Die kurze Antwort
Omega-3 sollte zu einer Mahlzeit mit etwas Fett eingenommen werden, denn dann nimmt der Darm deutlich mehr EPA und DHA auf. Ob morgens oder abends, macht für den Spiegel im Blut keinen erkennbaren Unterschied. Wichtig ist die tägliche Einnahme über Monate: Bis sich der Wert in den roten Blutkörperchen einpendelt, dauert es rund ein halbes Jahr.
Auf dieser Seite 7 Abschnitte
- Wann sollte man Omega-3 am besten einnehmen?
- Omega-3 morgens oder abends einnehmen?
- Omega-3-Einnahme: Wie nimmt man die Kapseln richtig ein?
- Wie lässt sich Aufstoßen mit Fischgeschmack vermeiden?
- Omega-3 und Vitamin D zusammen einnehmen?
- Omega-3 und Magnesium, Zink oder Eisen zusammen einnehmen?
- Wie lange sollte man Omega-3 einnehmen?
Die Dose mit den Fischölkapseln steht neben der Kaffeemaschine, und genommen wird die Kapsel, wenn der Blick morgens darauf fällt: ein Schluck Kaffee, sonst nichts im Magen. Eine halbe Stunde später meldet sie sich zurück, als Aufstoßen mit Fischgeschmack. Diese Routine ist bequem. Sie ist aber fast in jedem Punkt ungünstig, denn Fischöl ist Fett, und der Darm verarbeitet Fett am besten, wenn eine Mahlzeit mitkommt. Die Uhrzeit spielt dagegen kaum eine Rolle, weil das, was Omega-3 im Körper bewirkt, vor allem davon abhängt, dass es über Monate regelmäßig ankommt.
Wann sollte man Omega-3 am besten einnehmen?
Am besten wird Omega-3 zu einer Mahlzeit genommen, in der etwas Fett steckt. Fett im Essen bringt die Verdauungssäfte in Gang, die auch EPA und DHA aus der Kapsel aufschließen. Nüchtern kommt deutlich weniger davon im Blut an.
Wie groß der Unterschied sein kann, zeigte schon ein Versuch aus dem Jahr 1988, in dem Männer Fischöl zu einer fettreichen Mahlzeit nahmen und die Forschenden das Ergebnis mit einer fettarmen verglichen. Dabei nahm der Körper mit viel Fett im Essen aus normalem Fischöl mehr EPA auf. Bei sogenannten Ethylestern, einer verbreiteten Form in konzentrierten Präparaten, war es sogar dreimal so viel.1
Ein neuerer Vergleich bestätigt das für Ethylester. Dafür schluckten übergewichtige Erwachsene eine große Einzeldosis einmal bei fettarmer und einmal bei fettreicher Kost. Nur bei sehr wenigen kam fettarm auch nur die Hälfte dessen im Blut an, was nach dem fettreichen Essen messbar war.2 Allerdings hat der Hersteller eines Konkurrenzpräparats die Studie durchgeführt.
Daraus folgt eine einfache Regel: die Kapseln zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen nehmen und nicht nüchtern zwischendurch. Ob ein Präparat Ethylester oder Triglyceride enthält, steht meist auf dem Etikett. Genau darin unterscheiden sich auch die Omega-3-Formen wie Fischöl und Algenöl.
So wurde gemessen
- Versuch von 1988: Männliche Freiwillige, Fischöl zu einer Mahlzeit mit 44 g Fett, verglichen mit früheren Messungen bei 8 g Fett. Aufnahme von EPA aus Fischöl in Triglyceridform 90 statt 69 %, bei DHA kein Unterschied; aus Ethylestern dreifach höher, auf rund 60 %.1
- ECLIPSE-Studie: 54 übergewichtige Erwachsene, je 4 g als Einzeldosis in einer fettarmen und einer fettreichen Phase, Crossover. Mit dem Ethylester-Präparat erreichten bei fettarmer Kost nur 3 von 50 Personen mindestens die Hälfte ihrer Aufnahme bei fettreicher Kost. Geführt vom Hersteller des verglichenen Konkurrenzpräparats.2
Omega-3 morgens oder abends einnehmen?
Für den Spiegel im Blut ist die Tageszeit egal, soweit die wenigen Studien das zeigen können. Viel Forschung gibt es dazu nämlich nicht. Die einzige Vergleichsstudie mit Scheinpräparat (Placebo) stammt aus Japan, ist klein und kommt von einem Fischverarbeiter.
Zwanzig gesunde Erwachsene aßen dort acht Wochen lang täglich Würstchen mit zugesetztem Fischöl, die eine Hälfte morgens, die andere abends, und zur jeweils anderen Tageszeit gab es Würstchen ohne nennenswerte Mengen davon. Dabei stiegen EPA und DHA im Blut in beiden Gruppen gleich stark an.3 Nur die Blutfette (Triglyceride) sanken allein in der Morgengruppe.
Ob dieser Unterschied echt ist, lässt sich mit so wenigen Teilnehmenden nicht sagen. Für die Regel, die Kapseln nur morgens zu nehmen, reicht das jedenfalls nicht, und gegen den Abend spricht ebenso wenig, solange die Kapsel zum Essen kommt. Am sinnvollsten ist deshalb die Mahlzeit, die verlässlich jeden Tag stattfindet und etwas Fett enthält.
So wurde gemessen
- Japanische Pilotstudie: 20 gesunde Erwachsene von 20 bis 60 Jahren, doppelblind. Würstchen mit 1.010 mg DHA und 240 mg EPA morgens oder abends, zur anderen Tageszeit Würstchen mit 40 mg DHA und 15 mg EPA, 8 Wochen. Omega-3 im Serum in beiden Gruppen gleich erhöht, Triglyceride nur bei Einnahme morgens gesenkt. Durchgeführt von einem Fischverarbeitungsunternehmen.3
Omega-3-Einnahme: Wie nimmt man die Kapseln richtig ein?
Richtig eingenommen wird Omega-3 zum Essen, jeden Tag und als frisches Öl. Mehr Regeln braucht es nicht. Entscheidend für die Omega-3-Dosierung ist die Menge EPA und DHA auf dem Etikett, nicht das Gewicht der Kapsel.
Mehr Aufmerksamkeit verdient die Frische. EPA und DHA werden an Luft, Licht und Wärme leicht ranzig, und wie oft das vorkommt, haben Prüfungen in mehreren Ländern untersucht. In Neuseeland lag bei mehr als vier von fünf geprüften Fischölkapseln ein Frischewert über der Empfehlung.4 Auch in den USA fielen Präparate durch, vor allem solche mit Aroma, das den Fischgeruch überdeckt.5 Prüfungen in Australien fanden dagegen nur einwandfreie Ware.6
Ob ranziges Öl der Gesundheit schadet, ist ungeklärt, denn untersucht ist das kaum. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA knüpft ihre Entwarnung für Fischöl aber ausdrücklich an stabiles, frisches Öl.7 Kapseln sollten daher kühl, dunkel und verschlossen gelagert werden, flüssiges Öl nach dem Öffnen im Kühlschrank. Riecht oder schmeckt ein Präparat stechend, ist es besser, es nicht mehr zu verwenden.
So wurde gemessen
- Neuseeland: alle 32 Fischölkapsel-Präparate des Markts. 83 % über dem empfohlenen Peroxidwert, 50 % über dem TOTOX-Wert, nur 8 % erfüllten alle Vorgaben.4
- USA: 72 Präparate aus Fisch- und Algenöl, Proben von 2014 bis 2020. TOTOX-Grenze bei 68 % der aromatisierten und 13 % der nicht aromatisierten Produkte überschritten.5
- Australien und Neuseeland 2016: 10 Präparate, alle innerhalb des Peroxid-Grenzwerts.6
- EFSA: Unbedenklichkeit bis etwa 5 g EPA+DHA täglich unter der Bedingung, dass die Oxidationsstabilität gewährleistet ist.7
Wie lässt sich Aufstoßen mit Fischgeschmack vermeiden?
Am ehesten hilft eine kleinere Menge. Aufstoßen und Fischgeschmack sind die typischen Beschwerden unter Fischöl, und in einer Auswertung von 90 Studien kam der Fischgeschmack rund dreieinhalbmal so oft vor wie mit einem Scheinpräparat.8 Gefährlich ist das nicht. Es ist nur lästig.
Wie stark das von der Menge abhängt, zeigt eine Studie aus den USA, in der Erwachsene mit leicht erhöhten Blutfetten fünf Monate lang ein halbes, ein oder zwei Gramm am Tag nahmen. Mit ein oder zwei Gramm bemerkte etwa die Hälfte ein fischiges Aufstoßen, mit dem halben Gramm nur ungefähr halb so viele.9 Zudem führten Mischpräparate aus EPA und DHA in einer weiteren Auswertung öfter zu Aufstoßen und Übelkeit.10 Bei vier Gramm am Tag schließlich hatte jeder vierte Teilnehmende Magen-Darm-Beschwerden, mit dem Vergleichsöl etwa jeder siebte.11
Was gezielt gegen das Aufstoßen hilft, wurde dagegen kaum geprüft. Für das Einfrieren der Kapseln, magensaftresistente Hüllen oder die Einnahme vor dem Schlafen fehlen Vergleichsstudien zur Verträglichkeit. Naheliegend und harmlos ist es, die Tagesmenge auf die Mahlzeiten zu verteilen, denn kleinere Mengen machten in der Studie seltener Beschwerden.
Bleibt das Aufstoßen hartnäckig, lohnt es sich, die Menge zu senken oder das Präparat zu wechseln. Auch die anderen Nebenwirkungen von Omega-3 hängen stark von der Dosis ab.
So wurde gemessen
- Auswertung von 90 Studien: Geschmacksstörung (Fischgeschmack) OR 3,48, Durchfall OR 1,26 gegenüber Placebo.8
- Dosisvergleich: 135 Erwachsene mit Triglyceriden von 100 bis 300 mg/dl, 0,5, 1 oder 2 g Omega-3 oder Maisöl, 20 Wochen. Aufstoßen bei 48 bis 50 % mit 1 und 2 g, etwa halb so oft mit 0,5 g; mit Maisöl anfangs 2 %.9
- Verschreibungspflichtige Präparate: 21 RCTs mit 24.460 Personen; EPA+DHA-Kombinationen mit mehr Aufstoßen (p = 0,010) und Übelkeit (p = 0,044).10
- STRENGTH-Studie: 13.078 Personen, 4 g EPA+DHA täglich; Magen-Darm-Beschwerden bei 24,7 vs. 14,7 % mit Maisöl.11
Omega-3 und Vitamin D zusammen einnehmen?
Ja, und die Kombination ist sogar gut untersucht. In einer großen amerikanischen Studie bekamen über 25.000 Erwachsene ab dem mittleren Alter jahrelang Vitamin D, Fischöl, beides oder Scheinpräparate. Blutungen oder andere schwere Nebenwirkungen traten mit Fischöl nicht häufiger auf.12
Auch praktisch passen beide zusammen. Vitamin D wird ebenfalls besser aufgenommen, wenn Fett im Essen ist: Bei älteren Erwachsenen lag der Spitzenwert im Blut nach einem Frühstück mit Fett um knapp ein Drittel höher als nach einem fettfreien.13 Ob die Fischölkapsel selbst als Fett für Vitamin D zum Essen genügt, hat niemand untersucht. Es spricht also nichts dagegen, beide zur selben Hauptmahlzeit zu nehmen.
So wurde gemessen
- VITAL: 25.871 Männer ab 50 und Frauen ab 55 Jahren in den USA, 2.000 IE Vitamin D3 und 1 g Omega-3 täglich im 2×2-Design, im Median 5,3 Jahre. Keine Häufung von Blutungen oder anderen schweren Nebenwirkungen unter Omega-3.12
- Vitamin D und Fett: 50 gesunde Ältere, einmalig 50.000 IE Vitamin D3 zu einem fettfreien Frühstück oder einem mit 30 % der Kalorien aus Fett. Spitzenwert mit Fett 32 % höher.13
Omega-3 und Magnesium, Zink oder Eisen zusammen einnehmen?
Eine Störung ist nicht bekannt, gezielt geprüft wurde sie aber kaum. Studien, die Fischöl zusammen mit Magnesium, Zink, Eisen, Vitamin C, Selen oder Q10 auf gegenseitige Störungen untersuchen, gibt es nicht, und Berichte über Probleme mit diesen Kombinationen sind ebenfalls nicht beschrieben. Fischöl kann deshalb zur selben Mahlzeit genommen werden wie Magnesium und andere Mineralstoffe.
Anders ist es bei L-Thyroxin. Das Schilddrüsenhormon wirkt am verlässlichsten auf leeren Magen, wie eine Studie mit 65 Behandelten zeigt, deren Schilddrüsenwerte schlechter eingestellt waren, wenn sie das Hormon zum Frühstück oder vor dem Schlafen nahmen.14 Daraus ergibt sich von selbst ein Abstand: das Hormon morgens nüchtern, die Kapsel später zum Essen.
Ob Fischöl die Wirkung von Medikamenten verändert, ist ungeklärt, denn die Studien dazu sind dünn. In einem Fallbericht stieg bei einer älteren Frau unter dem Blutverdünner Warfarin der Gerinnungswert INR von 2,8 auf 4,3, nachdem sie ihre Fischölmenge verdoppelt hatte.15 Dazu kommt, dass zusammen mit einem Cholesterinsenker (Statin) in einer Studie weniger EPA und DHA im Blut ankam.16 Bei Dauermedikamenten gehört Fischöl daher auf die Medikamentenliste und sollte mit Ärztin, Arzt oder Apotheke besprochen werden.
So wurde gemessen
- L-Thyroxin: 65 Personen, Crossover über je 8 Wochen. Mittleres TSH nüchtern 1,06, zum Frühstück 2,93 und vor dem Schlafen 2,19 mIU/l.14
- Warfarin: Fallbericht einer 67-Jährigen; INR stieg nach Verdopplung von 1.000 auf 2.000 mg Fischöl täglich von 2,8 auf 4,3 und sank nach Reduktion wieder.15
- Statin: 37 Gesunde, 4 g Omega-3 und 40 mg Atorvastatin; bei gemeinsamer Gabe deutlich niedrigere EPA- und DHA-Spiegel.16
Wie lange sollte man Omega-3 einnehmen?
Die Einnahme sollte mindestens einige Monate dauern, sonst lässt sich kaum etwas erwarten. Fischöl wirkt nicht über die einzelne Kapsel, sondern über einen Vorrat in den Zellwänden, der sich langsam füllt. Das braucht Geduld.
Am genauesten verfolgt hat das eine Studie aus den Niederlanden, in der Männer ein Jahr lang täglich Fischöl oder nichts davon nahmen. Im Blutplasma pendelte sich EPA nach vier bis acht Wochen ein. In den roten Blutkörperchen dagegen, in denen der Omega-3-Index gemessen wird, dauerte es ein halbes Jahr.17
Dazu passen andere Studien. Bei gesunden Erwachsenen stieg der Index über fünf Monate umso stärker, je mehr sie nahmen, und das Körpergewicht spielte dabei mit.18 Mit einer hohen Menge kletterte er bei gestressten Berufstätigen in zwölf Wochen von gut fünf auf knapp neun Prozent.19
Ob eine lange Einnahme schwere Nebenwirkungen verursacht, ist streng genommen ungeklärt, ein Warnsignal gibt es aber nicht. In der großen amerikanischen Studie nahmen über 25.000 Erwachsene gut fünf Jahre lang Fischöl, und schwere Nebenwirkungen kamen dabei so selten vor wie ohne.12 Eine Cochrane-Auswertung mit 86 Studien von einem bis gut sieben Jahren sah ebenfalls wenig oder keinen Effekt, nennt dafür aber kaum eigene Zahlen.20 Einen Vorteil von Pausen hat keine Studie gezeigt.
Wer Fischöl nimmt, sollte deshalb über mindestens einige Monate täglich dabei bleiben. Eine Einschränkung gilt allerdings für hohe Mengen über lange Zeit, denn das Risiko für Vorhofflimmern steigt mit der Dosis, und damit stellt sich die Frage, wie viel Omega-3 am Tag sinnvoll ist.
So wurde gemessen
- Niederlande: 58 Männer, 0, 3, 6 oder 9 g Fischöl täglich über 12 Monate. EPA im Plasma nach 4 bis 8 Wochen stabil (Halbwertszeit 4,8 Tage); in roten Blutkörperchen Halbwertszeit 28 Tage, stabil nach 180 Tagen.17
- Dosis-Wirkungs-Studie: 115 gesunde Erwachsene, 0, 300, 600, 900 oder 1.800 mg EPA+DHA täglich für etwa 5 Monate. Index stieg dosisabhängig; die Dosis pro kg Körpergewicht erklärte 70 % der Unterschiede.18
- Arbeitsstress-Studie: 90 Erwachsene, 2,2 g EPA plus 0,44 g DHA oder Placebo, 12 Wochen. Omega-3-Index von 5,2 auf 8,9 %.19
- Langzeit: VITAL mit 25.871 Personen über 5,3 Jahre;12 Cochrane-Review mit 86 RCTs und 162.796 Personen über 12 bis 88 Monate, wenig oder kein Effekt auf schwere Nebenwirkungen.20
Unsere Einordnung
Bei Fischöl zählen das Essen und die Ausdauer, nicht die Uhr. Eine Kapsel täglich zu einer Mahlzeit mit etwas Fett, über Monate: Mehr Strategie ist nicht belegt.
Häufige Fragen
Warum sollte man Omega-3 einnehmen?
Am besten untersucht ist, dass Fischöl die Blutfette (Triglyceride) senkt und den Blutdruck etwas drückt. Für viele andere Versprechen ist die Studienlage unklar. Ob sich die Einnahme lohnt, hängt deshalb vom Ziel ab.
Wie oft am Tag sollte man Omega-3 einnehmen?
Einmal am Tag genügt, denn der Spiegel baut sich über Wochen auf und nicht in Stunden. Größere Mengen lassen sich auf zwei Mahlzeiten verteilen. Kleinere Mengen führten in einer Studie seltener zu Aufstoßen.
Kann man Omega-3 vor dem Schlafen nehmen?
Ja, wenn die Kapsel zum Abendessen genommen wird. Direkt vor dem Hinlegen ohne Essen ist ungünstiger, weil Fischöl ohne fetthaltige Mahlzeit schlechter aufgenommen wird.
Kann man Omega-3 mit Q10 oder Selen zusammen einnehmen?
Eine Störung ist nicht beschrieben. Studien, die diese Kombinationen gezielt prüfen, gibt es aber nicht.
Was passiert, wenn man Omega-3 absetzt?
Der Spiegel sinkt langsam wieder. Der Wert in den roten Blutkörperchen spiegelt ungefähr die Zufuhr der letzten ein bis zwei Monate.
Weiterlesen




Alle Themen zu Omega-3
Alle 20 Quellen
| # | Studie | Wer / was | Ergebnis | Typ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lawson & Hughes 1988, Biochem Biophys Res Commun | Männliche Freiwillige, Fischöl zu einer fettreichen Mahlzeit (44 g Fett) im Vergleich zu früheren Messungen mit 8 g Fett | EPA aus Triglycerid-Fischöl zu 90 statt 69 % aufgenommen, DHA unverändert; aus Ethylestern dreifache Aufnahme auf rund 60 % | Aufnahmestudie |
| 2 | Davidson et al. 2012 (ECLIPSE), J Clin Lipidol | 54 übergewichtige Erwachsene, je 4 g Omega-3 als Einzeldosis, fettarme und fettreiche Phase, Crossover; vom Hersteller eines Konkurrenzpräparats durchgeführt | Ethylester bei fettarmer Kost: nur 3 von 50 Personen erreichten mindestens die Hälfte der Aufnahme bei fettreicher Kost | Aufnahmestudie (Crossover) |
| 3 | Konishi et al. 2021, Nutrition | 20 gesunde Erwachsene in Japan, Fischöl-Würstchen morgens oder abends, 8 Wochen; Studie eines Fischverarbeiters | Omega-3 im Blut in beiden Gruppen gleich gestiegen; Triglyceride nur bei Einnahme morgens gesunken | Kleine Pilotstudie |
| 4 | Albert et al. 2015, Sci Rep | Alle 32 Fischölkapsel-Präparate des neuseeländischen Markts | 83 % über dem empfohlenen Peroxidwert, 50 % über dem TOTOX-Wert; meist weniger EPA und DHA als angegeben | Produktanalyse |
| 5 | Hands et al. 2024, J Diet Suppl | 72 Omega-3-Präparate aus den USA, Proben von 2014 bis 2020 | TOTOX-Grenze bei 68 % der aromatisierten und 13 % der nicht aromatisierten Produkte überschritten | Produktanalyse |
| 6 | Nichols et al. 2016, Nutrients | 10 Fischölpräparate aus Australien und Neuseeland, akkreditierte Labore | Alle innerhalb des Peroxid-Grenzwerts und der Gehaltsangaben | Produktanalyse (Gegenbefund) |
| 7 | EFSA 2012, EFSA Journal | Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit | Bis etwa 5 g EPA+DHA täglich unbedenklich, sofern die Oxidationsstabilität der Öle gewährleistet ist | Behördengutachten |
| 8 | Chang et al. 2023, Adv Nutr | 90 RCTs mit EPA- und/oder DHA-Präparaten | Geschmacksstörung (Fischgeschmack) OR 3,48; Durchfall OR 1,26 | Meta-Analyse |
| 9 | Park & Harris 2009, J Med Food | 135 Erwachsene mit leicht erhöhten Triglyceriden, 0,5, 1 oder 2 g Omega-3 oder Maisöl, 20 Wochen | Aufstoßen bei 48 bis 50 % mit 1 und 2 g, etwa halb so oft mit 0,5 g | RCT (Dosisvergleich) |
| 10 | Chang et al. 2018, Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids | 21 RCTs, 24.460 Personen, verschreibungspflichtige Omega-3-Präparate | EPA+DHA-Kombinationen mit mehr Aufstoßen (p = 0,010) und Übelkeit (p = 0,044) | Meta-Analyse |
| 11 | Nicholls et al. 2020 (STRENGTH), JAMA | 13.078 Hochrisiko-Patienten, 4 g EPA+DHA täglich oder Maisöl | Magen-Darm-Beschwerden 24,7 vs. 14,7 % | Groß-RCT |
| 12 | Manson et al. 2019 (VITAL), N Engl J Med | 25.871 Erwachsene ab 50 bzw. 55 Jahren, Vitamin D3 und 1 g Omega-3 im 2×2-Design, 5,3 Jahre | Keine Häufung von Blutungen oder anderen schweren Nebenwirkungen unter Omega-3 | Groß-RCT |
| 13 | Dawson-Hughes et al. 2015, J Acad Nutr Diet | 50 gesunde Ältere, einmalig 50.000 IE Vitamin D3 zu einem Frühstück mit oder ohne Fett | Spitzenwert im Blut mit Fett um 32 % höher | Aufnahmestudie |
| 14 | Bach-Huynh et al. 2009, J Clin Endocrinol Metab | 65 Personen unter Levothyroxin, nüchtern, zum Frühstück oder vor dem Schlafen, je 8 Wochen, Crossover | TSH nüchtern 1,06, zum Frühstück 2,93, vor dem Schlafen 2,19 mIU/l | RCT (Crossover) |
| 15 | Buckley et al. 2004, Ann Pharmacother | Fallbericht, 67-jährige Frau unter Warfarin | INR stieg nach Verdopplung der Fischöldosis von 1.000 auf 2.000 mg von 2,8 auf 4,3 | Fallbericht |
| 16 | Kim et al. 2022, Pharmaceuticals (Basel) | 37 Gesunde, 4 g Omega-3 und 40 mg Atorvastatin | Bei gemeinsamer Gabe deutlich niedrigere EPA- und DHA-Spiegel | Wechselwirkungsstudie |
| 17 | Katan et al. 1997, J Lipid Res | 58 Männer, 0, 3, 6 oder 9 g Fischöl täglich, 12 Monate | EPA im Plasma nach 4 bis 8 Wochen stabil; in roten Blutkörperchen Halbwertszeit 28 Tage, stabil nach 180 Tagen | Kontrollierte Langzeitstudie |
| 18 | Flock et al. 2013, J Am Heart Assoc | 115 gesunde Erwachsene, 0 bis 1.800 mg EPA+DHA täglich, etwa 5 Monate | Omega-3-Index stieg dosisabhängig; Dosis pro Körpergewicht erklärte 70 % der Unterschiede | RCT (Dosis-Wirkung) |
| 19 | Bradbury et al. 2017, Front Pharmacol | 90 Erwachsene mit Arbeitsstress, 2,2 g EPA plus 0,44 g DHA täglich oder Placebo, 12 Wochen | Omega-3-Index von 5,2 auf 8,9 % gestiegen | RCT |
| 20 | Abdelhamid et al. 2020, Cochrane Database Syst Rev | 86 RCTs, 162.796 Personen, 12 bis 88 Monate | Wenig oder kein Effekt auf schwere Nebenwirkungen | Cochrane-Review |
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