Stoff, Wirkung oder Frage
Inhaltsstoffe/Zink/Lebensmittel
Zink · 13 Quellen ausgewertet

Zink-Lebensmittel: Wo ist viel Zink drin?

Austern, Rindfleisch und Kürbiskerne liefern viel Zink, Obst und Gemüse kaum. Doch wie viel davon im Körper ankommt, entscheidet sich erst im Darm.

Illustration: KI-generiert
Stand der Evidenz Oktober 202613 QuellenLesezeit 7 Min.So bewerten wir

Die kurze Antwort

Am meisten Zink enthalten Austern, gefolgt von Rind- und Lammfleisch, Hartkäse, Weizenkeimen, Kürbiskernen, Sesam und Haferflocken. Auch Linsen und Kichererbsen tragen bei. Aus pflanzlichen Lebensmitteln nimmt der Körper Zink schlechter auf, weil der Pflanzenstoff Phytat es im Darm bindet. Einweichen, Keimen und Sauerteig bauen Phytat ab. Mit abwechslungsreicher Kost ist der Tagesbedarf gut erreichbar, vegetarisch wird es öfter knapp.

Auf dieser Seite 6 Abschnitte
  1. In welchen Lebensmitteln ist Zink enthalten?
  2. Zink-Lebensmittel-Tabelle: Wo ist viel Zink drin?
  3. Zink aus tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln: Was nimmt der Körper besser auf?
  4. Reicht Zink aus der Nahrung bei vegetarischer und veganer Ernährung?
  5. Lässt sich der Zink-Tagesbedarf über Lebensmittel decken?
  6. Zink aus Lebensmitteln oder als Nahrungsergänzung?

Wer an Zink denkt, denkt selten an das Frühstück. Dabei steckt in einer Schale Haferflocken mit ein paar Kürbiskernen schon ein ordentlicher Teil dessen, was der Körper an einem Tag braucht. Die Spitzenreiter der Nährwerttabellen sind allerdings Austern, rotes Fleisch und Käse, und das hat Gründe, die über die bloße Menge hinausgehen. Denn wie viel Zink auf dem Teller liegt, ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte entscheidet sich im Darm, wo ein unscheinbarer Pflanzenstoff einen Teil davon festhält, bevor er dort ankommt, wo Zink im Körper wirkt.

In welchen Lebensmitteln ist Zink enthalten?

Zink steckt vor allem in Austern, Fleisch, Käse, Kernen und Vollkorn, in Obst und Gemüse dagegen nur in kleinen Mengen. Den Rekord halten Austern, die je nach Sorte ein Vielfaches dessen enthalten, was Rindfleisch liefert.1 Weil kaum jemand täglich Austern isst, zählen im Alltag aber andere Quellen mehr: Rind- und Lammfleisch, Hartkäse wie Emmentaler, Kürbiskerne, Sesam, Haferflocken und Weizenkeime. Auch Linsen, Kichererbsen und Tofu tragen etwas bei. Ihre Portionen liefern allerdings deutlich weniger.

Aufschlussreich ist, wo Zink fehlt. Lachs und Milch liefern pro Portion nur etwa ein Zehntel der Menge eines Rindersteaks, eine Hähnchenbrust kaum ein Fünftel.1 Dabei gelten alle drei als gute Eiweißquellen. Ähnlich enttäuschend schneidet Spinat ab, der bei Mineralstoffen sonst gern genannt wird. Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel. Wo rotes Fleisch, Meeresfrüchte oder Käse auf den Tisch kommen, ist meist viel Zink dabei, während es unter den Pflanzen vor allem die Samen sind: Kerne, Nüsse, Getreidekörner und Hülsenfrüchte.

So wurde gemessen
  • Quelle: Nährwertdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums, Altbestand „SR Legacy“.1
  • Austern: amerikanische Auster (wild, roh) 39,3 mg, pazifische Auster (roh) 16,6 mg je 100 g.
  • Vergleich je Portion: Rindersteak aus der Hüfte (gegart, 150 g) 8,6 mg; Hähnchenbrust (gegart, 150 g) 1,5 mg; Zuchtlachs (gegart, 150 g) 0,6 mg; Vollmilch (250 g) 0,9 mg.

Zink-Lebensmittel-Tabelle: Wo ist viel Zink drin?

Die Tabelle zeigt, wie viel Zink typische Portionen liefern, und gerade diese Spalte verändert das Bild. Ihre Werte je 100 Gramm stammen aus der Nährwertdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums.1 Sorte, Fütterung und Zubereitung verschieben sie, sodass sie nur der Orientierung dienen. Gut zu erkennen ist trotzdem, warum eine Portion Rinderhack weit mehr bringt als ein Löffel Sesam, obwohl Sesam je 100 Gramm mehr Zink enthält als das Fleisch.

Lebensmittel mg je 100 g übliche Menge mg in dieser Menge
Austern (roh) 16,6 bis 39,3 100 g 17 bis 39
Weizenkeime 12,3 15 g 1,8
Kalbsleber (gegart) 11,2 100 g 11,2
Hanfsamen (geschält) 9,9 10 g 1,0
Kürbiskerne 7,8 30 g 2,3
Sesam 7,8 10 g 0,8
Kakaopulver (ungesüßt) 6,8 5 g 0,3
Rinderhack (gegart) 6,3 150 g 9,5
Cashewkerne 5,8 30 g 1,7
Rindersteak, Hüfte (gegart) 5,7 150 g 8,6
Sonnenblumenkerne 5,0 30 g 1,5
Lammhack (gegart) 4,7 150 g 7,0
Emmentaler 4,4 30 g 1,3
Leinsamen 4,3 10 g 0,4
Gouda 3,9 30 g 1,2
Haferflocken 3,6 50 g 1,8
Zartbitterschokolade (70 bis 85 % Kakao) 3,3 20 g 0,7
Mandeln 3,1 30 g 0,9
Walnüsse 3,1 30 g 0,9
Miesmuscheln (gegart) 2,7 100 g 2,7
Schweinefilet (gegart) 2,4 150 g 3,6
Hähnchenschenkel (gegart) 1,9 150 g 2,9
Vollkornbrot aus Weizen 1,8 100 g 1,8
Garnelen (gegart) 1,6 100 g 1,6
Tofu, fest 1,6 100 g 1,6
Kichererbsen (gegart) 1,5 150 g 2,3
Ei 1,3 1 Ei (60 g) 0,8
Linsen (gegart) 1,3 150 g 1,9
Hähnchenbrust (gegart) 1,0 150 g 1,5
Kidneybohnen (gegart) 1,0 150 g 1,5
Spinat (gegart) 0,8 150 g 1,1
Weißbrot 0,7 100 g 0,7
Naturreis (gegart) 0,7 150 g 1,1
Thunfisch (Dose, im eigenen Saft) 0,7 100 g 0,7
Joghurt aus Vollmilch 0,6 150 g 0,9
Lachs, Zucht (gegart) 0,4 150 g 0,6
Vollmilch 0,4 250 g 0,9

Unsere Einordnung

Die großen Zinkmengen kommen aus Fleisch, Meeresfrüchten und Käse. Wer darauf verzichtet, findet in Kürbiskernen, Haferflocken, Weizenkeimen und Hülsenfrüchten gute Quellen, muss sie aber regelmäßig und in nennenswerten Mengen essen.

Zink aus tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln: Was nimmt der Körper besser auf?

Aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper Zink in der Regel besser auf, weil pflanzliche oft Phytat enthalten. Phytat ist die Speicherform von Phosphor in Getreidekörnern, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Es hält Zink im Darm so fest, dass ein Teil davon ungenutzt wieder ausgeschieden wird. Wie stark dieser Effekt ist, zeigte ein schwedischer Versuch, in dem 40 Erwachsene Weißbrötchen aßen, denen unterschiedlich viel Phytat zugesetzt war.2 Ohne Zusatz nahm ihr Körper gut ein Fünftel des Zinks auf, mit den höchsten Mengen nur noch etwa ein Zwanzigstel. Die Bremse wirkt also mengenabhängig.

Eine Auswertung vieler solcher Messungen bestätigt das Muster: Sobald in einer Mahlzeit deutlich mehr Phytat als Zink steckt, sinkt der aufgenommene Anteil spürbar.3 Daraus folgt allerdings nicht, dass Vollkorn der Zinkversorgung schadet. Als Forschende in Schweden Mahlzeiten mit Vollkornbrot und mit Weißbrot verglichen, gelangte aus dem Vollkornbrot insgesamt mehr Zink in den Körper, weil es schlicht mehr davon enthält.4 Der Anteil ist kleiner, die Menge größer.

Hinzu kommt das Eiweiß. In denselben Versuchsreihen stieg die Zinkaufnahme mit dem Eiweißgehalt der Mahlzeit, etwa wenn Milch, Käse, Fleisch oder Ei zum Vollkornbrot kamen.4 Am meisten zählte aber, wie viel Zink insgesamt auf dem Teller lag. Eine Mahlzeit mit Sojabratling schnitt deshalb nicht schlechter ab als eine mit Fleisch und gleichem Zinkgehalt.5 Selbst sehr viel Haferkleie, rund 140 Gramm am Tag, eingebacken in Brot, bremste die Aufnahme in einer dänischen Studie nicht, solange die übrige Kost auf tierischem Eiweiß beruhte.6 Dass Milch zum Brot hier half, Calcium als Tablette dagegen bremsen kann, spielt beim Kombinieren von Zink mit anderen Nährstoffen eine Rolle.

So wurde gemessen
  • Phytat-Versuch: 40 Personen, Weizenbrötchen mit 3,1 mg Zink und 0 bis 250 mg zugesetztem Phytat-Phosphor, markiertes Zink und Ganzkörpermessung. Aufgenommener Anteil 22 % ohne Zusatz, 6 % bei der höchsten Menge; ab 50 mg Phytat-Phosphor sicher niedriger.2
  • Sammelauswertung: 30 Arbeiten zu Phytat. Liegt das Mengenverhältnis von Phytat zu Zink über 15, sinkt der aufgenommene Anteil um 0,14 (laut Abstract 45 % des Vergleichswerts).3
  • Brot: Mehl mit 100 % (Vollkorn) oder 72 % Ausmahlung. Aus Vollkornbrot absolut mehr Zink aufgenommen; Milchprodukte und mehr Eiweiß steigerten die Aufnahme.4
  • Eiweißquelle: Bratlinge aus Hähnchen, Rind oder Soja; der Zinkgehalt der Mahlzeit war der wichtigste Einfluss.5
  • Haferkleie: 12 Gesunde, je 21 Tage mit und ohne rund 142 g Haferkleie täglich; aufgenommener Anteil 0,48 gegenüber 0,40, kein sicherer Unterschied, aufgenommene Menge mit Kleie höher.6

Was hilft gegen Phytat?

Einweichen, Keimen, Gären und Mälzen bauen Phytat ab und machen Zink verfügbarer. Dahinter steckt ein Enzym namens Phytase, das in vielen Körnern selbst vorkommt und beim Quellen, beim Keimen oder während einer Gärung wie im Sauerteig aktiv wird.7 Am deutlichsten zeigt das ein Versuch mit Gerste. Aus einem Brei, dessen Körner zuvor feucht erhitzt worden waren, nahmen Studierende mehr als doppelt so viel Zink auf wie aus unbehandelter Gerste.8 Ähnlich große Sprünge maßen Forschende in Zürich, als sie das Phytat in einem Maisbrei mit zugesetzter Phytase abbauten.9

Für die Küche lassen sich daraus einfache Gewohnheiten ableiten. Hülsenfrüchte vor dem Kochen einweichen, Brot mit Sauerteig oder langer Teigführung wählen und ab und zu gekeimte Körner verwenden, das alles senkt den Phytatgehalt. Wie viel es bei einer gemischten Kost über Wochen ausmacht, ist weniger klar. Die Versuche liefen nämlich mit einzelnen Testmahlzeiten. Eine Übersichtsarbeit fordert deshalb ausdrücklich Studien, die auch die Folgen für die Gesundheit erfassen.7

So wurde gemessen
  • Gerste: zwei Gruppen mit 10 und 12 Studierenden, je zwei Frühstücksmahlzeiten. Hydrothermal behandelte Gerste 25,2 % gegenüber 11,0 %, gemälzte Gerste 22,9 % gegenüber 14,8 % aufgenommenes Zink.8
  • Phytase: junge Erwachsene, Mais- oder Hirsebrei mit 2 mg zugesetztem Zink; Phytase beim Essen oder bei der Zubereitung steigerte den aufgenommenen Anteil um mehr als 80 %.9

Reicht Zink aus der Nahrung bei vegetarischer und veganer Ernährung?

Bei vegetarischer und veganer Ernährung wird die Zinkversorgung öfter knapp, ein Mangel folgt daraus aber nicht zwangsläufig. In einer Auswertung von 26 Studien nahmen Menschen, die sich dauerhaft vegetarisch ernährten, etwas weniger Zink auf und hatten auch etwas weniger davon im Blut als Menschen, die Fleisch aßen.10 Der Abstand war allerdings klein. Am deutlichsten war der Unterschied bei Frauen, bei Veganerinnen und Veganern sowie in ärmeren Ländern.

Das liegt weniger an der Menge auf dem Teller als an der Aufnahme. Wer viel Vollkorn und Hülsenfrüchte isst, nimmt auch viel Phytat auf. Deshalb empfehlen die Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz in diesem Fall mehr Zink als bei einer Kost mit wenig Phytat.11 Für Frauen wie Männer steigt der empfohlene Wert dadurch um fast die Hälfte, weshalb gerade Männer mit viel Vollkorn und wenig tierischen Lebensmitteln besonders zinkreiche Pflanzen brauchen.

Die Lösung liegt meist in der Küche. Kürbiskerne, Hafer, Weizenkeime und Linsen regelmäßig zu essen und sie so zuzubereiten, dass Phytat abgebaut wird, hebt die verfügbare Menge.7 Die Autoren der großen Auswertung nennen zusätzlich angereicherte Lebensmittel oder eine niedrig dosierte Ergänzung für alle, deren Blutwerte am unteren Rand liegen.10 Ob das im Einzelfall nötig ist, sollte ärztlich geklärt werden, am besten mit Blick auf mögliche Symptome eines Zinkmangels.

So wurde gemessen
  • Vegetarische Ernährung: 34 Studien in der Übersicht, 26 Studien mit 48 Vergleichen in der Meta-Analyse. Zinkzufuhr im Mittel 0,88 mg pro Tag niedriger, Zink im Blut 0,93 µmol/l niedriger als bei Fleischessern; stärkere Unterschiede bei Frauen, Veganern und in Entwicklungsländern.10
  • Empfehlung: Frauen 7, 8 oder 10 mg, Männer 11, 14 oder 16 mg am Tag bei niedriger (330 mg), mittlerer (660 mg) oder hoher (990 mg) Phytatzufuhr.11

Lässt sich der Zink-Tagesbedarf über Lebensmittel decken?

Mit einer abwechslungsreichen Kost ist der Tagesbedarf gut erreichbar, das zeigt schon eine einfache Rechnung mit den Werten aus der Tabelle. Eine Schale Haferflocken mit Kürbiskernen, zwei Scheiben Vollkornbrot mit Emmentaler und mittags ein Teller Linsen ergeben zusammen rund neun Milligramm, ganz ohne Fleisch.1 Austern braucht es dafür nicht. Wer stattdessen eine Portion Rinderhack isst, kommt mit diesem einen Gericht schon auf ähnlich viel.

Damit wäre der empfohlene Wert einer Frau bei mittlerer Phytatzufuhr gedeckt, der eines Mannes noch nicht.11 Männer brauchen also mehr zinkreiche Mahlzeiten. Und je mehr Phytat die Kost enthält, desto höher liegt für alle die Messlatte. Die Frage, wie viel Zink am Tag jemand braucht, hängt deshalb nicht nur von Alter und Geschlecht ab, sondern auch davon, was sonst auf dem Teller liegt.

So wurde gemessen
  • Beispieltag ohne Fleisch: Haferflocken 50 g (1,8 mg), Kürbiskerne 30 g (2,3 mg), Vollkornbrot 100 g (1,8 mg), Emmentaler 30 g (1,3 mg), Linsen gegart 150 g (1,9 mg); zusammen 9,1 mg.1
  • Fleischgericht: Rinderhack gegart 150 g, 9,5 mg.1
  • Bedarf bei mittlerer Phytatzufuhr: Frauen 8 mg, Männer 14 mg am Tag.11

Zink aus Lebensmitteln oder als Nahrungsergänzung?

Lebensmittel sind der natürliche Weg zur Zinkversorgung, eine Nahrungsergänzung bleibt eher etwas für besondere Situationen. Denn die Obergrenze ist vergleichsweise knapp. Die Fachleute, die die EU-Kommission in Fragen der Lebensmittelsicherheit beraten, halten 25 Milligramm am Tag aus allen Quellen zusammen für unbedenklich, weil mehr auf Dauer den Kupferhaushalt stören kann.12 Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, Präparate auf höchstens 6,5 Milligramm pro Tagesdosis zu begrenzen.13 Sonst könnten Männer, die schon viel Zink mit dem Essen aufnehmen, über die Grenze geraten.

Sinnvoll kann eine Ergänzung sein, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde oder die Ernährung wenig Zink und viel Phytat liefert, wie es bei veganer Kost vorkommt.10 Dann stellt sich die Frage nach passenden Zink-Tabletten und anderen Formen. Wer zusätzlich Präparate nimmt, sollte alle Quellen zusammenzählen, auch Multivitamine und Erkältungsmittel, damit die Summe nicht unbemerkt in Richtung einer Zink-Überdosierung wächst.

Unser Fazit

Zink kommt reichlich in Fleisch, Meeresfrüchten, Käse, Kernen und Vollkorn vor. Aus Pflanzen nimmt der Körper es schlechter auf, doch Einweichen, Keimen und Sauerteig gleichen einen Teil davon aus. Wer vegetarisch oder vegan isst, sollte gezielt zinkreiche Lebensmittel einplanen, bevor er zur Tablette greift.

Häufige Fragen

Worin ist Zink enthalten?

Vor allem in Austern, Rind- und Lammfleisch und Hartkäse, unter den pflanzlichen Lebensmitteln in Kernen, Nüssen, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten.1 Obst und Gemüse liefern dagegen nur wenig Zink.

Welches Lebensmittel hat am meisten Zink?

Austern stehen mit großem Abstand an der Spitze, je nach Sorte mit etwa 17 bis 39 mg je 100 g.1 Unter den alltäglichen Lebensmitteln liefern Rind- und Lammfleisch, Weizenkeime und Kürbiskerne am meisten.

Gibt es die Zink-Lebensmittel-Tabelle als PDF?

Eine eigene PDF-Datei gibt es nicht. Die Tabelle auf dieser Seite lässt sich aber über die Druckfunktion des Browsers als PDF speichern. Die Werte stammen aus der Nährwertdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums und dienen zur Orientierung.1

Kann man über Lebensmittel zu viel Zink aufnehmen?

Die europäische Obergrenze von 25 mg am Tag gilt für alle Quellen zusammen.12 Das Bundesinstitut für Risikobewertung begrenzt Präparate gerade deshalb auf 6,5 mg pro Tagesdosis, weil Männer mit hoher Zufuhr aus dem Essen sonst darüber kommen könnten.13

Welches Obst und Gemüse enthält viel Zink?

Obst und Gemüse sind keine guten Zinkquellen. Selbst gegarter Spinat liefert nur knapp 1 mg je 100 g.1 Deutlich mehr bringen unter den Pflanzen Kerne, Nüsse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte.

Weiterlesen

Wie viel Zink am Tag braucht man, und wann nimmt man es ein?Auf den Packungen stehen 10, 25 oder 50 mg, auf Lutschtabletten gegen Erkältung noch mehr. Die Behörden halten weit weniger für genug, und der Grund dafür heißt Kupfer.
8 Min. →
Zinkmangel: Welche Symptome sind wirklich belegt?Ausschlag, Haarausfall, ständige Infekte: Ein Zinkmangel soll vieles erklären. Belegt sind vor allem die Zeichen eines schweren Mangels, und der ist hierzulande selten.
8 Min. →
Vitamin C und Zink: Was bringt die Kombination, und was verträgt sich?Vitamin C mit Zink in der Erkältungszeit, Zink mit Magnesium am Abend, Zink mit Selen für die Abwehr: Kombinationen sind beliebt. Belegt ist davon weniger, als die Packungen versprechen.
9 Min. →
Zink: der ÜberblickAlle Wirkungen mit Evidenz-Stufe, Formen, Dosis, Sicherheit
← Überblick

Alle 13 Quellen

#StudieWer / wasErgebnisTyp
1USDA FoodData Central (SR Legacy), U.S. Department of AgricultureNährwertdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums, Zinkgehalte je 100 gWerte der Tabelle und der BeispielrechnungNährwertdatenbank
2Fredlund et al. 2006, J Trace Elem Med Biol40 Erwachsene, Weizenbrötchen mit steigenden Phytatzusätzen, IsotopenmessungZinkaufnahme sinkt mit der Phytatmenge von 22 % auf 6 %Aufnahmestudie
3Bel-Serrat et al. 2014, Nutr Revsystematische Übersicht, 87 Arbeiten, davon 30 zu PhytatPhytat-Zink-Verhältnis über 15 senkt den aufgenommenen Anteil um 0,14Meta-Analyse
4Sandström et al. 1980a, Am J Clin NutrTestmahlzeiten mit Vollkorn- oder Weißbrot, markiertes Zinkaus Vollkornbrot absolut mehr Zink aufgenommen; Eiweiß und Milchprodukte verbessern die AufnahmeAufnahmestudie
5Sandström & Cederblad 1980b, Am J Clin NutrTestmahlzeiten mit Hähnchen, Rind oder Soja, markiertes ZinkZinkgehalt der Mahlzeit wichtigster Einfluss; Soja nicht schlechter bei gleichem ZinkgehaltAufnahmestudie
6Sandström et al. 2000, J Nutr12 Gesunde, je 21 Tage mit und ohne HaferkleieZinkaufnahme durch Haferkleie nicht beeinträchtigtCrossover-Studie
7Hotz & Gibson 2007, J NutrÜbersichtsarbeit zu ZubereitungsverfahrenEinweichen, Gären, Keimen und Mälzen senken Phytat; Folgen für die Gesundheit zu wenig untersuchtReview
8Fredlund et al. 2003, Eur J Clin Nutr22 Gesunde, Gerstenbrei aus behandelter oder unbehandelter GersteZinkaufnahme nach hydrothermaler Behandlung und Mälzen höherAufnahmestudie
9Brnić et al. 2014, J Nutrjunge Erwachsene, zinkangereicherter Mais- und HirsebreiPhytase steigert den aufgenommenen Zinkanteil um mehr als 80 %Aufnahmestudie
10Foster et al. 2013, J Sci Food Agric34 Studien, davon 26 in der Meta-AnalyseVegetarier mit geringerer Zinkzufuhr und niedrigerem Zink im BlutMeta-Analyse
11Haase et al. 2020 (DGE), J Trace Elem Med BiolD-A-CH-Referenzwerte der Fachgesellschaften für Ernährung, Ableitung 2019Erwachsene: Frauen 7, 8 oder 10 mg, Männer 11, 14 oder 16 mg je Tag bei niedriger, mittlerer oder hoher PhytatzufuhrReferenzwerte
12SCF 2003, Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss der EUGutachten zur tolerierbaren Obergrenze25 mg Zink pro Tag aus allen Quellen, abgeleitet aus dem KupferhaushaltBehördengutachten
13BfR 2021, Bundesinstitut für RisikobewertungHöchstmengenvorschläge für Zinkhöchstens 6,5 mg Zink pro Tagesdosis in NahrungsergänzungsmittelnBehördeninformation

Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Keine Werbung, keine Kauflinks, keine Produktempfehlungen.