folatmangel.12 Bei Malariamitteln vom Antifolat-Typ lag das Therapieversagen mit zusätzlicher Folsäure höher, vor allem bei Mengen über 1 mg, während sich mit 0,4 mg kaum ein Unterschied zeigte; absolute Zahlen nennt der Cochrane-Review in seiner Zusammenfassung nicht.13 In beiden Fällen sollte Folsäure nur nach ärztlicher Absprache begonnen oder abgesetzt werden, weil sich der Spiegel des Medikaments oder der Erfolg der Behandlung sonst unbemerkt verschieben kann.
So wurde gemessen
- Methotrexat bei Rheuma: 434 Erwachsene, 1 mg Folsäure täglich, Folinsäure oder Placebo; Abbruch wegen Nebenwirkungen 17 gegen 38 %; Methotrexat-Enddosis 18,0 gegen 14,5 mg pro Woche.10 Cochrane mit 6 Studien und 624 Personen: Magen-Darm-Beschwerden RR 0,74, erhöhte Leberwerte RR 0,23, Abbrüche RR 0,39.11
- Malariamittel: Therapieversagen nach 28 Tagen RR 1,35, mit 0,4 mg kein Unterschied.13
Wann sollte man Folsäure einnehmen?
Die Tageszeit ist nach heutigem Wissen gleichgültig, entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Studien, die morgens und abends verglichen hätten, gibt es nicht, und für die Wirkung ist auch kein Grund erkennbar, warum es eine Rolle spielen sollte. Folsäure wird über den Darm gut aufgenommen und im Körper über Wochen eingelagert, sodass einzelne Stunden früher oder später im Tagesverlauf für den Speicher praktisch keinen Unterschied machen dürften. Ob die Tablette zum Frühstück oder zum Abendessen kommt, verändert daran wenig.
Praktisch zählt etwas anderes. Bewährt hat sich ein fester Zeitpunkt, der nicht vergessen wird. Viele verbinden die Tablette mit einer Mahlzeit, was bei Kombipräparaten mit Eisen oder Zink auch den Magen schont. Wer Methotrexat nimmt, hält sich dagegen an den ärztlich festgelegten Tag.
Folsäure morgens oder abends?
Beides ist möglich, eine bessere Tageszeit ist nicht belegt. Wer abends schlechter schläft oder morgens zu Übelkeit neigt, kann den Zeitpunkt einfach nach dem eigenen Befinden wählen. Das gilt auch für Methylfolat, für das ebenfalls keine Studien zur Tageszeit vorliegen. Die Menge zählt mehr.
Ab wann Folsäure nehmen und wie lange?
Bei Kinderwunsch heißt die Regel: mindestens vier Wochen vor der Empfängnis beginnen und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels weitermachen.4 Früher ist besser. In einer Bonner Studie erreichte das Folat im Blutplasma nach etwa zwölf Wochen ein Plateau, das Folat in den roten Blutkörperchen stieg dagegen über ein halbes Jahr weiter an.4 Gerade dieser zweite Wert spiegelt die Vorräte, auf die es beim Schluss des Neuralrohrs ankommt.14
Ohne Kinderwunsch braucht Folsäure dagegen einen Anlass und eine geplante Dauer. Das kann ein nachgewiesener Mangel sein, der behandelt und nach einigen Monaten kontrolliert wird, oder eine Begleittherapie zu einem Medikament. Eine Dauereinnahme auf Verdacht ist nicht sinnvoll. Für Gesunde ohne Mangel ist ein Nutzen kaum belegt. Hinzu kommt, dass hohe Mengen über viele Jahre kaum untersucht sind.
Welche Dosen wurden in den Studien verwendet?
Die meisten Studien jenseits der Schwangerschaft nutzten Mengen zwischen 0,4 und 5 mg am Tag. Beim Homocystein, einem Abbauprodukt im Blut, war die Senkung bei 0,8 mg schon fast vollständig, und die halbe Menge erreichte den größten Teil davon.15 Dieselbe Menge bekamen Ältere in einer niederländischen Studie über drei Jahre,16 ebenso Menschen mit Bluthochdruck in einer großen chinesischen Schlaganfallstudie.17 Studien zur Depression arbeiteten dagegen mit der Höchstmenge der Spanne.18
Für diese Ziele ist der Nutzen allerdings unklar. Eine Empfehlung folgt daraus nicht. Die Zahlen zeigen vor allem eines: Wer mehr als 0,8 mg nimmt, gewinnt beim Homocystein kaum noch etwas dazu. Welche Wirkungen Folsäure darüber hinaus zugeschrieben werden und wie gut sie belegt sind, fasst der Überblick zur Folsäure-Wirkung zusammen.
So wurde gemessen
- Homocystein: Einzeldaten aus 25 Studien mit 2.596 Personen; −13 % bei 0,2 mg, −20 % bei 0,4 mg, −23 % bei 0,8 mg, −25 % bei 5 mg.15
- Ältere: 818 Menschen von 50 bis 70 Jahren, 0,8 mg über 3 Jahre.16 Bluthochdruck in China: 20.702 Erwachsene, 0,8 mg zusammen mit einem Blutdruckmittel über 4,5 Jahre.17
- Depression: 475 Erwachsene, 5 mg zusätzlich zum Antidepressivum über 12 Wochen.18
Unsere Einordnung
Für die meisten Erwachsenen reicht das Folat aus dem Essen. Frauen mit Kinderwunsch sollten 400 µg Folsäure zusätzlich nehmen, früh genug und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels. Mehr als 1 mg am Tag gehört in ärztliche Hand, etwa nach einer früheren Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt oder unter Methotrexat, und dann auch mit einem Blick auf Vitamin B12.
Häufige Fragen
Wie viel Folsäure am Tag bei Mangel?
Das legt die Ärztin oder der Arzt fest, nachdem die Ursache geklärt ist. Vorher sollte auch der Vitamin-B12-Wert bestimmt werden, weil Folsäure einen B12-Mangel verschleiern kann.3
Ab wann Folsäure nehmen?
Bei Kinderwunsch spätestens vier Wochen vor der Empfängnis, besser früher, weil sich die Folatspeicher über Monate füllen.4 Ohne Kinderwunsch braucht es meist keinen festen Beginn, sondern einen Grund.
Wie lange Folsäure 5mg nehmen?
Das legt die behandelnde Praxis fest, denn 5 mg sind ein Arzneimittel für einen bestimmten Anlass. Ob Mengen über 1 mg auf Dauer schaden, ist ungeklärt, deshalb sollten Dauer und B12-Wert vorher geklärt sein.3
Was bedeutet Folat-Äquivalent?
Das ist die Einheit, in der der Bedarf angegeben wird. Sie berücksichtigt, dass der Körper synthetische Folsäure besser verwertet als natürliches Folat aus dem Essen, sodass beide sich zusammenzählen lassen.
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Alle Themen zu Folsäure
Alle 18 Quellen
| # | Studie | Wer / was | Ergebnis | Typ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | DGE Referenzwerte Folat, Deutsche Gesellschaft für Ernährung | Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr | Erwachsene 300 µg Folat-Äquivalente täglich, Schwangere 550, Stillende 450 | Referenzwerte |
| 2 | Gonzalez-Gross et al. 2002, Int J Vitam Nutr Res | Übersicht deutscher Daten 1997 bis 2000 | mittlere Folatzufuhr Erwachsener rund 250 µg pro Tag | Übersichtsarbeit |
| 3 | EFSA 2023, EFSA J | Gutachten der EU-Lebensmittelbehörde zur Höchstmenge | Obergrenze 1.000 µg täglich für Erwachsene, auch Schwangere; Kinder 200 bis 800 µg; gilt auch für Methylfolat | Behördengutachten |
| 4 | Lamers et al. 2006, Am J Clin Nutr | 144 junge Frauen, Folsäure, Methylfolat oder Placebo, 24 Wochen | Erythrozytenfolat stieg mit 416 µg Methylfolat stärker als mit 400 µg Folsäure, in allen Gruppen ohne Plateau nach 24 Wochen; Empfehlung 400 µg ab 4 Wochen vor der Empfängnis | RCT |
| 5 | US Preventive Services Task Force 2023, JAMA | Empfehlung der US-Präventionsbehörde | täglich 0,4 bis 0,8 mg Folsäure für alle, die schwanger werden könnten | Empfehlung |
| 6 | De-Regil et al. 2015, Cochrane Database Syst Rev | 5 RCTs, 7.391 Frauen, Folsäure allein oder mit anderen Vitaminen gegen kein Folat | Neuralrohrdefekte RR 0,31; Wiederholung RR 0,34; Herzfehler, Spalten und Fehlgeburten ohne gesicherten Unterschied | Cochrane-Review |
| 7 | Czeizel & Dudás 1992, N Engl J Med | 1 RCT, 4.156 Schwangerschaften, Multivitamin mit 0,8 mg Folsäure | Neuralrohrdefekte 0 gegen 6 | RCT (Ersterkrankung) |
| 8 | MRC Vitamin Study Research Group 1991, Lancet | 1 RCT, 1.817 Frauen nach einer betroffenen Schwangerschaft, 4 mg Folsäure | Neuralrohrdefekte RR 0,28 | RCT (Wiederholung) |
| 9 | Wen et al. 2018 (FACT), BMJ | 1 RCT, 2.301 Schwangere mit hohem Risiko, 4 mg Folsäure gegen Placebo | Präeklampsie 14,8 gegen 13,5 %; sonst keine Unterschiede für Mutter oder Kind | RCT |
| 10 | van Ede et al. 2001, Arthritis Rheum | 434 Erwachsene mit Rheuma unter Methotrexat, 1 mg Folsäure, Folinsäure oder Placebo | Abbruch wegen Nebenwirkungen 17 gegen 38 %; Methotrexat-Enddosis 18,0 gegen 14,5 mg pro Woche | RCT |
| 11 | Shea et al. 2013, Cochrane Database Syst Rev | 6 RCTs, 624 Menschen mit Rheuma unter Methotrexat | weniger Magen-Darm-Beschwerden, Leberwerterhöhungen und Abbrüche; Wirkung nicht verändert | Cochrane-Review |
| 12 | Lewis et al. 1995, Ann Pharmacother | Übersicht mit Fallberichten | bei Folatmangel sank der Phenytoin-Spiegel meist, Durchbruchanfälle möglich | Übersicht mit Fallberichten |
| 13 | Qi et al. 2026, Cochrane Database Syst Rev | 8 RCTs, 3.486 Personen in Malariagebieten | Therapieversagen nach 28 Tagen RR 1,35; mit 0,4 mg kein Unterschied | Cochrane-Review |
| 14 | Crider et al. 2014, BMJ | Modell aus zwei chinesischen Bevölkerungsstudien | Risiko für Neuralrohrdefekte ab etwa 1.000 nmol/l Erythrozytenfolat deutlich geringer; Neuralrohr schließt sich um Tag 28 | Modellrechnung |
| 15 | Homocysteine Lowering Trialists' Collaboration 2005, Am J Clin Nutr | Einzeldaten aus 25 RCTs, 2.596 Personen | Homocystein −13 % bei 0,2 mg bis −25 % bei 5 mg; B12 zusätzlich −7 % | Einzeldaten-Auswertung |
| 16 | Durga et al. 2007 (FACIT), Lancet | 1 RCT, 818 Menschen von 50 bis 70 Jahren, 0,8 mg Folsäure, 3 Jahre | Gedächtnis und Tempo etwas besser | RCT |
| 17 | Huo et al. 2015 (CSPPT), JAMA | 1 RCT, 20.702 Erwachsene mit Bluthochdruck in China, Enalapril mit oder ohne 0,8 mg Folsäure | erster Schlaganfall 2,7 gegen 3,4 % | RCT |
| 18 | Bedson et al. 2014 (FolATED), Health Technol Assess | 475 Erwachsene mit Depression unter Antidepressiva, 5 mg Folsäure oder Placebo zusätzlich | Depressionswert ohne Unterschied | RCT |
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